Anzeige

[RF] Kartenspiel "Cäsar & Kleopatra"

Regelfragen und Varianten: Wie geht Spiel XY?
Benutzeravatar
Snoopy66

[RF] Kartenspiel "Cäsar & Kleopatra"

Beitragvon Snoopy66 » 2. Januar 2005, 21:30

Hallo !
Wer kennt sich mit diesem Kartenspiel gut aus ? Die Spielregel habe ich schon, auch einige Ausdrücke zum Thema aus dem Internet. Trotzdem habe ich noch einige Fragen bezüglich Spielverlauf (bester Weg zum Ziel etc.). Hat sonst jemanden von Euch das Spiel ?
Viele Grüsse und an alle Spielfreaks ein glückliches neues Jahr,
Snoopy

Benutzeravatar
VolkiDU

Re: [RF] Kartenspiel "Cäsar & Kleopatra"

Beitragvon VolkiDU » 2. Januar 2005, 21:43

Snoopy66 schrieb:
> Wer kennt sich mit diesem Kartenspiel gut aus ? Die
> Spielregel habe ich schon, auch einige Ausdrücke zum Thema
> aus dem Internet. Trotzdem habe ich noch einige Fragen
> bezüglich Spielverlauf (bester Weg zum Ziel etc.).

Frag' doch Konkretes, wenn jemand "on" ist, wird er auch gerne antworten. Hast Du jetzt das Spiel oder doch nicht? :-?

> Hat sonst
> jemanden von Euch das Spiel ?

Ja, viele haben das Spiel :-) Ich eingeschlossen.

Volker

Benutzeravatar
Christian Hildenbrand

Re: [RF] Kartenspiel "Cäsar & Kleopatra"

Beitragvon Christian Hildenbrand » 2. Januar 2005, 21:44

Stell doch einfach Deine Regelfragen ... Antwort kannste hier sicherlich erwarten ... ;-)

Christian

Benutzeravatar
Snoopy66

Re: [RF] Kartenspiel "Cäsar & Kleopatra"

Beitragvon Snoopy66 » 2. Januar 2005, 23:32

Hallo !
Erstmals vielen Dank für Euer Interesse ! Ja, ich habe das Spiel und ich wollte es heute mit meinem Freund spielen. Also, die Karten-Ausgangslage war klar, auch mit dem aktiv- resp. passivspielen. Auch das Ziel ist eigentlich klar, aber "der Weg zum Ziel" und das taktische Vorgehen ist uns einfach nebulös, z.B.
- wie muss ich beim allerersten Zug sinnvollerweise vorgehen ?
- ich habe jeweils 5 Karten in der Hand.....schön, und was nun; wie setze ich die taktisch am sinnvollsten ein ?
- muss man versuchen, mehrere Patriziergruppen zu schnappen, oder muss man sich nur auf 1-2 beschränken ?
- Beispiel Vertrauensfrage: "befragen sie den obersten Zensor"; ja und was dann, was bringt das ? Betrifft es nur die oberste Zensor-Karte vom Stapel ? Was soll die mich denn antworten ?
- Beispiel Aktionskarte: "Decke alle Einflusskarten Deines Mitspieler an einer Gruppe auf"; ja und was dann, was bringt mir das ?
- wo liegt der taktische Unterschied zwischen den offen gelegten Einflusskarten und den verdeckten Einflusskarten ? Vor- und Nachteile ?
Ich gebe zu, dass ich eher zu den "Anfänger" gehöre, da ich mich noch nicht lange für Spiele interessiere, komme aber doch sehr gut mit "Lost Cities" und "Odins Raben" zurecht (beides auch vom Kosmos Verlag). Auch mein Freund ist nicht der dümmste, aber wir kommen uns schon dämlich vor, dass wir mit "Cäsar und Kleopatra" echt Mühe haben. Es stimmt einfach nicht, dass die Regel sooo einfach sind....und Kinder ab 10 Jahren sollen das spielen können ??
Ich hoffe nun, dass ihr Euch deswegen nicht kaputtlacht und vorschlägt, ich solle dieses Spiel besser dem nächsten Kindergarten schenken....
Vielen Dank im Voraus für Eure Antworten und viele Grüsse aus der Schweiz von
Snoopy

Benutzeravatar
Christian Hildenbrand

Re: [RF] Kartenspiel "Cäsar & Kleopatra"

Beitragvon Christian Hildenbrand » 3. Januar 2005, 12:17

Snoopy66 schrieb:

So, letzte Nacht war es mir dann doch zu spät für eine Antwort. Aber jetzt will ich mla versuchen, die ein oder andere Frage zu beantworten. Dabei kannst Du davon ausgehen, daß andere das Spiel total anders spielen (taktisch) als ich. Soll aber nicht stören.

