Beitragvon Volker L. » 3. Januar 2005, 23:23
Christian Hildenbrand schrieb:
>
> (...) Dabei kannst Du davon ausgehen,
> daß andere das Spiel total anders spielen (taktisch) als ich.
> Soll aber nicht stören.
>
> Snoopy66 schrieb:
>
> > - wie muss ich beim allerersten Zug sinnvollerweise
> vorgehen ?
>
> Ich halte es für sinnvoll, am Anfang drauf zu schauen, an
> einzelnen Patriziergruppen insgesamt mehr als 5 Punkte liegen
> zu haben, um eine einzelne Karte des Gegners auf der anderen
> Seite sicher zu übertreffen. Durch das Zufallselement
> "Vertrauensfrage" kann es immer wieder mal zu einem
> glücklichen Erwerb eines Patriziers kommen. So ein bißchen
> sollte aber vor allem auf die Patriziergruppe geachtet
> werden, für die man selbst den Bonus erhalten würde.
alex schrieb:
>
> Ich lege immer am Anfang die 5 auf die Gruppe, die ich
> bezüglich der Bonuspunkte brauche und auf die beiden kleinen
> Patriziergruppen lege ich die 1 und die 2.
Und hier ne dritte Meinung:
Wenn Dein Gegner ahnt, welche Patriziergruppe Deine Bonusgruppe ist,
wird er besonders versuchen, sie Dir streitig zu machen. Daher lege ich an
diese Gruppe lieber mal die 4 oder sogar die 3, die 5 und die andere hohe
Zahl kommen eher an die kleinen Gruppen, da man hier schon mit 2
gewonnenen Patriziern den Mehrheitsbonus bekommt - bei den großen
Gruppen kann man einen Frühstart noch eher wettmachen.
> > - ich habe jeweils 5 Karten in der Hand.....schön, und was
> > nun; wie setze ich die taktisch am sinnvollsten ein ?
Noch ein Aspekt, den meine Vorschreiben ausser Acht gelassen haben:
Bei einer Abstimmung verliert der Sieger seine höchste, der Verlierer
seine niedrigste Karte - dumm, wenn diese niedrigste weil einzige eine 5
war. Daher möglichst, wenn man in eine Gruppe nicht sowieso viele hohe
Karten investieren will, niemals eine hohe Karte allein dort liegen lassen,
sondern mit einer zweiten (1, 2, maximal 3) absichern.
> Wie eben schon beschrieben ist es das Ziel, immer einen Punkt
> besser zu sein als der Gegner. :-)
> Die Aktionskarten sollten dabei nicht außer Acht gelassen
> werden. Es ist sinnvoll, immer 1-2 auf der Hand zu halten,
> somit würde ich nach dem ersten Zug auch auf jeden Fall 2 auf
> die Hand nehmen.
Mache ich auch - und beim Sortieren des Aktionskartenstapels sollte ein
Veto ganz nach oben ;-)
> > - Beispiel Aktionskarte: "Decke alle Einflusskarten Deines
> > Mitspieler an einer Gruppe auf"; ja und was dann, was bringt
> > mir das ?
>
> Du siehst, wieviel Einfluss Dein Gegner an der entsprechenden
> Patriziergruppe hat und kannst entsprechend den Einfluss auf
> Deiner Seite erhöhen um im Fall einer Abstimmung die nächste
> Patrizierkarte dieser Gruppe für Dich zu bekommen.
Und nicht zu vergessen: Die Aktionskarte "Anschlag" geht nur gegen offene
Karten.
> > - wo liegt der taktische Unterschied zwischen den offen
> > gelegten Einflusskarten und den verdeckten Einflusskarten ?
> > Vor- und Nachteile ?
>
> Vorteil der verdeckten: Dein Gegner weiß nicht, wieviel
> Punkte Du da liegen hast. Vorteil der offenen: Du kannst
> jeweils 2 Karten legen und somit an mehreren Gruppen
> gleichzeitig arbeiten.
Absolut richtig.
Ergänzend noch: gegen Spielende kann es sinnvoll sein, den längeren
Atem zu haben, dann hat es gleich einen doppelten Vorteil, eine verdeckte
zu legen.
ägyptische Grüße, Volker