Beitragvon Roman Pelek » 17. Dezember 2004, 21:00
Hi nm,
nm schrieb:
>
> Da möchte ich dann anmerken, dass Päärchen oft im
> Generalverdacht, quasi von Spielbeginn an, stehen, nicht
> wirklich neutral zu spielen und deshalb besonders scharf
> beobachtet werden.
Hm, in unseren privaten Gruppen ist es eher andersrum: Ich erkläre ein Spiel sehr explizit, weise noch darauf hin, "dass es sein kann, dass Claudia und ich gewinnen, weil wir das Spiel ziemlich gut kennen", dann kommt der Kommentar "Ach, das macht nix, ihr kratzt Euch im Spiel ja sowieso immer die Augen aus, da hab' ich ja noch ne reelle Chance, mich dazwischen zu quetschen" ;-)
> Bei einer anderen Gruppe wurde mir vorgeworfen, ein Spielzug
> (Medina) hätte weder mir noch dem Kläger, sondern nur der
> Besitzerin des Spiels genutzt (also diesmal nicht meiner
> Frau, der vierten Mitspielerin) - die Partie ging später mit
> einem siegreichen Gleichstand zwischen mir und der
> Spielbesitzerin aus.
Bei Medina jenseits unserer normalen Runden hatte ich das auch mal, da wurde mir vorgeworfen, einen Spielzug zugunsten des Sieges meiner Partnerin gemacht zu haben. Das gab eine halbe Stunde Diskussion, dann habe ich irgendwann entnervt nachgerechnet, dass es für mich der optimale Zug war und keineswegs etwas am Sieg meiner Angetrauten geändert hätte. Die Frage "Na, dann is' ja gut, können wir noch 'was spielen?" habe ich dann allerdings abschlägig beantwortet, weil mich solche Generalverdachtsmomente inklusive minutiöser Spielanalyse nerven. Im übrigen ein Grund, weswegen ich Spieleturniere nicht besonders mag, egal ob mit oder ohne Partnerin: so ein Bullshit kommt da immer wieder aufs Trapez. Irgendwer ist immer Schuld, wenn einer nicht gewinnt, nur erstaunlicherweise nie der, der's selbst verbockt hat - und dann wird diskutiert, analysiert, selektiert und korrumpiert, bis die Gans keine Federn mehr hat, sprich: man sich letztlich jeglichen Spaß am Spiel abgewöhnt hat.
Ciao,
Roman