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Schatten über Camelot - Gegenstratgie?

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Bernd Schlüter

Schatten über Camelot - Gegenstratgie?

Beitragvon Bernd Schlüter » 22. Mai 2005, 10:05

Ich bin gestern endlich mal dazu gekommen, in ein paar Solitärrunden die Strategie mit den Belagerungsmaschinen auszuprobieren. Nun ja, bei mir hat sie nicht funktioniert! Von 5 Partien haben die getreuen Ritter immerhin 4 gewonnen. Und bei der Niederlage hatten sie auch schon 7 weiße Schwerter, aber plötzlich auf Grund der Sachsen auch 12 Belagerungsmaschinen.

Zu den Spielvorbereitungen:
Ich habe zufällig 4 Ritter gezogen, danach wurde zufällig einer zum Verräter bestimmt. Danach wurde noch zufällig (wenn Artus nicht mitspielte) der Startspieler bestimmt.

Zum Ablauf:
Der Verräter hat sich auf die Lancelot Quest begeben und jede Runde eine Belagerungsmaschine gespielt. Nach der Enttarnung hat er entweder zufällig oder zielgerichtet eine weiße Karte geklaut und eine Belagerungsmaschine aufgestellt.
Die getreuen Ritter haben in der ersten Runde jeweils einen Lebenspunkt geopfert und zwei weiße Karten gezogen. Ziel war es, genügend Karten für die Gralsquest zu bekommen. In der zweiten Runde zog jeder Ritter eine schwarze Karte (die wenn möglich verdeckt abgelegt wurde um eine weiße Karte zu bekommen) und zog erneut 2 weiße Karten. Nach 2 Runden hatte jeder getreue Ritter also 4-5 Karten zusätzlich, es gab zwei Belagerungsmaschinen und maximal drei schwarze Karten lagen aus. Sah es nun beim Gral gut aus (genügend weiße Gralkarten auf den Händen und wenig schwarze Gralkarten (die eventuell mit Merlinkarten beseitigt wurden) zogen die getreuen dorthin und spielen auch direkt eine Gralkarte aus. Nach drei Runden war der Gral dann gewonnen, jeder Spieler bekam einen Lebenspunkt und weiter Karten. Danach kümmerten sich die Ritter entweder um Excalibur oder schlugen Sachsen und Pikten zurück. Kartenmangel gab es eigentlich kaum sobald die getreuen Ritter 8 weiße Schwerter in Camelot hatten, wurden fast nur noch Belagerungsmaschinen zerstört.

Wichtig:
Die Soloquests wurden links liegen gelassen, da der Verräter ja gerade bei dem Spieler der diese Quests lösen will gezielt Karten klauen kann und das Lösen einer solchen Quest somit unmöglich machen kann. Außerdem kann man die schwarzen Karten zu diesen Quests verdeckt ablegen und somit weiße Karten bekommen.

Nachdem der Verräter die 5. Belagerungsmaschine gesetzt hatte setze ein getreuer Ritter eine Belagerungsmaschine und enttarnte ihn, was ja ein weißes Schwert nach Camelot bringt.



Ich will jetzt nicht behaupten, dass dies die absolute Strategie ist und man immer damit gewinnt, es scheint aber schon sinnvoll zu sein, zunächst Karten zu ziehen (und auch während des Spiels versuchen an Karten zu kommen) und dann in der kompletten Gruppe die Quests zu lösen, wobei Soloquests außen vor bleiben.
Das führt natürlich zu der Frage, wie "sinnvoll" dieses Spiel ist. Wenn ich so vorgehe und keinen Verräter in der Gruppe habe, gewinne ich fast sicher. Habe ich einen Verräter, muss er eigentlich sofort anfangen Belagerungsmaschinen zu setzen um die Ritter unter Zeitdruck zu setzen. Er kann zwar zwischendurch mal eine schwarze Karte spielen, in der Hoffnung, dass die getreuen Ritter dadurch eine Quest verlieren, aber darauf hoffen die Ritter ja auch irgendwie. Irgendwie bleibt da wenig "Spielraum" wenn ich auf Sieg spiele.

Noch ein Wort zum Verräter. Eigentlich erscheint es widersinnig, dass der Verräter stärker wird, wenn er entlarvt ist. Schließlich sollte er doch versuchen, so lange wie möglich unentdeckt zu bleiben. Auf der anderen Seite sollte das Spiel natürlich auch nach der Entlarvung einigermaßen interessant für den Spieler des Verräters bleiben. Und seine Stärke ist wohl auch eine Sache der Perspektive. Die getreuen Ritter empfinden ihn als stark, weil er Karten klauen und eine Belagerungsmaschine setzen darf, er selber empfindet sich wohl eher als schwach weil er ja "tatenlos" zusehen muss, wie die Ritter sich absprechen und die Quest gemeinsam angehen und - meistens auch - lösen.

