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Goldsieber-Kreta

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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andre

Goldsieber-Kreta

Beitragvon andre » 4. Juli 2005, 20:35

Moin,
als ich heute mein Kreta auspackte, war ich schon etwas verwundert über das, was einem da so entgegen purzelt...Kann sich Goldsieber keinen guten Grafiker mehr leisten...das Spielmaterial lässt (gerade zu dem Preis) sehr zu wünschen übrig...der billigplastikeinleger und die einfallslosen Spielsteine runden den Billig-Produktionseindruck ab. Optisch zumindest ein ziemlich peinliches Produkt...hoffentlich gibt das Spiel etwas mehr her...

Gruß
Andre

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Steffen S.

Re: Goldsieber-Kreta

Beitragvon Steffen S. » 4. Juli 2005, 20:57

Hi Andre,

die GEschmäcker sind wohl verschieden. Bei Packung & Inlay stimme ich noch zu, beim Rest weniger. Einfallslose Spielsteine? Es sind eben Holzspielsteine. Die sind nie so filigran modelliert wie Plastik - und dennoch ziehe ich Holz haptisch vor - auch wenn die ein oder andere Figur mal "kippelt". Man muss bei einem Spiel, bei dem sich mitunter über 10 Spielsteine auf engstem Raum tummeln, auch auf die Übersichtlichkeit achten. Und da bieten sich klar trennbare, geometrische Formen nunmal an.
Desweiteren finde ich den Spielplan recht hübsch. Farbenfroh, ohne "knallig" zu wirken. Dazu kommen löblicherweise Spielübersichten mit Punkten und Kurzregeln für JEDEN Spieler. Ist das etwa billig? Solche Übersichten vermisse ich seit geraumer Zeit bei vielen anderen, mitunter erheblich komplexeren Spielen (z.B. Louis XIV). Noch dazu sind diese Übersichten auf unglaublich stabile Pappe gedruckt - auch das ist weit entfernt von "billig". Die Spielkarten haben m.E. Standardqualität - nicht besser oder schlechter als bei anderen Spielen. Summa summarum: "Geschmackssache" ja, "Peinlich" ganz sicher nicht. Und als Trost: Spielerisch weiß Kreta voll zu überzeugen - imho weitaus mehr als das (optisch überaus eindrucksvolle, aber was hilft´s...) Amazonas vom selben Autor. Und das ist doch das wichtigste!

Gruß,
Steffen

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Marco

Re: Goldsieber-Kreta

Beitragvon Marco » 4. Juli 2005, 22:21

Nabend!

Kreta ist ein Klasse-Spiel! Und auch das Material ist gut! Gut die Schachtel wäre schöner in der alten Form der Serie gewesen, aber was solls!
Beim Deutschen Spielepreis ist Kreta meiner Meinung nach aus diesem Jahrgang absolut Top 5 Kanditat!

SG

Marco

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Dr. Georg Holzgreve

Re: Goldsieber-Kreta

Beitragvon Dr. Georg Holzgreve » 4. Juli 2005, 22:37

Also, zu Kreta möchte ich zunächst beisteuern, dass ich das Spiel selbst durchaus gut finde und zu den Besseren dieses Jahres zählen würde. Die Ausstattung finde ich selbst auch dürftig, vor allem die "Labberschachtel", wenn man es mit den früheren Goldsieber-Schachteln vergleicht.

Aber über Grafik etc. kann man durchaus geteilter Meinung sein. Das Spiel gibt es jedoch bei einigen Versendern für unter 20,00 Euro und das in einer Zeit, wo z.T. simple Kartenspiele bereits 12-15 Euro kosten. Da ist für mich das Preis-Leistungsverhältnis absolut in Ordnung und zudem finde ich, dass Goldsieber damit im Bereich der etwas anspruchsvolleren Spiele durchaus wieder etwas Land gewinnt nach einigen Totalflopps.
Nice Dice
Georg

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DiSta

Re: Goldsieber-Kreta

Beitragvon DiSta » 5. Juli 2005, 16:47

andre schrieb:
>
> Moin,
> als ich heute mein Kreta auspackte, war ich schon etwas
> verwundert über das, was einem da so entgegen purzelt...Kann
> sich Goldsieber keinen guten Grafiker mehr leisten...das
> Spielmaterial lässt (gerade zu dem Preis) sehr zu wünschen
> übrig...der billigplastikeinleger und die einfallslosen
> Spielsteine runden den Billig-Produktionseindruck ab. Optisch
> zumindest ein ziemlich peinliches Produkt...hoffentlich gibt
> das Spiel etwas mehr her...
>
> Gruß
> Andre

