Anzeige

Zug um Zug = Trans America?

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
Benutzeravatar
samy

Zug um Zug = Trans America?

Beitragvon samy » 26. Oktober 2004, 06:12

Auf den ersten Blick scheint Zug um Zug, Trans America, doch sehr zu ähnlen.
Ist das Spielprinzip auch gleich/ähnlich?

Wie findet ihr das Spiel (Zug um Zug)?

Gruß

samy

Benutzeravatar
Helmut Lehr

Re: Zug um Zug = Trans America?

Beitragvon Helmut Lehr » 26. Oktober 2004, 06:49

Gib mal bei "Suche" das Stichwort "Zug um Zug" an und klicke einen großen Zeitraum an, dann kannst Du alle bisherigen Beiträge zu "Zug um Zug" lesen!
Das einzige, was beide Spiele gemeinsam haben, ist, dass US-Städte miteinander verbunden werden.
VG
Helmut

Benutzeravatar
Attila
Kennerspieler
Beiträge: 4715

Re: Zug um Zug = Trans America?

Beitragvon Attila » 26. Oktober 2004, 08:47

Hiho,

Das ist so wie mit dem Fisch und dem Fahrrad ... beides fängt immerhin mit einem "F" an ...

Atti

Benutzeravatar
Axel Bungart

Re: Zug um Zug = Trans America?

Beitragvon Axel Bungart » 26. Oktober 2004, 09:04

Und guckstu hier:
http://www.spielbox-online.de/spielarchiv/and/zugumzug.php4

Gruß
Axel

Benutzeravatar
Mike

Re: Zug um Zug = Trans America?

Beitragvon Mike » 26. Oktober 2004, 09:28

Hallo Samy
Bei beiden Spielen mußt du Städte miteinander verbinden. Beide Spiele haben sehr einfache Regeln. TransAmerica spielt man mehrmals hintereinander, bis der schlechteste einen bestimmte Minuspunktzahl erreicht hat. Bei TransAmerica hat man kaum Einflußmöglichkeiten und der Spielreiz ist meines erachtens nicht all zu hoch. Bei uns wird es ausschließlich mit Kinder gespielt. ZuZ ist das deutlich taktischere Spiel, vor allem hat man das Gefühl, dass man was sinnvolles macht. Es hat aber schon einen höheren Glücksfaktor als Spiele wie Puerto Rico, Goa, HvG ...
Es hat auch das schönere Material und ein super Flair.
Mike

Benutzeravatar
Bohnmaster

Re: Zug um Zug = Trans America?

Beitragvon Bohnmaster » 27. Oktober 2004, 08:53

Mike schrieb:
> Bei TransAmerica hat man kaum Einflußmöglichkeiten und der Spielreiz ist
> meines Erachtens nicht all zu hoch. Bei uns wird es ausschließlich
> mit Kinder gespielt. ZuZ ist das deutlich taktischere Spiel,
> vor allem hat man das Gefühl, dass man was sinnvolles macht.

Einspruch, Euer Ehren!
Transamerica ist, wenn ich mir nach weit über 300 Partien ein Urteil erlauben kann, ein äußerst taktisches Spiel. Geht es doch drum, wie man es schafft, dass der Gegner für einen selbst möglichst viel Strecke baut, ohne dass man es für ihn tut.
ZuZ dagegen ist ein recht unkommunikatives Kartengesammel: die Interaktion der Spieler besteht nur darin, sich gegenseitig ausliegende Karten wegzunehmen und evtl Strecken zu blockieren. Das hat Herr Moon aber bei seinem Spiel Airlines (Abacus) schon deutlich reizvoller hinbekommen.
Spricht nicht wirklich für den letzten Spielejahrgang, wenn ein Spiel mit so hässlichem Plastikmaterial, das nur die Zusammenfassung anderer Spiele des selben Autors ist, den roten Pöppel aufgedruckt bekommt.

