Beitragvon Heinrich Tegethoff » 29. Dezember 2004, 20:36
Hallo SpieleRabe,
die Idee mit der Zitrone, die wohl vom (Hollywood-) Film stammt, finde ich
auf den ersten Blick super - schau ich mir dort doch auch einmal gerne
an, wer und warum mit Spott überzogen wird (ist doch menschlich, oder?).
Auf den zweiten Blick hinkt die Geschichte: je kleiner das Kulturgut
verbreitet ist (Film, Buch, Musik, Computerspiel, Theater, Spiel...),
umso weniger sind die Antworten m.E. brauchbar.
Konkret heißt dies: ich kann nur eine Zitrone für etwas vergeben, was
ich 2004 in mein Spieleregal gepackt habe oder zumindest im Spieletreff
ausprobieren konnte. Hatten Spiele schon einen schlechten Ruf, dann
waren kaum Mitspieler zu finden -- das Spiel braucht im Gegensatz zu
den anderen Kulturgütern ja Mitspieler!
Die Zielgruppenfrage stellt sich m.E. weniger: Die Film-Zitrone wird auch
mehrfach vergeben, für krasse technische Fehler (Material, Regel) sowie
inhaltliche Belanglosigkeit (Spielmechanik) oder Trostlosigkeit (Nullspaß).
Insofern geht meine Zitrone dann eher an ein Spiel, was wir zweimal
auspackten, die Regel lasen, und wieder in den Spieltreff-Schrank
packten - ungespielt:
* Manga Manga.
Warum? Es fand sich niemand bereit, es zu spielen. Konkret wohl
ein Zielgruppenproblem. Für Cineasten äh Vielspieler eine Katastrophe.
Insofern widerspreche ich Christian: um ein Spiel wirklich schlecht zu
empfinden, muß man es erst gar nicht gespielt haben. Das Spiel mag
nicht schlecht sein (ich WEIS es ja nicht), aber die Zitrone ist vergeben.
Spot an und Spott auf mich.
Die Spiele, über die ich mich heuer zu spielen geärgert habe (Zeit vergeudet),
sind dabei gar nicht so schlecht. Keine Zitrone. Paradox? Ja!
Den die [i]würdige[/i] Vergabe des "Das Schlechteste 2004" ist ein Paradoxon.
Servus,
Heinz