Hi, ich nochmal,
An diesem Beitrag ist eigentlich das aktuelle "Australia" schuld, denn seit ich es gespielt habe, mache ich mir Gedanken um den Begriff "Profiregel", die ja auch in dieser Neuheit enthalten ist. Mein erster Gedanke war: Okay, es ist irgendwie eine Erweiterung, die eine weitere Regelseite erfordert, die das Spiel zu Beginn noch ein bisschen unübersichtlicher und auch glücksabhängiger macht. Aber wird das Spiel nennenswert verändert, anspruchsvoller?
Zunächst versuchte ich mich zu erinnern, in welchen Spielen mir diese so genannten Profi-Regeln jeweils begegnet waren. Spontan fiel mir erstmal nur "Tikal" ein. Berücksichtigt man Varianten, die wesentlichen Einfluss auf den Spielcharakter haben, ließe sich auch gut die "Turniervariante" des Siedler-Kartenspiels nennen - eventuell eine Profiregel?
Ansonsten stehe ich etwas auf dem Schlauch, bin aber sicher, dass explizit der Begriff "Profiregel" mir in Spielen schon öfter begegnet ist.
Bei "Australia" habe ich mit dieser Regel so meine Probleme, da sie nicht das lieferte, was ich von ihr erwartet hatte.
Aber was war das eigentlich genau? Eine schlichte Erweiterung der Grundregeln? Eine Reduzierung des Glücksanteils? Mehr Handlungsoptionen und eine damit längere Spieldauer? All das zusammen?
Bei diesen Gedanken fiel mir auf, dass ich die Profiregel bei "Tikal" noch nie angewendet hatte, weil sie die Spieldauer auf 3 Stunden schrauben kann...
Wie haltet Ihr es mit Profiregeln? Was sollten sie grundsätzlich bieten, um ihrem namen gerecht zu werden? In welchen Spielen wendet Ihr sie an, und in welchen erschienen sie Überflüssig oder gar als Etikettenschwindel? Oder ist es gar so, dass Ihr generell nicht auf diese Regeln verzichtet, weil sie das Spiel erst "komplett machen"?
Viele Grüße
Peter