Also - so ganz kann ich dem nicht folgen - sicherlich der Schachtel hätte eine wenig dickere - oder heißt es stärkere Pappe gut getan - doch viel wichtiger ist doch, was darinne liegt - und das Spiel ist m.E. wirklich sehr gut - mir gefällt es ausnehmend gut - nach meiner persönlichen und damit sehr subjektiven Meinung eines der besten des Jahrgangs.

Wobei ich es auch nicht teuer finde - weil du schreibst "gerade zu dem Preis" - ich habe gerade mal 16,00 Euro gezahlt (ok - ich hatte das Glück, dass der Spieleladen meines Vertrauens gerade eine Aktion mit Sonderrabatten durchführt - also 20 % auf alles - weil die umbauen wollen) - dennoch halte ich die 20,00 Euro auch nicht für überzogen. Da habe ich schon für ganz andere Spiele weitaus mehr Geld hinlegen müssen, was diese in Nachhinein gesehen, gar nicht wert waren...

nice dice
Dietmar

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Günter Burkhardt
Brettspieler
Beiträge: 82

Re:Regelvariante

Beitragvon Günter Burkhardt » 5. Juli 2005, 20:56

Hallo,

ich kann mich denen nur anschließen, die der Meinung sind,dass die Verpackung geradzu peinlich ist. Zwei Drittel der Schachtel ist reine Luft, dazu der dünne Karton, das erinnert fast an Spiele aus der alten DDR.
Ich muss mich aber auch denen anschließen, die der Meinung sind, dass das Spiel zu den besten des Jahrganges gehört. Endlich einmal wieder ein flottes, knackiges Mehrheitenspiel mit einem gewissen Kick.
In meinen Partien war es allerdings bisher immer so, dass die letzten, zufällig bestimmten Wertungen entschieden haben. Mein Vorschlag:
Wäre es nicht planbarer, wenn man außer den beiden ersten Turmkarten gleich zu Spielbeginn auch die beiden letzten aufdecken würde? Dann wäre es nicht dem Zufall überlassen, ob es am Schluss Wertungen gibt, in denen ich vertreten bin oder nicht.
Ich kann nur raten, das Spiel trotz der Schachtel einmal auszuprobieren,

spiele Grüße

Günter

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Roman Pelek

Re: Goldsieber-Kreta

Beitragvon Roman Pelek » 5. Juli 2005, 21:57

Hi André,

andre schrieb:

> als ich heute mein Kreta auspackte, war ich schon etwas
> verwundert über das, was einem da so entgegen purzelt...Kann
> sich Goldsieber keinen guten Grafiker mehr leisten...das
> Spielmaterial lässt (gerade zu dem Preis) sehr zu wünschen
> übrig...der billigplastikeinleger und die einfallslosen
> Spielsteine runden den Billig-Produktionseindruck ab. Optisch
> zumindest ein ziemlich peinliches Produkt...hoffentlich gibt
> das Spiel etwas mehr her...

Auch ich fand das Spiel sowohl optisch (z. B. Schachtelgrafik, Kartendesign ohne Symbole zur Verdeutlichung der Funktion, Spielplan zu klein, um mit vier Spielern eine passable Übersicht zu haben) als auch von der Materialqualität (recht dünne Pappe, unsauber gearbeitetes/lackiertes Holzmaterial) eher unterdurchschnittlich. "Peinlich" würde ich es nicht nennen, aber es ist imho klar erkennbar, dass an den Produktions-/Redaktionskosten gespart wurde (und wo)...

Was das Spiel anbelangt: mir gefallen die thematische Umsetzung und die verzahnten Mechanismen an sich sehr gut. Was in unseren Runden jedoch für Unbehagen sorgte, war der nicht selten auftretende Effekt, dass der Sieger im Spiel recht früh erkennbar war. Dies mag zum einem nicht geringen Teil auf Kosten einer unglücklichen Kartenverteilung gehen, könnte aber auch ein Indiz dafür sein, dass eine frühe zentrale Positionierung von "Türmen" (z. B. in den zwei Viererknotenpunkten" bzw. an ertragreichen 6er-Feldern) sowie ein häufiges eigenes Auslösen von Wertungen durch den "Kastellan" (zwecks größtmöglicher Beeinflussung der zu wertenden Regionen) ggf. etwas stärker sein könnte als die übrigen Strategiemöglichkeiten.

