Beitragvon Roman Pelek » 28. Mai 2004, 03:33
Hi Steffen,
Steffen S. schrieb:
> das Problem ist bei jeder Antwort, die ich auf derartige
> Meinungen gebe, dasselbe: DIe Empfehlungsliste ist im
> jetztigen Stadium wertlos, und wir wissen nicht, was die im
> Herbst (m.E. zu spät, hätte sofort erfolgen müssen)
> nachgelieferte Kategorisierung bringt.
Ich glaube ich greife nicht zu weit, wenn ich Dir meinen Beispruch ausspreche und behaupte, dass diese Tatsache eine Menge Leute in der Spieleszene (unnötig) verunsichert hat.
> Die Zusammensetzung der Liste lässt vermuten, dass es eine
> Art "Top 3" oder "Top 5" für jede Kategorie geben wird. Die
> Brücken von Shangrila fiele wohl unter eine Kategorie der
> "taktischen Erwachsenenspiele" - oder der "komplexeren Spiel"
> - egal für welche Bezeichnung die Jury sich entscheiden mag
> (ich denke du verstehst, was ich meine).
Ja - lässt vermuten. Aber was hier nicht mehr zu verkaufen ist, ist etwas anderes. Wenn jemand eine Liste erstellt, die irgendwann auch kategorisiert werden soll, ist es eine zwingende Notwendigkeit, vorher Spiele zu kategorisieren. Aber dann diese Kategorien nicht anzugeben, ist eine Unterlassung, die für Verwirrung sorgt. Sich vorzubehalten, die Ausformulierung zu verschieben ist ein verständliches Unterfangen, denn ein sprachlich gutes Gesamtwerk braucht seine Zeit. Aber aus einer Vorarbeit, die erbracht werden musste, einen Eiertanz zu machen, sorgt nur für kollektiven Unmut.
> Das ganze Dilemma hääte sich vielleicht vermeiden lassen,
> wenn die Kategorisierung schon mit der Liste herausgekommen
> wäre. Aber da waren 12 Monate Zeit wohl nicht genug...
Von Dir polemisch formuliert, aber es spiegelt obiges wider. M. E. wurde viel Richtiges zur diesjährigen Liste gesagt, was Verbesserungsbedarf aufzeigt. Ich möchte es gerne auf zwei Punkte herunterkochen:
- Wenn es eine Empfehlungsliste gibt, die nach Kategorien geordnet ist, ist das Verlangen auch groß, diese Kategorien direkt zu erfahren. Dies ist kein unmmögliches Unterfangen, da die Kategorisierung Basis für die Entscheidung und somit a priori existent sein musste. Geschliffene Pressetexte erwartet - so denke ich - szeneintern niemand wirklich zeitnah.
- Die umfangreiche Empfehlungsliste an sich ist, soweit sie sich bisher präsentiert, sehr zerfleddert. Der Anspruch ist nicht klar. Es kam jüngst mal der Kommentar, ob dies nun bedeuten soll, dass alle Spiele jenseits der Empfehlungsliste "Schrott" seien oder ob man sie nun nicht auch noch um weitere 20 Titel erweitern könne. Ich denke, das trifft es ziemlich gut: das "Warum" ist nicht transparent. Hier wird viel Holz verbretzelt, ohne den im Zweifelsfall Verantwortlichen das nötige Feedback zu geben. Tut das Not?
Ich weiß nicht, ob ich der Einzige mit dieser Meinung bin, aber m. E. wir verlaufen wir uns gerade in Nebelkerzen. Wie sollen wir Spiele verkaufen, wenn noch nicht einmal passionierte Spieler/Autoren/Redakteure/Rezensenten relementare Entscheidungen nachvollziehen können?
Ciao,
Roman