Beitragvon TRH » 11. November 2004, 10:48
Haendler schrieb:
>
> Und noch eins:
>
> Ihr Spieler seit für diese Mechanismen massgeblich
> mitverantwortlich. Denn die meissten von Euch sind (positiv
> gesagt) sehr sehr preisbewusst, und kaufen wirklich nur dort,
> wo es am Billigsten ist. Und dadurch werden die Billigsten
> immer wieder aufs Neue gefüttert.
Ist ja der Sinn einer Marktwirtschaft: Würde jeder einfach draufloskaufen (was natürlich auch vorkommt), würde das System ja nicht funktionieren...
> Und ich finde es schon wirklich witzig, welche
> Anspruchshaltung auch noch dazukommt, unter dem Motto
> "Frechheit, dass es jetzt in Essen nicht mehr am Billigsten
> ist", die Tauben sollen gefälligst von selbst gebraten in den
> Mund fliegen.
> Nein, nein, so läuft das nicht, schauen muss man schon noch
> selbst.
Da stimme ich zu
> Und genau die, die immer alles am Billigsten haben wollen,
> die sind im Ergebnis dafür verantwortlich, wenn irgendwann
> der ganze Spielemarkt zusammenbricht, und die Verlage nicht
> mehr genug Geld verdienen, um neue Spiele zu machen.
Das halte ich (mit Verlaub gesagt) für eine sehr gewagte These. Da gerade du uns ja in vorletzten deiner Beiträge die Prinzipien der Marktwirtschaft näher gebracht hast: Diejenigen, die immer alles am Billigsten haben wollen, kaufen mit ihrem Geld Gesellschaftsspiele und eben nicht andere Dinge, die es ja in unserer Konsumgesellschaft auch noch zu konsumieren gäbe (oder erhöhen unsere persönlich Sparquote). Damit wird der Spielemarkt eher gefördert denn dem Zusammenbruch näher gebracht. Möchte mal sehen, was passiert wenn "genau die" keine Spiele mehr kaufen.
Allein die Frage, ob Kleinverlage dabei zu kurz kommen, bleibt: Aber wie in diesem Thread gesagt wurde: Erklären, Kontakt mit dem Autor, Zeitfaktor u.a. sind auch denen Geld wert, die "alles am Billigsten haben wollen", denn diese Faktoren gibt es nur in Essen. Wieviel man bereit ist für diese "weichen Faktoren" zu bezahlen, das ist die Frage: 10% Prozent o.ä. vom Verkaufspreis lasse ich mir da noch gefallen, wenn allerdings Spiele auf der Messe 40 und kurz danach 30 Euro kosten, ist das schon was anderes.
Gruß Tom