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San Juan nachjustieren

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Ralf Arnemann
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San Juan nachjustieren

Beitragvon Ralf Arnemann » 18. April 2005, 16:36

Kurz nach Erscheinen dieses schönen Spiels gab es ja gleich die üblichen Klagen darüber, daß die eine Strategie unschlagbar oder das andere Gebäude zu stark wäre.
Die Diskussion ergab dann (wie üblich), daß es dazu einige stichhaltige Gegenargumente gab und das Spiel mit seinen verschiedenen Strategien ziemlich ausgewogen ist. Ein leichter Glücksanteil bleibt natürlich, gehört unvermeidlich zu diesem Design und kann ja bei einem so lockeren schnellen Spiel auch Spaß machen.

Nach nunmehr doch einiger Zeit mit SEHR vielen Spielen habe ich aber doch das Gefühl, daß man ein klein wenig an Details drehen sollte. Und zwar an den siegentscheidenden 6-er-Gebäuden (bei den kleineren Gebäuden lohnt es nicht, über eine möglichst gleiche Kosten-Nutzen-Relation nachzudenken).

Palast und Rathaus sollen hier einmal die Referenz bilden. Die bringen üblicherweise 6-8 Punkte, vielleicht auch mal 5-10, das ist verglichen mit den Baukosten ordentlich, aber nicht übertrieben.

Dagegen ist der Triumphbogen etwas schwächlich.
Der schafft nur 4-6 Punkte, die 8 Punkte sind nur sehr schwer zu erreichen, und darüber hinaus geht gar nichts.

Hausregelvorschlag: Der Triumphbogen erhält einen eigenständigen Siegpunktwert von 2 SP, die Boni für Denkmäler kommen wie üblich dazu.

Dagegen ist die Zunfthalle zwar nicht wie anfangs von manchen vermutet die klare Sieggarantie, aber doch häßlich überbewertet.
Schon die Start-Indigo-Plantage bringt 2 SP, weitere Billigplantagen sind leicht zu bauen.
Man muß sich schon dämlich anstellen, um mit der Zunfthalle "nur" 6-8 Punkte zu bekommen - da muß man bei den anderen großen Gebäuden schon gut für arbeiten.
Und nach oben hin hat die Zunfthalle viel mehr Potential als die anderen großen Gebäude, da sind durchaus auch mal 12-16 SP drin.

Hausregelvorschlag: "Kleine" Produktionsgebäude (Indigo, Zucker, Tabak) bringen nur einen 1 SP für die Zunfthalle, "große" Produktionsgebäude (Kaffee, Silber) 2 SP.

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Ingo aus Nordthüringen

Re: San Juan nachjustieren

Beitragvon Ingo aus Nordthüringen » 18. April 2005, 16:44

... nach nunmehr doch einiger Zeit mit SEHR vielen Spielen ...

"SEHR" viele dürfte immer relativ zu betrachten sein. Ich habe derzeit 1.195 Partien in der Brettspielwelt gespielt (und etwas weniger ungezählte am Spieltisch) und halte die derzeitige Fassung der Punktewertung für sehr gut ausgewogen. Natürlich bleibt es jedem Spieler überlassen, Hausregeln anzuwenden und ich bewerte es auch sehr positiv, wenn diese einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Aber gerade bei SAN JUAN sollte man nichts "verschlimmbessern", da gibt es doch bestimmt genügend andere Kandidaten auf dem Spielemarkt ...

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FrankSchaubrenner

Nö :-)

Beitragvon FrankSchaubrenner » 18. April 2005, 17:01

huhu,

habe keine 1195 nur um die 100 und die sind länger her.

mit der Bewertung ist das so ne Sache, habe ich am Anfang die Info.. "du hast Zunfthalle" ist das sicher toll, und stark, bekomme ich sie aber erst zur Mitte des Spieles oder noch später...

Für die vielen Siegpunkte der Halle spricht z.B. dass die Gebäude auf die sich die Siegpunkte beziehen eben "nur" Rohstoffe" produzieren und sonst keinen nutzen bringen, während die anderen bonifikationen bringen sich teilweise adieren (ne Statue bekommt eben zweimal punkte so ich Rathaus und... habe... etc)

drum finde ich wenn ich auch oft dasitze und es nicht fassen kann, was da gerade um mich herum geschieht, die Wertung und auch die Punkteverteilung ok.

