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Presseschau - heute: Die Zeit

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Kathrin Nos
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Presseschau - heute: Die Zeit

Beitragvon Kathrin Nos » 3. Dezember 2004, 10:27

Hallo,

in der Zeit steht ein Artikel über Spieleautoren. Darin wird von Besuchen bei und Gesprächen mit Wolfgang Kramer, Klaus Teuber und Marcel-André Casasola-Merkle berichtet.

Siehe: http://www.zeit.de/2004/50/Spieleentwickler_50

Alles Gute wünscht
Kathrin.

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Alex

Re: Presseschau - heute: Die Zeit

Beitragvon Alex » 3. Dezember 2004, 10:53

Sehr guter Artikel - wahrscheinlich um Längen besser als der Beitrag des ZDF (den ich leider nicht gesehen habe).

Gruß
Alex

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Thomas O.

Re: Presseschau - heute: Die Zeit

Beitragvon Thomas O. » 3. Dezember 2004, 11:14

Alex schrieb:
>
> Sehr guter Artikel - wahrscheinlich um Längen besser als der
> Beitrag des ZDF (den ich leider nicht gesehen habe).
>
> Gruß
> Alex

Schon interessant, aber Tanz der Hornochsen als "harmlos und albern" zu bezeichnen? Ich weiß nicht...

Gruß, Thomas

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Alex

Re: Presseschau - heute: Die Zeit

Beitragvon Alex » 3. Dezember 2004, 11:37

> Schon interessant, aber Tanz der Hornochsen als "harmlos und
> albern" zu bezeichnen? Ich weiß nicht...

Ich glaube das bezog sich auf das Design.

Gruß
Alex

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Christian Frank

Re: Presseschau - heute: Die Zeit

Beitragvon Christian Frank » 3. Dezember 2004, 14:24

Den Artikel fand ich auch gut, allerdings sind bei der Printausgabe die Bildunterschriften bei Wolfgang Kramer und Klaus Teuber vertauscht worden...

Gruß Christian

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Roman Pelek

Autoren in "Die Zeit" / Öffentlichkeitsbild

Beitragvon Roman Pelek » 3. Dezember 2004, 21:06

Hi Kathrin,

ein wirklich sehr schöner und facettenreicher Artikel, der nach außen mehr aus der Spieleszene anklingen lässt als die meisten anderen, die man in der letzten Zeit lesen durfte. Dazu ist er noch flüssig und "menschlisch" (ja, blödes Wort, aber mir fällt grade kein besseres Wort ein, um zu beschreiben, dass man sich beim Lesen wohlfühlt) geschrieben . Was mich allerdings gestört hat, sofern die Printausgabe das so wiedergibt wie in Deinem Link, waren die Fotos. Die vermitteln durch Überbelichtung, Schlagschatten und Perspektive eher "intellektuelle Unnahbarkeit" und "Exotentum". Oder auf Deutsch, bevor ich mich noch versteige: ich fand sie Mist.

Warum ich sie Mist finde? Weil sie mir zu abgehoben wirken und damit vielleicht nach außen ein Klischee bedienen, das ich nicht leiden kann. Ich möchte das einfach mal an einem persönlichen Beispiel illustrieren: Darmstadt Spielt, Anno 2003. Eine Gruppe juveniler Mitt-Zwanziger möchte eine Brettspiel kennenlernen, bei dem es darum geht, in einer unwirtlichen Gegend knappe Wasserressourcen zu verteilen und notfalls auch der Bestechlichkeit anheimzufallen. Ein Gleichgesinnter erklärt sich bereit, die Regeln zu erklären und nebenbei die Spieler am Tisch ein wenig gegeneinander aufzuhetzen. Man schwätzt ein wenig nebenbei (oder besser: sehr viel sogar), lacht viel, zieht sich (spielerisch) über'n Tisch, und stellt am Ende fest: hat Spaß gemacht, waren alles supernette Leute, machen wir gerne wieder. Und vielleicht hat auch das Spiel ein wenig dabei mitgeholfen, zumindest war es nicht übermäßig hinderlich.

