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La Strada + Indus : Schon gespielt ?

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Frank

La Strada + Indus : Schon gespielt ?

Beitragvon Frank » 5. April 2004, 11:32

hallo,

la strada und indus sollen doch jetzt schon ausgeliefert worden sein. hat die schon jemand gespielt bzw. wie sind die denn so ?

frank

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Thomas Tillich

Re: La Strada + Indus : Schon gespielt ?

Beitragvon Thomas Tillich » 5. April 2004, 12:50

Ich habe am Freitag ein Indus gespielt und fand es recht nett, wobei mir das Spielfeld ein wenig zu unübersichtlich vorkommt. Man muß schon immer sehr genau schauen, wer wo die Mehrheiten hat und welche Felder überhaupt zu bestimmten Ruinen, Gassen, usw. gehören.

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Rüdiger Langtim

Re: La Strada + Indus : Schon gespielt ?

Beitragvon Rüdiger Langtim » 5. April 2004, 13:17

Hallo Frank,

Indus ist ein gaaaaaaaaaanz einfaches Würfelspiel auf einem seeeeeeeeeehr unübersichtlichen und für die Fülle der Informationen viel zu kleinen Spielpan.
Einhellige Meinung: Ein Spiel für Schnarchleisten !

La Strada ist ein geiles Mörderfetzen-Legespiel.
Erste Partie zu dritt: 20 Minuten Spieldauer und keine Sekunde Zeit zum Luftholen. Wahnsinn ! Top Five !

Gruß

Rüdiger Langtim

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David Haupt

Re: La Strada + Indus : Schon gespielt ?

Beitragvon David Haupt » 5. April 2004, 13:24

Hallo Rüdiger,

das hört sich ja mega-interessant an....kannst Du das noch etwas konkretisieren ?

Ich erwarte das Spiel nämlich heute mit der Post und kann es kaum abwarten zu spielen.

Mein Sohn (9 Jahre alt) spielt auch sehr gerne und viel. Z.B. Die Siedler, Anno 1503 und anderes. Meinst Du aus der ersten Erfahrung heraus, es wäre auch etwas für ihn ?


Vielen Dank vorab und Gruß
David

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DOtt
Kennerspieler
Beiträge: 128

[PEEP] Indus

Beitragvon DOtt » 5. April 2004, 14:04

Am Freitag kam unser Packet mit den Spielen für die Brettspielmeisterschaft. Darunter auch Indus von Wolfgang Panning, das ich euch hier ein wenig näher vorstellen möchte.

Beim Material hat Queen Games gute Arbeit geleistet. Die Spielplanteile und Fundstücke sind grafisch schön gestaltet, die Archäologen sind aus Holz und werden mit Aufklebern versehen, damit eine Verwechslung der Steine während des Spiels nicht vokommt.

Bevor es aber richtig losgehen kann, setzt man aus den 14 Spielplanteilen eine fünfteilige Ausgrabungsstätte zusammen. Eine ganze Reihe von Variationen ist dadurch möglich. Nach drei Spielen muss ich jedoch sagen, dass dies kein wirklich zusätzlicher Reiz ist.
Auf den einzelnen Teilen sind Quadrate sichtbar, zusammengesetzt ergibt sich so ein Spielplan von 6x6 Feldern, der von einem Rahmen (vergleichbar mit Löwenherz) zusammengehalten wird. Der Rahmen ist nicht nur schönes Beiwerk, sondern von hier aus schicken wir unsere Archäologen ins Spielgeschehen.

Nachdem der Plan liegt, zeigt uns ein Blick auf die Ausgrabungsstätte mehrere große Gebäude, Gräberfelder, Kanäle, Straßen und Stadtmauern, die jeweils mit einem oder mehreren Artefakten versehen sind. Auf diesen steht die jeweilige Punktzahl, die man bei der Abrechnung am Ende des Spiels erhält.

Doch nun zum Ablauf. Zu Beginn legt jeder Spieler reihum einen beliebigen seiner Spielsteine auf eines der Felder auf dem Spielplanrahmen (die Anleitung zeigt für Einsteiger eine Anfangsaufstellung). Sobald jeder zwei seiner Figuren aufgestellt hat, kann das Spiel endlich beginnen.
Ein Zug sieht folgendermaßen aus: Zuerst setze ich einen weiteren Stein auf ein Feld des Spielplanrahmens, dann werfe ich den Würfel und kann mich nun entscheiden welchen meiner Steine ich in die Ausgrabungsstätte ziehen möchte. Dabei muss ich die Figur um die gewürfelten Punkte vorziehen, darf jedoch nicht abbiegen oder Würfelpunkte verfallen lassen.
Nachdem ich einem meiner Archäologen ein schönes Plätzchen ausgesucht habe, ist dieser jedoch noch lange nicht gesichert. Erst wenn ich einen zweiten Stein darauf platziere, ist das Quadrat in meinen Händen. Anders gesagt, auch ein Gegner kann sich auf mein Feld setzen, schafft er es einen weiteren Stein dort zu platzieren, sichert er das Quadrat und meine Figur wird gefangen und bringt meinem Mitspieler Punkte.
Warum gibt es nun Spielsteine mit drei verschiedenen Wertigkeiten (Arbeiter, Assistent und Professor)? Falls ein Würfelwurf völlig daneben geht, kann ich ein weiteres mal würfeln, dann darf ich jedoch nur noch Assistent oder Professor bewegen, bei einem dritten Wurf nur noch den Professor.
So versucht man ständig Mehrheiten in den Gebäuden zu erlangen, gegnerische Archäologen zu fangen, oder durch weitere Würfe das Glück zu bändigen. Das Spielende tritt ein, wenn alle Steine in der Ausgrabungsstätte liegen.
Es kommt zur Wertung. Dabei werden die Mehrheiten in den Gebäuden ermittelt und die jeweiligen Artefakte verteilt, gleiches geschieht mit Grabstätten, Kanälen usw. hier zählen jedoch nur die oben liegenden Steine.

