Beitragvon Manuel Hewitt » 26. April 2004, 21:42
"SpieleRabe" hat am 26.04.2004 geschrieben:
> Aus diesem Grund habe ich mir eine Bewertungsalternative
> einfallen lassen und würde diese interessierten
> Forumteilnehmern gerne einmal zum "Test bis auf die
> Knochen" zuschicken. Es ist eine .pdf-Datei.....
Mein Senf:
Generell viel zu aufgeschlüsselt. Da wird versucht, alles und nichts zu erfassen und man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht. Ganz schlimm finde ich die Aufteilung der Zielgruppe. Die 0,5%-Werte sprechen für sich.
'Ehrgeiz' ist wohl eher ne Eigenschaft des Spielers. Ich könnte den Ehrgeiz eines Spiels auf jeden Fall nicht bewerten. Interessanter finde ich das 'Feedback' des Spiels, inwiefern gute Aktionen bewertet werden. Wenn man bei eine Spiel erst am Ende sieht, ob man gut spielt, finde ich das schlechter, als wenn man sofort seine Belohnung bekommt.
Der 'Spass' ist auch etwas seltsam. Klar gibt es Fun-Games, wo es mehr um den Spass in der Gruppe geht. Das kategorisiert zwar ein Spiel, aber sollte es nicht bewerten. Manchmal hat man halt Lust auf was Seichtes, mal weniger.
Material.Holz/Kunststoff hört sich danach an, als ob generell Holz bevorzugt wird. Aber es gibt noch mehr Materialien und nicht immer ist Holz die beste Wahl. Bei den Sternenfahrern wären Holzraumschiffe auch nicht stimmig.
Design/Stimmiges Design.. zweite Kategorie ist überflüssig.
Bei der Grafik ist das 'passend tum Thema' auch zuviel. Das gehört in die Gestaltung. Allerdings sind die Farben auch mit drin. Wie gesagt, irgendwie alles zuviel.
Die Zielgruppen sinf, wie gesagt, ganz schlimm. Es ist schön, wenn ein Spiel mehrere Zielgruppen anspricht. Aber kaum ein Spiel kann es leisten, jede Spielgruppe anzusprechen. Solang die Zielgruppe nicht zu eng gesteckt ist, sollte in dieser Rubrik nicht abgewertet werden.
Die Mechanismus-Kategorie ist auch diskussionswürdig. Ein neuer Mechanismus qualifiziert noch nicht zu einem guten Spiel. Ein schön umgesetzter alter Mechanismus ist mehr wert als ein neuer, der nichts taugt.
Die korrekte Angabe der Spieleranzahl sollte man nur einmal bewerten. Da kann man dann in der Bemerkung auf min und max eingehen.
Ich würd eher bewerten, ob das Spiel zum Thema passt und nicht umgekehrt. Gerade Laien kaufen gern nach dem Thema und wenn sie dann in einem Entdecker-Spiel ein Auktionsspiel finden, dann sind sie eher enttäuscht.
Der Innovationsfaktor ist irgendwie so aus der Luft gegriffen. Manche mögen beim Spielen Abwechslung, es muss nicht immer bahnbrechend neu sein.
Die BSW-Bewertung find ich fehl am Platz. Die BSW kann ja nicht alles umsetzen. Allein deswegen wird da in den seltensten Fällen ein 'ja' stehen. Und wieso ist eine nicht-sinnvolle Umsetzung eine 1? Rausnehmen.
Die Versandpreise würd ich auch komplett streichen. Du kannst nie alle Anbieter aufnehmen und Preise ändern sich dort schnell oder es gibt Aktionen. Mir hingegen fehlt die UVP und die Bewertung, wie das Preis-Leistungs-Verhältnis ausfällt. Das ist ja einer der wichtigsten Kriterien. Was nutzt mir das tollste Spiel, wenn es 100€ kostet und ich nicht soviel für ein Spiel ausgebe.
Als Fazit gebe ich deinem Bewertungsbogen eine 4.
Das Empfinden der Qualität eines Spiels ist einfach zu subjektiv. Man kann nicht alles auseinandernehmen wie bei einem Computer oder einem Auto, wo man viel messen und abzählen kann. Viele Bewertungskriterien, die mit einstelligen Prozentwerten in die Wertung eingehen, machen eine Einordnung deines Testberichtes in das eigene Wertsystem schwierig. Starke Änderungen hier ändern das Ergebnis praktisch nicht. Deswegen schreibt man normalerweise z.B. die Zielgruppen einfach hin und gut. Wenn man selber kein Taktierer ist, braucht man den Rest nicht zu lesen.