Bernd

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Peter Gustav Bartschat

Re: Schatten über Camelot - Gegenstratgie?

Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 22. Mai 2005, 10:32

Danke für den ausführlichen Bericht, lieber Bernd.

Die Antwort auf deine Frage ...

Bernd Schlüter schrieb:
> Das führt natürlich zu der Frage, wie "sinnvoll" dieses Spiel
> ist. Wenn ich so vorgehe und keinen Verräter in der Gruppe
> habe, gewinne ich fast sicher. Habe ich einen Verräter, muss
> er eigentlich sofort anfangen Belagerungsmaschinen zu setzen
> um die Ritter unter Zeitdruck zu setzen.

... hast du eigentlich etwas weiter unten schon selbst gegeben:

> [...] er selber empfindet
> sich wohl eher als schwach weil er ja "tatenlos" zusehen
> muss, wie die Ritter sich absprechen und die Quest gemeinsam
> angehen und - meistens auch - lösen.

WENN der Verräter die Belagerungs-Strategie spielt, DANN können die Ritter ihn schnell entlarven und - ich setze jetzt mal ohne eigene Überprüfung als These, dass deine Strategie sich verallgemeinern lässt - besiegen.

Daraus folgt für die Strategie des Verräters: Er sollte sich eben NICHT so verhalten, dass seine Identität offensichtlich ist, sondern versuchen, im Verborgenen bleibend seine Optionen zu nutzen, das Spiel für die anderen scheitern zu lassen.

Und das wiederum wäre ja genau das, was uns das Vorwort zur Spielanleitung als Konzept vorstellt.

Auf der Tagesordnung der nächsten Spielbox-Forums-Camelot-Regelkritik-Sitzung könnte also stehen: "Wie kann man den armen Verräter unterstützen, damit er mit seiner ´totsicheren´ Strategie nicht jedesmal baden geht?".

Mit einem lieben Gruß
Gustav

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Michael Schlepphorst "Suko"

Re: Schatten über Camelot - Gegenstratgie?

Beitragvon Michael Schlepphorst "Suko" » 22. Mai 2005, 11:24

Bernd Schlüter schrieb:
>
> aus. Sah es nun beim Gral gut aus (genügend weiße Gralkarten
> auf den Händen und wenig schwarze Gralkarten (die eventuell
> mit Merlinkarten beseitigt wurden) zogen die getreuen dorthin
> und spielen auch direkt eine Gralkarte aus. Nach drei Runden

Ich kann aber schon davon ausgehen, dass Ihr beachtet habt, dass Reisen eine gesonderte Aktion ist, oder? Das Wort direkt klang jetzt nämlich so als ob ihr gereist seid und sofort ne Karte gespielt habt. Das wäre je verboten (ausser bei dem lila Ritter wenn er aus Camelot kommt). Zudem erscheint mir dann auch die Angabe mit drei Runden sehr günstig zu sein. Das könnte wohl auch nur klappen wenn in der Zeit keine Verzweiflungskarten gezogen worden sind (vorher nicht und auch nicht wenn die Ritter an der Queste stehen). Also eher selten der Fall.
Aber ich werde das mal ausprobieren. Daher danke für die Beschreibung!

Gruß

Michael

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Attila
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Re: Schatten über Camelot - Gegenstratgie?

Beitragvon Attila » 22. Mai 2005, 11:34

Hiho,

ALso ich habe erst 5 Partien gemacht mit 4 Leuten - 4 mal hat der Verräter zu beginn an offensichtlich gespielt und die Ritter haben jedes mal verloren.

In der ersten Partie haben die Ritter auch auf den "schnellen" Gral gespielt - hat auch funktioniert aber schnell wurde klar dass das ein "schuss in den ofen" war, denn die Verzweiflungskarten bringen von dann an ja Katapulte - das spiel endet nach dem der Gral gefunden wurde sehr schnell (immerhin 17 Verzewiflungs/Hoffnungslosigkeit-Karten sind in Spiel!) zuende - jede Runde kam im schnitt eine Verzweiflung plus das Katapult des Verräters .. wirkt extrem Spielbeschleunigend! Immhin haben sich die Ritter noch 5 Schwerter erobern können!

Die zweite Partie lief ganz ähnlich, nur das die Ritter mangels Gral-Karten Excalibur schnell erobert haben. Das ging sehr schnell, aber danach ging es auch sehr schnell mit den Katapulten (sind 15 Excaliburkarten im Spiel). Auch hier: 5 Schwerter.

