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Monopoly-Meisterschaft in Berlin

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oli-

Monopoly-Meisterschaft in Berlin

Beitragvon oli- » 9. September 2004, 09:26

Das große Zocken: Monopoly-Meisterschaft in Berlin
Von Ulrike von Leszczynski, dpa

Berlin (dpa) - Passionierte Monopoly-Freunde sitzen 99 Stunden lang mit ihrem Spielbrett in der Badewanne. Sie treffen sich auch auf dem Gipfel der Zugspitze, um dem spielerischen Wettkampf um Mieten, Macht und Moneten zu frönen. An diesem Wochenende wollen die 16 besten deutschen Monopoly-Spieler im Berliner Opernpalais ihre Kräfte messen. Dem Sieger winkt im Oktober eine Reise nach Tokio - zu den Monopoly-Weltmeisterschaften.

Am liebsten hätten die Hobby-Spekulanten ihren Wettstreit ja im Tresorraum der Frankfurter Bundesbank ausgetragen. Doch das wurde ihnen verboten - aus Sicherheitsgründen. Nun treffen sie sich nahe der Berliner Oper Unter den Linden. «Der Opernplatz spielt im Spiel
ja eine Rolle», sagt Jörg Mutz, Mitorganisator der Meisterschaft. Vor dem «Virus Monopolensis» scheint niemand sicher: In Berlin treten Rechtsanwälte, Beamte, Journalisten, Maschinenschlosser, Schüler oder Studenten gegeneinander an. Die jüngste Wettstreiterin ist 14.

Im nächsten Jahr wird Monopoly 70 Jahre alt, und die Zocker- Leidenschaft scheint ungebrochen. In 80 Ländern der Welt gibt es das Spiel zu kaufen. In 30 Sprachen ist es übersetzt worden. Sogar ein weltraumtaugliches Monopoly-Exemplar für die NASA wurde inzwischen erdacht. Nur in China, Nord-Korea und auf Kuba gibt es noch immer keine Editionen. Dort gilt das Spiel weiterhin als zu kapitalistisch.

Dabei war Monopoly-Erfinder Charles Darrow alles andere als ein Spekulant. Der arbeitslose Heizungsbauer aus Germantown im US-Bundesstaat Pennsylvania erdachte das Spiel in den Notzeiten des Jahres 1935 an seinem Küchentisch. Erst der Verkauf der Rechte an seiner Jahrhundert-Idee machte Darrow später zum Millionär.

In Deutschland machte Monopoly im Jahr 1936 Furore, sehr zum Ärger des nationalsozialistischen Propagandaministers Joseph Goebbels. Denn die Wuchermieten-Adresse auf dem Spielbrett hieß «Insel Schwanenwerder». Dort wohnte Goebbels. Er ließ die Edition unter einem Vorwand verbieten. Die Adressen erhielten nun fiktive Namen wie «Schlossallee». Sie zieren bis heute die Klassik-Ausgabe, auf der auch die Berliner Meisterschaft ausgetragen wird.

Monopoly-Liebhaber spielen auch gern auf den Spielbrettern der zahlreichen Sonderausgaben des Zocker-Spiels, das in Deutschland jedes Jahr rund 500 000 Mal verkauft wird - ein Rekord unter den jedes Jahr rund 500 000 Mal verkauft wird - ein Rekord unter den Brettspielen. Es gibt unter anderem Monopoly-Ausgaben für Berlin, Köln oder München. Die jüngste Idee ist die «Herr der Ringe»-Edition, sogar der «Schicksalsberg» ist dort zur Spekulation freigegeben.

Ärger mit einer Sonderausgabe des Gesellschaftsspiels gab es in jüngster Zeit nur in der Monopoly-Heimat USA. In Chicago erhitzte eine «Ghettopoly»-Ausgabe die Gemüter, in der es unter anderem hieß: «Du hast deine gesamte Nachbarschaft von Crack abhängig gemacht. Kassiere 50 Dollar.»

