Beitragvon Wolfram Püchert alias WeePee » 27. Januar 2005, 14:36
Nick Name schrieb:
>
> Der Ringkrieg ist ein Spiel für Tolkien-Fans.
Ich bin kein Tolkien - Fan (Ich persönlich finde die Bücher langweilig, habe sie erst angefangen zu lesen, als der erste Film gelaufen war und bin immer noch beim 3. Band).
Evtl. bin ich die Ausnahme. *g
> Perfekt, wie
> die Spieledesigner unterschiedlichste Erzählstränge aus der
> Romantrilogie in das Spiel eingebracht haben.
Jupp, wirklich gut gelöst.
> Für mich hat
> das Spiel deswegen aber auch viele Nachteile: es ist alles
> andere als elegant.
Was meinst Du jetzt? Die Spielregeln oder das "Outfit" des Spieles?
> Viele Ausnahmen bestätigen die Regel! Die
> Euphorie kommt aus dem Thema und nicht aus besonders
> innovativen Mechanismen.
Hmmm, innovative Mechanismen kann man nicht jeden Tag erfinden/entdecken. Manchmal muss man bestehende Mechanismen nur geschickt kombinieren.
> Die versteckte Bewegung erinnert an Scotland Yard,
Stimmt, das Spiel gefällt mir auch sehr gut.
> die
> Aktionswürfel kennt man aus unterschiedlichen Spielen
> (Minos)
Aha, das wusste ich nicht.
> die Strategiekartenmechanik erinnert an etliche GMT
> bzw. AH-Games (Paths of Glory, Hannibal, etc),
Jupp
> der Kampfmechanismus ist nur ein erweitertes Herr der Ringe Risiko.
Ich würde eher an ein verkleinertes TableTop denken, da der Kampfmechanismus von Risiko schon vom Prinzip her anders funktioniert als beim Ringkrieg.
> Die immense Vorbereitungs- und Spielzeit ist deshalb auch nur
> Leuten zuzumuten, die sich auch nach 1000 Tolkienseiten noch
> keine Verschnaufpause gönnen.
Du hast noch nie ein TableTop oder Schach gespielt?
> Vergisst man mal ganz kurz
> Thema und Aussnahme-Regeln bleibt für meinen Geschmack zu
> wenig übrig.
Okay, Dein Geschmack ist es nicht.
> Die Heiligsprechung des Spiels begründet sich im Fanatismus
> der Fans, die der Meinung sind ein Herr der Ringe Spiel müsse
> genauso episch sein wie die Romanvorlage.
Wie gesagt, ich bin kein Tolkien-Fan.
> Eine fast religöse
> Verehrung kann sich wohl beim Besten Willen nicht aus dem
> Spielprinzip an sich ableiten lassen.
Woher nimmst du die "religiöse Verehrung"?
> Figuren sind schlecht zu unterscheiden,
Hmm, im Prinzip reicht die Unterscheidung: Normal, Elite, Anführer - und das gelingt gut. Den Rest kann man beim Aufbauen schon so zusammen stellen, dass die Unterscheidung leicht fällt.
> Ländergrenzen nicht zu erkennen
Stimmt, die orangenen Ländergrenzen sind uns auch erst nach einer Stunde aufgefallen. *g
> in beinahe
> jeder Packung fehlt irgendeine Figur oder ein Würfel,
Das kann man aber nicht dem Spiel anlasten, sondern höchstens dem Verlag (bei mir war alles an seinem Platz)
> die Völkersymbole sind nicht eindeutig zu unterscheiden
Unterscheidbar sind sie, aber nur schwer zuzuordnen
> etliche
> Ausnahmen verhindern intuitives Spielen, Normalspieler sind
> völlig überfordert, usw.
Jupp, der größte Kritikpunkt.
> Ein "normales" Spiel bekommt schon Wertungsabzüge weil
> einige Spieler Rot und Orange nicht auseinanderhalten können.
> Aber beim Ringkrieg wird alles verziehen...
Du hast meine Rezi gelesen? Dort bekommt der Ringkrieg eben nicht überall Bestnoten.
Gruß Wolfram