Hi,
in dem "Wer gegen SJ ist,ist gegen uns"-Thread weiter unten (SCNR :-) ) sprach Guenther Cornett eine Sache an, die ich fuer Interessant halte:
"Der Umgang mit Themen durch Autoren und Verlage ist durchaus einen eigenen Artikel über 'Spiele-Kolonialismus' (nenne ich mal so) wert: Man sucht sich irgendein exotisches Thema und benutzt es als Verpackung für ein Spiel, ohne sich darüber Gedanken zu machen, ob man dem Thema auch gerecht wird. Muss man auch nicht - aber man könnte es.
Man ärgert sich darüber, das Spielen in der Gesellschaft einen niedrigen Stellenwert hat, fürchtet gleichzeitig, dass mehr thematischer Inhalt die Spieler nerven würde, weil die das Belanglose wollen, die Entspannung, den Groschenroman eben und keine anspruchsvolle Spieleratur. Aber gibt es denn nichts dazwischen? Kann man Themen nicht besser behandeln als sie nur zu benutzen, auszulutschen, verkonsumieren, wie den letzten Dreck behandeln (snief), ... ? "
Empfindet ihr auch so?
Scheinen Themen immer beliebiger zu werden?
Wenn ja stoert es euch?
Benoetigt ein Spiel ein Thema und umgekehrt: Verdient ein Thema nicht mehr als einen abstrakten Mechanismus?
Ich hab den subjektiven Eindruck,dass die "Uhrmacher" unter den Autoren gegenueber den "Geschichten erzaehlern" zunehmen. Woran mags liegen? Ist es einfacher einen Mechanismus zu erfinden als ein Thema spielbar umzusetzten (Spielbar heisst: Uebersichtliche Regeldichte und KOmplexitaet)
ciao
peer (mag diese Tastatatur nicht)