Beitragvon Wolfgang Ditt » 24. April 2004, 12:38
Hallo Hannes,
ich vertrete bzgl. Sankt Petersburg eine ganz andere Meinung:
> 1. Der Einstieg ins Spiel ist nicht so leicht. Dazu trägt
> auch die Spielregel bei, die nicht optimal ist (siehe unten).
> Wenn man durch die erste Partie erfolgreich
> "durchgeschwommen" ist, hat man allerdings Lust auf weitere
> Partien.
Das Spiel ist von den Regeln recht einfach. Wie jedes Spiel muss man erst einmal einen Draht dazu bekommen. Und wenn schon ein Spiel Lust auf mehr macht, dann ist der Draht gefunden. Was will man mehr?
> 2. Dieses Spiel wird garantiert nicht Spiel des Jahres, weil
> es für Gelegenheitsspieler viel zu wenig durchschaubar ist.
> (Naja, z.B. Tikal war auch mal SdJ, aber die Zeiten haben
> sich geändert ...)
So? Das sehe ich ganz anders. Geld haben, Einkaufen, Dadurch Geld und Siegpunkte bekommen. Noch einfacher geht es kaum.
> 3. Zur Spielregel : Es fehlen einige Male kurze, erklärende
> Bemerkungen, die die Regel besser verstehen liessen. U.a.
> fehlt eine Antwort auf die Fragen, warum die Handwerker
> verschieden teuer sind, obwohl sie alle den gleichen Ertrag
> abwerfen.
Nein, das fehlt nicht, denn zu einem neuen Spiel gehört aus, es für sich zu erforschen. Bei Carcassonne schrie auch keinernach der ersten Partie: "Welche Plättchen gibt es?"
> Oder es stellt sich die Frage, was es für einen
> Sinn macht, Karten überhaupt auf die Hand zu nehmen.
> Es sollte auch irgend wo stehen, dass es die Schreinerei und
> die Goldschmiede nur einmal gibt.
Der Sinn, Karten auf die Hand zu nehmen, ist für mich recht offensichtlich. Für die Anzahl der Karten gilt das oben gesagte.
> Die Abbildungen der Karten sind oft zu klein, z.B. beim Thema
> Austauschkarten wäre es schon nicht schlecht, wenn man die
> Kartennamen auch ohne Lupe lesen könnte.
Der Name ist so wichtig nicht. Ich richte mich nach den Bildern und den Kosten. Die Namen und Bilder sind aber für die Stimmung sehr wichtig.
> Auch bei der
> Auflistung der besonderen Karten lässt sich der Text kaum
> lesen. Das ist besonders schlimm, weil etwa beim
> Steuereintreiber aus dem zugehörigen Text überhaupt nicht
> hervorgeht, um welche Karte es sich handelt.
Ich hatte damit keine Probleme.
> Dann entnehme ich indirekt aus
> http://www.spielbox.de/phorum4/read.php4?f=1&i=87105&t=87102
> , dass der Rundenablauf logisch falsch dargestellt ist. Die
> "neuen Karten" sind der Rundenanfang, nicht das Rundenende !
eine Kleinigkeit, nicht schön, aber man kann damit leben.
> 4. In der Spielregel steht auch, dass Hinweise zum Autor auf
> der HIG-Webpage zu finden seien. Leider habe ich dort (noch)
> nichts entdeckt.
auch eine Kleinigkeit, aber mal ehrlich, welchen Käufer, ausgenommen den Spieleszeneninsidern, interessiert das?
>
> 5. Abgesehen vom nicht ganz optimalen Spielregelinhalt ist
> das Material wirklich sehr schön, gewohnte HiG-Qualität.
STP ist für mich eines der Highlights des Jahres und wurde meiner Meinung nach zurecht in Oberhof zum beliebtesten Spiel gewählt.
> hannes (war mal zwei Tage lang in Leningrad)
Wolfgang (war auch schon dort und es hieß da auch noch Leningrad).