Auf jeden Fall empfand ich es spätestens ab einer halbwegs vernünftigen Führung bislang für den Führenden relativ einfach, diese zu halten, da sich dieser ressourcenmäßig nicht unbedingt deutlich mehr verausgaben musste (bzw. konnte) als diejenigen, die das Nachsehen hatten. Zudem kann er, wie oben gesagt, durch frühes Werten und Beinflussen der weiteren Wertung(en) den anderen deutliche Steine in den Weg legen, da er zwischenzeitliche Punkteinbußen in Kauf nehmen kann, um langfristig Wertungen zu wählen, die ihm am besten gelegen kommen und zumindest seinen Vorsprung retten können.

Mein Tipp wäre also: Kreta einfach mal selbst spielen - spielerisch sehr reizvoll ist es m. E. auf jeden Fall. Ich fürchte nur, dass eingefleischte Strategenrunden evtl. vielleicht doch einen Weg finden, das Spiel zu früh in eine "Runaway-Leader"-Richtung, die nicht mehr zu kontern ist, zu zwingen.

Über Feedback würde ich mich jedenfalls sehr freuen - meine Mitspieler und ich grübeln nämlich auch darüber, ob wir ggf. etwas übersehen haben bzw. sich in unseren Runden eine einseitige Spielweise eingeschlichen hat, die nicht aus dem Spiel selbst sondern von unseren Herangehensweisen kommt (oder wir einfach auch nur mehrfach unglückliche Kartenverteilungen hatten, die im Schnitt nicht typisch sind)...

Ciao,
Roman

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Franz-Benno Delonge

Hallo Günter!

Beitragvon Franz-Benno Delonge » 5. Juli 2005, 22:33

Hallo Günter,
schön, daß man deinen Namen hier wieder liest. Ich fürchtete schon, du hättest dich durch einen (indiskutablen) Thread endgültig vergraulen lassen.
Schönen Gruß
Benno

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Kathrin Nos
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RE: Kreta: Spielgefühl abhängig von Personenzahl

Beitragvon Kathrin Nos » 6. Juli 2005, 08:55

Hi Roman,

"Roman Pelek" hat am 05.07.2005 geschrieben:
> Was in unseren Runden jedoch für Unbehagen sorgte, war der
> nicht selten auftretende Effekt, dass der Sieger im Spiel
> recht früh erkennbar war. Dies mag zum einem nicht geringen
> Teil auf Kosten einer unglücklichen Kartenverteilung gehen,
> könnte aber auch ein Indiz dafür sein, dass eine frühe
> zentrale Positionierung von "Türmen" (z. B. in den zwei
> Viererknotenpunkten" bzw. an ertragreichen 6er-Feldern)
> sowie ein häufiges eigenes Auslösen von Wertungen durch den
> "Kastellan" (zwecks größtmöglicher Beeinflussung der zu
> wertenden Regionen) ggf. etwas stärker sein könnte als die
> übrigen Strategiemöglichkeiten.

Mit wievielen Personen ist dieser Effekt bei Euch am häufigsten aufgetreten?

Ich selbst habe Kreta in einer Vier-Personen-Partie kennengelernt. Mein erster Eindruck war eher nicht so berauschend. Es ist teilweise vorgekommen, dass zwischen zwei meiner eigenen Züge zwei Wertungen stattfanden (weil es den beiden Mitspielern jeweils gerade gut passte natürlich).

Wenn man dann mehrheitentechnisch hinterherhinkt, kann das schnell zum Selbstläufer werden und man ist gnadenlos abgehängt - man muss selbst Karten einsetzen, um auf die Mehrheiten wieder Einfluss nehmen zu können, kann darüber aber wiederum keinen Einfluss auf folgende Wertungen nehmen. Es kam ab dem zweiten Spieldrittel praktisch nie dazu, dass mal mehrere Runden hintereinander kein Castellan gespielt wurde.

