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intuitiv ... und damit falsch gespielt

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Heinrich Glumpler

intuitiv ... und damit falsch gespielt

Beitragvon Heinrich Glumpler » 17. Juni 2005, 12:47

Hi,

mich würde interessieren, bei welchen Gelegenheiten ihr ein Spiel intuitiv gespielt habt - und später feststellt, dass ihr es falsch spielt.

Simples Beispiel:
Ihr habt ein Spiel vor euch, bei dem Pöppel auf einer Laufstrecke unterwegs sind und beim Spiel liegt ein Würfel.
Intuitiv würfelt ihr bei jedem Zug erst mal den Würfel, um den eigenen Pöppel dann die entsprechende Anzahl Felder vor zu ziehen.
Tatsächlich stellt ihr beim genauen Lesen der Regel fest, dass man zunächst eine Zahl ansagen muss und die angesagte Anzahl von Feldern nur gehen darf, wenn man beim *anschließenden" Würfelwurf mindestens diese Augenzahl wirft.
(ups - hab ich gerade ein Spiel entworfen? ;-) - ich kann's wohl nicht lassen :lol: )

Besonders (aber nicht ausschließlich!) interessant fände ich Beispiele, wo die Intuition wider besseren Wissens immer wieder mal die Oberhand behält.

Grüße!
Heinrich

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Andreas Keirat

Re: intuitiv ... und damit falsch gespielt

Beitragvon Andreas Keirat » 17. Juni 2005, 14:12

Heinrich Glumpler schrieb:
>
> Hi,
>
> mich würde interessieren, bei welchen Gelegenheiten ihr ein
> Spiel intuitiv gespielt habt - und später feststellt, dass
> ihr es falsch spielt.
>
> Simples Beispiel:
> Ihr habt ein Spiel vor euch, bei dem Pöppel auf einer
> Laufstrecke unterwegs sind und beim Spiel liegt ein Würfel.
> Intuitiv würfelt ihr bei jedem Zug erst mal den Würfel, um
> den eigenen Pöppel dann die entsprechende Anzahl Felder vor
> zu ziehen.
> Tatsächlich stellt ihr beim genauen Lesen der Regel fest,
> dass man zunächst eine Zahl ansagen muss und die angesagte
> Anzahl von Feldern nur gehen darf, wenn man beim
> *anschließenden" Würfelwurf mindestens diese Augenzahl wirft.
> (ups - hab ich gerade ein Spiel entworfen? ;-) - ich kann's
> wohl nicht lassen :lol: )
>
> Besonders (aber nicht ausschließlich!) interessant fände ich
> Beispiele, wo die Intuition wider besseren Wissens immer
> wieder mal die Oberhand behält.
>
> Grüße!
> Heinrich

Da wäre mein bestes Beispiel "Bohnanza"... Man erlebt doch immer wieder, wie die Griffel versuchen, diese #%&%&&# - Karten in eine richtige Sortierung zu bringen. :)

Ciao,

Andreas Keirat
www.spielphase.de

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Carsten Wesel

Re: intuitiv ... und damit falsch gespielt

Beitragvon Carsten Wesel » 17. Juni 2005, 14:55

Capitol ist auch so ein Vertreter.

Da steht irgendwo explizit drin, daß die 3 Stapel nicht neu gemischt werden. Aber wie das so ist bei Ablagestaplen... man mischt sie, wenn man durch ist und gut.

Ich habe noch in keiner Partie festgestellt, ob das nun ein Fehler war, oder nicht!

Gruß Carsten (der auch lange der Meinung war, daß man bei Siedler nur *eine* Straße je Runde bauen darf, außer man hat diese Entwicklungskarte *Straßenbau*, die dann 2 erlaubt. (aber das möchte ich hier gar nicht erwähnen))

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Wolfram Püchert alias WeePee

Re: intuitiv ... und damit falsch gespielt

Beitragvon Wolfram Püchert alias WeePee » 17. Juni 2005, 15:03

Stratego - Der Spion

Erste Variante:

Für viele scheint es "intuitiv" richtig zu sein, dass der Spion alle anderen Figuren im Spiel (außer den Bomben) schlagen darf - wenn der Spieler mit dem Spion schlägt.

Begründung ist wohl: der Spion kann den Feldmarschall schlagen und damit auch alle anderen Figuren.

Mir zumindest sind immer wieder Spieler untergekommen, die das Spiel so spielen.


Zweite Variante:

Für viele scheint es "intuitiv" richtig zu sein, dass der Spion IMMER den Feldmarschall (auch, wenn der Feldmarschall die schlagende Figur ist) schlägt.

Mir zumindest sind immer wieder Spieler untergekommen, die das Spiel so spielen.