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Alex

Re: Monopoly-Meisterschaft in Berlin

Beitragvon Alex » 9. September 2004, 10:27

Interessanter Bericht - nur Schade, dass dieses schreckliche Spiel immer noch so viel Aufmerksamkeit bekommt. Ich weiß, ich weiß - ohne Monopoly hätte sich die Spieleszene wahrscheinlich nicht so weit entwickelt - ohne Braunsche Röhre gäbe es keinen Fernseher, trotzdem kaufen sich alle Leute Flatscreens. Hoffentlich wird dieses Spiel endlich zu Grabe getragen - am Besten zusammen mit Hasbro, damit aus seinen kompostierten Resten etwas schönes gedeihen kann.

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Michael Weber|Reich der Spiele

Re: Monopoly-Meisterschaft in Berlin

Beitragvon Michael Weber|Reich der Spiele » 9. September 2004, 10:34

Alex schrieb:
> Hoffentlich wird dieses Spiel endlich zu
> Grabe getragen - am Besten zusammen mit Hasbro, damit aus
> seinen kompostierten Resten etwas schönes gedeihen kann.


Na, damit tust du aber sowohl Verlag als auch Spielen wie Tabu, Outburst, Risiko, Diplomatie, Cluedo usw. echt unrecht. Ganz abgesehen davon, dass die meisten Spieler eben genau diese Spiele gerne spielen. Hängt natürlich mit der Marktpräsenz zusammen, aber die Betonung liegt auf gerne! Dein Vergleich hinkt zudem gewaltig, aber das weißt du ja sicher selbst.

Michael
(glaubt, dass Hasbro eine ganz große Daseinsberechtigung hat)

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Alex

Re: Monopoly-Meisterschaft in Berlin

Beitragvon Alex » 9. September 2004, 10:37

Die meisten Spiele hat Hasbro aber überhaupt nicht erfunden, sondern sich in Piraten Manier durch Aufkauf anderer Firmen angeeignet.

Alex
(bekennender Monopoly und Hasbro Hasser)

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Michael Weber|Reich der Spiele

Re: Monopoly-Meisterschaft in Berlin

Beitragvon Michael Weber|Reich der Spiele » 9. September 2004, 11:04

Alex schrieb:
>
> Die meisten Spiele hat Hasbro aber überhaupt nicht erfunden,
> sondern sich in Piraten Manier durch Aufkauf anderer Firmen
> angeeignet.

Das ändert nun wirklich gar nix ... Hier kommt allenfalls eine scheinbar (!) moralische Ebene ins *tata* Spiel. Wenn ich mich nicht irre, wollte Parker Hasbro aufkaufen, wäre das besser gewesen? Das ist nun mal Marktwirtschaft. Solange die Produktlinie gepflegt wird, ist es doch praktisch egal, wie ein Verlag heißt und wer wen aufgekauft hat, oder?

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Alex

Re: Monopoly-Meisterschaft in Berlin

Beitragvon Alex » 9. September 2004, 11:14

Ja - und vergiss dabei nicht Avalon Hill, die nur gekauft wurden, damit Hasbro die Rechte am Civi Computerspiel bekommt. Und Parker war auch ein schrecklicher Verlag um den es nicht Schade ist - schließlich haben die ja auch Monopoly verbrochen.

Gruß
Alex

(der Parker mit in seine Hassverlage aufnimmt - nieder mit Parker und Hasbro)

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Markus N.

Re: Monopoly-Meisterschaft in Berlin

Beitragvon Markus N. » 9. September 2004, 13:18

Ist Ravensburger ein schlechter Verlag, weil sie Memo-Street verbrochen haben?
Ist Kosmos ein schlechter Verlag, weil er Zaubercocktail verbrochen hat?

NEIN!

Weil es für alle Spiele seine Abnehmer und Fans gibt! Und das liegt daran, dass Geschmäcker verschieden sind!
Und ich wette, es gibt mehr Monopoly-Fans als Puerto-Rico-Fans!

