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Im Schatten des Kaisers: Spiel zu zweit - und eine Regelfrage [RF]

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Kathrin Nos
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Im Schatten des Kaisers: Spiel zu zweit - und eine Regelfrage [RF]

Beitragvon Kathrin Nos » 8. November 2004, 09:46

Hi,

in diesem Posting: http://www.spielbox.de/phorum4/read.php4?f=1&i=98966&t=98953 hat Thorsten geschildert, dass es in seinen beiden Partien zu zweit fast unmöglich war, den Kaiser zu stürzen. Diese Erfahrung haben nun auch Peter und ich gemacht. Er war durchgehend Kaiser und er gewann mit einem Endstand von 36 Siegpunkten - ich hatte insgesamt nur 12 Siegpunkte erlangt.

Daraufhin haben wir in mehreren Konstellationen die erste Runde gespielt, um zu testen, wie man als Gegenkaiser die Kaiserkrone übernehmen kann. Dabei stellte sich heraus, dass dies in der ersten Runde durchaus noch möglich ist - vor allem, wenn man es schafft, mit seinen Aktionspunkten so zu haushalten, dass man die Aktionen später (also ohne mögliche Gegenreaktion durch den amtierenden Kaiser) durchführen kann.

Dadurch, dass aber noch zwei weitere Reichsstädte, die Einflusspunkte (EP) für den Kaiser geben, wird dieser aber gestärkt: Durch den auf dem Thron sitzenden Marker verliert der Kaiser zwar zwei potentielle Einflusspunkte (für ein Paar, das nicht in den Herzogtümern Einfluss nehmen kann), aber die Reichsstädte bringen insgesamt 3 - der Kaiser hat also ab der 3. Runde einen EP mehr als der Gegenkaiser. Zusammen mit der Entscheidungsgewalt bei Gleichständen ist dies m.E. zu mächtig.

Eine [b]Regelfrage zu den Herzogtümern[/b]: Eines der Herzogtümer bringt 2 zusätzliche Einkommenspunkte. Werden diese beim Einsetzen des 45-jährigen Herzogs im Startaufbau schon gutgeschrieben? Startet dieser Spieler also mit 9 statt mit 7 Aktionspunkten?

Eine [b]Verständnisfrage[/b] noch: Weshalb hat man zu Beginn 7 Aktionspunkte? Vom Einkommen her dürfte man nur 6 haben (= Grundeinkommen). Ich nehme an, dass dies so austariert wurde, um zu Beginn genügend Aktionsmöglichkeiten zu bieten. Aber weshalb steht dann der Marker, der das Einkommen anzeigt, nicht auf 6, während der Marker für die aktuell verfügbaren Aktionspunkte auf 7 steht?

Alles Gute wünscht
Kathrin.

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RoGo

Re: Im Schatten des Kaisers: Spiel zu zweit - und eine Regelfrage [RF]

Beitragvon RoGo » 8. November 2004, 09:53

Hallo Katrin,
unabhänig vom neuen HiG-Spiel ist es prinzipiell sehr schwierig ein Mehrheitenspiel für 2 zu entwickeln, da Mehrheiten ja gerade dazu dienen durch das Zusammenarbeiten mehrerer Kleiner einen Führenden zu stoppen.
Eigentlich braucht man einen Mechanismus der den Führenden schwächt, sobald er in Führung geht, in wie weit hier vielleicht das Altern beim Kaiser reicht, kann ich leider noch nicht beurteilen.
Grüße
Roland

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Thorsten-spielbox

Re: Im Schatten des Kaisers: Spiel zu zweit - und eine Regelfrage [RF]

Beitragvon Thorsten-spielbox » 8. November 2004, 10:09

Kathrin Nos schrieb:
>
> Hi,
>
> in diesem Posting:
> http://www.spielbox.de/phorum4/read.php4?f=1&i=98966&t=98953
> hat Thorsten geschildert, dass es in seinen beiden Partien zu
> zweit fast unmöglich war, den Kaiser zu stürzen. Diese
> Erfahrung haben nun auch Peter und ich gemacht. Er war
> durchgehend Kaiser und er gewann mit einem Endstand von 36
> Siegpunkten - ich hatte insgesamt nur 12 Siegpunkte erlangt.