Zu kompliziert wäre denke ich abgewandelte aufteilung der Erträge und Kosten nach Mitspielerzahl, so könnte ich mich durchaus bei mehr Personen mit nem etwas geringeren Preis und auch Ertrag anfreunden da hier die Verfügbarkeit der Sondergebäude doch sehr häufig "ungerecht" ist, aber andererseits ist das eben SJ :-)

Gruss
Frank

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Udo Greppmaier

RE: San Juan nachjustieren

Beitragvon Udo Greppmaier » 18. April 2005, 17:26

Hi Ralf,

wie Frank schon angedeutet hat, ist der Wert eines Gebäudes auch von der Spielerzahl abhängig. Ich habe bisher die meisten Partien mit meiner Frau (als Zweierpartie eben) gespielt. Wenn Sie da auf Zunfthalle spielt, bin ich glücklich und fahre einen ungefährdeten Sieg ein. Anders in der Vierer-Partie. Aber auch da ist m.E. kein Gebäude über- oder unterbewertet.
Mit vier Gebäuden kann ich 20 Siegpunkte machen (Triumphbogen + 3 Denkmäler) [Kosten: 18], da brauche ich bei der Zunfthalle schon 5 (die Halle und 4 Silberschmelzen) [Kosten: 26] ...

Grüßle,

Udo

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Christian Daus
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Beiträge: 116

Re: San Juan nachjustieren

Beitragvon Christian Daus » 18. April 2005, 17:41

Hallo,
ich denke auch, daß man an diesem tollen Spiel nichts ändern sollte. Sicher ist das von Verlag+Autor ausgiebig getestet worden und alles funktioniert auch einwandfrei. Abhängigkeit zu Spielerzahl ist hier schon angesprochen worden, ebenso die Tatsache, daß etliche andere Spiele wirklich eine Überarbeitung benötigen würden...
Gruß Christian

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Lorion

Re: San Juan nachjustieren

Beitragvon Lorion » 18. April 2005, 19:06

Eine wirkliche Aufwärtung des Triumphboges wäre mE fatal, da die Denkmäler allein schon genug Siegpunkte bringen, um ein Spiel zu gewinnen.
Palast ist mE das schwächste 6er Gebäude... ich benutze es hauptsächlich nur als Unterstützung für ein anderes 6er, denn die 5 Punkte, die man mit einem Palast in der Regel macht (durchschnittliche Gebäudepunktzahl liegt bei 20) sind zu wenig im Vergleich zu einem 8 Punkte Rathaus

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Jost Schwider

RE: San Juan nachjustieren

Beitragvon Jost Schwider » 18. April 2005, 19:28

"Ralf Arnemann" hat am 18.04.2005 geschrieben:

> Dagegen ist der Triumphbogen etwas schwächlich.
> Der schafft nur 4-6 Punkte, die 8 Punkte sind nur sehr
> schwer zu erreichen, und darüber hinaus geht gar nichts.

Dafür bietet er ein etwas geringeres Risiko, da Statue und co. auch ohne dieses Gebäude sehr viele Punkte bringen.

> Hausregelvorschlag: Der Triumphbogen erhält einen
> eigenständigen Siegpunktwert von 2 SP, die Boni für
> Denkmäler kommen wie üblich dazu.

Könnte ich aber zur Not mit leben.

> Hausregelvorschlag: "Kleine" Produktionsgebäude (Indigo,
> Zucker, Tabak) bringen nur einen 1 SP für die Zunfthalle,
> "große" Produktionsgebäude (Kaffee, Silber) 2 SP.

Würde das Spiel auch nicht völlig umkippen, aber bedenke: Die lila Gebäude bringen funktionale Vorteile, so dass diese (indirekt!) deutlich mehr Punkte bringen, als eigentlich draufsteht.

> Nach nunmehr doch einiger Zeit mit SEHR vielen Spielen habe
> ich aber doch das Gefühl, daß man ein klein wenig an
> Details drehen sollte. Und zwar an den siegentscheidenden
> 6-er-Gebäuden (bei den kleineren Gebäuden lohnt es nicht,
> über eine möglichst gleiche Kosten-Nutzen-Relation
> nachzudenken).