Gruß

Hanno

Benutzeravatar
Michael Weber

Re: Zug um Zug = Trans America?

Beitragvon Michael Weber » 27. Oktober 2004, 09:15

Bohnmaster schrieb:
> Transamerica ist, wenn ich mir nach weit über 300 Partien ein
> Urteil erlauben kann, ein äußerst taktisches Spiel. Geht es
> doch drum, wie man es schafft, dass der Gegner für einen
> selbst möglichst viel Strecke baut, ohne dass man es für ihn
> tut.

Das ist richtig, wobei man leider dem Gegener keine Strecken zerstören kann. Das wäre Taktik. So ist es "nur" ein taktisch angehauchtes Wettrennen um die schnellste Streckenführung. Was nicht heißt, dass es keinen Spaß macht :-)

> ZuZ dagegen ist ein recht unkommunikatives Kartengesammel:
> die Interaktion der Spieler besteht nur darin, sich
> gegenseitig ausliegende Karten wegzunehmen und evtl Strecken
> zu blockieren.

Jipp!

> Spricht nicht wirklich für den letzten Spielejahrgang, wenn
> ein Spiel mit so hässlichem Plastikmaterial, das nur die
> Zusammenfassung anderer Spiele des selben Autors ist, den
> roten Pöppel aufgedruckt bekommt.

Das mit der Zusammenfassung ist für mich nicht relevant, aber die übrige Kritik teile ich. Zumal ich immer noch der Meinung bin, dass die Wertung nicht gerecht ist (wer lange Strecken baut wird bei passenden Streckenkarten doppelt belohnt, wer nur kurze bauen kann, wird doppelt bestraft)

Michael
(der jenseits des Themaa keine Gemeinsamkeiten entdecken kann)

Benutzeravatar
Attila
Kennerspieler
Beiträge: 4715

Re: Zug um Zug = Trans America?

Beitragvon Attila » 27. Oktober 2004, 10:25

Bohnmaster schrieb:

> Transamerica ist, wenn ich mir nach weit über 300 Partien ein
> Urteil erlauben kann, ein äußerst taktisches Spiel.

Das ist jetzt eine selbstbeweisende Aussage oder wie? - Nach dem Schema:

a) Ich Spiele nur Spiele die taktisch sind
b) Ich habe über 300 Partien gespielt und damit muss das Spiel äusserst taktisch sein (siehe a) )

Oder wie?

In TA hat taktische Elemente, aber die sind imo doch sehr geradlinig und offensichtlich. ZuZ ist da weniger geradlinig und hat auch eine strategische Komponente die bei TA fast völlig fehlt. ZuZ bietet den Spielern mehr als TA, dafür dauert es natürlich auch deutlich länger.

Atti

Benutzeravatar
Bohnmaster

Re: Zug um Zug = Trans America?

Beitragvon Bohnmaster » 27. Oktober 2004, 12:23

Attila schrieb:
>
> Bohnmaster schrieb:
>
> > Transamerica ist, wenn ich mir nach weit über 300 Partien ein
> > Urteil erlauben kann, ein äußerst taktisches Spiel.
>
> Das ist jetzt eine selbstbeweisende Aussage oder wie? - Nach
> dem Schema:
>
> a) Ich Spiele nur Spiele die taktisch sind
> b) Ich habe über 300 Partien gespielt und damit muss das
> Spiel äusserst taktisch sein (siehe a) )
>
> Oder wie?

Nein. Ich spiele TA gerne, weil es mir Spaß macht. Daher auch die hohe Anzahl an gespielten Partien.
Und ich hätte mir nach drei Partien TA auch noch kein Urteil über die taktische Komponente erlauben wollen, die hat sich mir nämlich erst nach und nach mit wachsender Spielerfahrung erschlossen.
(Genauso habe ich am Anfang 2er-Partien für sehr langweilig gehalten. Diese Meinung habe ich auch sehr schnell revidieren dürfen.)