> - wie muss ich beim allerersten Zug sinnvollerweise vorgehen ?

Ich halte es für sinnvoll, am Anfang drauf zu schauen, an einzelnen Patriziergruppen insgesamt mehr als 5 Punkte liegen zu haben, um eine einzelne Karte des Gegners auf der anderen Seite sicher zu übertreffen. Durch das Zufallselement "Vertrauensfrage" kann es immer wieder mal zu einem glücklichen Erwerb eines Patriziers kommen. So ein bißchen sollte aber vor allem auf die Patriziergruppe geachtet werden, für die man selbst den Bonus erhalten würde.

> - ich habe jeweils 5 Karten in der Hand.....schön, und was
> nun; wie setze ich die taktisch am sinnvollsten ein ?

Wie eben schon beschrieben ist es das Ziel, immer einen Punkt besser zu sein als der Gegner. :-)
Die Aktionskarten sollten dabei nicht außer Acht gelassen werden. Es ist sinnvoll, immer 1-2 auf der Hand zu halten, somit würde ich nach dem ersten Zug auch auf jeden Fall 2 auf die Hand nehmen.

> - muss man versuchen, mehrere Patriziergruppen zu schnappen,
> oder muss man sich nur auf 1-2 beschränken ?

Wichtig ist es, daß man nicht zulässt, daß der Gegner eine Gruppe komplett alleine bekommt. Das sind recht viele Punkte, die man selbst erst mal erzielen muß. Du musst auch sehen, daß jeder einzelne Patrizier von vorneherein 1 Punkt ist in der Endabrechnung. Und dazu ein Punkt, den Dein Gegner nicht bekommt.
Wenn Du im Laufe des Spiels merkst, daß Du in einer Patriziergruppe die Mehrheit bekommen kannst oder gar alle 3 bzw. 5 Patrizier einer Gruppe, dann mach das notfalls auch mal mit ein paar Karten mehr ...

> - Beispiel Vertrauensfrage: "befragen sie den obersten
> Zensor"; ja und was dann, was bringt das ? Betrifft es nur
> die oberste Zensor-Karte vom Stapel ? Was soll die mich denn
> antworten ?

Wenn bei dem Aufdecken einer Karte "Vertrauensfrage" eine Patriziergruppe genannt wird, so wird in dem Moment verglichen, wer mehr Einfluss gelegt hat auf seiner Seite an der entsprechenden Patriziergruppe. "Die oberste Karte" sagt eingentlich nix besonderes aus, es heisst einfach nur, daß es in dem Fall um EINE der Karten der entsprechenden Patriziergruppe geht. Die Karte soll dir nix antworten ... ;-)

> - Beispiel Aktionskarte: "Decke alle Einflusskarten Deines
> Mitspieler an einer Gruppe auf"; ja und was dann, was bringt
> mir das ?

Du siehst, wieviel Einfluss Dein Gegner an der entsprechenden Patriziergruppe hat und kannst entsprechend den Einfluss auf Deiner Seite erhöhen um im Fall einer Abstimmung die nächste Patrizierkarte dieser Gruppe für Dich zu bekommen.

> - wo liegt der taktische Unterschied zwischen den offen
> gelegten Einflusskarten und den verdeckten Einflusskarten ?
> Vor- und Nachteile ?

Vorteil der verdeckten: Dein Gegner weiß nicht, wieviel Punkte Du da liegen hast. Vorteil der offenen: Du kannst jeweils 2 Karten legen und somit an mehreren Gruppen gleichzeitig arbeiten.

Hier wird Dich sicherlich niemand auslachen wegen solchen Fragen. Ich spiele im Jahr über 250 verschiedene Spiele und ich finde auch immer wieder welche, die mir nicht gleich so geläufig sind im Ablauf und im Sinn einzelner Aktionsmöglichkeiten.

Viele Grüße in die Schweiz !

Christian (... heute noch nicht gespielt ... aber ein Spiel geschenkt bekommen ... :-) )

Benutzeravatar
alex

Re: [RF] Kartenspiel "Cäsar & Kleopatra"

Beitragvon alex » 3. Januar 2005, 19:10

Du musst im Prinzip so viele Patrizierkarten wie möglich kriegen.

Ich lege immer am Anfang die 5 auf die Gruppe, die ich bezüglich der Bonuspunkte brauche und auf die beiden kleinen Patriziergruppen lege ich die 1 und die 2.

Wenn ich am Anfang dran bin lege ich offen eine 3 zur verdeckten 1 und offen eine 2 zur verdeckten 2. So habe ich meistens gute Chancen auf die erste Karte.

Dann ziehe ich 2 Aktionskarten nach.

Benutzeravatar
Volker L.