Gruß

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Dietrich
Kennerspieler
Beiträge: 1155

Re: intuitiv ... und damit falsch gespielt

Beitragvon Dietrich » 17. Juni 2005, 15:36

Ein alter Fehler:
Rheingold (Jumbo)
Kampfregel - zunächst nahm ich an, dass man mit der Übermacht von mindestens einem Ritter angereifen darf; da in der Regel als Übermacht ein Ritter genannt ist - wieder ein Beispiel für die Verwechselungsmöglichkeit des unbestimmten Artikel "ein" (english "a") oder der Anzahl "ein" (english "one"). Zusätzlich musste die Regelung getroffen werden, dass man in seinem Zug zunächst seine Ritter ziehen muss, um erst dann - zum Abschluss des Zuges - schlagen zu dürfen; was übrigens auch nicht dem Regelwerk widerspricht. Selbst Jumbo antwortete auf die Frage nach der richtigen Deutung des "ein" mit dem Hinweis, dass "mindestens ein Ritter" Übermacht herrschen muss. Übrigens funktionierten beide oben beschriebene Regelinterpretationen so gut miteinander, dass das Spiel Spaß brachte.
Später erfuhr ich, dass der Autor die Übermacht von genau einem Ritter verlangt hat. Man muss ein größeres Heer also teilen, um angreifen zu können; wobei das Restheer dann für einen Angriff eines anderen Heeres anfällig ist. Eine vorgeschriebene Reihenfolge "Erst Zug - dann Angriff" gibt es aber nicht!
Liebe Regelschreiber: Wenn "ein" als genaue Anzahl gemeint ist, setzt bitte in Klammern "(1)" dahinter oder, besser noch, benutzt das aus der Mathematik bekannte "genau ein"!

MfG Dietrich

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Marten Holst

RE: intuitiv ... und damit falsch gespielt

Beitragvon Marten Holst » 17. Juni 2005, 18:00

Moin,

> Zweite Variante:
>
> Für viele scheint es "intuitiv" richtig zu sein, dass der
> Spion IMMER den Feldmarschall (auch, wenn der Feldmarschall
> die schlagende Figur ist) schlägt.
>
> Mir zumindest sind immer wieder Spieler untergekommen, die
> das Spiel so spielen.

Öh, haben wir schon einmal gespielt? Geht das anders? *staun*

Tschüß
Marten

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peer

Stratego

Beitragvon peer » 17. Juni 2005, 18:44

Hi,
Marten Holst schrieb:
> > Zweite Variante:
> >
> > Für viele scheint es "intuitiv" richtig zu sein, dass der
> > Spion IMMER den Feldmarschall (auch, wenn der Feldmarschall
> > die schlagende Figur ist) schlägt.
> Öh, haben wir schon einmal gespielt? Geht das anders? *staun*

Japp, der Spion muss den Feldmarschall aktiv schlagen. Der Feldmarschall kann den Spion seinerseits schlagen, wenn er denn am Zug ist...
ciao
peer

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dieter gvp

Re: intuitiv ... und damit falsch gespielt

Beitragvon dieter gvp » 17. Juni 2005, 21:03

Hallo!
Aquire: Wir haben das Spiel Ende der 70er kennen gelernt und es immer mit verdeckten Aktien gespielt.
Erst hier im Forum habe ich festgestellt, dass es regulär mit offenen Aktien gespielt wird. Die Versuche diese Regel in unserer Spielrunde einzuführen, scheiterten kläglich. So spielen wir Aquire immer noch mit den "falschen" Regeln, trotzdem ist es ein absoluter "Longseller", eigentlich unser liebstes Spiel.

mfg dieter(der gerade feststellt, dass er BigBoss für das bessere Aquire hält, im Gegensatz zum Rest seiner Spielgruppe)

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Steffen S.

[OT] intuitiv falsch...

Beitragvon Steffen S. » 17. Juni 2005, 22:25

Acquire ist ein gutes Beispiel für ein Spiel, das weniger intuitiv falsch gespielt, als viermehr intuitiv falsch geschrieben wird. Das arme "c" muss sich schon ganz unterprivilegiert vorkommen... ;-)

Intuitive Grüße,
Steffen

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dieter gvp

Re: [OT] intuitiv falsch...

Beitragvon dieter gvp » 17. Juni 2005, 23:39

hier die fehlenden 3 c's
c
c
c
mfg dieter(sorry, unterprivilegiertes c)

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VolkiDU

Re: Stratego

Beitragvon VolkiDU » 17. Juni 2005, 23:45

peer schrieb:
>
> Hi,
> Marten Holst schrieb:
> > > Zweite Variante:
> > >
> > > Für viele scheint es "intuitiv" richtig zu sein, dass der
> > > Spion IMMER den Feldmarschall (auch, wenn der Feldmarschall
> > > die schlagende Figur ist) schlägt.
> > Öh, haben wir schon einmal gespielt? Geht das anders? *staun*
>
> Japp, der Spion muss den Feldmarschall aktiv schlagen. Der
> Feldmarschall kann den Spion seinerseits schlagen, wenn er
> denn am Zug ist...

