Beitragvon Hartmut » 1. November 2004, 10:28
> Gegenüber hatte
> Richard Breese seinen Stand. Dort stapelten sich seine
> "Reef Encounter" noch fast bis zur Hallendecke
> (übertrieben!). Er musste aber einige Stunden ständig das
> MtM-Plakat lesen. Dementsprechend waren die Gesichter am
> R&D Games-Stand schon etwas lang.
Hallo Peter u.a.,
da hat natürlich auch der Einstandspreis von 40 Euro seine Wirkung getan. Das ist 'ne Menge Geld für einen "Blindkauf", wenn man sich nicht die Zeit an dem kleinen Stand für's Spielen nehmen konnte. Wie auch immer, ich habe - zunächst auch etwas zaudernd - mitgenommen (Zitat eines anderen, ebenfalls kurz zögernden Käufers: "Wenn es nichts ist, kann ich es ja wieder dafür verkaufen" basiert wohl auf der Erfahrung mit bisherigen R&D Spielen).
Aber das Wichtigste ist: gestern habe ich es gespielt. Und ich bin von dem Spiel recht begeistert! Es ist so ganz anders als die mir bekannten Spiele von Richard (Morgenland, Keythedral, Keytown). Mal nicht irgendwo Klötzchen oder Chips für Gebote oder Mehrheiten platzieren, sondern ein wirklich neues System im Kampf um die besten Plätze am Riff. Das alles in perfekter und üppiger Materialausstattung. Der Preis geht für mich absolut in Ordnung. Für El Grande und Euphrat & Tigris wurden seinerzeit auf der Messe auch 79 DM verlangt. Insgesamt scheint mir das Preisniveau für Spiele wegen stärkerer Konkurrenz und schechter Konjunktur seitdem gesunken zu sein - nur Merz Verlag & Messe Essen packen immer munter drauf bei Eintrittspreisen und Standgebühren :-(
Zurück zu Deinen Überlegungen: angesichts der spielerischen Qualitäten von REEF ENCOUNTER hoffe ich für Richard, dass sich die "langen Gesichter" schnell verziehen mögen. Wir wissen ja, wie schon ein einziger wirtschaftlicher Flop einen Kleinverlag zur Strecke bringt, und das darf m.E. nicht passieren, wenn das Spiel ein so gutes ist wie R.E.
Hartmut (mein Papageifisch hat noch Koralle im Zahnfleisch)