Und dann kommt der falsche Satz an den (zumindest nahezu) gleichaltrigen Erklärer: "Sag' mal, warum erklärst DU eigentlich dieses Spiel?". Nach ein paar "Ähms", "Öhms" und "Naja, irgendwie trage ich da versehentlich Mitschuld" muss man dann eingestehen, dass man den Blödsinn zumindest mit verbrochen hat. Stille. Lange, unerträgliche Stille. "Und ich dachte, Sie, also, Du, nee, Sie als Autor, also Spieleautoren wären eher gesetzte, graumelierte Herren, die so irgendwie genial-verschroben im Keller basteln, wenn die Ehefrau sie in mal in Ruhe lässt, und die dann - irgendwie – ‚sowas’ machen.". Das hat mich erschreckt, und zwar ob des Bildes, das wir anscheinend erzeugen. Und das Geschilderte ist leider kein Einzelfall (vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich mich einfach gerne subversiv in solche Runden einschleiche, um mal zu beobachten, was passiert - wobei es mir zupass kommt, dass ich selbst mit Anfang 30 noch wie „der Studi von nebenan“ aussehe. Aber warum sollte man das dann nicht genau deswegen für Feldforschung nutzen?).

Sei’s drum: auch wenn ich es von ganzem Herzen begrüße (und jederzeit voll unterstütze), dass wir Autorenspiele haben, weil Spieleautoren für ihr Werk sowohl Namensnennung als auch den damit einhergehenden Respekt für ihre Arbeit verdient haben, so sehr sorgt mich die Aura, die uns in der Öffentlichkeit zu umwabern scheint. In meinen Augen sind wir immer noch zu sehr „die“, zu wenig „sie“ oder „er“

Und wenn mich demnächst nochmal jemand Außenstehendes siezt, nur weil ich ein blödes Brett- oder Kartenspiel oder sonst irgendeinen Quatsch erfunden habe, gebe ich dieser Person erstmal drei Pils aus, um das zu relativieren und wieder zum „Du“ zu finden. Wir sind schließlich nicht hier, um Profilneurosen zu gießen, Knigge hat’s mit seiner distinguierten Etikette letztlich auch nur bis ins Grab gebracht ;-)

Ciao,
Roman

P.S.: Ich plädiere für die Aktion „Spieleautoren zum Anfassen – sie sind auch nur Menschen und beißen nicht (immer).“ :-))

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Matthias Prinz

Re: Autoren in "Die Zeit" / Öffentlichkeitsbild

Beitragvon Matthias Prinz » 3. Dezember 2004, 23:40

Roman Pelek schrieb:
> [irgendwas über den "anfassbaren" Spieleautor]

Hi Roman,
schöne Ausführung deinerseits ;)

Ich sehe das in weiten Teilen genauso. Nur, es ist ja immerhin schonmal ein Fortschritt, dass hier ÜBERHAUPT Bilder von ein paar Spieleautoren abgebildet werden. Gut finde ich vor allem, dass die Marcel mit eingebunden haben, denn den Teuber und den Kramer kennen die meisten schon, die sich nur ein "bisschen" mit Brettspielen auskennen.

Zu den "anfassbaren" Spieleautoren:
Vielleicht erwartet uns ja im Sommer ein Bericht zu Göttingen, der wird dann wohl hoffentlich etwas bodenständiger sein ;)

Meiner Meinung nach hätte man noch die KLeinverlage näher erläutern können und das die Branche generell im Aufschwung ist. Das geht meiner Meinung nach etwas am Schluss unter.

Beim erneuten Durchlesen fallen mir dann auch wieder die angesprochenen "Exotensätze" auf.
"Kramer öffnet die Schachtel seines neuen Spiels 'Tanz der Hornochsen' und zeigt auf einen Fladen: Wenn man dadrauf kommt ist das ganz schlecht"

Was soll sich ich ein Durchschnittsleser der Zeit denn darunter vorstellen?

