Beitragvon Attila » 14. Juni 2005, 12:58
Ralf Arnemann schrieb:
> Anfangs immer schwarze Karten ziehen, damit man überhaupt
> lohnende Ziele bekommt (macht ja wenig Sinn, z. B. einen
> Sachsenkrieg zu gewinnen, wenn dort noch gar keine Sachsen
> aufgetaucht sind).
Das kann man auf keinen Fall pauschal machen! Auch am Anfang macht es u.U. sinn schon Leben zu Opfern oder Katapulte zu setzen!
> Die Anfangskartenhand ruhig noch etwas mit Karten aufstocken,
> damit man "draußen" länger durchhält.
Auch hier: Auf keinen Fall pauschal! - Je mehr Spieler dabei sind, des so weniger macht das Sinn!
> Kleine Questen (Ritter, Lancelot, Kriege) nur anfangen, wenn
> man auch alle Karten auf der Hand hat, um sie erfolgreich
> durchzuziehen.
"Lancelot" sehe ich nicht als "kleinen" Queste an! Und generell sollte man keinen Questen anfangen ohne ihn durchziehen zu können! - Wo bei das "durchziehen können" sich immer auf die Gruppe bezieht - sogar bei Solo-Queste! (Man denke an Artus und den Boten).
> Finger weg von den Belagerungsmaschinen.
Auf keinen Fall! - Belagerungsmaschinen zu setzen ist eine wichtige Sache!
> Excalibur und den Gral eine Weile in der Schwebe lassen (d.h.
> nur etwas eingreifen, damit die Queste nicht zur Gegenseite
> kippt), damit die entsprechenden Karten nicht zu
> Belagerungsmaschinen führen.
Imo absolut kontraproduktiv - wenn man den Gral anfängt, muss man ihn "durchziehen" - helbherzig dort Karten du verballern (und somit die Aktion verschwenden - zusätzlich zum hin- und wieder abreisen) bringt imo nichts!
Gut bewährt hat sich bei uns die "fast-grail"-Strategie (hab ich in BGG so getauft), d.h. die Gruppe (min 3 Leute) versucht den Gral so schnell es geht zu holen.
> Wenn eine Queste kurz vor dem Ende steht, keine Karten
> ziehen, um sie nicht kurz vor Torschluß zunichte zu machen.
Kommt drauf an wie wichtig es ist. Manchmal benötigt man auch nur "irgendein" Schwert - sei es durch
> Gral erst anfangen, wenn eine Weile gespielt wurde und
> möglichst viele Gral-Karten in Spielerhand sind.
Nach meiner Erfahrung bekommt man den Gral so nur sehr schwer - den muss man schnell holen, oder gar nicht!
> Dann aber möglichst alle Ritter beteiligen und die Sache
> schnell durchziehen.
Auch das ist nicht pauschal so zu sagen - es ist natürlich besser, je mehr Leute dabei sind, aber man darf oft auch nicht die anderen Queste vernachlässigen. 3 Leute sollten schon beim Gral sein, mehr ist besser - aber je nach Kartenhand ist es auch besser für manche Ritter etwas sinnvolleres zu tun!
> Ritter- und Lancelot-Questen ruhig auch mal ignorieren und
> damit verlieren - einzelne schwarze Schwerter helfen ja eher,
> ein früheres Spielende zu erreichen, bevor die Kräfte
> nachlassen.
i.d.R muss man den ein oder anderen Queste verloren geben - auch manchmal den Gral oder Excalibur! - Das ist aber kein Beinbruch!
Wichtig ist es das man als Gruppe gemeinsam an einem Strang zieht. 2 Leute beim Gral "verhungern" zu lassen ist ziemlich übel! Man muss sich gegenseitig unterstützen und man darf sich durchaus auch mal selber opfern um die Gruppe zu retten! - Ist schon vorgekommen und es gibt auch situationen wo es *viel* sinnvoller ist, sich zu opfern als das man irgendwas macht, was aber nicht wirklich was bringt - gerade gegen Spielende ist das oft der Fall. Leider sind viele Mitspieler nicht dieser Meinung und führen die Gruppe dann ins verderben, weil *irgendwas* bösen *muss* man tun - was gutes kann man oft gegen Ende aber gar nicht tun. So geschehen im letzten Spiel - anstatt sich "zu opfern" hat ein Spieler eine schwarze Karte gezogen und das verderben heraufbeschworen, obwohl das Spiel *eigentlich* gewonnen war, weil der nächste Spieler 2 Leben hatte und die entscheidende, letzte Karte auf der Hand (wurde ihm von Artus gegeben). Ein "Opfer" hätte man bedenkenlos durchführen können, wenn man das Spiel beobachtet hätte - leider war aber jemand zu egoistisch! :-) - Und es war *nicht* der Verräter!
Schade, schade - das kann aber passieren! (Ist auch sehr lustig dann)
Atti