Beitragvon Heinrich Tegethoff » 28. Juni 2005, 11:54
peer schrieb:
> Nette Formulierung :-)
> Aber im Ernst: Sicherlich war nicht jede Entscheidung der
> Jury glücklich - aber im Grossen und Ganzen haben sie ihre
> Arbeit recht gut hinbekommen (Sonst wäre die Marke kaum so
> etabliert).
Und aus einem Gespräch mit einem Jurymitglied kann ich bestättigen,
dass die Jury auch sehr wohl ihren guten Ruf in der Öffentlichkeit nicht
verlieren will - und da zählt nicht der harte Spielerkern sondern
die mögliche Enttäuschung zu Weihnachten, die das Logo schädigt.
> ... Nein die Zielgruppe des DSP ist die Gruppe der Spieler, die genug spielt,
> um ihn zu wählen :D
Wunderbarer Satz!
Vielleicht sollte man sich hier auch einmal in Erinnerung rufen, dass es für
den DSP einen [i]Veranstalter[/i] gibt. Manche klingen hier so, als wäre der
DSP eine reine Nabelschau und Selbstbestättigung "meine Spiele finden auch
andere gut". Der Friedhelm Merz (-Verlag) gibt das ganze Geld doch nicht nur
aus, um den Spielern eine Basis für ihr anonymes Urteil zu geben (oder wie
viele andere Wahlen eine Kundenbindung zu fördern). Es geht ebenfalls um
die Förderung des Spiels selbst, dem Lob für Autor und Verlag u.a., aber die
Zielgruppe ist eine andere als beim SdJ.
Die spielschädigenden Aufschreie der letzten 24 Stunden lese ich da nur
als "ich gehöre zur einzig wahren Zielgruppe"!
Welches Signal setzt der DSP eigentlich? Nur weil ein Spiel dort unter den
ersten 10 ist muß ich es wahrlich nicht gut finden. Manche sehe ich mit
Entsetzen dort, und der Zehntplazierte "Zoff im Zoff" kommt bei uns heute
noch wohl jede zweite Woche einmal auf den Tisch. Aber der DSP ist mir
ein klarer Hinweis, dass [i]ich[/i] mich mit einem mir noch unbekannten Spiel
einmal beschäftigen sollte - ob es zu mir passt etc. Andere, potenzielle
Mitspieler fanden es gut, "einmal ausprobieren".
Servus,
Heinz