Trotzdem finde ich den Bericht gut, vor allem wegen der Publicity

Gruß
Matthias

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Matthias Staber

Re: Autoren in "Die Zeit" / Öffentlichkeitsbild

Beitragvon Matthias Staber » 4. Dezember 2004, 11:15

Hi Roman,

Andererseits scheint ja gerade der Gegensatz der Ausrücke "Spieleerfinder" vs. "Spieleautor" und die damit verbundene Engführung von "Spieleautor" mit dem Assoziationsfeld "Autor, Schriftsteller, Künstler, intellektuell, feuilletonistisch verwertbar usw." eine der Stoßrichtungen des Textes zu sein. Und da passt ja das Foto von Casasola Merkle eigentlich ganz gut rein: Von Aussehen und Styling könnte er genauso gut Mitglied einer Hamburger Diskurspopband oder einer intellektuellen Indieband à la Notwist sein. Folgerichtig wird im Text im Zusammenhang mit ihm dann der üblicherweise im Popkontext verwendete Ausdruck "Underground" eingeführt. Alles sehr schlüssig und pfiffig gemacht, wie ich finde.

Matthias

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Janine

Re: Autoren in "Die Zeit" / Öffentlichkeitsbild

Beitragvon Janine » 4. Dezember 2004, 17:23


> Von Aussehen und Styling könnte er genauso gut
> Mitglied einer Hamburger Diskurspopband oder einer
> intellektuellen Indieband à la Notwist sein.

Also mich erinnert er eher ein bißchen an Daniel Kübelböck;-)

Janine

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Roman Pelek

Re: Autoren in "Die Zeit" / Öffentlichkeitsbild

Beitragvon Roman Pelek » 4. Dezember 2004, 19:03

Hi Matthias,

Matthias Staber schrieb:
>
> Hi Roman,
>
> Andererseits scheint ja gerade der Gegensatz der Ausrücke
> "Spieleerfinder" vs. "Spieleautor" und die damit verbundene
> Engführung von "Spieleautor" mit dem Assoziationsfeld "Autor,
> Schriftsteller, Künstler, intellektuell, feuilletonistisch
> verwertbar usw." eine der Stoßrichtungen des Textes zu sein.
> Und da passt ja das Foto von Casasola Merkle eigentlich ganz
> gut rein: Von Aussehen und Styling könnte er genauso gut
> Mitglied einer Hamburger Diskurspopband oder einer
> intellektuellen Indieband à la Notwist sein. Folgerichtig

Damit hast Du völlig Recht. Was mich "gestört" (weil wirklich relevant isses nicht) hat, war eher, dass die Bilder den Text zu sehr in Richtung Intellekt unterstreichen. Das Ganze wirkt dann in Summe doch sehr abgehobenl. Und der Text war dabei - gefühltermaßen - noch deutlich "wärmer" als die Bilder.

> wird im Text im Zusammenhang mit ihm dann der üblicherweise
> im Popkontext verwendete Ausdruck "Underground" eingeführt.
> Alles sehr schlüssig und pfiffig gemacht, wie ich finde.

Sicherlich. Wir reden ja auch nur über Farbe und Aussehen der Krümel.

Ciao,
Roman

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Matthias Staber

Re: Autoren in "Die Zeit" / Öffentlichkeitsbild

Beitragvon Matthias Staber » 5. Dezember 2004, 08:18

Roman Pelek schrieb:
>
> Hi Matthias,
>
> Matthias Staber schrieb:
> >
> > Hi Roman,
> >
> > Andererseits scheint ja gerade der Gegensatz der Ausrücke
> > "Spieleerfinder" vs. "Spieleautor" und die damit verbundene
> > Engführung von "Spieleautor" mit dem Assoziationsfeld "Autor,
> > Schriftsteller, Künstler, intellektuell, feuilletonistisch
> > verwertbar usw." eine der Stoßrichtungen des Textes zu sein.
> > Und da passt ja das Foto von Casasola Merkle eigentlich ganz
> > gut rein: Von Aussehen und Styling könnte er genauso gut
> > Mitglied einer Hamburger Diskurspopband oder einer
> > intellektuellen Indieband à la Notwist sein. Folgerichtig
>
> Damit hast Du völlig Recht. Was mich "gestört" (weil wirklich
> relevant isses nicht) hat, war eher, dass die Bilder den Text
> zu sehr in Richtung Intellekt unterstreichen. Das Ganze wirkt
> dann in Summe doch sehr abgehobenl. Und der Text war dabei -
> gefühltermaßen - noch deutlich "wärmer" als die Bilder.
>
> > wird im Text im Zusammenhang mit ihm dann der üblicherweise
> > im Popkontext verwendete Ausdruck "Underground" eingeführt.
> > Alles sehr schlüssig und pfiffig gemacht, wie ich finde.
>
> Sicherlich. Wir reden ja auch nur über Farbe und Aussehen der
> Krümel.

