Beitragvon Stefan-spielbox » 20. Mai 2005, 13:13
Vielleicht sollte der Verräter nach seiner Entdeckung weniger wirksam sein als dies im Moment der Fall ist. Gefahr erkannt heißt doch eigentlich Gefahr gebannt oder? Kann ein Ritter nach seiner Endeckung als Verräter wirksamer gegen die "Guten" opponieren als vorher oder nicht? Entweder er wird geschnappt und banal ausgedrückt eingebuchtet oder er bemerkt die Gefahr und zieht die Flucht vor! Vielleicht sollte einfach bis zur möglichen Entdeckung eines Verräters jede Runde eine schwarze Karte gezogen werden. Das erhöht den Druck für Anschuldigungen und erhöht die Chance z.B. das auch die "guten" Spieler Katapulte setzen, weil dies die Vorraussetzung ist. In dieser Phase kann der "Verräter" dann prima für sein eigenes unwesen werben. Er macht es ja quasi für alle ;o). Wenn ihm die Boden unter den Füssen zu heiss wird, kann er sich selbst durch Flucht "outen" (Ab dem Zeitpunkt wo Anschuldigungen möglich sind).
Nach der Endeckung könnte er seine weißen gegen die gleiche Anzahl und Art schwarzer Karten tauschen und Sie dann Zielgerichtet an den verschiedenen Orten der Questen dann offiziell für die Bösen einsetzen (z.B. Ritter, Drachen, Verzweiflungskarten etc.). Er zieht dann immer neue Karten nach, wenn er nach Carmelot zurückkehrt und dort dann verdeckt spioniert (2 Karten pro Runde wie bei den Guten). Nicht Questenebzogene schwarze Karten können stattdessen hier ausgespielt werden und für Ärger sorgen. Er kommt damit immer wieder in die Entscheidungslage, schwarze Schwerter konkret durch den "Gewinn" schwarzer Schwerter in den Questen zu erlangen oder insgesamt Schaden zu verursachen oder sich zu stärken, wenn er in Carmelot ist. Ansonsten könnte er offiziell auf Seiten der Pickten oder Sachsen aktiv werden und so versuchen dort schwarze Schwerter auf den Tisch zu bringen (Figur einsetzen als 1. Aktion). Die Katapulte sollten von der Endeckung unberührt bleiben, weil sie ohnehin recht starke Wirkung erzielen und wer als Feind soviel investiert eine Festung zu belagern, der wird kaum das Tempo erhöhen können, weil ein Spion gefaßt wurde....
Wenn das Spiel so gespielt wird, dann wird das Misstrauen unter den Spielern auch greifbarer werden, weil ja jede Runde bis zur Endeckung eine schwarze Karte gezogen wird das Gefühl wird sich Verstärken, das bestimmt ein Verräter unter den "Guten" ist, warum sonst, würde das "Böse" so stark werden etc.. Außerdem wird der Verräter so stärker bis zum Zeitpunkt der Endeckung, da er die Guten behindern kann und schwarze Karten durch seine "bösen" Verbündeten ins Spiel gebracht werden können, ohne das er dies selbst vor in der Queste veranlasst. Falsche Anklagen und Verdächtigungen werden dann zusätzliche Würze bringen, auch wenn kein Verräter im Spiel ist ;o). Bin mir auch sicher, dass dann die Gruppenquesten spannender werden, wenn der Verräter dort auftaucht, um offen auf der Seite der bösen aktiv zu werden. Ich werde diesen Ansatz in meiner Spielrunde jedenfalls ausprobieren und ich bin optimistisch, dass es gut funktioniert. Würde dem Spiel sicher gut tun. Bin schon auf eure Reaktionen gespannt.
PS: Das Spiel gefällt mir sehr gut!!! Freue mich schon auf die nächsten Partien am Wochenende!!!