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Doom - Brettspiel

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Bernd Salter

Doom - Brettspiel

Beitragvon Bernd Salter » 9. Dezember 2004, 22:13

Hallo,

ich habe gesehen, das seit Anfang der Woche das Spiel "Doom: The Boardgame" lieferbar ist. Es soll zumindest schönes Spielmaterial haben und besser als A Game of Thrones sein. Überlege, ob ich mir das Spiel zu Weihnachten schenken lassen soll. Hat es schon jemand gespielt? Wie sind Eure Erfahrungen?

Bernd

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Attila
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Re: Doom - Brettspiel

Beitragvon Attila » 10. Dezember 2004, 08:36

Hiho,

> The Boardgame" lieferbar ist. Es soll zumindest schönes
> Spielmaterial haben und besser als A Game of Thrones sein.

Also ersteres ist Geschmacksache - viele mögen den "Pastik-Sch**ss" ja nicht ... ich find's gut! :-)

Aber zweiteres (ist natürlich auch Geschmacksache) verstehe ich nicht so ganz, da Doom doch was völlig anderes als GoT ist.
Doom ist doch wohl mehr ri. HQ/SQ/D&D etc. also ein Hexel-Metzel-wir-kloppen-alles-vom-Plan! - Von daher würde ich es eherer mit einem Spiel aus diesem Genre vergleichen als mit einem vollständig fremden.

> Überlege, ob ich mir das Spiel zu Weihnachten schenken lassen
> soll. Hat es schon jemand gespielt? Wie sind Eure Erfahrungen?

Wenn du warten kannst bis die Post es mir gebracht hat (muss dann ja bald kommen, hab es seit ca 2 Monaten vorbestellt), dann kann ich dir meine Meinung zum Spiel sagen ! :-)
Es ist sicherlich nicht DAS klassische Weihnachtsgeschenk ... :-)

Atti

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Andi-spielbox

Re: Doom - Brettspiel

Beitragvon Andi-spielbox » 10. Dezember 2004, 09:30

Also ich halte es ja für ein Gerücht, daß Doom vom Spielspaß her auch nur annähernd an aGoT hernakommt. Wenn ich mir die Regeln so anschaue, ist das einfach nur ein stupides rumrennen, würfeln und (wenn was schiefgelaufen ist) respawnen...
Kauf dir lieber Spacehulk, das fällt in die gleiche Sparte Spiele, nur daß hier die Taktik sehr viel besser zum Tragen kommt...
Versteh mich nicht falsch, ich bin ein Doom-Fan. Ich glaub nur, daß die Umsetzung recht mangelhaft ist (trotz des geilen Materials)...

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Attila
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Beiträge: 4715

[Peep] Doom - Brettspiel

Beitragvon Attila » 12. Dezember 2004, 22:28

Hiho,

Gerade haben wir die erste Runde Doom - The Boardgame abgeschlossen und es konnte durchaus gefallen.

Das Spiel hat ähnl. D&D oder HQ eine Story in die man "eintaucht", d.h. bevor es losgeht wird einem etwas erzählt wo man auch kleinere Hinweise über das Spiel bekommt. Dann geht es auch schon los. "Knee deep in the death" beginnt damit das man - frisch in einem Forschungsstation auf dem Mars - abgekommen ist und noch bevor man etwas von der Station gesehen hat wird durch einen Bruch im Dimensionstor ein "Code Red"-Alarm ausgelöst. Die Station wird durch Notfallprozeduren automatisch abgeriegelt und man muss nun versuchen die Station zu verlassen um hilfe zu holen. Die Schleuse zum Shutlle-Hangar ist mit einer Roten sicherheitssperre versehen, welche man nur mit einer roten Codekarte öffnen kann.
Da man zum Sicherheitspersonal gehört hat man natürlich auch entsprechende Befähigung um mit div. Waffen umzugehen. :-)

Das Spiel wird in Runden gespielt mit max. 4 Spielern, wobei max. 3 Spieler die Rolle eines "Marines" übernehmen und ein Spieler steuert die "Monster" - und davon gibt es _reichlich_! :-)
Ähnlich wie z.B. bei HQ beginnt immer der Spieler zur linken des "Bösen" und dann geht es reihum.
Ein Spieler-Spielzug sieht so aus:
- Man entscheidet sich was man tut (1 von 4 Optionen)
- Man läuft, schiesst und macht div. Aktionen

