Beitragvon Günter Cornett » 9. September 2004, 17:08
Attila schrieb:
>
> Hiho,
>
> "Geschichte ist die Lüge auf die man sich geeinigt hat" (oder so ähnlich ...)
naja ... dann gibt es wohl keine Geschichte, oder?
Aber Ernst beiseite.
Mich interessiert in diesem Zusammenhang folgendes:
> Link: http://www.abenteuermedien.de/kf_artikel/k23_hasbrokasten.html
Ist das jetzt die Lüge:
Dabei ist die Geschichte von Kenner-Parker-Tonka fast noch faszinierender als jene von Hasbro selbst: Sie beginnt, als im Jahre 1883 der 16jährige George S. Parker aus Salem, USA ,40 $ seines gesamten aus Taschengeld angesparten Vermögens von 50 $ einsetzt, um ein Spiel namens Banking zu verlegen, das in seinem Freundeskreis sehr beliebt war, handelte es sich doch um ein Spiel, in dem es darum geht, Grundstücke und Straßen zu kaufen und zu verkaufen, Häuser und Hotels zu bauen, Mieteinnahmen zu kassieren, letztlich möglichst viel Geld zu scheffeln und reich und mächtig zu werden. Das Startkapital reichte aus, um 500 Sets drucken zu lassen. Und tatsächlich: Zu Weihnachten waren alle Exemplare verkauft, und George hatte sogar 100 $ Gewinn gemacht. Er investierte das Geld sofort in eine weitere Auflage, der Erfolg wuchs, und 1898 begründete er zusammen mit seinen zwei älteren Brüdern die Firma Parker Brothers Inc. und damit auch die Erfolgsstory des Spieles Monopoly.
oder das:
Die Monopoly-Geschichte beginnt im Jahre 1904. Im Bundesstaat Pensylvania entwickelte ELIZABETH MAGIE ein Brettspiel, das sie "The Landlords Game" nannte und patentieren ließ....In ihrem Spiel wollte Elizabeth Magie die anti-soziale Wirkung von Monopolen demonstrieren.
1924 beantragte Elizabeth Magie ein weiteres Patent für eine überarbeitete Version des Landlord-Spiels. Zuvor hatte sie GEORG PARKER, dem Gründer der Firma Parker Brother Games, das Spiel gezeigt. Parker prüfte das Spiel gründlich, war jedoch der Auffassung, dass es keine Spaß mache. Es hatte erzieherische Züge und – noch schlimmer – eine politische Botschaft. Aus Erfahrung wusste Parker, dass diese Kombination Misserfolg bringen musste. Er lehnte das Spiel ab.
Neun Jahre später begann die zweite Enstehungsgeschichte von Monopoly, in deren Mittelpunkt der arbeitslose Heizungsbauer CHARLES DARROW stand. Darrow lebte in Mount Airy, einem Stadtteil von Philadelphia, und lernte das Spiel 1933 kennen....
?
siehe auch:
Als Erfinder gilt Charles Darrow, der Monopoly 1933 entwickelte. Schon nach kurzer Zeit konnte Darrow erste Exemplare, die er zunächst in reiner Handarbeit herstellte, an Freunde und Nachbarn verkaufen. Nachdem sein Spiel 1934 auch in einem Kaufhaus in Philadelphia verkauft wurde, wurde die Nachfrage so groß, dass Darrow sich an Parker Brothers, den damals größten Hersteller von Brettspielen, wandte.
Nach einem Testspiel lehnten die Parker-Manager es ab, das Spiel in ihr Sortiment aufzunehmen und begründeten dies mit der langen Spieldauer, komplizierten Spielregeln und dem Fehlen eines Zielpunktes (die Mitspieler müssen fortwährend im Kreis laufen). Darrow ließ sich aber nicht entmutigen und vermarktete das Spiel - mit leicht geänderten Spielregeln - weiterhin selbst. 1935 hatte sich der Erfolg auch bis zu Parker herumgesprochen: Die Firma korrigierte ihr Fehlurteil und erwarb die Rechte an Monopoly.
Gruß, Günter