Also hat Parker/Hasbro wer auch immer doch alles richtig gemacht, oder?

Wenn du einen Spieleverlag aufmachst und die Wahl zwischen einer Monopoly-Lizens und einer Puerto-Rico-Lizens hättest, wärst du ziemlich gaga, wenn du Dich rein marktwirtschaftlich für letztere entscheiden würdest, oder?

Und Verlage denken zu Recht marktwirtschaftlich!

Alea ist doch auch nur aus marktwirtschaftlichen Gründen entstanden. Ravensburger wollte das Klientel der Vielspieler nicht verlieren, aber ihnen auch nichts mehr anbieten, wo Ravensburger draufsteht, denn komplexe Spiele mit dem blauen Dreieck würde die breite Masse abschrecken! Die wollen lockere Unterhaltung und kein Puerto Rico! (OK, mitlerweile sind sie wieder davon ab, vielleicht, weil sie jetzt merken, dass doch immer mehr zum komplexen Spiel greifen.... aber das war mit Sicherheit eine Entscheidung, die auf Marktforschung beruht) Lassen wir das....

Verlage sind gut, wenn sie viel verkaufen!
Spiele sind gut, wenn sie jemandem gefallen... und da sich für jeden Topf ein Deckel findet, sind viel mehr Spiele gut, als du und ich denken!
So zum Beispiel Monopoly!!!!

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Alex

Re: Monopoly-Meisterschaft in Berlin

Beitragvon Alex » 9. September 2004, 13:29

Verlage die konsequent Arbeitsplätze vernichten sind allerdings nicht besonders nett. Frag doch mal die ehemaligen Beschäftigten von Avalon Hill. "Hey wir sind eigentlich nicht an euren Spielen interessiert. Sind zwar beliebt und gut, aber egal. Wir wollen eigentlich nur ein Civi Computerspiel rausbringen, aber wir haben nicht die Rechte auf den Namen. Deswegen haben wir eure Firma gekauft - so jetzt könnt ihr gehen..."
Hasbro ist das kapitalistische Monster unter den Spielefirmen. Und schlechte Spiele kann ja jeder so viele vertreiben wie er möchte, aber lediglich Spiele von innovativen Firmen abzugrasen, sie bis zum erbrechen zu vermarkten ohne neue Spiele zu entwickeln - das ist halt Hasbro (oder hast Du Dich noch nie gewundert, dass die Mehrheit der Spiele von Hasbro mindestens zwanzig Jahre alt sind und jedes Jahr nur eine neue Verpackung bekommen).

Gruß
Alex

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Michael Weber|Reich der Spiele

Re: Monopoly-Meisterschaft in Berlin

Beitragvon Michael Weber|Reich der Spiele » 9. September 2004, 14:03

Alex schrieb:
> Verlage die konsequent Arbeitsplätze vernichten sind
> allerdings nicht besonders nett. Frag doch mal die ehemaligen
> Beschäftigten von Avalon Hill. "Hey wir sind eigentlich nicht
> an euren Spielen interessiert. Sind zwar beliebt und gut,
> aber egal. Wir wollen eigentlich nur ein Civi Computerspiel
> rausbringen, aber wir haben nicht die Rechte auf den Namen.
> Deswegen haben wir eure Firma gekauft - so jetzt könnt ihr
> gehen..."

Ganz abgesehen davon, dass du dich hier auf sehr dünnem Eis bewegst: Was wäre denn aus AH geworden, wenn sie nicht aufgekauft worden wären? Vielleicht Pleite? Vielleicht eine riesige Firma? Und warum haben die sich denn kaufen lassen? Sind das Fragen, die du ohne Zweifel beantworten kannst?

> Hasbro ist das kapitalistische Monster unter den
> Spielefirmen.

Da scheinen ja gerade noch mehr Monster heranzuwachsen: Bambus kaufte bereits schon Verlag auf, Asmodee kauft Eurogames, Blatz kaufte Schmidt ...