Jo. Gerade das, wer wen aktiv schlägt, ist der "Renner" beim Spielen.

Volker

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Heinrich Tegethoff

Re: intuitiv ... und damit falsch gespielt

Beitragvon Heinrich Tegethoff » 18. Juni 2005, 13:15

Hallo Heinrich,

manche Spiele haben eine endliche, manche eine unendliche "Dreiecksfolge",
also 1-3-6-10-15-21... für Preise oder Siegpunkte etc.

Daraus ergaben sich schon einige Fehlzüge, weil man bei Coloretto auf 7 Karten
ging (auf 6 begrenzt) oder im 2er-St.Petersburg so seine 12 Adligen sammelte,
halt nach dem Prinzip "je mehr desto besser weil mehr Punkte". Tatsächlich hat
man aber nur mehr Geld ausgegeben o.ä.

Umgekehrt sieht es bei Amun Re so aus, als könnte man nicht mehr als 36
bezahlen, da der Karten. bzw. Brettaufdruck dort endet. Auf Verlangen eines
Spielers sahen wir igendwann in die Regel - voila: 36 ist keine Grenze, man kann
mehr bieten (45).

Servus,
Heinz alias Heinrich

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Peter Lewe

Re: intuitiv ... und damit falsch gespielt

Beitragvon Peter Lewe » 18. Juni 2005, 15:16

Richtig gute Spiele sind allerdings die, die man/frau intuitiv richtig spielt; will heißen, daß Thema und Regel dem Spielgefühl entsprechen.
Gruß Peter

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Arby

Re: intuitiv ... und damit falsch gespielt

Beitragvon Arby » 18. Juni 2005, 16:30

Nicht so richtig zum Thema passend, aber doch irgendwie in "dieser Richtung" liegt dann noch das "Frei Parken" beim Monopoly. Ich kenne genug Spieler, die es gar nicht anders kennen, als daß jegliche Abgaben (Steuern, Renovierungskosten, Strafen, etc.) in die Mitte gelegt und schließlich von dem eingesackt werden, der auf das Feld "Frei Parken" kommt.

Ralf "Arby" Brostedt

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Ernst-Jürgen Ridder

Re: intuitiv ... und damit falsch gespielt

Beitragvon Ernst-Jürgen Ridder » 18. Juni 2005, 18:21

Na ja, wenn das so wäre, gäbe es kaum "richtig gute" Spiele.

Gruß
Ernst-Jürgen

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Thorsten aus B

Re: intuitiv ... und damit falsch gespielt

Beitragvon Thorsten aus B » 19. Juni 2005, 13:07

Arby schrieb:
>
> Nicht so richtig zum Thema passend, aber doch irgendwie in
> "dieser Richtung" liegt dann noch das "Frei Parken" beim
> Monopoly. Ich kenne genug Spieler, die es gar nicht anders
> kennen, als daß jegliche Abgaben (Steuern,
> Renovierungskosten, Strafen, etc.) in die Mitte gelegt und
> schließlich von dem eingesackt werden, der auf das Feld "Frei
> Parken" kommt.
>
> Ralf "Arby" Brostedt

Ich habe gerade kein Monopoly-Spiel hier, aber die Frei-Paerken"-Regel ist (war?) als Option in den deutschen Regeln enthalten. Wir haben das früher übrigens auch immer so gespielt, und es erhöht die Menge des zur Verfügung stehenden Geldes doch enorm (und man hat auch als armer Schlucker noch eine letzte Hoffnung).

Thorsten

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Markus N.

Re: intuitiv ... und damit falsch gespielt

Beitragvon Markus N. » 20. Juni 2005, 16:45

Hey, sind das nicht auch die Spieler, die sich intuitiv 8000 aus der Bank nehmen, wenn sie genau auf Los kommen?

Meiner Meinung nach steht das nämlich auch nicht in der Regel!

Gruß
Markus

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peer

Re: intuitiv ... und damit falsch gespielt

Beitragvon peer » 20. Juni 2005, 20:21

Hi,
Markus schrieb:
>
> Hey, sind das nicht auch die Spieler, die sich intuitiv 8000
> aus der Bank nehmen, wenn sie genau auf Los kommen?
>
> Meiner Meinung nach steht das nämlich auch nicht in der Regel!

nicht in der aktuellen, aber in alten Versionen stehts noch drin (Wir hatten eine aus den späten 50ern, da war das noch Regelbestandtteil...)
ciao
peer


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