Die nächsten beiden Partien haben Ritter ausschliesslich die Sachsen/Pikten und den schwarzen Ritter bekämpft. Diese Partien waren beide weitaus länger und haben immerhin ein 5:7 und ein 6:6 ergeben (beide male kein Ende durch die kapulte).

Die letzte Partie von gestern hat der Verräter erstmal normal gespielt (es war hier nicht klar ob es ein Verräter gibt) und nach ein paar seltsamen Aktionen und einer Falschanklage die er gemacht hat wurde er enttarnt - hat aber nix geholfen!

Vieleicht magst du oder jemand mal eine Inet-Partie via Chat durchführen um das ganze genauer in Augenschein zu nehmen! Oder eine offene Partie in einem Forum!

Atti

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Attila
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Re: Schatten über Camelot - Gegenstratgie?

Beitragvon Attila » 22. Mai 2005, 11:36

Michael Schlepphorst "Suko" schrieb:

> Aber ich werde das mal ausprobieren. Daher danke für die
> Beschreibung!

Ich habe es gerade probiert - nach ca. 7 Minuten (in der 4ten Runde) kam der "Finstere Wald" ... schade eigentlich! :-)

Atti

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Bernd Schlüter

Re: Schatten über Camelot - Gegenstratgie?

Beitragvon Bernd Schlüter » 22. Mai 2005, 11:42

Ja, Reisen wurde als seperate Aktion behandelt. Man ist halt zum Gral gereist und hat gegen Abgabe eines Lebenspunktes sofort eine Gralkarte gespielt.

In keiner meiner 5 Solitärpartien lagen viele schwarze Karten aus. Die paar bisher gezogenen verteilten sich ganz gut auf die verschiedenen Quests. Auch können Verwzeiflungskarten ja durch eine zusätzliche Aktion (gegen einen Lebenspunkt) mit Merlinkarten beseitigt werden. War jedenfalls nie ein Problem.

Wenn es aber bzgl. Gral zu schlecht aussieht, kann man natürlich auch den Gral Gral sein lassen und Excalibur holen und dann Sachsen und Pikten bekämpfen. Man ist ja flexibel und wenn man keine Gralkarten hat, muss man ja sowieso auf andere Quests ausweichen. Wichtig ist aber wohl, dass die Ritter zusammen eine Quest lösen, da sie dann die gewonnen Karten unter sich aufteilen können und auch jeder einen Lebenspunkt erhalten

Ach ja, da sehr viele weiße Karten im Spiel waren, gab es auch viele Sonderkarten, die u.a. Lebenspunkte und weiße Karten bescherten.

Bernd

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Attila
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Re: Schatten über Camelot - Gegenstratgie?

Beitragvon Attila » 22. Mai 2005, 12:25

Hiho,

Ich habe mal ein Forum dazu aufgemacht und ein testspiel gestartet.

Artus, Kay, Tristen und Palomides versuchen sich - wobei Artus der Verräter ist.

Ich denke da Bernd schon ein paar mal erfolgreich war, könnte er kurz anmerken was die Ritter seiner meinung nach machen sollten.

http://www.flames-of-europe.de/modules.php?name=Forums&file=viewforum&f=18

Atti

PS: Registrierung ist notwendig, ansonsten via eMail an mich!

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Attila
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Re: Schatten über Camelot - Gegenstratgie?

Beitragvon Attila » 22. Mai 2005, 12:30

Hiho,

Korrektur: Registrierung nicht notwendig!

Atti

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Mifu

Schatten über Camelot - 2 Personen Variante ?

Beitragvon Mifu » 22. Mai 2005, 17:39

Hallo,

ich will jetzt am Donnerstag mit einer Spielgruppe ( insg. 4 Personen )
das Spiel : "Schatten über Camelot" zum ersten Mal spielen.

Um das Spiel aber schon vorher einmal angespielt zu haben,
will ich es mit meiner Frau zusammen schon einmal spielen.
Dann fällt es mir leichter, die Regeln den neuen Spielern
am Donnerstag beizubringen.

Gibt es eine Variante oder einigermaßen sinnvolle Spielweise,
die mit 2 Personen einigermaßen spielbar ist ?

Viele Grüße
Michael

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Attila
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Re: Schatten über Camelot - 2 Personen Variante ?

Beitragvon Attila » 22. Mai 2005, 18:56

Hiho,

Du kannst das Spiel ganz normal mit 2 Personen spielen wie es in den Regeln steht - ausgenommen das ihr einfach keine Verräterkarte unter die Gesinnungskarten mischt.

Es ist zwar nicht so einfach (gerade wenn man das erste mal spielt), aber schaffbar!

Atti

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Mifu

Re: Schatten über Camelot - 2 Personen Variante ?

Beitragvon Mifu » 23. Mai 2005, 17:34

Danke ! wird versucht :-)

Gruß
Michael


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