Sankt Petersburg zu zweit ist viel taktischer als zu dritt oder zu viert.
Man kann viel besser entscheiden, ob es Sinn macht, eine Karte zu spielen oder auf die Hand zu nehmen, da man direkt davon profitiert, während im Mehrpersonen-Spiel meist eine anderer die neue Karte bekommen kann.
Während eines Sport-Urlaubs zu zweit konnten wir mehrere Partien spielen.
Dabei zeigte sich, dass ein paar Karten modifiziert werden müssen. Zu zweit hat man in der letzten Spielphase ca. 15 Handwerker, der Steuereintreiber (rote Karte: pro Handwerker 1 Rubel) würde zu viel ausschütten, deshalb pro 2 Handwerker 1 Rubel aufgerundet. Die Hofmeisterin und der Richter sind zu stark, ihre Siegpunkte sollte man auf je 1 reduzieren.
Außerdem sollte man bei der Schlußwertung der roten Adligen ab dem 5. immer nur um 5 Punkte steigern und dafür die Strafe für eine Karte auf der Hand auf 7 Punkte, weil es sonst Sinn macht, am Ende nur die roten Karten auf die Hand zu nehmen ,damit der Gegner nicht 8,9 oder 10 Punkte bekommt, da bis zu 12 oder 13 Adlige im 2-Personen-Spiel möglich sind.
Abschließende Wertung: Sankt Petersburg ist eines der besten 2-Personen-Spiele der letzten Jahre, was bei einem Mehrpersonen-Spiel eigentlich selten ist.