> Und schlechte Spiele kann ja jeder so viele
> vertreiben wie er möchte, aber lediglich Spiele von
> innovativen Firmen abzugrasen, sie bis zum erbrechen zu
> vermarkten ohne neue Spiele zu entwickeln - das ist halt
> Hasbro (oder hast Du Dich noch nie gewundert, dass die
> Mehrheit der Spiele von Hasbro mindestens zwanzig Jahre alt
> sind und jedes Jahr nur eine neue Verpackung bekommen).

Ich bin ziemlich sicher, dass du hier nicht richtig liegst. Und "vermarkten" ist ein sehr weiter Begriff. Auch Carcassonne, Siedler und andere werden (manche mögen behaupten bis zum Erbrechen) vermarktet. Und komm mir jetzt nicht mit der Aussage, dass diese Verlage wenigstens eigene Spiele entwickeln. Das tut Hasbro nämlich auch. Da du aber Hasbro-Hasser bist, wirst du vielleicht nicht die Übersicht haben. Da kann ich dir nur empfehlen, mal einen Rundgang durch den Hasbro-Stand auf der Nürnberger Messe zu machen. Da gibt es viele Neuauflagen/Nebenprodukte, aber die Mehrheit scheint mir das nicht zu sein. Das abgesehen davon, die Verkaufszahlen bei wachsender Größe eines Verlages eine steigende Bedeutung haben, sollte prinzipiell klar sein.

Merke: Nur weil jemand die Spiele eines Verlages nicht mag und etwas Negatives gehört hat, muss ein Verlag nicht schlecht sein.

Michael
(findet nicht, dass alles von Hasbro schlecht ist)

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Alex

Re: Monopoly-Meisterschaft in Berlin

Beitragvon Alex » 9. September 2004, 14:29

Ja, ich gebe Dir zum größten Teil Recht. Bei mir kommt halt immer wieder dieser Hasbro Hass durch wenn ich von Monopoly höre. Und die Sache mit AH war schon recht eindeutig, weil Hasbro zuvor versucht hat an die Marken Rechte von Civilization zu kommen indem es erst MicroProse kauft und sich danach AH einverleibt. Mehr dazu kannst Du unter
http://www.gis.net/~pldr/fah.html
nachlesen. Wenn es in ein paar Jahrzehnten eine Siedler Variante für jede Stadt gibt (Siedler von Köln, Siedler von Hamburg, Siedler von Berlin, Siedler von Nürnberg - moment das gibt es schon) werde ich Kosmos wahrscheinlich auch verabscheuen.
Was nichts daran ändert, dass Siedler ein gutes Spiel ist - im Gegensatz zu Monopoly.
Dabei bleibt nur noch zu analysieren, warum die Amerikaner gerne deutsche Spiele importieren. Ich bewege mich hier auf dünnem Eis, aber ich wage zu behaupten, dass die Marktpräsenz von Hasbro in den U.S. so groß ist, dass sie vollkommen frei bestimmen können, was angeboten wird und dass sie ganz gerne kleine Spielefirmen mit ihrer Macht ersticken - wozu gibt es schließlich die guten Verträge mit Toys'R'Us?

Gruß
Alex

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Attila
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Re: Monopoly-Meisterschaft in Berlin

Beitragvon Attila » 9. September 2004, 14:46

Alex schrieb:
>
> an euren Spielen interessiert. Sind zwar beliebt und gut,
> aber egal. Wir wollen eigentlich nur ein Civi Computerspiel
> rausbringen, aber wir haben nicht die Rechte auf den Namen.
> Deswegen haben wir eure Firma gekauft - so jetzt könnt ihr
> gehen..."

Du liegst falsch - die Rechte an Civi musst Hasbro sich über den kauf von MicroProse sichern, nicht über den kauf von AH!
AH war zudem quasi ständig Pleite.