Anders war dies in meinen weiteren Partien, die jeweils zu dritt stattfanden. Hier war der Kampf um die Mehrheiten häufig sehr spannend und es kam auch ab und zu vor, dass sich eigentlich alle um die Wertung gedrückt haben und diese auch im späteren Spielverlauf schliesslich durch die letzte verfügbare Karte ausgelöst wurde. Mir gefielen die Partien zu dritt damit durchaus sehr gut.

Zu zweit habe ich es noch nicht ausprobiert.

Alles Gute wünscht
Kathrin.

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Günter S.

Re: Goldsieber-Kreta

Beitragvon Günter S. » 6. Juli 2005, 09:25

Eine ähnliche Erfahrung haben wir auch gemacht. Es schien eine Gewinnstrategie zu geben. Nach ein, zwei Wertungen schienen zwei Spieler völlig abgehängt zu sein. Schon ging bei einem das Lamentieren los, Kreta jetzt nicht mehr gewinnen zu können. Der Andere fing daraufhin an, gegen den Trend zu spielen und nicht mehr auf die nächsten Wertungen zu setzen. Die Zugreihenfolge ist entscheidend und man kann wie beim Schach Tempo verlieren, weil man nur nachziehen aber nicht in Führung gehen kann.
Durch diesen kompletten Sinneswandel und strategisches Positionieren seiner Figuren an lukrativen Gebieten kam er nach einem Drittel der Wertungen ganz stark ins Spiel zurück. Letztlich hat er nur verloren, weil noch jemand vor der letzten Wertung mit einem bis dahin aufgesparten Turm zwei Gebiete übernehmen konnte. Natürlich geht sowas nicht immer auf, aber gerade diese Partie hat mich vollständig von der Variabilität des Spiels überzeugt. Für mich ist Kreta ein Highlight, nur Schachtel und Kartenmaterial hätte besser sein dürfen.

Gruß

Günter

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Michael Schlepphorst "Suko"

[RF] Zugreihenfolge

Beitragvon Michael Schlepphorst "Suko" » 6. Juli 2005, 11:20

Günter S. schrieb:
>
> setzen. Die Zugreihenfolge ist entscheidend und man kann wie
> beim Schach Tempo verlieren, weil man nur nachziehen aber

Wo ich das gerade lese fällt mir noch eine Frage zu dem Spiel ein. Ich habe es bisher nur einmal zu viert auf dem Spielewahnsinn gespielt und war mittelmäßig angetan von dem Spiel. Eine Frage die bei uns aufkam war die nach der Spielerreihenfolge. Wer ist zu Beginn einer Runde der Startspieler wechselt das im Uhrzeigersinn oder gibt es dafür eine Regelung?
In Herne konnten wir auf die schnelle nix finden (zumindest laut unserem Erklärer nicht) und haben dann den Startspieler im Uhrzeigersinn gewechselt. War das richtig so?
Fiel mir nur gerade nur wieder ein weil ich auch das Gefühl hatte, dass die Reihenfolge äußerst wichtig ist!

Grüße

Michael

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Topolino

RE: [RF] Zugreihenfolge

Beitragvon Topolino » 6. Juli 2005, 12:06

"Michael Schlepphorst "Suko"" hat am 06.07.2005 geschrieben:
> Günter S. schrieb:
>>
>> setzen. Die Zugreihenfolge ist entscheidend und man kann wie
>> beim Schach Tempo verlieren, weil man nur nachziehen aber
>
> Wo ich das gerade lese fällt mir noch eine Frage zu dem
> Spiel ein. Ich habe es bisher nur einmal zu viert auf dem
> Spielewahnsinn gespielt und war mittelmäßig angetan von dem
> Spiel. Eine Frage die bei uns aufkam war die nach der
> Spielerreihenfolge. Wer ist zu Beginn einer Runde der
> Startspieler wechselt das im Uhrzeigersinn oder gibt es
> dafür eine Regelung?
> In Herne konnten wir auf die schnelle nix finden (zumindest
> laut unserem Erklärer nicht) und haben dann den
> Startspieler im Uhrzeigersinn gewechselt. War das richtig
> so?
> Fiel mir nur gerade nur wieder ein weil ich auch das Gefühl
> hatte, dass die Reihenfolge äußerst wichtig ist!
>
> Grüße
>
> Michael
Der jüngste Spieler beginnt und es wird immer nacheinander eine Karte ausgespielt.
Nach einer Wertung ist einfach der nächste Spieler - nach dem Spieler, der den Kastellan ausgespielt hat - an der Reihe.