Als kleiner Abschluss mein persönliches Fazit:
Indus ist ein sehr schön aufgemachtes Spiel mit tollem Material, jedoch gibt’s dabei auch negatives zu berichten. Durch die vielen Straßen, Kanäle usw. geht der Überblick ziemlich verloren, wer gerade in Führung liegt ist nur schwer auszumachen. Auch bei der Abrechung kann es vorkommen, dass ein kleiner Straßenabschnitt oder ein 1er Artefakt übersehen wird. Die Artefakte sind zwar schön anzusehen, haben aber ansonsten keinen großen nutzen, da sie nur zur Endabrechnung gebraucht werden.
Auch fehlten in meinem Indus zwei rote Assistentenfiguren.
Das Regelheft ist ein wenig unübersichtlich, hat man sich durchgekämpft, begreift man das Spiel aber recht schnell.
Was das Spielgefühl angeht bin ich auch ein wenig gespalten, durch das Würfeln wird natürlich ein immens großer Glücksfaktor ins Spiel gebracht, der auch durch wiederholte Würfe oft nicht ausgeglichen werden kann. Trotzdem ist Indus ein leicht erlernbares Spiel, mit strategischer Komponente, das sich zum gelegentlichen, lockeren Spielen eignet.

Daher meine Note: 3+ (für mich kein Kandidat für das Spiel des Jahres)

Viele Grüße

Daniel (der dagegen von Tongiaki absolut begeistert ist)

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Rüdiger Langtim

Re: La Strada + Indus : Schon gespielt ?

Beitragvon Rüdiger Langtim » 5. April 2004, 14:37

Hallo David,

man platziert zu Beginn vier verschieden große/wertvolle Arten von Städten nach dem Zufallsprinzip auf fest vorgegebenen Punkten der Spielplanteile, welche variabel zusammengebaut werden. Anschließend setzt jeder Spieler seine Start-Stadt in eine freie Ebene (Abstandsregel).

Mit jedem Spielzug erhält man 6 "Geld". Diese kann man vollständig zum Bauen von Wegen (Ebene 2, Wald 3, Hügel 4) ausgeben oder einen Teil davon sparen, so dass im nächsten Spielzug maximal 10 "Geld" zur Verfügung stehen.

Jeder Spieler hat drei Arten von Wegen (Ebene, Wald, Hügel) jeweils nach Magna Grecia-Art (Kurve/Gerade) und darf in seinem Spielzug beliebig viele vollständige Wege zwischen zwei Städten bauen und einen eigenen Stein in die neu erreichten Städte legen. Bedingung: Genügend Geld, genügend Teile, genügend Steine und alles muss zusammenhängen.

Wenn ein Spieler nix mehr bauen kann, ist das Spiel vorbei.

Für jede Stadt wird separat gewertet. Je wertvoller die Stadt und je weniger Spieler in dieser Stadt vertreten sind um so mehr Punkte gibt es dafür. Die vier Stadt-Arten haben eigene Wertungsfelder (z.B. die billigste Sorte mit 2 Feldern: ein Feld, wenn man alleine in einer solchen Stadt ist [2SP], und ein Feld, wenn man zu zweit in einer sochen Stadt ist [1SP]. Bei mehr als zwei Spielern: 0 SP.).

Wenn alle Spielsteine auf die entsprechenden Wertungsfelder platziert oder aber aus dem Spiel genommen wurden, kann jeder Spieler seine Punkte bequem addieren.

That's it !

Gruß

Rüdiger Langtim

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Heiko Kirsch

Kinderspiel des Jahres 2004 ?

Beitragvon Heiko Kirsch » 5. April 2004, 18:42

Als Kindergärtner sind hier meine 5-Anwärter für das Kinderspiel des Jahres!

"Mare Polare" von Selecta / ...mit Liebe zum Detail.

"Insel der Schmuggler" von Haba / ... mit außergewöhnlichen Spielplan.

"Geister Treppe" von Drei Magier Spiele /...ein Magnetknopf mit den Klack.

"Pusteblume" von Piatnik / ...mit schöner Grafik zum Pusten.

"Froschkönig" von Zoch /...ein gutes Fühl-und Tastspiel.

Was ist eure Meinung ?

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David Haupt

Re: La Strada + Indus : Schon gespielt ?

Beitragvon David Haupt » 6. April 2004, 09:10

Hallo Rüdiger,

ich meinte weniger den Spielablauf, sondern vielmehr warum Di so begeistert von dem Spiel bist. Kannst Du das genauer erklären ?


Gruß
david

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Rüdiger Langtim

Re: La Strada + Indus : Schon gespielt ?

Beitragvon Rüdiger Langtim » 6. April 2004, 10:00

Hallo David,

La Strada hat mich deswegen so begeistert, weil das Spiel für seine Art genügend Tiefgang hat aber trotzdem sehr einfach und schnell erklärt ist, weil man anderen so schön den Weg abschneiden kann, weil man eigentlich so viel machen will aber nur so wenig machen kann, weil alles so übersichtlich ist, dass selbst notorische Grübler für ihren Zug keine halbe Stunde benötigen, weil es so schnell und knackig ist und einen so hohen Wiederspielreiz hat.

Gruß

Rüdiger


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