Die Punktedifferenz war bei meiner letzten Partie ungefähr die gleiche. Ein wenig deprimierend für die Verliererin. :)

> Daraufhin haben wir in mehreren Konstellationen die erste
> Runde gespielt, um zu testen, wie man als Gegenkaiser die
> Kaiserkrone übernehmen kann. Dabei stellte sich heraus, dass
> dies in der ersten Runde durchaus noch möglich ist - vor
> allem, wenn man es schafft, mit seinen Aktionspunkten so zu
> haushalten, dass man die Aktionen später (also ohne mögliche
> Gegenreaktion durch den amtierenden Kaiser) durchführen kann.
>
> Dadurch, dass aber noch zwei weitere Reichsstädte, die
> Einflusspunkte (EP) für den Kaiser geben, wird dieser aber
> gestärkt: Durch den auf dem Thron sitzenden Marker verliert
> der Kaiser zwar zwei potentielle Einflusspunkte (für ein
> Paar, das nicht in den Herzogtümern Einfluss nehmen kann),
> aber die Reichsstädte bringen insgesamt 3 - der Kaiser hat
> also ab der 3. Runde einen EP mehr als der Gegenkaiser.
> Zusammen mit der Entscheidungsgewalt bei Gleichständen ist
> dies m.E. zu mächtig.
>
> Eine [b]Regelfrage zu den Herzogtümern[/b]: Eines der
> Herzogtümer bringt 2 zusätzliche Einkommenspunkte. Werden
> diese beim Einsetzen des 45-jährigen Herzogs im Startaufbau
> schon gutgeschrieben? Startet dieser Spieler also mit 9 statt
> mit 7 Aktionspunkten?

Die Einkommenspunkte werden jeweils in Phase I addiert und Runde 1 startet erst mit Phase IIII. ;)

> Eine [b]Verständnisfrage[/b] noch: Weshalb hat man zu Beginn
> 7 Aktionspunkte? Vom Einkommen her dürfte man nur 6 haben (=
> Grundeinkommen). Ich nehme an, dass dies so austariert wurde,
> um zu Beginn genügend Aktionsmöglichkeiten zu bieten. Aber
> weshalb steht dann der Marker, der das Einkommen anzeigt,
> nicht auf 6, während der Marker für die aktuell verfügbaren
> Aktionspunkte auf 7 steht?

Beide Marker sollten vor der Aktionsphase auf der 7 stehen. Der Zählstein wandert dann im Laufe der Phase eventuell Richtung 0.

Gruss,

Thorsten

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Kathrin Nos
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RE: Im Schatten des Kaisers: Spiel zu zweit - und eine Regelf...

Beitragvon Kathrin Nos » 8. November 2004, 10:14

Hallo Roland,

erstmal danke für Deine Antwort.

"RoGo" hat am 08.11.2004 geschrieben:
> unabhänig vom neuen HiG-Spiel ist es prinzipiell sehr
> schwierig ein Mehrheitenspiel für 2 zu entwickeln, da
> Mehrheiten ja gerade dazu dienen durch das Zusammenarbeiten
> mehrerer Kleiner einen Führenden zu stoppen.

Du hast sicher recht. Der Punkt beim Schatten des Kaisers ist jedoch, dass die Spielregel hier explizit eine Zwei-Personen-Regel vorsieht. Ausserdem werfe ich hier auch den Blick durch die Rezensenten-Brille auf dieses Spiel....

> Eigentlich braucht man einen Mechanismus der den Führenden
> schwächt, sobald er in Führung geht, in wie weit hier
> vielleicht das Altern beim Kaiser reicht, kann ich leider
> noch nicht beurteilen.

Auch hier stimme ich Dir zu. Bei der Alterung des Kaisers bin ich mir auch nicht sicher. Meist geht als erste Aktion der Medicus drauf. In der ersten Runde wird der Kaiser also mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit verjüngt (jedenfalls bei uns). Ansonsten muss man ja sofort nach Tod des Kaisers (sei es beim Altern oder bei einem übelmeinenden Medicus durch einen Mitspieler) für Ersatz aus den Reihen der Herzogtümer (keine Kurfürsten) sorgen.

Im späteren Verlauf - wenn man sowieso häufig alle Figuren eingesetzt hat, vor allem im Spiel zu zweit! - halte ich das nicht mehr für sehr mächtig, vor allem wenn man durch die Extra-Aktionen von Brandenburg (Graue Eminenz) oder ??? (wo man einen 15-jährigen einsetzen darf) die gestorbene Figur wiederbeleben kann - und das ohne Aktionspunkte auszugeben.

Alles Gute wünscht
Kathrin.


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