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Wie ist Himalaya?

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Lorion

Wie ist Himalaya?

Beitragvon Lorion » 11. April 2005, 17:45

Nachdem ich die Fairspielkritik gelesen habe, finde ich, dass es mit Niagara und Louis XIV zusammen das am interessantesten klingenste Spiel ist, was momentan erschienen ist (Vielleicht sogar das interessanteste). Ich würde mal gerne wissen, was die jenigen davon meinen, die es schon gespielt haben!

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Steffen S.

Re: Wie ist Himalaya?

Beitragvon Steffen S. » 11. April 2005, 18:06

Hi Lorion,

bei uns auf http://www.hall9000.de/php/rezi.php?rezi=1783 kannst du auch noch eine Rezi mit vielen Meinungen & Kurzkommentaren lesen. Das Resultat spricht eigentlich schon für sich.

Zur persönlichen Einschätzung: Himalaya ist mE ein großartiges Spiel, das aus bekannten Mechanismen ein originelles Gesamtkonzept zusammengefügt hat - und zudem noch ein angenehm unverbrauchtes Setting (kein Mittelalter, puh...) nutzt.
Das Spiel sollte unbedingt mit den Varianten gespielt werden (Yetispuren usw.), da diese noch mehr Interaktion und Ärgerelemente ins Spiel bringen, und den vorhandenen (aber nicht entscheidenden) Glücksfaktor nochmals reduzieren. Es ist überaus unterhaltsam, seine Aktionen, fast ein bisschen wie bei Robo Rallye, nach dem Motto "er denkt bestimmt, dass ich denke, dass er denkt..." zu planen, um dann letztendlich festzustellen, dass es doch ganz anders kam ;)
Ein wesentliches Reizelement ist auch der multiple Wertungsmechanismus. Zum einen können/müssen in drei Gebieten Mehrheiten errungen werden, um überhaupt gewinnen zu können, zum anderen geschieht diese Abrechnung "etappenhaft". Es ist einfach ein reizvolles Vabanque-Spiel: Wann sattle ich von der Rohstoffsammlung auf die Auftragsringe um, welche zwei Wertungsmöglichkeiten wähle ich nach deren Erfüllung. Interessant ist auch der aufsteigende Wert der abzuholenden Rohstoffklötzchen. Dadurch kommt es mitunter zu "Ausbremsversuchen" der Spieler: Man parkt überraschend seine Spielfigur für 1 Runde, um dem Gegner den Vortritt zu lassen - um danach seineseits das höherwertige Klötzchen abzustauben.

Wie gesagt: All das ist nicht revolutionär, aber es ist eine ganz ungewöhnliche Mischung. Die Wertungstechnik hält das Spiel bis zum letzten Zug spannend, und lässt immer ein Türchen für eine kleine Siegchance offen. Es prickelt von Anfang bis Ende, die Spannung ist sofort hoch, man fiebert den ersten Zügen der Gegner und der ersten Etappenwertung entgegen, und je mehr sich das Gerangel um die Wertngbereiche zuspitzt, desto spannender wird es noch - bis zur finalen Überraschung, wenn die Yak-Herden hinter den Sichtschirmen aufgedeckt werden.

Die mitunter geäußerte Kritik am Material teile ich nicht. Mir gefällt sowohl das Brett-Design (hat mich stark an das Computerspiel "Warcraft II" erinnert ;)), als auch die Figuren. Das Aufstellen der praktischen Sichtschirme ist ein kleiner Intelligenztest, den (wie man es einigen Kritiken entnehmen konnte) einige leider nicht ganz bestanden haben ;) :D

Aus MEINER Sicht ist Himalaya (mit den erweiterten Spieloptionen aus der dem Spiel beiliegenden "Profi-"Regel) ein hervorragendes Spiel, dem ich jede mögliche Ehrung beim SDJ, DSP oder sonstwo von Herzen gönnen würde.


Hochgebirgliche Grüße,
Steffen (der von Schnee ansonsten vorerst genug hat)

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hannes

Re: Wie ist Himalaya? Spannung bis zuletzt ?

Beitragvon hannes » 11. April 2005, 20:57

> Wie gesagt: All das ist nicht revolutionär, aber es ist eine
> ganz ungewöhnliche Mischung. Die Wertungstechnik hält das
> Spiel bis zum letzten Zug spannend, und lässt immer ein
> Türchen für eine kleine Siegchance offen. Es prickelt von
> Anfang bis Ende, die Spannung ist sofort hoch, man fiebert
> den ersten Zügen der Gegner und der ersten Etappenwertung
> entgegen, und je mehr sich das Gerangel um die Wertngbereiche
> zuspitzt, desto spannender wird es noch - bis zur finalen
> Überraschung, wenn die Yak-Herden hinter den Sichtschirmen
> aufgedeckt werden.

Hi

Mit allem einverstanden, ausser :
Bei allen meinen vier bisherigen 4er-Partien blieb es jeweils für einen Mitspieler nicht bis zum Schluss spannend. Es war nämlich spätestens zu Beginn des letzten 12. Monats ganz offensichtlich, wer am wenigsten religiöse Einflusspunkte hatte und dass er diesen Rückstand unmöglich mehr wett machen konnte. Dieser Mitspieler spielte dann notgedrungen die letzte Runde noch mit und machte sich ein Gewissen, ob er nicht vielleicht noch ungewollt zum Königsmacher würde.

Vielleicht sollte bereits am Ende des 11. Monats derjenige mit den wenigsten Stupa-Punkten ausscheiden.

hannes

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Steffen S.

Re: Wie ist Himalaya? Spannung bis zuletzt ?

Beitragvon Steffen S. » 11. April 2005, 22:00

Hi Hannes,

das kann natürlich passieren. EIn Vorschlag wäre vielleicht, mit der Variante "Vollständige Inventur" zu spielen, die du unter der Hall-Rezi findest. Diese ermöglicht einem Spieler, seine Rohstoffmehrheiten bei der Inventur einmalig in Stupas (o.a.) umzumünzen. Die Variante hat gerade zum Spielende hin2 Vorteile:

1. Nicht verwendete Rohstoffe können zum Spielende noch leichte Mehrheitsverschiebungen bewirken, anstatt mehr oder minder zu "verfallen".
2. Ich kann mir mit Rohstoffmehrheiten, die ja per se bis zur Offenlegung unbekannt sind, und damit die Spannung am Leben halten, nochmal den ein oder anderen Stupa-Punkt sichern, und mich so vielleicht noch in die Wertung mogeln.

Vielleicht nur ein Strohhalm - aber das reicht ja, um eine Kapitulation bei echten Spielernaturen zu verbieten :)

Viele Grüße,
Steffen


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