Hasbro hat durchaus einige gute Spiele herrausgebracht, und tut es auch heute noch!

Atti

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Re: Monopoly-Meisterschaft in Berlin

Beitragvon Attila » 9. September 2004, 14:51

Alex schrieb:

> Was nichts daran ändert, dass Siedler ein gutes Spiel ist -
> im Gegensatz zu Monopoly.

Das ist deine Meinung - ZIEMLICH viele Leute sind da anderer Meinung!

Atti

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Alex

Re: Monopoly-Meisterschaft in Berlin

Beitragvon Alex » 9. September 2004, 15:16

Kleiner Tipp - Schau Dir doch mal die Bewertungen und Kommentare auf Boardgamegeek an. Ich glaube kaum, dass Du eine Mehrheit finden wirst, die Monopoly besser als Siedler finden (vorausgesetzt sie kennen beide Spiele).

Gruß
Alex

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Alex

Re: Monopoly-Meisterschaft in Berlin

Beitragvon Alex » 9. September 2004, 15:18

Stimmt nicht - zunächst wurde Microprose gekauft, dann aber gerichtlich festgestellt, dass die ursprüngliche Rechte gar nicht bei Microprose liegen, sondern bei AH. Dann wurde AH gekauft...

Gruß
Alex

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Alex

Tolle Hasbro Spiele

Beitragvon Alex » 9. September 2004, 15:21

> Hasbro hat durchaus einige gute Spiele herrausgebracht, und
> tut es auch heute noch!

Wo Ihr doch alle die tollen neuen Hasbro Spiele so lobt, dann zählt Sie doch mal auf! Ich bin schon sehr gespannt.

Aber bitte keine Spiele von ehemals separten Firmen wie Wizards die immer noch relativ eigenständig agieren können.

Gruß
Alex

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Attila
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Re: Monopoly-Meisterschaft in Berlin

Beitragvon Attila » 9. September 2004, 16:01

Hiho,

"Geschichte ist die Lüge auf die man sich geeinigt hat" (oder so ähnlich ...)
Link: http://www.abenteuermedien.de/kf_artikel/k23_hasbrokasten.html

Atti

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Alex

Re: Monopoly-Meisterschaft in Berlin

Beitragvon Alex » 9. September 2004, 16:20

> Link:
> http://www.abenteuermedien.de/kf_artikel/k23_hasbrokasten.html

Interessant - habe mich wohl in der Kaufreihenfolge von Hasbro geirrt - aber eigentlich unterstreicht der Artikel doch nur meine Argumente.

Gruß
Alex

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Attila
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Re: Tolle Hasbro Spiele

Beitragvon Attila » 9. September 2004, 16:29

Hiho,

- Axis & Allies (Revised, Europe, Pacific, D-Day)
- Queens Gambit
- Shogun (Samurai Swords)
- HeroQuest
- StarQuest
- Dungeons & Dragons
- StarWars Duels
- BattleCry
- RIsk 2210AD/Godstorm/HdR

Atti

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Günter Cornett

Geschichte Monopoly

Beitragvon Günter Cornett » 9. September 2004, 17:08

Attila schrieb:
>
> Hiho,
>
> "Geschichte ist die Lüge auf die man sich geeinigt hat" (oder so ähnlich ...)

naja ... dann gibt es wohl keine Geschichte, oder?

Aber Ernst beiseite.
Mich interessiert in diesem Zusammenhang folgendes:

> Link: http://www.abenteuermedien.de/kf_artikel/k23_hasbrokasten.html

Ist das jetzt die Lüge:


