Anzeige

st.petersburg

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
Benutzeravatar
günter-spielbox

st.petersburg

Beitragvon günter-spielbox » 7. Januar 2005, 21:21

Nach meinen ersten Partien St.Petersburg (mit allen möglichen Spielerzahlen) habe ich das Gefühl, dass man - einmal im Rückstand - diesen nicht mehr aufholen kann. Bei uns wars schon mehrmals so, dass 1 Spieler schon bald sowohl finanziell als auch punktemäßig uneinholbar vorne lag, ohne dass einer von den anderen einen offensichtlichen Fehler gemacht hatte. Zufall? Anfängerfehler? Wie sind Eure Erfahrungen?

Benutzeravatar
Christian K.

Re: st.petersburg

Beitragvon Christian K. » 8. Januar 2005, 11:46

Also in Punkten und finanziell hinten zu liegen, ohne ein wirkliches Mehr an gekauften Karten zu besitzen (z.B. weil man früh auf ein teures, punkteträchtiges Gebäude gespart hat), ist dann wohl doch ein Fehler.

Ansonsten eignet sich m.E. nach die freie PC-Version des Spiels hervorragend, um schnell einige "Anfängerfehler" schnell auszumerzen und eine Art Grundstrategie entwickeln. Allerdings stellt man gegen den PC auch schnell fest, dass es wohl keine optimale Strategie gibt (was auch gut so ist). Sowohl beim Versuch, möglichst viele unterschiedliche Adlige zu sammeln, als auch bei einer Gebäudestrategie wird man genau so häufig scheitern wie bei einer Mischstrategie.

Viel Spaß noch bei Sankt Petersburg!!

Benutzeravatar
Steffen S.

Re: st.petersburg

Beitragvon Steffen S. » 8. Januar 2005, 12:19

Hi Günter,

sich durch Geldmangel unbewusst aus dem Spiel zu nehmen, weil man zu früh zu viel bzw. zu teuer einkauft (z.B. ein Theater o.ä.) ist quasi der Klassiker oder der Standardfehler in den ersten Partien St.Petersburg. Diesen "Bock", der in den ersten Partien einfach noch nicht offensichtlich ist (Erfahrungssache), schießt eigentlich jede Spielerunde bei St.Petersburg. Verzicht (nur nicht auf Handwerker!) in den ersten 2 Runden ist der Schlüssel, oder fast schon die Bedingung, zum Erfolg. Nicht entmutigen lassen! In den ersten 3 Runden fleißig Handwerker sammeln, und dann erst auf den blauen und roten "Rest" stürzen.

Gruß,
Steffen

Benutzeravatar
Baron Münchhausen

Re: st.petersburg

Beitragvon Baron Münchhausen » 8. Januar 2005, 14:49

Hallo Günter,
- Gebäude-Strategen müssen natürlich im laufenden Spiel vorne liegen, denn sie bekommen ja am Ende des Spieles nur einen geringeren Adelsbonus.
- Wenn jemand durch entsprechende Investitionen viele teure Handwerker besitzt,
dann amortisiert sich das bei einem längeren Spiel. Die Antwort der Gegenspieler kann hier z.B. sein, die Anzahl der Spielrunden zu reduzieren (z.B. auf 5)
- Der Link zum PC Programm ist ja unter Aktuelles zu finden. Hier kannst du sehr schnell mit einigen Partien deine eigenen Strategien testen.
- Schau auch mal unter Boardgamegeek nach; dort gibt es viele Strategiediskussionen. Link : http://www.boardgamegeek.com/game/9217

Benutzeravatar
Marc W.

Re: st.petersburg

Beitragvon Marc W. » 8. Januar 2005, 16:16

Steffen S. schrieb:
In den ersten
> 3 Runden fleißig Handwerker sammeln, und dann erst auf den
> blauen und roten "Rest" stürzen.

Das war auch mein Eindruck. Aber: Zuwenig Handwerker abbekommen, zuwenig Geld und das war's. Und die roten "Beamten" sind am Ende so punktebringend, dass Gebäudebauen meinen Erfahrungen nach nichts bringt. Leider habe ich keine Alternativstrategie gefunden, weswegen mir SP nicht besonders gefällt.

Marc

Benutzeravatar
Steffen S.

Re: st.petersburg

Beitragvon Steffen S. » 8. Januar 2005, 16:29

Hi Marc,

dass Gebäude zu bauen nichts bringt, ist nicht ganz korrekt. Bei 4 Spielern sind einige wenige, zum richtigen Zeitpunkt zugekaufte Gebäude oft das Zünglein an der Waage. Ihr scheint StP zudem hauptsächlich zu viert gespielt zu haben - hier würde ich der These "Adelige über Alles" tatsächlich zustimmen. Zu dritt ist das ganze schon einigermaßen ausgewogen, dennoch gilt hier in etwa die Faustregel: "Anzahl der gespielten Runden + 1" ist die notwendige Zahl verschiedener Adeliger zum Sieg. Beimischung von ordentlichen gebäudekarten ist hier jedoch bereits Pflicht! Gänzlich FALSCH ist die These "Gebäude unwichtig" auf jeden Fall im Spiel zu zweit. Hier ist Geld bald kein Mangel mehr, und oft wären da sogar 12 verschiedene Adelige ohne weiteres möglich; 9-10 verschiedene schaffen hier in aller Regel beide Spieler ohne größere Mühe. Hier sind dann die Gebäude tatsächlich sogar ENTSCHEIDEND!

Gruß,
Steffen

Benutzeravatar
Marc W.

Re: st.petersburg

Beitragvon Marc W. » 8. Januar 2005, 21:04

Stimmt, das waren immer Vierer-Runden.

Benutzeravatar
Ralf Arnemann
Kennerspieler
Beiträge: 2447

Re: st.petersburg

Beitragvon Ralf Arnemann » 10. Januar 2005, 09:53

> Ihr scheint StP zudem hauptsächlich zu viert gespielt zu haben - hier würde ich
> der These "Adelige über Alles" tatsächlich zustimmen.
So formuliert halte ich es für übertrieben.
Richtig ist wohl, daß man ganz ohne Adlige ziemlich sicher verlieren wird.
Vor allem, weil dann für die Adligen-Spieler zu viele Adlige verfügbar sind.

Wenn man aber ein Minimum an drei-vier Adligen nimmt, und vor allem rigoros ausbaut (d.h. die roten Ausbaukarten verknappt), dann wird es schwer für die Mitspieler, einen größeren Set VERSCHIEDENER Adlige zusammen zu bekommen.

Und dann entscheidet sich das Spiel danach, wer rechtzeitig ein gutes Polster Gebäudepunkte gesammelt hat.


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 11 Gäste