Ein viel größeres "Problem" ist eher: Bekomme ich überhaupt mindestens 1 (zu zweit: 2) 6er-Gebäude in die Hand? (Die erste Runde zählt nicht!) ;-)

Aber letztendlich kann man San Juan so schnell runterspielen, dass sich das Thema schneller durch eine Revanche erledigen läßt... :-))

Viele Grüße
Jost aus Soest ("jooost aus sooost")
http://www.schwider.de/spiel - [i]Besser (Brett)Spielen[/i]

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Ralf Arnemann
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Beiträge: 2447

RE: San Juan nachjustieren

Beitragvon Ralf Arnemann » 19. April 2005, 12:15

Vielen Dank erstmal für alle Antworten.

Natürlich ist richtig, daß San Juan ein ganz hervorragendes Spiel ist, und viele andere Spiele viel stärkeren Nachbesserungsbedarf haben.
Ich habe es aber schon vor vielen Jahren aufgegeben, an schlechten Spielen rumzumurksen. Ich möchte San Juan optimieren, gerade weil es so gut ist, da lohnt sich das wenigstens.

Und natürlich ist das Spiel von Autor und Verlag schon intensiv getestet worden, sonst wäre es nicht so gut und nicht so ausgewogen.
Aber es gibt für die Testarbeit vor Veröffentlichung Grenzen, denn vorher wurden ja schon unzählige Prototypen mit immer wieder leicht veränderten Regeln und Gebäuden durchprobiert. Wenn dann ein guter Stand erreicht wurde, wird der eben fixiert und veröffentlicht.
Es ist ganz normal, daß danach die vielen Spieler (auch mit ganz neuen Ansätzen, die in den eingefahrenen Testerrunden nicht probiert wurden) noch mehr entdecken.
Oft sind Autoren ganz verblüfft, was noch alles in "ihrem" Spiel steckt.

Konkret hier ist die Dynamik eines typischen Spielverlaufs der Knackpunkt: Man muß in der Startphase je nach Kartenhand improvisieren, einige Gebäude bauen, die einem weiterhelfen, ohne in eine fixe Strategie zu passen.
Dann im Mittelspiel je nach bisherigem Verlauf eine Strategie ausbauen und dann im Endspiel die Punktezahl optimieren.

Und da ist es halt so, daß die Zunfthalle fast immer gut reinpaßt. Zwei bis drei Produktionsgebäude wird man immer schon haben (auch wenn man keine definitive Produktionsstrategie mit Gebäuden wie Schmiede, Aquädukt, Schwarzmarkt fährt), und man kann sie so reichlich nachziehen und nachbauen, daß eine Zunfthalle immer 8 - 10 SP oder mehr bringen wird.

Umgekehrt sind die Denkmäler mühsam, weil man sie eigentlich erst in der zweiten Hälfte bauen darf - sonst fehlen einem Hilfsgebäude.
Und dann ist es wirklich schwer, Triumphbogen und Denkmäler zu finden und zu bauen.
Es wäre schon ganz anders, wenn es verschiedene Denkmäler mit Wert 3 oder 4 gäbe, man also leichter seine Kombination zusammen bekäme.

Konkret noch:
> Die lila Gebäude bringen funktionale Vorteile, so
> dass diese (indirekt!) deutlich mehr Punkte bringen,
> als eigentlich draufsteht.
Meines Wissen bringen Produktionsgebäude auch funktionale Vorteile - sie produzieren nämlich ;-)

> Ein viel größeres "Problem" ist eher: Bekomme ich
> überhaupt mindestens 1 (zu zweit: 2) 6er-Gebäude
> in die Hand?
Völlig berechtigter Punkt.
Und der ist auch nicht leicht zu reparieren, und vor den Nebenwirkungen der dafür nötigen Änderungen schrecke ich zurück.

Im Prinzip gebe ich ja völlig recht: Bei etwas ungünstigem Verlauf spielt man halt schnell eine Revanche.
Aber das kleine Nachjustieren mit den Punkten kann m. E. dem Spiel nur nützen.