Re: [RF] Kartenspiel "Cäsar & Kleopatra"

Beitragvon Volker L. » 3. Januar 2005, 23:23

Christian Hildenbrand schrieb:
>
> (...) Dabei kannst Du davon ausgehen,
> daß andere das Spiel total anders spielen (taktisch) als ich.
> Soll aber nicht stören.
>
> Snoopy66 schrieb:
>
> > - wie muss ich beim allerersten Zug sinnvollerweise
> vorgehen ?
>
> Ich halte es für sinnvoll, am Anfang drauf zu schauen, an
> einzelnen Patriziergruppen insgesamt mehr als 5 Punkte liegen
> zu haben, um eine einzelne Karte des Gegners auf der anderen
> Seite sicher zu übertreffen. Durch das Zufallselement
> "Vertrauensfrage" kann es immer wieder mal zu einem
> glücklichen Erwerb eines Patriziers kommen. So ein bißchen
> sollte aber vor allem auf die Patriziergruppe geachtet
> werden, für die man selbst den Bonus erhalten würde.

alex schrieb:
>
> Ich lege immer am Anfang die 5 auf die Gruppe, die ich
> bezüglich der Bonuspunkte brauche und auf die beiden kleinen
> Patriziergruppen lege ich die 1 und die 2.

Und hier ne dritte Meinung:
Wenn Dein Gegner ahnt, welche Patriziergruppe Deine Bonusgruppe ist,
wird er besonders versuchen, sie Dir streitig zu machen. Daher lege ich an
diese Gruppe lieber mal die 4 oder sogar die 3, die 5 und die andere hohe
Zahl kommen eher an die kleinen Gruppen, da man hier schon mit 2
gewonnenen Patriziern den Mehrheitsbonus bekommt - bei den großen
Gruppen kann man einen Frühstart noch eher wettmachen.

> > - ich habe jeweils 5 Karten in der Hand.....schön, und was
> > nun; wie setze ich die taktisch am sinnvollsten ein ?

Noch ein Aspekt, den meine Vorschreiben ausser Acht gelassen haben:
Bei einer Abstimmung verliert der Sieger seine höchste, der Verlierer
seine niedrigste Karte - dumm, wenn diese niedrigste weil einzige eine 5
war. Daher möglichst, wenn man in eine Gruppe nicht sowieso viele hohe
Karten investieren will, niemals eine hohe Karte allein dort liegen lassen,
sondern mit einer zweiten (1, 2, maximal 3) absichern.

> Wie eben schon beschrieben ist es das Ziel, immer einen Punkt
> besser zu sein als der Gegner. :-)
> Die Aktionskarten sollten dabei nicht außer Acht gelassen
> werden. Es ist sinnvoll, immer 1-2 auf der Hand zu halten,
> somit würde ich nach dem ersten Zug auch auf jeden Fall 2 auf
> die Hand nehmen.

Mache ich auch - und beim Sortieren des Aktionskartenstapels sollte ein
Veto ganz nach oben ;-)

> > - Beispiel Aktionskarte: "Decke alle Einflusskarten Deines
> > Mitspieler an einer Gruppe auf"; ja und was dann, was bringt
> > mir das ?
>
> Du siehst, wieviel Einfluss Dein Gegner an der entsprechenden
> Patriziergruppe hat und kannst entsprechend den Einfluss auf
> Deiner Seite erhöhen um im Fall einer Abstimmung die nächste
> Patrizierkarte dieser Gruppe für Dich zu bekommen.

Und nicht zu vergessen: Die Aktionskarte "Anschlag" geht nur gegen offene
Karten.

> > - wo liegt der taktische Unterschied zwischen den offen
> > gelegten Einflusskarten und den verdeckten Einflusskarten ?
> > Vor- und Nachteile ?
>
> Vorteil der verdeckten: Dein Gegner weiß nicht, wieviel
> Punkte Du da liegen hast. Vorteil der offenen: Du kannst
> jeweils 2 Karten legen und somit an mehreren Gruppen
> gleichzeitig arbeiten.

Absolut richtig.
Ergänzend noch: gegen Spielende kann es sinnvoll sein, den längeren
Atem zu haben, dann hat es gleich einen doppelten Vorteil, eine verdeckte
zu legen.

ägyptische Grüße, Volker

Benutzeravatar
Snoopy66

Re: [RF] Kartenspiel "Cäsar & Kleopatra"

Beitragvon Snoopy66 » 4. Januar 2005, 21:14

Hallo !
Recht herzlichen Dank für Eure Antworten, dank denen ich das Spiel tatsächlich besser verstehe ! Scheint wirklich ein tolles Forum zu sein....
Viele Grüsse von
Snoopy


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 14 Gäste