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SdJ - mir egal! (Teil 2)

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Wolfram Püchert alias WeePee

SdJ - mir egal! (Teil 2)

Beitragvon Wolfram Püchert alias WeePee » 14. Juli 2005, 12:33

Hallo,

ich bin von einigen Diskutanten/innen aufgefordert worden, zu einigen Kommentaren/Diskussionsbeiträgen Stellung zu nehmen.

Ich werde das nicht im Einzelnen tun sondern im Gesamten in diesem Beitrag.

Zuerst einmal einige Statements vorneweg:

1) Ich halte den SdJ – Preis für wichtig. Er hat das Gut Spiel gefördert; sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart.
2) Es ist sicher auch unzweifelhaft, dass der SdJ-Preis einigen Spielen einen kommerziellen Erfolg sichert, den sie ansonsten (ohne Auszeichnung) in der Form nicht gehabt hätten.
3) Zweifelhaft ist aber, ob aufgrund des SdJ-Preises insgesamt mehr Spiele verkauft wurden. Es kann genauso gut möglich sein, dass der SdJ-Preis das Kaufverhalten auf die ausgezeichneten Spiele kanalisiert und somit anderen Spielen (also den Spielen, die nicht ausgezeichnet werden) bzgl. ihrer Auflage schadet.
4) Wie ich inzwischen gelernt habe, hat der SdJ-Preis tatsächlich einige (oder vielleicht sogar mehr als nur einige) Menschen erst zum Spielen gebracht. (Ich selbst habe die Erfahrung in meinem Bekanntenkreis noch nicht gemacht.) Das erkenne ich an.
5) Ich selbst besitze 14 SdJ-ausgezeichnete Spiele.


Warum habe ich das vorherige Posting verfasst?
*****************************
Ich wollte ein wenig provozieren, was mir anscheinend auch gelungen ist (wenn man die Größe der Diskussion und Anzahl der Diskutanten betrachtet).
Mich hat es geärgert, dass so viele hier in diesem Forum diskutieren, ob und welches Spiel vergessen wurde, nicht berücksichtigt wurde, zu Recht gewonnnen habe, etc., und dabei auf keinen grünen Zweig gekommen sind.

Warum ist mir der Preis nun egal?
***************************
Ich habe mir daraufhin überlegt, warum das so ist und habe (für mich) festgestellt, dass es daran liegt, dass die Entscheidungen der Jury einfach nicht nachvollziehbar sind. Nachvollziehbar in der Form, dass man weder die tatsächliche Menge der in Frage kommenden/untersuchten Spiele genannt bekommen hat, noch welche Kriterien denn letztendlich den Ausschlag gegeben haben so zu entscheiden, wie entschieden wurde.
Des Weiteren fehlen in der Betrachtung zum SdJ ganze Spielgenres, welche von vornherein vom Preis ausgeschlossen werden, ohne dass es dafür nachvollziehbare Regeln gibt.
Zu guter Letzt hat sich das Schema der Preisverleihung immer wieder geändert (Auswahlliste, Nominierungsliste, Preis schönes Spiel, etc.), was einen Vergleich über die Jahre hinweg sehr schwer macht.

Das insgesamt führt mich zur Erkenntnis, dass der Preis „willkürlich“ verliehen wird. (Willkürlich in seiner negativen Bedeutung.) Somit ist der Preis für mich wertlos geworden. Daraus folgt, er ist mir egal.

Was könnte man besser machen
***************************
Ich möchte nicht nur meckern, sondern auch konstruktive Vorschläge machen:
1) Die Anzahl der Preiskategorien soll erhöht werden:
- Familienspiel des Jahres
- 2 Personen Spiel des Jahres
- Kinderspiel des Jahres
- Anspruchsvolles Spiel des Jahres
- Preis „Schönes Spiel“
- Kartenspiel des Jahres
- ….
Dabei kann es passieren, dass es aufgrund der „schlechten“ Qualität der Spiele in einem Jahrgang keinen Preisträger in einer Kategorie gibt oder dass ein Spiel mehrere Kategorien gewinnen kann.

Die Punkte am Ende der Liste stehen für Kategorien, in denen weitere Spiele (Sammelkarten/figuren, Tabletops, Rollenspiele, etc.) auzsgezeichnet werden können.

