Beitragvon Roman Pelek » 6. November 2004, 15:17
Hi Janina,
Janina schrieb:
> ich studiere Grafik-Design und stell's merke mittlerweile,
> dass es tatsächlich verdammt schwierig ist, ein Spiel zu
> entwickeln. Hoffe aber, dass es mir trotzdem gelingt (Alex
> Randolph soll mal gesagt haben: "Ich glaube, dass alle Leute
> ein Spiel in sich haben. Sie müssen sich nur stimulieren,
> damit etwas herauskommt.").
Ich wünsche Dir viel Erfolg, und sei nicht entmutigt, wenn Du manchmal gegen die Wand rennst oder vielleicht nicht das herauskommt, was Du Dir erhofft hast. Normalerweise unternimmt man sehr viele Versuche, von denen man das meiste wieder "in die Tonne kloppt", bis man bei etwas landet, das wirklich spielenswert ist und auch etwas Neues bietet, das am Spielemarkt noch nicht tausendfach abgegrast wurde. Spieleentwicklung ist meist eine Geduldssache, auch wenn es ab und an vorkommt, dass man morgens unter der Dusche 'ne Idee hat, die abends schon spielenswert ist. Aber das sind Glücksfälle, die man nicht steuern kann, normalerweise bedarf es einer hohen Frusttoleranz.
> Am Ende kommt es bei der Bewertung nicht so sehr darauf an,
> dass das Spiel super innovativ und ohne einen einzigen Fehler
> spielbar ist, sondern eher auf die Umsetzung des Konzeptes,
> was ich am Anfang schreiben muss, und auf die Gestaltung von
> Verpackung, Spielanleitung etc.
Okay, dann kommt es Dir auf den Entwicklungsprozess an sich an - und auf die Gestaltung. Das macht die Sache etwas einfacher, weil es sich im Wesentlichen auf Abläufe und nicht auf das Endergebnis konzentriert. Erscheint mir auch eine faire Zielsetzung zu sein, ansonsten könntest Du böse auf die Schnauze fallen ;-)
> Als riesiger Spiele-Fan werde
> ich aber ganz bestimmt versuchen, ein ordentliches Spiel
> entstehen zu lassen... schaun wir mal, ob das gelingt :)
Da bleibt mir nur, Dir zum einen viel Erfolg - und noch viel wichtiger - viel Spaß dabei zu wünschen!
Ciao,
Roman
P.S.: Ich habe Deinen Fragebogen auch ausgefüllt, wollte aber anmerken, dass, wenn Du eine repräsentative Studie haben willst, die in etwa den Spielemarkt widerspiegelt, Du vermutlich stark verfälschte Ergebnisse bekommst, wenn Du Spielefreaks befragst. Die Realität bezüglich der breiten Masse unterscheidet sich sehr stark von den Ansprüchen derer, die in der Spieleszene zugange sind. Da ich nicht weiß, wie gut die Resonanz auf Deine Anfrage ist: wenn Du weitergehende Fragen hast, kannst Du auch mich gerne persönlich ansprechen, schreib' mir einfach eine Mail.