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Frank Schaubrenner

RE: San Juan nachjustieren

Beitragvon Frank Schaubrenner » 19. April 2005, 12:39

h>Und da ist es halt so, daß die Zunfthalle fast immer gut reinpaßt. Zwei bis drei Produktionsgebäude wird man immer schon haben (auch wenn man keine definitive Produktionsstrategie mit Gebäuden wie Schmiede, Aquädukt, Schwarzmarkt fährt), und man kann sie so reichlich nachziehen und nachbauen, daß eine Zunfthalle immer 8 - 10 SP oder mehr bringen wird.<

hmmm *g* also wenn ich nciht sehr früh eine Zunfthalle sehe wirst du bei mir in der Regel genau eine Plantage sehen und die war am Anfang schon da :-), evtl. wenn 1-2 Leute produzieren wie verrückt (die haben dann aber bei uns schon die Zunfthalle auf der Hand) noch ein mal Silber, aber das wars.

Wenn also Zunfthalle erst nach 4-6 Runden kommt. ist der Zug für sie, bei mir , abgefahren, ausser ich bin eh abgeschlagen aber da rettet sie dann auch nichts mehr :-).

Grundsätzlich stellt sich natürlich die Frage zwecks "finden" was schmeisst man früh weg, zwecks "später zusammensammeln" ist meist allgemein keine Zeit mehr, egal was für ne Strategie man fahren will, oder evtl. besserer Begriff Taktik.

Denke der Wert der Gebäude orientiert sich auch stark an der Spielart der Gruppe,... kenne zum Beispiel wenige produktionslastigen Spieler, mit der Ausnahme dass mind 1 Zunfthallen extrem früh unters Spielervolk gemischt ist, aber nicht mal dann unbedingt.

Gruss Frank

ps. was mir eher auffällt ist, "das aus den Startlöchern kommen" hier wäre evtl. interessant die in der Runde 3-4 beliebtesten Funktionsgebäude 1 mal herauszunehmen und am anfang jedem eines zu verteilen, damit es nicht passieren kann dass man erst mal 3 Runden braucht um ins Spiel zu kommen, aber auch hier das Problem,.. was sind die beliebten Gebäude *g*

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Arby

RE: San Juan nachjustieren

Beitragvon Arby » 19. April 2005, 13:50

Frank Schaubrenner schrieb:
> [...] aber auch hier das Problem,.. was sind die beliebten
> Gebäude *g*

Schmiede, Schreiner, Präfektur, Goldmine, Steinbruch fallen mir auf Anhieb ein - und auf, daß es an einem attraktiven Startgebäude mangelt, das 2 Karten kostet.

Gruß,
Ralf "Arby" Brostedt

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Marten Holst

RE: San Juan nachjustieren

Beitragvon Marten Holst » 19. April 2005, 15:56

Moin,

> Schmiede, Schreiner, Präfektur, Goldmine, Steinbruch fallen
> mir auf Anhieb ein - und auf, daß es an einem attraktiven
> Startgebäude mangelt, das 2 Karten kostet.

zu 2t (insbesondere) oder 3t lässt man für einen Bibliothek auch schon mal die erste Baurunde sausen.

Zur obigen Zunfthallendiskussion: gerade im Spiel zu zweit wird man auf der Brettspielwelt kaum jemanden finden, der eine "naja, da fällt ja noch ein Produktionsgebäude ab"-Strategie mit 3-4 Gebäuden am Ende fährt und dabei sehr erfolgreich ist... Ems oder Weser. Wenn ich eine Gebäudestrategie fahre, dann gönne ich mir gerne eines der besseren Produktionsgebäude, um meine Produktionsgegner etwas aus- und anzubremsen (oder 2.Indigo mit Schwarzmarkt und Aquädukt, wenn sie auch über Schwarzmarkt spielen) und bleibe sonst möglichst komplett lila (Modulo Waskommtdaskommt-Faktor). Man produziert eben nur auf einem oder zwei Gebäuden - die drei bis maximal vier bedürfen ja schon einer ausgelegten Strategie. Im Gegenzug bringt jedes lila direkt Vorteile (so lange man sie abstimmt) oder eben viele Punkte (Statuen, 6er), sodass eine Zunfthallen-Produktions-Strategie immer "tote" Gebäude mitschlppt und langsamer in der Entwicklung ist. Daher am Ende mehr Punkte - gerade im 2er fast noch zu viel (im 4er wird sie schon eher stark - aber Feintuning bei Spielerzahl kann man nicht mehr bequem und übersichtlich hinbekommen ohne Bruchstellenpunkte).