Dabei ist die Geschichte von Kenner-Parker-Tonka fast noch faszinierender als jene von Hasbro selbst: Sie beginnt, als im Jahre 1883 der 16jährige George S. Parker aus Salem, USA ,40 $ seines gesamten aus Taschengeld angesparten Vermögens von 50 $ einsetzt, um ein Spiel namens Banking zu verlegen, das in seinem Freundeskreis sehr beliebt war, handelte es sich doch um ein Spiel, in dem es darum geht, Grundstücke und Straßen zu kaufen und zu verkaufen, Häuser und Hotels zu bauen, Mieteinnahmen zu kassieren, letztlich möglichst viel Geld zu scheffeln und reich und mächtig zu werden. Das Startkapital reichte aus, um 500 Sets drucken zu lassen. Und tatsächlich: Zu Weihnachten waren alle Exemplare verkauft, und George hatte sogar 100 $ Gewinn gemacht. Er investierte das Geld sofort in eine weitere Auflage, der Erfolg wuchs, und 1898 begründete er zusammen mit seinen zwei älteren Brüdern die Firma Parker Brothers Inc. und damit auch die Erfolgsstory des Spieles Monopoly.


oder das:


Die Monopoly-Geschichte beginnt im Jahre 1904. Im Bundesstaat Pensylvania entwickelte ELIZABETH MAGIE ein Brettspiel, das sie "The Landlords Game" nannte und patentieren ließ....In ihrem Spiel wollte Elizabeth Magie die anti-soziale Wirkung von Monopolen demonstrieren.


1924 beantragte Elizabeth Magie ein weiteres Patent für eine überarbeitete Version des Landlord-Spiels. Zuvor hatte sie GEORG PARKER, dem Gründer der Firma Parker Brother Games, das Spiel gezeigt. Parker prüfte das Spiel gründlich, war jedoch der Auffassung, dass es keine Spaß mache. Es hatte erzieherische Züge und – noch schlimmer – eine politische Botschaft. Aus Erfahrung wusste Parker, dass diese Kombination Misserfolg bringen musste. Er lehnte das Spiel ab.



Neun Jahre später begann die zweite Enstehungsgeschichte von Monopoly, in deren Mittelpunkt der arbeitslose Heizungsbauer CHARLES DARROW stand. Darrow lebte in Mount Airy, einem Stadtteil von Philadelphia, und lernte das Spiel 1933 kennen....


?

siehe auch:

Als Erfinder gilt Charles Darrow, der Monopoly 1933 entwickelte. Schon nach kurzer Zeit konnte Darrow erste Exemplare, die er zunächst in reiner Handarbeit herstellte, an Freunde und Nachbarn verkaufen. Nachdem sein Spiel 1934 auch in einem Kaufhaus in Philadelphia verkauft wurde, wurde die Nachfrage so groß, dass Darrow sich an Parker Brothers, den damals größten Hersteller von Brettspielen, wandte.

Nach einem Testspiel lehnten die Parker-Manager es ab, das Spiel in ihr Sortiment aufzunehmen und begründeten dies mit der langen Spieldauer, komplizierten Spielregeln und dem Fehlen eines Zielpunktes (die Mitspieler müssen fortwährend im Kreis laufen). Darrow ließ sich aber nicht entmutigen und vermarktete das Spiel - mit leicht geänderten Spielregeln - weiterhin selbst. 1935 hatte sich der Erfolg auch bis zu Parker herumgesprochen: Die Firma korrigierte ihr Fehlurteil und erwarb die Rechte an Monopoly.


Gruß, Günter

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Michael Weber|Reich der Spiele

Re: Geschichte Monopoly

Beitragvon Michael Weber|Reich der Spiele » 9. September 2004, 17:22

Die "wahre" Geschichte steht hier:

http://www.reich-der-spiele.de/specials/monopoly.php

:-)

Michael

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Alex

Re: Tolle Hasbro Spiele

Beitragvon Alex » 9. September 2004, 18:29

Attila schrieb:
>
> Hiho,
>
> - Axis & Allies (Revised, Europe, Pacific, D-Day)
Ist von Avalon Hill

> - Queens Gambit
Lass ich gelten.