Ciao
Topolino

Homepage: http://www.geocities.com/topolino60

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Roman Pelek

RE: Kreta: Spielgefühl abhängig von Personenzahl

Beitragvon Roman Pelek » 6. Juli 2005, 13:23

Hi Kathrin,

Kathrin Nos schrieb:

> Mit wievielen Personen ist dieser Effekt bei Euch am
> häufigsten aufgetreten?

Der Effekt trat bei uns primär zu viert auf, bei den Dreierpartien, die so verliefen, hatte ich eher den Eindruck, dass es an einer etwas schrägen Kartenverteilung hing.

Zu zweit habe ich's leider selbst auch noch nicht ausprobiert.

Ciao,
Roman

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Roman Pelek

Re: Goldsieber-Kreta

Beitragvon Roman Pelek » 6. Juli 2005, 13:34

Hi Günter,

Günter S. schrieb:

> Der Andere fing daraufhin an, gegen den
> Trend zu spielen und nicht mehr auf die nächsten Wertungen zu
> setzen. Die Zugreihenfolge ist entscheidend und man kann wie
> beim Schach Tempo verlieren, weil man nur nachziehen aber
> nicht in Führung gehen kann.

Plausibel - wie genau hat er gespielt? Ad hoc würde ich bei meiner nächsten Partie (so ich denn in dieser hinten liege) versuchen, diejenigen starken Gebiete, an denen noch viele Wertungen offen sind (d. h. auch die Karten noch nicht per Kastellan unter den Stapel sortiert wurden) vorab schonmal zu besetzen und mich ggf. zwischenzeitlich auch mal ganz aus den aktuellen Wertungen herauszuhalten. Dazu würde ich dann primär erstmal Türme in Stellung bringen (und dann erst andere Figuren), um die unbekannte Kartenverteilung (was wird jetzt wirklich gewertet) etwas "abzufedern".

Ginge das grob die Richtung?

Ciao,
Roman

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Michael Schlepphorst
Kennerspieler
Beiträge: 793

RE: [RF] Zugreihenfolge

Beitragvon Michael Schlepphorst » 6. Juli 2005, 13:36

Topolino schrieb:

> Der jüngste Spieler beginnt und es wird immer nacheinander
> eine Karte ausgespielt.
> Nach einer Wertung ist einfach der nächste Spieler - nach dem
> Spieler, der den Kastellan ausgespielt hat - an der Reihe.
>

Jo, danke! Dann hat das unser Regelleser nicht gefunden und wir haben es falsch gespielt :-(
Damit nehme ich dann auch meine mittelmäßige Bewertung erst einmal zurück ;-)

Grüße

Michael

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Günter S.

Re: Goldsieber-Kreta

Beitragvon Günter S. » 6. Juli 2005, 14:04

Grob gesagt ging es so. Besagter Mitspieler hat sich zwei, drei Wertungen sehr zurück gehalten, wobei die anderen dort sehr viele Figuren eingesetzt und sich auf eine Seite der Insel konzentriet haben. Da es dort immer sehr knapp war, wollte anscheinend dann niemand eine Wertung auslösen, was sehr viele Züge zwischen den Wertungen bedeutete. Das wird wohl zukünftig nicht mehr so in dieser Art geschehen.
Wenn ich mich recht erinnere hat dann der Unbeteiligte diese viele Zeit genutzt, um Runde um Rune viele (alle?) seine Völker aufs Brett zu bringen, die ja dann später sehr schnell den Standort wechseln können. Natürlich hat er auch an den lukrativen Positionen Türme abgestellt. Als ihm der Zeitpunkt günstig erschien, hat er dann die Wertung ausgelöst, um über die übernächste Provinz zu entscheiden. Ohne viel Aufhebens konnte er dann so manche Wertung für sich entscheiden, was bei den anderen Spielern dann wieder Frust aufkommen ließ, weil sie zwischen seinen Wertungen kaum eine Chance hatten, neue Figuren einzusetzen oder vorhandene übers Brett zu ziehen. Dass er dann trotz enormen Aufholens dann nicht gewonnen hat, war halt Pech. Der letzte Turm passte halt genau in die Lücke und hat damit doch noch für seine Niederlage gesorgt.
Mir scheint allerdings, dass diese Spielweise gegen drei andere nur schwer möglich sein wird. Irgendwer wird sich darauf einstellen, was den Spielverlauf dann wieder auf den Kopf stellen wird. Ich denke, Kreta funktioniert trotzdem zwischen zwei Polen ganz gut. Auf der einen Seite steht das kurzfristige Kämpfen um den Erhalt der Mehrheit in einer Provinz, auf der anderen Seite das strategisch günstige Aufstellen der Figuren mit der Option, die übernächsten Provinzen für die Wertung zu bestimmen. Außerdem sollte man nicht die Bonuschips vernachlässigen. Während andere um Mehrheiten kämpfen, sammelt man diese Chips ein und macht damit nicht wenige Punkte.

