Beitragvon Hans » 22. April 2004, 14:23
Thomas O. schrieb:
> Das ist doch gerade das Dilemma beim Ziehen der
> Auftragskarten!
Das Dilemma ist bereits, dass ich einen Zug "verschenke". Das ist Dilemma genug!
> Ebenso wie ich meine Siegpunktchancen beim
> Erfüllen der Aufträge erhöhe, steigt auch mein Risiko,
> Minuspunkte bei Nichterfüllen zu kassieren, je mehr
> Auftragskarten ich ziehe. Dieses Dilemma wird durch die
> Originalregel bestens erzeugt.
Nein, wird es nicht. Es wird übertrieben! Es reicht völlig als Strafe, dass ich die Punkte schon nicht erhalte, wegen u.U. eines einzigen fehlenden Teilchens. Aber sie dann auch noch komplett abgezogen zu bekommen, ist spieltechnischer Unfug!
Es ist ja nicht so, dass einem diese Ticket-SP nachgeschmissen werden. Ich muss sehr wohl dafür "arbeiten" - und auch ganz viel hoffen, dass einem die Gegner nicht zu sehr in die Parade fahren. Aber ein - vielleicht sogar nur zufällig - platzierte Schiene eines Mitspielers kann mich so 44 SP kosten! Dies ist und bleibt Schwachsinn! 22 Miese wären schlimm genug in einem Spiel, bei dem ansonsten viel Mathematik gilt!
Zudem: Warum werde ich dermaßen bestraft, wenn ich aus dummen Pech heraus schlichtweg die falschen Tickets erwische, also z.b. nur West/Ost-ler, obwohl ich auf Nord/Süd stark bin ...?
> > Es würde meines Erachtens völlig ausreichen, wenn man
> > beispielsweise ein (abgerundetes) Drittel des Auftragswertes
> > abdrücken müsste ... Im obigen Beispiel also nur -7 SP, denn
> > einen 22-er Auftrag will ich so oder so schaffen!
>
> Sorry, aber das ist m.E. Quatsch. Was würde es mir nutzen,
> auf das Ziehen der maximal möglichen Anzahl an Auftragskarten
> zu verzichten? Bei deinem Wertungsvorschlag wäre es
> offensichtlich die einzig geeignete Strategie, so viele
> Auftragskarten wie möglich auf die Hand zu nehmen.
QUATSCH!! Die meisten Karten bringen mir doch trotzdem Miese! Warum also sollte ich so etwas Dämliches tun wollen!?
> Beim
> Verhältnis 3:1 von Siegpunkten zu Minuspunkten (wie von dir
> vorgeschlagen), muss ich ja von 4 Aufträgen im Durchschnitt
> nur einen erfüllen, um unterm Strich ein ausgeglichenes
> Punktekonto zu haben!
Quatsch! Ich will schließlich kein ausgeglichenes Punktekonto, sondern ich will was verdienen! Und wenn ich das mit den Nieten jedesmal wieder nieder mache, wird sich das kaum lohnen! Außerdem verliere ich jedes mal auch einen möglicherweise entscheidenden Spielzug! In der Zeit, in der ich mich selbst killende Tickets nehme(n muss), baut eine anderer genau die Strecke, die ich gebraucht hätte !
> Da sich manche Aufträge gegen Ende des
> Spiels quasi fast "automatisch" erfüllen,
Da musst du beim Ziehen aber schon ein Schweine-Glück haben!
> sehe ich hier keinerlei Risiko beim Ziehen der Auftragskarten (das, was den
> Reiz ausmacht!).
"Hit oder @!#$"-Entscheidungen sind nie gut für ein ausgeglichenes und dem strategischen Aufwand angemessenes Endergebnis! Hierdurch stehen dem dummen (oder dem glücklichen) Zufall alle Türen offen! Es wäre ein leichtes gewesen, das zu mindern!
> P.S. In unserer 5er Runde gewann übrigens der mit den
> zweitmeisten Auftragskarten (nur die Person mit den meisten
> hatte sich tatsächlich ein wenig zu viel vorgenommen...)
Diese eine Partie heißt nun ja nun gar nichts. Spiel es mal öfters und erlebe mal am eigenen Leibe, wie du nur Mist bei den Tickets ziehst, was ja als solches schon schlimm genug ist. Aber nein, mind. 5 Miese hast du auch noch obendrauf! Und was machst du dann? Nochmal Tickets nehmen? Wieder Mist kriegen? Etc.
Hans