> - Shogun (Samurai Swords)
Von Milton Bradley

> - HeroQuest
Von Milton Bradley

> - StarQuest
Von Operational Studies Group

> - Dungeons & Dragons
Von TSR

> - StarWars Duels
Von Milton Bradley

> - BattleCry
Von Avalon Hill

> - RIsk 2210AD/Godstorm/HdR
Von Parker

Genau das meinte ich doch. Hasbro hat nur zusammengekauft, Firmen zerschlagen und erfolgreiche Spiele übernommen. Waren die einzelnen Firmen immer noch bereit neue Spiele und Konzepte auf den Markt zu bringen möchte Hasbro lediglich die Sahne abschöpfen. Oder wieso erscheint ein nicht massentaugliches Spiel wie Titan plötzlich bei Fantasy Flight Games?

Und jetzt nennt mir doch mal die tollen Hasbro Spiele von Hasbro und nur von Hasbro - nicht von Parker, MB, AH, WoC, TSR...

Gruß
Alex

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Alex

Re: Geschichte Monopoly

Beitragvon Alex » 9. September 2004, 18:30

Ich finde Deine Zusammenfassung sehr gut - mehr davon! :-)

Gruß
Alex

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Attila
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Re: Geschichte Monopoly

Beitragvon Attila » 9. September 2004, 20:38

Günter Cornett schrieb:

> > "Geschichte ist die Lüge auf die man sich geeinigt hat"
> (oder so ähnlich ...)
> naja ... dann gibt es wohl keine Geschichte, oder?

Zur Info:
Napoleon I. sagt (angeblich) auf die Bemerkung das die Geschichte von den Siegern geschrieben wird: "Geschichte ist die Lüge, auf die man sich geeinigt hat."

[...]
Genau darauf bezog sich mein Zitat - es gibt scheinbar einige verschiedene "Wahrheiten" ... das ist aber nicht nur in diesem Fall so ...
Was soll man da noch glauben? :-)

Atti

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Attila
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Re: Monopoly-Meisterschaft in Berlin

Beitragvon Attila » 9. September 2004, 20:40

Hiho,

Du musst nicht Argumentieren das Hasbro anderen Firmen kauft ... das ist so! Die tun das und machen dabei noch gewinn und nebenbei produzieren sie auch noch Spielwahren und Spiele die garnichtmal so übel sind! :-)

So funktioniert die Welt!

Atti

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Günter Cornett

[OT] Geschichte ...

Beitragvon Günter Cornett » 9. September 2004, 21:43

Attila schrieb:
>
> Günter Cornett schrieb:
>
> > > "Geschichte ist die Lüge auf die man sich geeinigt hat"
> > (oder so ähnlich ...)
> > naja ... dann gibt es wohl keine Geschichte, oder?
>
> Zur Info:
> Napoleon I. sagt (angeblich) auf die Bemerkung das die
> Geschichte von den Siegern geschrieben wird: "Geschichte ist
> die Lüge, auf die man sich geeinigt hat."
>
> [...]
> Genau darauf bezog sich mein Zitat -

na, dein Zitat hatte keinerlei erkennbaren Bezug (abgesehen von der Anwendung auf Monopoly) und stand daher so ganz allein und allgemeingültig da ....

... und somit um Widerspruch bettelnd ;-)

Dass es verschiedene Wahrheiten oder 'Wahrheiten' gibt und unterschiedliche Standpunkte von unterschiedlichen Interessen (mit)bestimmt werden, heisst keinesfalls, dass alles Lüge sein muss.

> es gibt scheinbar einige verschiedene "Wahrheiten" ... das ist aber nicht
> nur in diesem Fall so ...

Das ist schon eine etwas andere Aussage.

> Was soll man da noch glauben? :-)

Sicher sollte man nicht alles für wahr halten, was berichtet oder als Geschichte gelehrt wird; aber wenn ich mir überlege, was so alles zur Geschichtslüge erklärt wird, sträuben sich mir schon die Nackenhaare.

Wenn man alles zur Glaubenssache erklärt, kann man sich jedenfalls das Denken sparen und selig werden... ;-)

Gruß, Günter


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