Wir haben jetzt die ersten paar St.-Petersburg-Partien hinter uns und sind (um auch die guten Dinge anzumerken...) recht angetan, was das Spielerische betrifft, obwohl in Sachen direkter Interaktion eigentlich nicht viel los ist, d.h. es sich im Wesentlichen nur auf das Wegschnappen von Kärtchen und Beobachtung der Mitspieler beschränkt.
Letzteres scheint übrigens irgendwie eine "Krankheit" zu sein, an der die (von uns bisher gespielten) 2004er Neuheiten durchaus haufig leiden, aber das nur so am Rande bemerkt...
Jetzt aber zu den 2 Punkten, die mich weniger erfreuen :
A...ist es mal wieder eines dieser Spiele, die eigentlich "nur" ein KARTENpiel sind, aber durch Beilage eines mehr oder weniger großen (und nicht unbedingt notwendigen Spielplans) zu einem BRETTspiel aufgemotzt wurden, was natürlich einen höheren Preis bedeutet. Ein paar Zahlen-Chips (oder ein Zähltafel á la Alhambra) und ein Übersichtskärtchen für die Endwertung der Adligen hätten es wohl auch getan und dann hätte das Ganze vielleicht nur ungefähr die Hälfte gekostet.
B...und wenn man denn schon ein Kartenspiel zum Brettspiel aufbohrt, sollte der Spielplan wenigstens gewissen Mindestansprüchen genügen, was er nicht wirklich tut, denn die Felder der Zählleiste sind (mal wieder...) viel zu klein geraten, so daß dort nur jeweils ein Steinchen reinpaßt.
Das Gesagte tut dem Spielspaß zwar keinen Abbruch, aber eine zarte Verärgerung bleibt aufgrund des (für den Käufer nun fast sinnlos) überhöhten Preises schon zurück.
Frank