Beitragvon Michael Reitz » 17. Mai 2005, 21:46
So, ich habe mal zu zweit ein Spiel gemacht, bei dem ein imaginärer Verräter die Belagerungsmaschinen-Strategie gespielt hat (also ein simuliertes 3-Spieler Spiel mit offensichtlichem Verräter), um herauszufinden ob es für die Ritter möglich ist zu gewinnen.
Die Ritter haben wir zufällig gezogen (Sir Parzival und König Artus), und für den Verräter haben wir immer einen automatischen Zug (Belagerungsmaschine nach Camelot stellen, und sonst nichts) gemacht, nachdem wir unsere beiden Züge gemacht hatten. Die Spielerreihenfolge war also:
1.) Sir Parzival
2.) König Artus (ja, war nicht ganz regelkonform, aber die umkehrte Reihenfolge hätte vermutlich keinen Unterschied gebracht)
3.) Verräter (der immer lediglich eine Belagerungsmaschine nach Camelot stellt)
In den ersten beiden Zügen haben wir beide zunächst Karten in Camelot gezogen, und die Spezialfähigkeit von König Artus benutzt, um Sir Parzival gute Karten für die Lanzelot-Queste und König Artus Gral-Karten in die Hand zu bringen.
Dann ist Sir Parzival zur Lanzelot-Queste gereist und hat noch einen Lebenspunkt geopfert, um schon direkt die 1. Karte (eine 4 auf den Drilling) zu spielen. König Artus hat das gleiche auf der Gral-Queste getan. Am Anfang haben wir bei den schwarzen Karten im Wesentlichen Schwarzer Ritter, Lanzelot, Sachsen/Pikten gezogen, wodurch insbesondere die Gral-Queste machbar blieb.
In den nächsten Zügen hat Sir Parzival die Lanzelot-Queste erledigt (3x4+2x2=16 vs. 5+1+1=7, wobei alle Lanzelot- und Schwarzer Ritter Karten immer verdekt abgelegt wurden, um weiße Karten zu bekommen) und dabei noch Lebenspunkte geopfert, um mit Merlin insgesamt 2 Belagerungsmaschinen zu entfernen und zum Schluss noch eine Verzweifelung von der Gral-Queste zu entfernen. König Artus hat parallel dazu die Gral-Queste erledigt, wobei noch ein Merlin zum Einsatz kam, um eine weitere Verzweifelung zu entfernen und zum Schluss bei Anwesenheit von Sir Parzial die siebte Gral-Karte auszuspielen.
Zwischenstand: 4 weiße Schwerter, 1 schwarzes Schwert (das Turnier mit dem Schwarzen Ritter ging zwischenzeitlich einmal verloren), 5-6 Belagerungsmaschinen vor Camelot, 4 Merlin-Karten verbraucht, Lebenspunkte bei Sir Parzival durch "Frömmigkeit" noch recht hoch, bei König Artus nur noch 2; Lanzelot's Rüstung und den Gral gewonnen.
Bis jetzt sah es eigentlich ganz gut aus, aber wir haben den Verräter dann noch eine Anklage machen lassen (da wir ihn erst kurz vor Schluss enttarnen wollten); also: 3 weiße Schwerter, 2 schwarze Schwerter.
Als nächstes haben wir dann gemeinsam die Pikten-Queste (2 Pikten waren schon da) in Angriff genommen, auf schnellstmögliche Weise erledigt und dabei noch durch die Heldentum-Karte ein zusätzliches weißes Schwert gewonnen.
Neuer Stand: 5 weiße Schwerter, 2 schwarze Schwerter.
Jetzt fehlte also nur noch 1 reguläres weißes Schwert, da man das 7. weiße Schwert durch Anklage des Verräters bekommen kann.
Also wurde auch noch die Sachsen-Queste (von Sir Parzival alleine) in Angriff genommen, ein weiterer Merlin eingesetzt, um einen (dritten Sachsen) zu entfernen, während König Artus den Kampf gegen die Belagerungsmaschinen aufnahm. Der Gral wurde zwischendurch für Sir Parzival eingesetzt, um die ein oder andere schwarze Karte verzögern bzw. verhindern zu können. Währenddessen ging dann die Excalibur-Queste verloren, so dass die Zuwachsgeschwindigkeit der Belagerungsmaschinen deutlich anstieg.
Kurz vor Schluss - es standen schon 11 Belagerungsmaschinen in Camelot und König Artus konnte nur durch Opfern seines letzten Lebenspunktes nochmal eine Belagerungsmaschine entfernen - konnte Sir Parzival gegen die Sachsen gewinnen und schließlich noch den Verräter anklagen, nachdem noch einmal das Turnier gegen den schwarzen Ritter verloren ging (wäre eine Lanzelot/Drache-Karte gezogen worden, wäre es die 5. Karte für die Drachen-Queste gewesen und das Spiel verloren gegangen).
Endstand: 7 weiße Schwerter, 5 schwarze Schwerter, 11 Belagerungsmaschinen in Camelot, 5 Merlin-Karten, Frömmigkeit, Heldentum und Wahrsagung verbraucht, Lanzelot's Rüstung und den Gral gewonnen und eingesetzt; den Verräter erst im letzten Zug angeklagt.
Ausgespielte schwarze Karten: 8x Schwarzer Ritter, 7x Lanzelot/Drache, 5x Excalibur, 3x Verzweifelung + 1x Tostlosigkeit, 3x Söldner + 1x Pikte + 1x Sachse, 1x Morgana (Sofort die nächsten 3 schwarzen Karten vom Stapel aufdecken und ausführen.) Einige andere schwarze Karten konnten durch Sir Parzival mit Lanzelot's Rüstung verzögert bzw. verhindert werden.
Fazit: Ein extrem knapper Sieg, der kaum möglich gewesen wäre, wenn der Verräter in den ersten 6 Runden zunächst einmal die Lanzelot Queste blockiert hätte.