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Zeitbegrenzung

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Immanuel

Zeitbegrenzung

Beitragvon Immanuel » 22. Juni 2005, 14:10

Hallo zusammen,

aus gegebenem Anlaß wollte ich mal die Frage ins Forum geben, wie Ihr das mit der Zeitbegrenzung für Züge haltet.
Bei unserer gestrigen HIMALAYA-Partie und auch in der anschließenden Runde Edel, Stein & Reich (!!JA!! obwohl nur drei Aktionsmöglichkeiten) kam es zu teilweise ziemlich öden Wartezeiten : seufz: (BTW: Wieso gibt es eigentlich in keinem Spiel eine Wartephase ? :???: :lol:)
Nun steht ja bei Himalaya schon in der Regel, man sollte sich Gedanken über eine zeitliche Begrenzung der Planungsphase machen. Weil es die Hälfte der vier Mitspieler nicht für nötig hielten, haben wir darauf verzichtet. Und leider scheinen die Herausgeber von Himalaya sich auch nicht die Mühe gemacht zu haben, einen Vorschlag abzudrucken.

Meine Idee wäre gewesen, dass bei vier Mitspielern der erste, der seine Planung abgeschlossen hat, dies kundtut ("fertig!"), und sobald der zweite dann auch fertig ist, wird ein Countdown für die anderen beiden gezählt.
Gibt es noch andere praktikable Vorschläge?

Ich glaube, es gab hier schon mal so eine Diskussion, aber ich kann sie nicht finden.

Grüßle,
Immanuel

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Andreas Keirat

Re: Zeitbegrenzung

Beitragvon Andreas Keirat » 22. Juni 2005, 14:18

Immanuel schrieb:
>
> Hallo zusammen,
>
> aus gegebenem Anlaß wollte ich mal die Frage ins Forum geben,
> wie Ihr das mit der Zeitbegrenzung für Züge haltet.
> Bei unserer gestrigen HIMALAYA-Partie und auch in der
> anschließenden Runde Edel, Stein & Reich (!!JA!! obwohl nur
> drei Aktionsmöglichkeiten) kam es zu teilweise ziemlich öden
> Wartezeiten : seufz: (BTW: Wieso gibt es eigentlich in keinem
> Spiel eine Wartephase ? :???: :lol:)
> Nun steht ja bei Himalaya schon in der Regel, man sollte sich
> Gedanken über eine zeitliche Begrenzung der Planungsphase
> machen. Weil es die Hälfte der vier Mitspieler nicht für
> nötig hielten, haben wir darauf verzichtet. Und leider
> scheinen die Herausgeber von Himalaya sich auch nicht die
> Mühe gemacht zu haben, einen Vorschlag abzudrucken.
>
> Meine Idee wäre gewesen, dass bei vier Mitspielern der erste,
> der seine Planung abgeschlossen hat, dies kundtut
> ("fertig!"), und sobald der zweite dann auch fertig ist, wird
> ein Countdown für die anderen beiden gezählt.
> Gibt es noch andere praktikable Vorschläge?
>
> Ich glaube, es gab hier schon mal so eine Diskussion, aber
> ich kann sie nicht finden.
>
> Grüßle,
> Immanuel

Hallo!

Warum nicht eine normale Sanduhr verwenden ?!?!?!? Bei 2-Personen-Spielen lohnt vielleicht auch die Anschaffung einer Schachuhr.

