Beitragvon Marten Holst » 18. April 2004, 13:25
Moin,
dann pfeffere ich mal unqualifiziert dazwischen (fast denselben Post hatte ich schon einmal im BrettSpielWelt-Forum abgelassen, aber was soll es - warumn sollte ich offenkundig fehlerhafte Meinungen revidieren). ;-)
Ich wage mal einen Außenseitertipp:
Nominierungsliste:
Dracula (Kosmos)
König Artus (Ravensburger)
Santiago (Amigo)
Schwarzarbeit (BeWitched/2F)
Tongiaki (Schmidt Spiele)
Spiel des Jahres:
Tongiaki
Grund:
So gerne ich Attika und Oase auf der Liste sehen würde, beide werden von Tangagingko verdrängt (Oase gleicher Verlag, Attika von Spielgefühl und Zielgruppe zu ähnlich). Da auf der Liste Platz benötigt wird, entscheidet sich die Jury dafür, Tongiaki zu nehmen.
König Artus kommt wegen der Innovation. Zusätzlich ist es ein Spiel, das die Medien erneut auf den Spielemarkt aufmerksam gemacht hat, daher ein kleines "Danke schön" trotz fehlenden Tiefgangs.
Nach wie vor wird ein "Kleinverlag" auf der Liste erscheinen. Nachdem Doris&Frank nichts wirklich neues haben, ist 2F heißester Kandidat. Auch "Finstere Flure" käme in Frage, aber so wie oben kann man gleich noch einen anderen Verlag "mitnehmen". Ludoviel ist zu abgedreht, Global Powers (Eggertspiele) wäre ein heißer Tipp, ist aber wohl vom Thema her zu "real". Yinsh ist zu strategisch und knallhart ohne seine Glückskomponente, daher trotz des schönen ugangs über Reversi chancenlos.
Dracula ist als 2-Personen-Spiel und Kartenspiel drauf. SanJuan wäre hier ein anderer Kandidat, aber da Ravensburger schon Artus hat, der irgendwo ShangriLa verdrängt hat, bekommt Kosmos hier den "Ausgleich", trotz eines eher flauen Jahrganges. Einfach Genial hingegen mutet vom Material her zu hasbroesk an. Zwar ist Plastik nicht gleich Plastik, aber Plastik ist und bleibt Plastik.
Santiago kommt, weil noch ein weiteres "Standardspiel" rauf soll, und dieses sehr ordentliche Spiel keine "Verdrängungskonkurrenz" hat, die es ausschließt, wie so manch andere. Hier könnte ein Queen-Spiel stehen, aber ich halte die alle für zu "unrund". Eine eventuelle Chance auf diesen Platz mag ich noch "Feurio" (Edition Erlkönig) einräumen, aber da es der zweite Kleinverlag wäre...
Raja, Goa, Marco Polo, Dos Rios haben wegen zu späten Erscheinens keine Chance, keines davon kannte ich, als ich mir erstmalig Gedanken machte.
SdJ wird Tongiaki, weil ich das so will :-)
Ansonsten: Wer hat Kaffeesatzleserei gesagt? Ich hoffe, niemandem auf die Füße getreten zu haben ;-)
Tschüß
Marten