Beitragvon Hartmut » 22. Dezember 2004, 10:13
>> sie versauen ja doch einiges und die Macher
>> haben sich ja *einige* Freiheiten rausgenommen die Story so
>> zurechzubiegen wie es ihnen gerade passt. Also von "nah an
>> den Büchern" ist da nicht so viel zu sehen. Trotzdem gefallen
>> mir die Filme aus irgendeinem Grund ... aber genug OT :-)
Das wird aber auch recht ausführlich im Extramaterial der SEE angesprochen und nachvollziehbar erläutert. Insbesondere die wirre Chronologie der Bücher hat viele Änderungen im Film erfordert. Ein Film in Tarantino-Pulp-Fiction-Stil (Zeitsprünge) wäre angesichts der Gesamtlänge des Films wohl eine Zumutung für die Zuschauer geworden. Und mal ehrlich: genau dieses Gefühl stellt sich doch auch beim Lesen der Bücher ein. Nun sind die Bücher das "Original" und zweifelsfrei großartig, nur vielleicht auch nicht ganz perfekt. Das ist letztlich etwas Geschmackssache.
> Gut, dass PJ nicht den bereits gedrehten Kampf
> Aragorn gegen Sauron vor den schwarzen Toren tatsächlich
> gebracht hat. Das wäre eine Katastrophge gewesen.
Bin wohl nicht tief genug mit der Materie verwurzelt, um das so zu sehen. In der SEE war die Szene drin und ich will nicht meckern. Allerdings habe ich diese schön-fiese Figur "Saurons Mund" beim Ansehen nicht wirklich mit Sauron selbst assoziiert (naja, der ist ja auch nicht wirklich körperlich fassbar). Für den finalen Kinoschnitt gestorben ist die Szene, weil der Zuschauer weiß, dass es Frodo gut geht, die Taten Aragorns aber eben in der Ungewissheit gesehen werden müssen, die Spannung somit nicht gegeben ist. In den Büchern wird die Befreiung Frodos durch Sam eben erst später beschrieben, obwohl sie chronologisch (und damit sichtbar im Film) sehr viel früher geschieht. Aber wo soll da nun eine "Katastrophe" sein?
Alle SEE am Stück werde ich wohl nie sehen, das ist mir doch etwas zu heftig ;-)
Hartmut