2) Die Kriterien, nach denen die Spiele bewertet wurden und die tatsächlichen Bewertungen, sollen nach der Veröffentlichung der Preisträger ebenfalls veröffentlicht werden. Somit kann (im Nachhinein) jeder feststellen, ob die Jury nach Kritierien bewertet hat, anhand derer man selbst Spiele bewerten würde. Eine Veröffentlichung welcher Juror wie gewertet hat, ist nicht nur nicht gewünscht, sondern wird klar von mir abgelehnt.



Sollten die Punkte realisiert werden, dann hätte der SdJ-Preis wieder eine Berechtigung für mich. Ansonsten bleibe ich dabei: mir egal.

Gruß Wolfram


P.S.: Ich bin überrascht, wieviele Personen sagen, dass SdJ sie zum Spielen gebracht hätte. Habt Ihr nie in Eurer Kindheit gespielt? Keine Murmeln, kein Quartett, kein Sammelkartenspiel, kein Schach, Skat, Canasta, Romme, MauMau, Mensch ärgere Dich nicht? Keine Modelleisenbahn? Keine Autorennbahn? Sollte das der Fall sein, dann hattet ihr wirklich eine schwere Kindheit! *g

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Roland G. Hülsmann
Kennerspieler
Beiträge: 2598

Re: SdJ - mir egal! (Teil 2)

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 14. Juli 2005, 13:11

Wolfram Püchert alias WeePee schrieb:

> P.S.: Ich bin überrascht, wieviele Personen sagen, dass SdJ
> sie zum Spielen gebracht hätte.

Hier im Forum geht es ums Spielen im Sinne von Brett- und Kartenspielen. Da sind Murmeln. Eisenbahnen, Puppen, Teddybären oder gar das freie Spiel in der Phantasie nun mal außen vor. (Oh, wie hatten mein Bruder und ich - unter dem Tisch im Spielzimmer sitzend - mit einem selbstgebauten U-Boot die Meere der Welt erforscht und bereits in den frühen 70ern entdeckt, daß die Antarktis aus zwei Landmassen besteht ...)

BTW: Mich konnte das SdJ nicht zum Spielen bringen, da ich zu alt dafür bin. Als das SdJ erfunden wurde, war ich bereits infiziert ... und Student im 8. oder 9. Semester.

Gruß
Roland

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Michael Schlepphorst "Suko"

Re: SdJ - mir egal! (Teil 2)

Beitragvon Michael Schlepphorst "Suko" » 14. Juli 2005, 13:26

Wolfram Püchert alias WeePee schrieb:
>
> Ich möchte nicht nur meckern, sondern auch konstruktive
> Vorschläge machen:
> 1) Die Anzahl der Preiskategorien soll erhöht werden:
> - Familienspiel des Jahres
> - 2 Personen Spiel des Jahres
> - Kinderspiel des Jahres
> - Anspruchsvolles Spiel des Jahres
> - Preis „Schönes Spiel“
> - Kartenspiel des Jahres
> - ….

Das würde aber aus meiner Sicht zu einer Unübersichtlichkeit führen, wie man sie ja schon vor kurzem noch hatte, als jedes nominierte Spiel bzw. von der Auswahlliste einen roten Pöppel auf den Karton bekam. Das führte dazu das ein Kunde gar nicht genau wusste welches denn nun DAS Spiel des Jahres sei. Ich denke von daher war die Reduzierung auf 5 nominierte auch richtig und gut. In Deinem Vorschlag wäre das dann wieder ein Schritt in die Vergangenheit die wir als Vielspieler sicherlich gut finden würden, aber bei der hier schon oft genannten Zielgruppe nur Unsicherheit und Verwirrtheit erzeugen würde.

> P.S.: Ich bin überrascht, wieviele Personen sagen, dass SdJ
> sie zum Spielen gebracht hätte. Habt Ihr nie in Eurer
> Kindheit gespielt? Keine Murmeln, kein Quartett, kein
> Sammelkartenspiel, kein Schach, Skat, Canasta, Romme, MauMau,
> Mensch ärgere Dich nicht? Keine Modelleisenbahn? Keine


Klar, haben wir bzw. ich in unserer Kindheit gespielt. Aber ich denke mal hier geht es um Brettspiele als solches, oder nicht? