Beitragvon Michael Weber » 26. Mai 2004, 08:59
Stephan Weber schrieb:
> ich überlege, mir Serenissima anzuschaffen - zum einen da ich
> das Thema sehr schön finde, zum anderen da ich ein gutes,
> längeres Spiel suche. Da ich jedoch eine instinktive
> Abneigung gegen "wargames" besitze, zweifle ich, ob
> Serenissima wirklich etwas für mich ist. Zumindest auf
> BoardGameGeek ist es als wargame gelistet, in einigen
> Kommentaren ist gar von einem "total war" zum Ende hin die
> Rede. In anderen Reszensionen heisst es dann, es handle sich
> primär um ein Handelsspiel mit etwas "Schiffe versenken".
Es ist definitiv kein Wargame, aber es geht um Schiffe, Handeln, Handelsposten und natürlich Soldaten. Eben die Vorherrschaft im Mittelmeer. Der Handelsaspekt als solcher überwiegt eindeutig. Von daher sind Kämpfe inklusive. Die jedoch eher gegen Ende des Spiels, wie hier richtig geschrieben wurde. Man muss sich allerdings nicht auf Teufel komm raus oder Ware komm rüber auf Seegefechjte einlassen. Das ist ja der Witz bei dem Spiel. Es besteht fast immer die Möglichkeit, durch geschicktes Setzen der Schiffe, dem Kaperschiff der Mitspieler aus dem Gebiet zu springen. Ein Riegel schiebt dem hier die Spielanleitung selbst vor. Man muss einfach nur genug bieten, um seine Bewegung an der passenden Reiehnfolge ausführen zu können.
Nicht vergessen sollte man, dass sich Kämpfe für die Mitspieler tatsächlich nur gegen Ende lohnen und nur dann, wenn man den Mistpielern vorher wichtige Waren vorenthalten hat oder selbst zu langsam war. Ich empfehle das Spiel unter Berücksichtigung, dasses zumindest zu einigen Seeschlachten kommen wird. Wenn man genug Seeleute einsetzt, ist man gut gegen Angriffe gewappnet (und kann weniger Waren trasnportieren), und man kann ja Geleitschutz-Galeeren einsetzen, für die eigentlich gerade am Ende des Spiels genug Kapazitäten frei sind. Ganz nebenbei ist das auch eine Warnung an die Mitspieler, selbst zuschlagen zu können.
Übrigens kann ich nicht nachvollziehen, dass hier behauptet wurde, es sei kein Brainburner. Man hat dutzende Möglichkeiten, seine taktischen Ideen auszuleben. Auch geht das Spiel nicht in die Knie, wenn einer auf Pirat macht. Im Gegenteil. Wer zuf rüh den Kaperheinz spielt, schadet sich im Endeffekt nur selbst.
Michael
(liebt dieses Spiel)