Wer gemein ist, besorgt sich vom Flohmarkt das Spiel "Auf Zack". Da ist ein nervender "Zeitfrosch" dabei, der bestimmt für Freude und Frust sorgt ;)

Ciao,

Andreas Keirat
www.spielphase.de

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Holger Fassbender

Re: Zeitbegrenzung

Beitragvon Holger Fassbender » 22. Juni 2005, 16:06

Hallo,
wir haben bei Roborally immer wieder mal als etwas leichtere Variante folgendes gespielt: Wer zuerst fertig ist, tut dies den übrigen Mitspielern kund und dreht die Sanduhr um. Zumindest einer ist dann immer fertig und hat dann auch Zeit auf die Sanduhr zu achten, die ja sonst still und leise durchläuft und man dann feststellt: "Oh, ist ja längst abgelaufen"
Einen Countdown auszuzählen halte ich aus dem einfachen Grund blöd, da das herabzählen einen nur beim denken stört und es garantiert zu Diskussionen kommt, a la "jetzt will ich noch eine halbe Minute, da ich unterbrochen wurde".
Gruß
Holger

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Ralf Rechmann

Re: Zeitbegrenzung

Beitragvon Ralf Rechmann » 23. Juni 2005, 11:30

ich bin kein freund von zeitbegrenzungen dort, wo es vom spiel her nicht vorgesehen ist. ok, bei ubongo zB. ist der zeitfaktor mit beiliegender sanduhr ein entscheindendes spielelement, das für angenehmen zeitstress führt, weil man eben um die wette puzzelt. bei anderen spielen, wo man eher taktische oder strategische entscheidungen treffen kann und soll, artet das für mich persönlich viel zu sehr in arbeit als in angenehmes spiel aus spass am spiel selbst aus.

kann natürlich auch seinen reiz haben, zusätzlich zu der herausforderung der eigenen planungen und entscheidungen, die unter zeitdruck treffen zu müssen, aber dann wohl eher für "spiele-freaks", die das jeweilige spiel auf einem level gut genug kennen. wenn ich bei "gelegenheitsspielern" mit sanduhr & co ankommen würde, dann hätten die wohl nicht nur kaum chancen auf ein gelungenes spiel, sondern ich in zukunft wohl auch ein paar mitspieler weniger...

da finde ich den freundlichen aber direkten hinweis an trödler besser, dass er/sie bitte nicht immer so lange nachdenken soll - besonders bei spielen, wo die situation und die möglichkeiten überschaubar sind. hat bisher immer gewirkt... und da meist ich selbst der trödler bin, der sich so schwer entscheiden kann, will ich das trödelrecht auch gerne anderen zugestehen! :)

cu/ralf

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cristinus

Re: Zeitbegrenzung

Beitragvon cristinus » 23. Juni 2005, 12:53

Moin,

> wir haben bei Roborally immer wieder mal als etwas leichtere
> Variante folgendes gespielt: Wer zuerst fertig ist, tut dies
> den übrigen Mitspielern kund und dreht die Sanduhr um.

Bei uns muss der, der als letzter mit programmieren fertig ist, die Karten
fuer die naechste Runde mischen. Das reicht meistens als Ansporn aus,
sich zu beeilen.

In unseren 18xx-Partien haben wir festgestellt, dass das Einstellen eines Zeitlimits im Moderatorprogramm (man kann Geldstrafen fuer Zeitueberschreitungen verhaengen) dazu gefuehrt hat, dass Spieler Fehler gemacht haben, ueber die sie sich nicht nur selber geaergert haben.

Insgesamt meine Position:
Ich bin gegen ein Zeitlimit, es ist aber durchaus legitim, einen langsamen Spieler darauf hinzuweisen, dass seine/ihre Bedenkzeit den Spielspass der Mitspieler reduziert.

Spiele Gruesse
Christian

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Frank Schaubrenner

Re: Zeitbegrenzung

Beitragvon Frank Schaubrenner » 23. Juni 2005, 17:08

das trödeln (bei anderen optimieren) ist grundsätzlich sicher kein Problem,

nu meine persönliche Einstllung .-)

sofern ich es vorher weis, ist für mich z.B. klar, ich spiel lieber in einer anderen Runde, wenn ich auch mehr Lust auf das Spiel hätte, welches die "langsamere" Runde spielt.
Gründe:
1)wenn ich 4 Stunden an nem 2-3 Studnen Spiel sitze und ich davon, wenn es hoch kommt, bei ner Viererrunde 20-25 Minuten an der Reihe bin, dann werde ich irgendwann unleidig. Kurz gesprochen, ob ich will oder nicht, ich versabbel durch meiner Unruhe nicht nur mir die Laune.
2)Wenn die Pausen durch das Grübeln anderer ewiglich werden, bin ich auch nicht mehr bei der Sache,auch wenn ich im Normalfall wenn es irgendwie möglich ist, während der Züge der anderen meinen Zug plane... dummerweise muss ich das in diesen Runden meist nicht, da ewig planen nichts bringt :-).


