Beitragvon Kathrin Nos » 17. Dezember 2004, 15:42
Hallo Volker und Christoph,
zu der eingänglichen Frage kann ich nichts sagen, da meine Spielerfahrung mit Flandern sich auf eine Vier-Personen-Partie auf der Messe beschränkt. Da hat es mir auf jeden Fall nur mittelmässig gefallen.
"Volker L." hat am 17.12.2004 geschrieben:
> Christoph Logge schrieb:
> Wie oben erwähnt, kann ich zum Zweierspiel nichts sagen, als
> 4er fand ich ISDK deutlich besser als Flandern.
Zu zweit funktioniert Im Schatten des Kaisers m.E. nur schlecht bis gar nicht. Das liegt daran, dass der Kaiser nicht nur bei Gleichstand entscheiden darf, mit den Reichsstädten aber (trotz der Tatsache, dass der Kaiser durch einen eigenen Baron repräsentiert wird, der folglich in den Kurfürstentümern keinen Einfluss ausüben kann) insgesamt einen Einflusspunkt mehr auf den Spielplan bringen kann. Wir haben es zu zweit mehrmals ausprobiert (also mehrere Male nur die erste Runde gespielt) und haben festgestellt, dass bei geschicktem Management der Gegenkaiser in der ersten Runde noch erfolgreich sein kann. Spätestens mit der dritten Reichsstadt jedoch ist dies nahezu unmöglich. In den Partien, die wir komplett durchgespielt hatten, hatte der Spieler, der zum Schluss (meist altgedienter) Kaiser war, doppelt bis drei Mal soviele Siegpunkte wie der Mitspieler.
> Letzteres ist
> in meinen Augen nur der X-te Aufguss eines Mehrheitenspiels
> ohne wirklich neues hineinzubringen, zudem ist durch die
> Karten, von denen der jeweilige Startspieler der Runde eine
> bekommt, ein ziemlich hoher Glücksfaktor gegeben.
Das war auch mein Eindruck.
> ISDK dagegen erwirbt sich eine Daseinsberechtigung durch die
> Einführung von 2 neuen pfiffigen Elementen, nämlich einmal
> die mehrstufigen Mehrheiten (Mehrheit in den Fürstentümern
> bestimmt den jeweiligen Kurfürsten, Mehrheit der Kurfürsten
> bestimmt den Kaiser) und zweitens das Altern der
> Spielsteine, wodurch wieder Plätze frei werden.
Ich persönlich würde hier auch die Aktionskarten nennen, die durch die Limitierung einen interessanten Konflikt ins Spiel bringen: Nehme ich eine bestimme Aktion jetzt nicht, ist sie vielleicht weg, wenn ich sie dann doch bitte gerne hätte. Aber eigentlich würde ich sie doch lieber später nehmen, um damit auf evt. Aktionen meiner Mitspieler reagieren zu können...
Zu viert finde ich also durchaus, dass Im Schatten des Kaisers eine Empfehlung wert ist.
Zu zweit hat mir Reef Encounter ausgesprochen gut gefallen. Von der Komplexität her ist dieses Spiel vielleicht mit Im Schatten des Kaisers vergleichbar, auch wenn natürlich sowohl Thema als auch Mechanismus unterschiedlich sind.
An dieser Stelle verkneife ich mir mal die Werbung für .... Ihr wisst schon .... ;-) :-))
Alles Gute wünscht
Kathrin.