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Im Schatten des Kaisers

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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sven

Im Schatten des Kaisers

Beitragvon sven » 5. Januar 2005, 09:21

Man liest kaum etwas über das Spiel!
Nach mühsamen Einstieg gehört es inzwischen bei den Spieleabenden fast immer auf den Tisch - bei 3, besser bei 4 Spielern.
Hat das Spiel so wenig Leute angesprochen, oder ist es schlicht übersehen worden, dass es nicht besser bewertet wird?
Irgendwo gab es mal eine Kritik, dass es das übliche Mehrheiten-Spiel sei.
Sehe ich völlig anders.
In jeder Partie schafft man es, neue Fehler einzubauen! Das muss damit zusammenhängen, dass es viel zu entscheiden, wenig Glückselemente gibt (bis auf die lieben Mitspieler) und vor allem, es dass es bis zum Spieleende knapp bleibt und man den Sieger nicht kennt!
Gruß
Sven

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Markus N.

Re: Im Schatten des Kaisers

Beitragvon Markus N. » 5. Januar 2005, 09:31

Hi,

ich finde auch, dass es ein sehr gelungenes Spiel ist. Das einzige, was mir nicht so zugesagt hat, war die Regel! Ein Studium war uns nur durch paralleles mitspielen möglich. Ansonsten ein sehr schönes Spiel - für den sogenannten "Vielspieler" ein Muss.

Gruß

Markus

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Ralf Arnemann
Kennerspieler
Beiträge: 2447

Re: Im Schatten des Kaisers

Beitragvon Ralf Arnemann » 5. Januar 2005, 12:06

Tja, irgendwie ist der Zugang zu diesem Spiel etwas sperrig.

Die Spielmechanik paßt nicht wirklich zum Thema:
Intuitiv versucht man, Machtpositionen (Kurfürsten) zu behalten und auszubauen, Siegpunkte bekommt man aber fürs Wechseln.
Und die Familienpolitik wirkt auch etwas unnatürlich - nach einem Korb muß die Tochter ins Kloster, und die Kinder kriegen die Karten, nicht die erfolgreich verheirateten Paare.

Ich war daher bisher etwas unsicher, ob ich meine Spielerunde dazu motivieren kann. Denn man braucht wohl mindestens ein/zwei Spiele, um überhaupt zu merken, ob es einem gefallen wird.
Und leider habe ich gerade mit einem thematisch sehr ähnlichem Spiel (Krone und Schwert) eine Niete gezogen, wird wohl etwas dauern, bis ich mit dem nächsten Mittelalter-Versuch kommen kann.

Aber gut zu wissen, daß sich das Spiel Deiner Meinung nach lohnt, dann bleibe ich dran.

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Achim

Re: Im Schatten des Kaisers

Beitragvon Achim » 5. Januar 2005, 14:40

Ich finde das Spiel ist sehr gelungen. Wir haben es schon häufiger gespielt, und wie immer gilt - Erfahrung macht den Meister und Können lässt das Schwierige einfach werden.

Meine Meinung ist, dass das Spiel aus dem Grund schwierig erscheint, weil hier zwei Spiele zusammengeflossen sind. Ich kann mich natürlich täuschen, aber mein Empfinden sagt mir ganz deutlich, dass neben dem Grundspiel vom Autor hier der Verlag noch eins draufgesetzt hat.
So ist ein sehr interessantes und auch gutes Spiel entstanden, das jedoch viele Spieler scheinbar überfordert. Meist vereinfachen die Verlage die Spielentwürfe der Autoren und die Spiele werden einfacher zu handhaben und sind leichter auf den ersten oder zweiten Blick zu durchschauen. Das kommt vielen Spielern entgegen und ist bestimmt nicht immer falsch.
Hier wurde jedoch "zugepackt", das sagt mir mein Bauch nach jahrzehntelanger Spielerfahrung. Wenns nicht stimmt, nehme ich alles zurück und behaupte das Gegenteil. Möglicherweise aüßert sich ja ein Involvierter dazu.

zugepackte Grüße
Achim

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Marc W.

Re: Krone und Schwert

Beitragvon Marc W. » 5. Januar 2005, 19:11

Mir kam gestern die Idee, dass man Karten 3:1 gegen eine beliebige Baukarte (Burg, Kathedrale, Stadt) eintauschen kann. Dann könnte wenigstens dann bauen, wenn man eine Runde nur Karten zieht.

Marc

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Ralf Arnemann
Kennerspieler
Beiträge: 2447

Re: Im Schatten des Kaisers

Beitragvon Ralf Arnemann » 5. Januar 2005, 21:54

> Meine Meinung ist, dass das Spiel aus dem Grund schwierig erscheint, weil hier
> zwei Spiele zusammengeflossen sind.
Hmm, möglich - aber welche zwei unterschiedlichen Grundprinzipien meinst Du hier zu sehen?

Wobei es mich sehr wundern würde, wenn eine solche Zupackung erst beim Verlag geschehen wäre, da wird doch in der Tat eher abgeplant.

Auf jeden Fall gebe ich Dir recht, daß es gerade bei diesem Spiel SEHR interessant wäre, mehr über die Entstehungsgeschichte zu erfahren.
Siehe oben meine Vermutung, daß die Spielmechanik nicht unbedingt zum "natürlichen" Spielgefühl dieses Themas paßt. Kann sein, daß sich das erst beim Feintuning ergeben hat, aber vielleicht ist die ganze Mittelaltersache erst später draufgesetzt worden.
Dazu würde passen, daß mich die Sondereigenschaften der Kurfürsten fast überhaupt nicht an historische Bezüge erinnern.

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Achim

Re: Im Schatten des Kaisers

Beitragvon Achim » 5. Januar 2005, 23:36

Ich denke, das historische Thema war schon wichtig, da sich meines Wissens der Autor sehr für Geschichte interessiert.
Mein Gefühl, hier zwei Spiele vor mir zu haben, resultiert zum einen daher, dass es (nur mein Gefühl) sich zunächst um ein nicht sehr kompliziertes Mehrheitenspiel gehandelt hat. Denke das war die Grundversion. Die Idee mit den Karten war da entweder noch nicht vorhanden oder wurde doch stark "aufgebohrt". Dadurch wurde das Spiel um einiges komplizierter aber auch interessanter.
Ich will aber auf keinen Fall die Arbeit des Autors schmälern. Aber Spiele werden nun mal entwickelt und nicht erfunden (Ausnahme: GO).
Möglicherweise liege ich auch ganz falsch.
Wie auch immer, ich halte es für ein sehr gutes Spiel.
Grüße Achim


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