Zur 6er-Diskussion: ich mag den Palast. Alleine bringt er zugegeben erst einmal wenig, aber er legt einem die Strategie nicht fest, und er ist der Killer wenn er als zweiter Sechser kommt.

Tschüß
Marten

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Heinrich Tegethoff

RE: San Juan nachjustieren

Beitragvon Heinrich Tegethoff » 19. April 2005, 16:25

Marten Holst schrieb:
> zu 2t (insbesondere) oder 3t lässt man für einen Bibliothek
> auch schon mal die erste Baurunde sausen.

Der Autor selbst empfiehlt, beim Zweier-Spiel der Bibliothek ihre
Sonderfunktion zu nehmen, da sie sonst zu stark ist. Die B bleibt
zwar als 3-SP-Karte im Spiel, aber ohne Privilegsverdoppelung.

Ist klar eine Hausregel, aber kommt von der Quelle selbst.

Andere erhöhen ihren Preis im Zweier auf 6; dies trifft aber nicht den Punkt.

Servus,
Heinz

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Lorion

RE: San Juan nachjustieren

Beitragvon Lorion » 19. April 2005, 17:34

ist dir klar, dass im 2er Spiel die Bibliothek nur einmal doppelte Privilegien bringt, nicht 2 mal (als Gouverneur)?

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Heinrich Tegethoff

RE: San Juan nachjustieren

Beitragvon Heinrich Tegethoff » 19. April 2005, 17:54

JA!

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Stefan Brück/alea

RE: San Juan nachjustieren

Beitragvon Stefan Brück/alea » 19. April 2005, 18:16

Heinrich Tegethoff schrieb:
.
.
.
> Der Autor selbst empfiehlt, beim Zweier-Spiel der Bibliothek
> ihre Sonderfunktion zu nehmen, da sie sonst zu stark ist. Die B
> bleibt zwar als 3-SP-Karte im Spiel, aber ohne Privilegsverdoppelung.

Also, sie dann noch zu bauen, wäre aber grober Unfug! Man gibt doch nicht 5 Geld für [i]nichts[/i] aus!

Unsere (also Andreas´ und meine Empfehlung ist eher folgende: Baukosten der Bibl. bei 2-3-4 Spielern: 6-5-4).

> Ist klar eine Hausregel, aber kommt von der Quelle selbst.

s.o.

> Andere erhöhen ihren Preis im Zweier auf 6; dies trifft aber
> nicht den Punkt.

Doch, sogar sehr gut, da das deren Bau um noch 1, 2 Runden verzögert - und damit ist sie nur noch [i]geradeso[/i] hilfreich.

vG
Stefan

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Heinrich Tegethoff

RE: San Juan nachjustieren

Beitragvon Heinrich Tegethoff » 19. April 2005, 18:47

Stefan Brück/alea schrieb:
> > Der Autor selbst empfiehlt, beim Zweier-Spiel der Bibliothek
> > ihre Sonderfunktion zu nehmen, da sie sonst zu stark ist.
> Die B bleibt zwar als 3-SP-Karte im Spiel, aber ohne
> Privilegsverdoppelung.
>
> Also, sie dann noch zu bauen, wäre aber grober Unfug! Man
> gibt doch nicht 5 Geld für [i]nichts[/i] aus!

Da steht doch, wenn auch abgekürzt: für 3 Siegpunkte. Gegen Spielende,
und ggf. mit Rathaus sind dies dann 4 Siegpunkte für 5 Geld. Nicht so
gut wie ein Reiter aber muß manchmal nehmen was man noch bauen kann.

> Unsere (also Andreas´ und meine Empfehlung ist eher folgende:
> Baukosten der Bibl. bei 2-3-4 Spielern: 6-5-4).

Das besagte Zweier-Spiel mit'm Leo ist schon so 9 Monate her,
ergo könnte sich etwas geändert haben. Die 6-5-4-Regel klingt auch
gut für das Viererspiel, ist ergo einprägsam.