Die Optionen:
- Im Grunde funktioniert es wie z.B. in D&D: Man kann laufen, kämpfen oder sonderaktionen machen und insgesamt hat man 2 Aktionspunkte. Hier ist es allerdings so, das man zu beginn seines Zugen entscheiden muss wie man BEIDE Aktionen verwenden möchte. Man kann also nicht erstmal laufen, eine Türe öffnen und dann entscheiden ob man kämpft oder läuft.
Die 4 Optionen sind deswegen:
- "sprint" = 2 mal laufen (jeweils 4 Felder)
- "unload" = 2 mal kämpfen
- "advance" = laufen & kämpfen
- "ready" = laufen o. kämpfen + Sonderaktion

Es gibt 4 Sonderaktionen, welche bestimmte Taktiken widerspiegeln:
- "Guard" - man bleibt aufmerksam und in Feuerbereitschaft, gut geeignet für eine Nachhut oder um die erkundung von neuem Terrain vorzubereiten. Hier darf man während des Zuges des "Bösen" feuern.
- "Aim" - Man kann bei einem Schuss besondern genau schiessen, d.h. man darf Angriffswürfel wiederholen.
- "Dodge" - Gut geeignet um sich für einen grösseren ansturm zu Wappnen - man kann einen ANgreifer zwingen Würfel neu zu würfeln.
- "Heal" - Nur von einem Marine mit einer Spondereigenschaft auszuführen, kann man benutzen um sich selber oder andere Marines zu heilen.

Türen öffnen (und schliessen) ist selber keine Aktion, kostet aber 2 Bewegungspunkte, allerdings ist das auch den "Monstern" erlaubt, allerdings dürfen die keine neueren Räume erforschen (um sozusagen "hilfe" zu holen). Gegenstände aufsammeln kann man natürlich ebenfalls, ist aber "kostenlos". Anderen Spielern etwas zu geben kostet aber 1 Bewegungspunkt pro Gegenstand.

Kämpfen kann man vor, während oder nach der Bewegung - gilt ebenso für "Monster", welche allerdings "nur" bewegen + kämpfen dürfen (also nicht 2 mal bewegen oder 2 mal kämpfen).

Der Kampf: Gekämpft wird mit div. Waffen, welche man aus Doom kennt. Angefangen von der Faust über die "Chaingun" bishin zur Kettensäge und BFG ist alles dabei. Natürlich benötigt man auch für die Waffen Munition, wovon man zu beginn etwas hat (2 Patronen für Pistole, Shotgun und Chaigun). Der Kampf wird mit verschiedenfarbigen Würfeln ausgewürfeln - ähnlch wie bei D&D hängt es von der Waffe ab welche Würfel man würfeln muss. Die Würfel sind selbstredend unterschiedlich und es gibt verschiedene Dinge auf die man achten muss:
a) Auf jedem Würfel sind kleine Zahlen aufgedruckt, welche in Summe (aller Würfel) die Reichweite des Schusses angeben - hat man in Summe nicht genug für die Entfernung auf die man schiessen wollte, trifft man nicht.
b) Jeder Würfel trägt eine Anzahl von Trefferpunkten, welche in Summe die Stärke des Angriffs ergeben
c) ggf. eine kleine Patrone, die angibt ob man ein Munitionsplättchen verbraucht

Abhängig davon wieviele Trefferpunkte man erreicht hat und wie stark die Panzerung (o. "Rüstung") des gegners ist, erhält dieser Schaden: Trefferpunkte / Rüstungsklasse (abgerundet) = Schaden. Eine gute Rüstung ist also doppelt wertvoll! (im vergl. zu D&D, wo ja Trefferpunkte - Rüstungsklasse = Schaden).

So ein Spielzug läuft also ähnlich den Spielzügen von ähnlichen Spielen ab (HQ/SQ/D&D), ähnlich ist es auch bei dem Spielzug des "Bösen":

- Soviele Aktionskarten wie Marines nachziehen
- auf 8 Abwerfen
- max. 1 Karte "Nachschub" (=neue Monster) Spielen
- beliebig viele "Monster" bewegen und kämpfen lassen und ggf. Aktionskarten spielen.

Die Aktionskarten beziehen sich auch oft auf den Spielzug von Marines, welche diesen dann unterbrechen oder einschränken - es gibt schon allerlei fiese Sachen. :-)
Das einsetzen neuer Monster ("spawn") unterliegt einer kleinen beschränkung: Durch "spawn" ins Spiel gebrachte Monster können nur ausserhalb der Sichtlinie der Marines ins Spiel kommen - haben die Marines "alles im blick" ist das nicht erlaubt. Die Mariens sollten also immer auf die "toten Winkel" aufpassen, ansonsten ist der vermeindlich "aufgeräumte" Raum wieder mit neuen Monstern bevölkert!