Gruß

Günter

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Carsten Wesel | FAIRspielt.de

Re: Hallo Günter!

Beitragvon Carsten Wesel | FAIRspielt.de » 6. Juli 2005, 17:13

Franz-Benno Delonge schrieb:
>
> Hallo Günter,
> schön, daß man deinen Namen hier wieder liest. Ich fürchtete
> schon, du hättest dich durch einen (indiskutablen) Thread
> endgültig vergraulen lassen.

Zu früh gefreut:
Selbst 2oo1 hat die Abschiebung nach Australien nix gebracht - er taucht immer wieder auf.

Gruß Carsten (der sich gerade aus Hamburg hat abschieben lassen)

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Steffen S.

[VARAINTE] Wertungen

Beitragvon Steffen S. » 6. Juli 2005, 22:33

Hallo Roman, hallo Kathrin, hallo alle anderen ;)

wir spielen KRETA mit folgender Variante, die ich v.a. Kathrin und denen, die mit "Wertungsketten" Probleme hatten, empfehlen würde:


"Variante zur Wertungsauslösung:

Ein Spieler darf erst dann den Kastellan ausspielen (und damit eine Wertung auslösen), wenn er mindestens so viele Karten ausgespielt hat, wie aktuell Spieler nach Punkten hinter ihm liegen. Bsp.: Liegt ein Spieler in einer 4er-Partie in Führung, muss er mind. 3 Karten ausgespielt haben, ehe er eine erneute Wertung auslösen darf.

Diese Variante nimmt führenden oder vom Verteilungsglück der Wertungskarten begünstigten Spielern die Möglichkeit, sich durch schnelle Wertungsserien abzusetzen bzw. das Spiel rasch zu beenden. Zurückliegende Spieler erhalten ein Zeitfenster, in dem sie ihre Figuren in punktrelevante Positionen bugsieren können. (Steffen Stroh)"


Copy & Paste (aus der noch nicht öffentlichen hall-Rezi) ist was schönes ;-). Damit ist ein Davongaloppieren des/der Führenden nicht so einfach, da diese am meisten am Werten "gehemmt" werden. Einfach mal testen, klappte bei uns gut (vielen Dank an dieser Stelle an meinen Spielrundenpartner Peter K., der den Anstoß zu dieser Variante gab).


Viele Grüße,
Steffen (der auch Günthers Vorschlag mit den 2 offenen Schlusswertungen ausprobieren wird)

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Steffen S.

Re: [VARAINTE] Wertungen

Beitragvon Steffen S. » 6. Juli 2005, 22:33

Grummel... sollte VARIANTE heißen.

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Carsten Wesel | FAIRspielt.de

Re: [VARIANTE] Wertungen

Beitragvon Carsten Wesel | FAIRspielt.de » 7. Juli 2005, 00:16

Steffen S. schrieb:
>
> Grummel... sollte VARIANTE heißen.

Und selbst im Thema hast du nicht geschafft, es zu ändern...
War wahrscheinlich wieder ein Zeitproblem, was? ;-)

Gruß Carsten (der gerade seinen Spieleabend "Kleinverlage" beendet hat)

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merel12

Re: [VARIANTE] Wertungen

Beitragvon merel12 » 7. Juli 2005, 16:34

Wir haben diesen variante manchmal gespielt. Er ist sehr gut!!!