kurz und gut ich mag Spielzeitbegrenzungen ausser alle Spieler spielen im normal Fall gleich flott.
Wenn jemand länger braucht kein Prob, dann insbesondere bei langen Spielen ohne mich, womit ich keine Probs habe, sorfern ich es VOR dem Spiel erfahre.

Gibt wie bei Spielegeschmäckern eben auch im Umfeld verschiedene Vorlieben, sei es angesprochene Geschwindigkeit oder lieber nüchtern oder mit Wein oder Musik oder Ruhe usw.
Wenn man sich drauf einlässt können durchschnittliche Spiele richtig Spass machen und andernfalls hin und wieder Topspiele den Bach runtergehen
.. das muss ja nicht sein :-),

Gruss
Frank
der lieber mit leichten Fehlern 2-3 Spiele spielt, als eines, das eh auch nicht optimal ist in der gleichen Zeit

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Maike Mette
Kennerspieler
Beiträge: 104

Re: Zeitbegrenzung

Beitragvon Maike Mette » 23. Juni 2005, 17:52

Ich kenne ein Prototyp der mit Wartezeiten arbeitet und der supi spass macht (mal einen Seitenblick und einen Gruß an Tobias Stapelfeldt mitschick)
Grüsse Maike

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Carsten Wesel | FAIRspielt.de

Re: Zeitbegrenzung

Beitragvon Carsten Wesel | FAIRspielt.de » 23. Juni 2005, 22:41

Maike Mette schrieb:
>
> Ich kenne ein Prototyp der mit Wartezeiten arbeitet und der
> supi spass macht (mal einen Seitenblick und einen Gruß an
> Tobias Stapelfeldt mitschick)

Der war mir auch sofort eingefallen - sollte ich mal wieder spielen.

Gruß Carsten (der hiermit vor allem Lüneburg und Berlin bedenkt)

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Bernd

Re: Zeitbegrenzung

Beitragvon Bernd » 24. Juni 2005, 07:46

Maike Mette schrieb:
>
> Ich kenne ein Prototyp der mit Wartezeiten arbeitet und der
> supi spass macht (mal einen Seitenblick und einen Gruß an
> Tobias Stapelfeldt mitschick)
> Grüsse Maike

Wow, der Tipp bringt Immanuel ernorm weiter :) :) :)

Wir verwenden bei Spielen, in denen wir ein Zeitlimit einsetzen wollen, immer eine "elektrische Sanduhr" (gibt es momentan sehr häufig und günstig (unsere war von Tchibo (Achtung: Schleichwerbung!))).
Die "elektrischen Sanduhren" kann man im Normalfall auf eine beliebige Zeit zwischen 1 Sekunde und 99 Minuten einstellen. Nach Ablauf der Zeit piepst sie.
Das hat den Vorteil, dass man ...

1. nicht für jedes Spiel eine neue Sanduhr mit unterschiedlicher Füllung braucht,
2. das Ende durch das Piepsen nicht verpaßt,
3. während des Betriebes nicht durch Nebengeräuschen gestört wird,
4. die Restdauer durch das große Display für alle gut lesbar ist.

Wir hatten die Uhr für die Küche gekauft - in der Zwischenzeit setzen wir sogar bei Spielen ein, denen eine Sanduhr beiliegt ... wir sind ansonsten nämlich notorische "Sanduhrablaufverpasser".