Das Ziel des Spiel kann natürlich vielfältig sein und hängt rein vom Senzario ab, was man spielt. Im unserem Einführungsspiel war das halt die "Flucht" durch die "rote" Tür (dazu muss erst der rote Schlüssel gefunden werden) für die Marines und 6 "frags" für den "Bösen" - diese "frags" sind im Grunde Siegpunkte die man sammelt:
a) Jeder tote Marine (keine Angst, man kann nicht rausfliegen - man beginnt immer neu - wie im Computer-Spiel) ergibt 1 Siegpunkt
b) Jedesmal wenn der Kartenstapel aufgebraucht ist bekommt man 1 Siegpunkt
c) Jedesmal wenn ein Marine ein "beserk"-Plättchen gespielt hat bekommt man einen Siegpunkt.

Hier kann man natürlich leicht die "schwierigkeits"-Stufe anpassen :-)

Mehr "frags" = leichter, weniger = schwieriger (für die Marines).

Der eigentliche "Clou" an dem Spiel ist allerdings die Sache mit den Szenarios - davon gibt es "nur" 5. Allerdings muss man das auch erstmal schaffen - es ist hier durchaus nicht so, dass das "Einführungsszenario" für die "Helden" obligatorisch ist. Ich vermute sogar eher das es im "ersten" Versuch kaum schaffbar ist. - Durch die Aktionskarten des "Bösen" wir auch jedes Spiel andere Überraschungen bringen - selbst wenn man manche Räume schon aus dem letzten versuch kennt. Genauso wird es sich mit 2 Leuten ganz anders Spielen wie mit 4 - während man alleine eher nach seinen eigenen Fähigkeiten spielt (jeder Marine bekommt zu spielbeginn 2 bzw. 3 "Spezial"-Fähigkeiten), ist man in einer 3er-Gruppe von Marines viel mehr auf das "Teamwork" angewiesen.

Sehr schön gemacht ist auch der Aufbau der Story - zu Spielbeginn (pro Szenario) gibt es eine allgemeine EInführung, dann noch etwas über das Spielzieg und dann gibt es für jeden Raum den man erkundet noch einen kleinen Story-Abschnitt und teilweise sind auch nützliche Informationen in die Story "eingebettet", woraus die Spieler etwas hilfreiches machen können. - Natürlich alles in engl. was u.U. ein Problem sein kann, denn es sind schon nützliche Infos enthalten in der Story.

Ich kenne zwar nur Doom 1 und Doom 2 und zumindest davon ist es eine sehr gelungene Brettspielumsetzung. Trotz der ähnlichkeit zu bekannten "Dungeon"-Games, ist es irgendwie auch etwas anders. Zum einen hat der "Böse" selber ein Spielziel und kann darauf hinarbeiten und zum anderen ist das Spiel darauf ausgelegt, das man es nicht im "ersten Versuch" gleich schafft - das mögen zwar einige nicht, aber das ist natürlich dann auch eine Herrausforderung es beim "nächsten" mal besser zu machen. Ähnliche Spiele sind ja oft darauf ausgelegt, das man ein Abenteuer erlebt und seinen Charakter immer weiter ausbaut und entwickelt und da ist man es vieleicht nicht unbedingt gewohnt das man gleich im Einführungsspiel so ein Hammer vorgesetzt bekommt. Wen eine Niederlage nicht anspornt, der sollte die Finger davon lassen. :-)

Atti

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Matthias Staber

Re: [Peep] Doom - Brettspiel

Beitragvon Matthias Staber » 12. Dezember 2004, 22:49

>c) Jedesmal wenn ein Marine ein "beserk"-Plättchen gespielt hat bekommt man einen Siegpunkt.<

Hä? Das muss ich überlesen haben. Wo steht das in der Regel?

Matthias

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Attila
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Re: [Peep] Doom - Brettspiel

Beitragvon Attila » 13. Dezember 2004, 08:57

Hiho,

Oh, steht auch nicht drin ! Weiss auch nicht wie ich darauf gekommen bin!

Als "Frags" (=SPs) zählen nur tote Marines und durchgearbeitete Kartenstapel.

Atti


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