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Roman Pelek

Re: [VARAINTE] Wertungen

Beitragvon Roman Pelek » 8. Juli 2005, 01:22

Moin Steffen,

Steffen S. schrieb:

[Regelvariante: Kastellan erst spielbar nach Karte x bei x Dahinterliegenden]
> Damit ist ein Davongaloppieren des/der
> Führenden nicht so einfach, da diese am meisten am Werten
> "gehemmt" werden. Einfach mal testen, klappte bei uns gut
> (vielen Dank an dieser Stelle an meinen Spielrundenpartner
> Peter K., der den Anstoß zu dieser Variante gab).

Danke Dir für die Variante - falls die bisherigen Überlegungen, das Spiel als Hintenliegender anders zu spielen, nicht greifen sollten, ist das sicherlich ein Ansatz, den ich mal austesten werde. Ad hoc wirkt er aber ein bisschen künstlich. "Kreta" birgt bereits einen ähnlichen Hemmschuh - nämlich die Kopplung von Städten an Rohstoffe, und dieser ist thematisch noch gut begründbar. Das wird natürlich bei dieser Variante schwierig, weswegen ich etwas ins Grübeln komme, ob eine weitere Nivellierung in dieser Richtung - wenn auch wirksam - dem Spiel an sich gut tun würde...

Ciao,
Roman

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peer

Re: Goldsieber-Kreta

Beitragvon peer » 9. Juli 2005, 12:42

Hi,
Günter S. schrieb:
> Mir scheint allerdings, dass diese Spielweise gegen drei
> andere nur schwer möglich sein wird. Irgendwer wird sich
> darauf einstellen, was den Spielverlauf dann wieder auf den
> Kopf stellen wird. Ich denke, Kreta funktioniert trotzdem
> zwischen zwei Polen ganz gut. Auf der einen Seite steht das
> kurzfristige Kämpfen um den Erhalt der Mehrheit in einer
> Provinz, auf der anderen Seite das strategisch günstige
> Aufstellen der Figuren mit der Option, die übernächsten
> Provinzen für die Wertung zu bestimmen.

Da stimme ich mit die überein. Wenn ein Spieler lamentiert, dass die Wertungen über alles entscheiden, und ein anderer, dass bereits nach der Hälfte ein Führender nicht mehr einzuholen ist, kann etwas nicht stimmen ;-)

Ich denke, dass Kreta erst einmal den Eindruck macht, eher locker zu sein und es sich ja auch im prinzip lockerer spielt, als z.B. Amazonas - aber das es Fehler doch sehr bestrafen kann. Tempoverluste auszugleichen ist schwierig, abe gerade hier liegt der Reiz. Oft vernachläsigt wird da der Abt, mit dem man ja andere Spieler schön ausbremsen kann (Gerade weil Kreta so schön dünn ist, wirds schwieirg den zu umgehen) und vor allem der Bauer. Statt auch noch um die letzte Wertung zu kümmern, sollte man lieber einmal mehr ernten. Und das aus drei Gründen:
1.) Gibts immerhin ein paar Siegpunkte, bei einer wiederholten Erntung gibts sogar genauso viel Siegpunkte, als wenn man einen zweiten Platz (oder z.T. sogar einen geteilten ersten) bekommen hätte. Dies ist aber nicht der Hauptgrund, denn
2.) Nun darf man ein Haus bauen und mit 2 Entscheidungspunkten ist dies oft Sekt oder Selters - besonders wenn ein etwas zentraleres Gebiet (mit vielen Knotenpunkten drumrum) damit initial besetzt werden kann - die anderen scheuen sich erstmal gegen 2 Punke anzustinken. Es sei denn, sie haben selbst ein Haus, aber da wäre ja noch
3.) Das Leerfegen von Gebieten - Geschicktes Ernten verhindert schnelles ernten der anderen - extra neue Bauernketten zu bewegen, um mehr zu ernten, das macht der unbedarfte Spieler, der auf die nächste Wertung schielt nicht. Wer aber den Bauer nicht spielt, darf keine Häuser bauen. Also muss er doch umdisponieren und verbraucht nun wertvolle Züge mit dem Umstrukturieren seiner Bauern in Erntegebiete (und hier kann ein gut plazierter Abt durchaus zu sehr unchristlichen Ausdrücken führen ;-) ) - Und Tempoverluste sind schwierig...

ciao
peer


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