Gruß

Bernd (der mal ein Adlung Spiel in einem Wartesaal gespielt hat.)

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Wolfgang Ziemer

RE: Zeitbegrenzung

Beitragvon Wolfgang Ziemer » 24. Juni 2005, 17:18

"Bernd" hat am 24.06.2005 geschrieben:

> Wir verwenden bei Spielen, in denen wir ein Zeitlimit
> einsetzen wollen, immer eine "elektrische Sanduhr" (gibt es
> momentan sehr häufig und günstig (unsere war von Tchibo
> (Achtung: Schleichwerbung!))).
> Die "elektrischen Sanduhren" kann man im Normalfall auf
> eine beliebige Zeit zwischen 1 Sekunde und 99 Minuten
> einstellen. Nach Ablauf der Zeit piepst sie.
> Das hat den Vorteil, dass man ...
>
> 1. nicht für jedes Spiel eine neue Sanduhr mit
> unterschiedlicher Füllung braucht,
> 2. das Ende durch das Piepsen nicht verpaßt,
> 3. während des Betriebes nicht durch Nebengeräuschen
> gestört wird,
> 4. die Restdauer durch das große Display für alle gut
> lesbar ist.
>
> Gruß
>
> Bernd (der mal ein Adlung Spiel in einem Wartesaal gespielt
> hat.)

Hallo Bernd!

Zu der von dir beschriebenen Uhr hätte ich mal eine Frage:

Gibt es auch eine Möglichkeit während die eingestellte Zeit läuft, die Uhr per Knopfdruck oder ähnliches neu zu starten ohne erst darauf warten zu müssen bis die eingestellte Zeit abgelaufen ist?
Ich habe bis jetzt trotz intensiver Suche nämlich nur Uhren gefunden, bei denen diese Möglichkeit fehlt.

Zum besseren Verständnis wie ich das meine, folgendes Beispiel:
Angenommen ich habe als Laufzeit 2 Minuten eingestellt. Kann ich bei dieser Uhr, nachdem z.B. 45 Sekunden verstrichen sind (ohne warten zu müssen bis die restliche Zeit verstrichen ist oder ohne erst irgendwelche neuen Einstellungen vornehmen zu müssen) per Knopfdruck die Uhr neu starten, sodass die anfangs eingestellten 2 Minuten erneut wieder von vorne ablaufen?

Gruß Wolfgang

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18xx

Interessantes Thema

Beitragvon 18xx » 25. Juni 2005, 00:03

Bei Himalaya ist das Problem weitaus geringer als bei anderen Spielen. Zumindest planen da alle gleichzeitig und falls A 1 Minute braucht und B 2 Minuten, so "verliert" A nur 1 Minute. Bei Spielen, wo die Spieler hintereinander am Zug sind, gibt es auch 2 Möglichkeiten: 1.Ich kann gar nicht vorplanen, weil durch den Zug der Spieler sich sowieso alles ändert oder aber eben 2.ein Planen - siehe 1830 - ist möglich.

Am langweiligsten ist 1. mit vielen Spielern, die dazu noch lange brauchen. Solche Spiele sind uninteressant für mich. Eine Uhr halte ich auch aus "sportlicher" Sicht für interessant, weil das meist Spiele sind, wo man optimieren muss. Wer mehr Zeit hat wird in der Regel ein besseres Ergebnis erzielen. Jedenfalls ist eine lange Denkzeit sehr störend für die Mitspieler. Im 2.Fall kann man diese Zeit zumindest nutzen. Bei 1830 hat es mich nie gesört etwas vorausplanen zu können. Hier würde ich nicht so treng sein. Wenn - wie bei Himalaya - alle gleichzeitig planen, dann sollte der soziale Druck auf den letzten Spieler genügen.

Fazit: Ich persönlich habe kein Problem mit einer Uhr, aber ich kann auch jene verstehen, die dann eine Verwandlung von einem Strategiespiel zu einem Stressspiel kritisieren.


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