Servus,
Heinz

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Ralf Arnemann
Kennerspieler
Beiträge: 2447

RE: San Juan nachjustieren

Beitragvon Ralf Arnemann » 20. April 2005, 10:47

> also wenn ich nciht sehr früh eine Zunfthalle sehe wirst du bei mir in
> der Regel genau eine Plantage sehen und die war am Anfang schon
> da
Öha.

Ich hatte natürlich eine ganz wichtige Angabe vergessen: Meine Vorschläge beziehen sich aufs 4-Personen-Spiel (das ist bei uns Standard).

Und da finde ich es erstaunlich, auf zumindestens ein zweites Produktionsgebäude zu verzichten. Das engt einen strategisch und taktisch doch sehr ein - schließlich hat man oft keine schöne Rollenauswahl mehr, wenn man gerade hinten sitzt.

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Roman Pelek

Re: San Juan nachjustieren

Beitragvon Roman Pelek » 21. April 2005, 00:50

Hi Ralf,

hinsichtlich Deiner Vorschläge bin ich eher skeptisch:

Ralf Arnemann schrieb:

> Palast und Rathaus sollen hier einmal die Referenz bilden.
> Die bringen üblicherweise 6-8 Punkte, vielleicht auch mal
> 5-10, das ist verglichen mit den Baukosten ordentlich, aber
> nicht übertrieben.
>
> Dagegen ist der Triumphbogen etwas schwächlich.
> Der schafft nur 4-6 Punkte, die 8 Punkte sind nur sehr schwer
> zu erreichen, und darüber hinaus geht gar nichts.

Ja, aber die 3 Statuen bringen dafür 12 SP, macht +8 immerhin 20 SP mit 4 Gebäuden für insgesamt 18 Kosten. Dafür kannst Du aber Gebäude wie Steinbruch, Armenhaus, Schreinerei für ihre Errichtung nutzen, was das Ganze verbilligt.

> Hausregelvorschlag: Der Triumphbogen erhält einen
> eigenständigen Siegpunktwert von 2 SP, die Boni für Denkmäler
> kommen wie üblich dazu.

Denkbar, aber m. E. als Modifikation eines bestehenden Spiels verzichtbar. Ich halte die Einführung von Hausregeln, auf die man sich dann immer im Einzelfall einigen muss, im Zweifelsfall für nachteiliger.

> Dagegen ist die Zunfthalle zwar nicht wie anfangs von manchen
> vermutet die klare Sieggarantie, aber doch häßlich
> überbewertet.

Sicher? Spätestens ab dem 4. Produktionsgebäude hast Du selbst im 4er-Spiel keinen wirklich sinnvollen Nutzen mehr von selbigen, während andere munter ihre lila Gebäude Runde für Runde zur Kartenbeschaffung oder Verbilligung nutzen können. Und im 2er-Spiel ist es sowieso so, dass es sehr schwer wird, auf die Zunfthalle zu gehen, wenn sich früh abzeichnet, dass die anderen gute Kombis in Lila in Gang bringen.

> Schon die Start-Indigo-Plantage bringt 2 SP, weitere
> Billigplantagen sind leicht zu bauen.
> Man muß sich schon dämlich anstellen, um mit der Zunfthalle
> "nur" 6-8 Punkte zu bekommen - da muß man bei den anderen
> großen Gebäuden schon gut für arbeiten.

Klar - aber bei den "anstrengenderen" Varianten lassen sich "Synergieeffekte" (beliebtes, gerne sinnentleert verwendetes Bullshit-Bingo-Wort, ich weiß...) nutzen. Das relativiert es durchaus.

> Und nach oben hin hat die Zunfthalle viel mehr Potential als
> die anderen großen Gebäude, da sind durchaus auch mal 12-16
> SP drin.

Dafür ist aber der SP-Wert der billig zu bauenden Gebäude wie Indigo/Zucker gering und sie bringen im Spielverlauf schon früh keinen Zusatznutzen mehr, s.o.