> In TA hat taktische Elemente, aber die sind imo doch sehr
> geradlinig und offensichtlich.

Ah ja. :-) Schon alleine das Bestimmen der Startposition in Abhängigkeit von der der Gegner hat mehr Taktik, als sich mir bisher bei ZuZ erschließt.

> ZuZ ist da weniger geradlinig und hat auch eine strategische Komponente die
> bei TA fast völlig fehlt. ZuZ bietet den Spielern mehr als TA, dafür
> dauert es natürlich auch deutlich länger.

ZuZ ist viel einfacher zu optimieren. Das Bauen von kurzen Strecken wird stark bestraft, indem es einen Spieler Zeit und Siegpunkte kostet. Es lohnt also immer, z.B. eine 6er-Strecke im Vergleich zu 3 2er-Strecken zu bauen: man hat einen Vorteil von 2 Zügen (=4 Karten zum Nachziehen) und 9 Punkten.
Dadurch kann man ausrechnen, welche der Bonusstrecken einem überhaupt Vorteile bietet. Langweilig. In unseren bisherigen Partien haben sich immer die Spieler, die lange Strecken gebaut haben, gegen die STädteverbinder durchgesetzt. Was bei Letzteren zu Frust geführt hat - und dazu, dass ich es schwer habe, das Spiel wieder auf den Tisch zu bekommen.
Hat da jemand gegensätzliche Erfahrungen mit gemacht?

Benutzeravatar
Axel Bungart

Re: Zug um Zug = Trans America?

Beitragvon Axel Bungart » 27. Oktober 2004, 13:27

Also meinen Mitspielern hat es - ich muss zugeben zu meiner Verwunderung - meist viel Spaß gemacht. Ich denke, das liegt auch daran, dass ZuZ einen einfachen Zugang hat und kurzweilig ist. Das spricht natürlich nicht gegen TA.

Letzteres habe ich nur selten gespielt bisher und das wahrscheinlich deswegen, weil ich es bedeutend weniger reizvoll fand. Aber da lasse ich mich nach ein paar weiteren Partien auch gerne vom Gegenteil überzeugen.

Jedenfalls beschränkt sich auch meiner Meinung die Taktik bei ZuZ auf das Aufnehmen neuer Aufträge. Besonders im 2-Personen-Spiel. Richtig spannend wird es daher eher im letzten Drittel der Spielzeit, was ein bißchen zu wenig ist.

Gruß
Axel

Benutzeravatar
Attila
Kennerspieler
Beiträge: 4715

Re: Zug um Zug = Trans America?

Beitragvon Attila » 27. Oktober 2004, 15:58

Bohnmaster schrieb:

> ZuZ ist viel einfacher zu optimieren. Das Bauen von kurzen
> Strecken wird stark bestraft, indem es einen Spieler Zeit und
> Siegpunkte kostet. Es lohnt also immer, z.B. eine 6er-Strecke
> im Vergleich zu 3 2er-Strecken zu bauen: man hat einen
> Vorteil von 2 Zügen (=4 Karten zum Nachziehen) und 9 Punkten.

Das erklärt ja ganz klar, wieso oft auch die Leute die kleinen Strecken gewinnen. Liegt alles klar auf der Hand und hast du ja beeindrucken vorgerechnet.

> Hat da jemand gegensätzliche Erfahrungen mit gemacht?

Jepp. Man kann sowohl mit langen wie auch mit kurzen Strecken gewinnen. Die langen Strecken halte ich für rel. problematisch, da man damit auch ziemlich auf die Nase fallen kann - und das tut dann weh. Bei kurzen Strecken kann man eher umdisponieren und ist flexibler. Von der "Lange-Strecken-Theorie" halte ich ungefähr soviel wie von der "Zunfhallen-Theorie" bei SJ!

Atti


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 32 Gäste