Dabei fällt mir jetzt wieder ein, was mich etwas gestört hat: Die Aussage, dass Brettspiele (und eben nicht nur bestimmte Brettspiele) in den USA "German Games" heißen würden, was in dem ansonsten klasse recherchieten Text seltsam daherkommt.

> Ciao,
> Roman

Gruß,
Matthias

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Jost Schwider

RE: Öffentlichkeitsbild [OT]

Beitragvon Jost Schwider » 5. Dezember 2004, 09:26

"Roman Pelek" hat am 03.12.2004 geschrieben:

> Und wenn mich demnächst nochmal jemand Außenstehendes
> siezt, nur weil ich ein blödes Brett- oder Kartenspiel oder
> sonst irgendeinen Quatsch erfunden habe, gebe ich dieser
> Person erstmal drei Pils aus, um das zu relativieren und
> wieder zum „Du“ zu finden.

Herr Pelek,

was bezwecken [b]Sie[/b] damit? ;-) :LOL:
*SCNR*

Prost!
Jost aus Soest (mag eigentlich gar kein Pils)
http://www.schwider.de/jas.htm - [i]Ausgezeichnete (Brett)Spiele[/i]

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Volker L.

zu spät [OT]

Beitragvon Volker L. » 5. Dezember 2004, 14:56

Jost Schwider schrieb:
>
> "Roman Pelek" hat am 03.12.2004 geschrieben:
>
> > Und wenn mich demnächst nochmal jemand Außenstehendes
> > siezt, nur weil ich ein blödes Brett- oder Kartenspiel oder
> > sonst irgendeinen Quatsch erfunden habe, gebe ich dieser
> > Person erstmal drei Pils aus, um das zu relativieren und
> > wieder zum „Du“ zu finden.
>
> Herr Pelek,
>
> was bezwecken [b]Sie[/b] damit? ;-) :LOL:
> *SCNR*

Jost, Du bist auf die Minute genau 16 Stunden zu spät dran - ich habe
Roman gestern in der BSW getroffen und gesiezt :-P :-D

Gruß, Volker

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Martin Menke

Re: Autoren in "Die Zeit" / Öffentlichkeitsbild

Beitragvon Martin Menke » 6. Dezember 2004, 07:33

Das war auch mein erster Gedanke - Macht der Kübelböck jetzt auch Spiele? Dann war ich doch erleichtert.

Martin

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Jost Schwider

RE: zu spät [OT]

Beitragvon Jost Schwider » 8. Dezember 2004, 20:52

"Volker L." hat am 05.12.2004 geschrieben:

>> Herr Pelek,
>> was bezwecken [b]Sie[/b] damit? ;-) :LOL:
>> *SCNR*
>
> Jost, Du bist auf die Minute genau 16 Stunden zu spät dran
> - ich habe Roman gestern in der BSW getroffen und gesiezt :-P :-D

...wir werden bestimmt nicht die letzten gewesen sein! :-D
...und das ist gut so! :LOL:

Viele Grüße
Jost aus Soest (trinkt nicht gerne alleine ;-) )
http://www.schwider.de/spiele.htm - [i]Ausgezeichnete (Brett)Spiele[/i]

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Volker L.

RE: zu spät [OT]

Beitragvon Volker L. » 8. Dezember 2004, 21:46

Jost Schwider schrieb:
>
> "Volker L." hat am 05.12.2004 geschrieben:
>
> >> Herr Pelek,
> >> was bezwecken [b]Sie[/b] damit? ;-) :LOL:
> >> *SCNR*
> >
> > Jost, Du bist auf die Minute genau 16 Stunden zu spät dran
> > - ich habe Roman gestern in der BSW getroffen und gesiezt
> :-P :-D
>
> ...wir werden bestimmt nicht die letzten gewesen sein! :-D
> ...und das ist gut so! :LOL:

Willst Du den armen Roman an den Bettelstab bringen? :-D
Er, Du und ich - und jeder 3 Bier - das wäre doch schon eine
nette und lustige Runde :-))

Gruß, Volker


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