> Hausregelvorschlag: "Kleine" Produktionsgebäude (Indigo,
> Zucker, Tabak) bringen nur einen 1 SP für die Zunfthalle,
> "große" Produktionsgebäude (Kaffee, Silber) 2 SP.

Hm, dann bekommst Du vom Spieldesign her in meinen Augen ein sehr unangenehmes Problem, nämlich dass die Zunfthalle zu viert etwas relativiert, zu zweit aber völlig uninteressant wird. Derzeit ist es m. E. so, dass sie in der 2er-Besetzung recht schwer zu spielen und im 4er-Spiel etwas besser als die anderen 6er sein mag. Nur wird das durch Kartenglück und Mitspielerverhalten so stark überlagert, dass es für ein recht flottes Kartenspiel vertretbar ist - und sie ist als Element in allen Besetzung immerhin potenziell präsent, was nach der Änderung nicht mehr so wäre. Und ich zumindest find's immer sehr "hässlich", einen Spielbestandteil in einer bestimmten Besetzung quasi komplett aufzugeben.

Was mir nach etlichen Partien SJ eher aufgefallen ist, ist dass ein paar wenige "Behelfsgebäude" durch die Bank weg reichlich uninteressant werden, z. B. "Kran" oder "Turm". Die setzt man m. E. eigentlich nur ein, wenn man extremes Kartenpech oder Spielfehler etwas abfedern muss. In einer Runde mit erfahrenen Spielern ist dann aber eh klar, dass man die Chance auf den Sieg abschreiben kann, wenn man auf ihre eigentliche Funktion angewiesen ist und sie nicht nur gegen Ende als SP-Lieferanten (oder natürlich immer zum Bezahlen oder für unter die Kapelle, aber dafür ist eh jede Karte gut) einsetzt. Andererseits: weglassen kann sie schlecht, eben wegen ihrer Funktion als "Retter in der Not", um zumindest psychologisch ein "Kuschelkissen" bereitzustellen. Sei's drum, diesen Gebäudetypus gibt's auch in PR, und aufgrund der Vielfalt der Möglichkeiten andernorts tut's nicht wirklich weh...

Ciao,
Roman

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Michael Blumöhr
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Re: San Juan nachjustieren

Beitragvon Michael Blumöhr » 21. April 2005, 17:13

Roman Pelek schrieb:
>Und im 2er-Spiel ist es sowieso so, dass es sehr
> schwer wird, auf die Zunfthalle zu gehen, wenn sich früh
> abzeichnet, dass die anderen gute Kombis in Lila in Gang
> bringen.

"die anderen" in 2er-Spielen? Ist Dein Gegenüber schizophren? Oder siehst Du öfter doppelt? :-) ;-)

SCNR,
Michael (mit Gruß an Claudia)

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Roman Pelek

Re: San Juan nachjustieren

Beitragvon Roman Pelek » 21. April 2005, 21:35

Hi Michael,

Michael Blumöhr schrieb:
>
> Roman Pelek schrieb:
> >Und im 2er-Spiel ist es sowieso so, dass es sehr
> > schwer wird, auf die Zunfthalle zu gehen, wenn sich früh
> > abzeichnet, dass die anderen gute Kombis in Lila in Gang
> > bringen.
>
> "die anderen" in 2er-Spielen? Ist Dein Gegenüber schizophren?
> Oder siehst Du öfter doppelt? :-) ;-)

Weder das eine noch das andere war [i]im vorliegenden Fall[/i] der wahre Grund ;-) Diese Freudsche Fehlleistung kam daher, dass ich beim Schreiben darüber nachgegrübelt habe, wie oft ich in meinen 2er-Partien gegen diverse, wechselnde "andere Mitspieler" (natürlich pro 2er immer nur eine/r...) mit der Zunfthalle durchkam. Tja, und schon war ich geistig im Plural, ohne die Absurdität meiner Formulierung zu bemerken...

Ciao,
Roman (Grüße zurück von Claudia)

P.S.: Auch schön war heute die Erklärung in "Galileo", dass Menschen mit "dem Auge" den Ultraschall nicht hören können - im Gegensatz zu Katzen (weswegen man dann auf Infrarot bei Fernbedienungen umstieg - ist ja auch logisch, denn Infrarot können selbst Katzen mit "dem Ohr" nicht sehen :-) )


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