Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 2. November 2004, 06:27
Wir haben gestern zwei Partien zu fünft gespielt und vier von den fünf Teilnehmern waren davon durchaus angetan.
Es ist ein Wirtschafts-Kartenspiel mit recht hohem Zufallseinfluss und zieht - denke ich - einen großen Teil seines Reizes aus dem humorigen Thema.
Dieselbe Mechanik wäre auch für z.B. die Suche nach neuen Ölvorkommen oder etwas ähnlichem denkbar, bei dem man einerseits vorher nicht sagen kann, ob es zu einem zufrieden stellenden Ergebnis kommt, und das andererseits so kostenintensiv ist, dass jedes Unternehmen es nur in Partnerschaft mit einem Konkurrenten durchführen kann. Dann wäre es halt ein durchschnittliches Wirtschafts-Kartenspiel gewesen; mit der Paarung von Gartenzwergen und den dadurch ermöglichten doppeldeutigen Dialogen der beteiligten Spieler - speziell, wenn Ehe- oder Liebespaare mitspielen - gewinnt das ganze noch merklich an Unterhaltungswert.
Wie häufig gilt: Wer sich mit dem Einfluss des Zufalls auf den Spielverlauf nicht anfreunden kann, wird keinen Gefallen am Spiel finden und ist gut beraten, einfach was anderes zu spielen, statt lange über die prinzipielle Möglichkeit, Zufallselemente in Regelwerke einzubauen, zu räsonnieren.
Ansonsten ist es handwerklich gut gemacht und reizt mich zum wiederspielen. Vielleicht probieren wir beim nächstenmal die von Markus erwähnte Variante mit offenem Bieten aus - ich kann mir aber vorstellen, dass eine Reihe von "richtigen" Versteigerungen den Spielverlauf merklich verzögert, während die in der Regel genannte Version mit den verdeckten Chips jede einzelne Aktion und somit auch das Spiel insgesamt beschleunigt. Und was für eine gute halbe Stunde Spieldauer flott und unterhaltsam wirkt, könnte bei über einer Stunde natürlich schon langweilen.
Mit einem lieben Gruß
Gustav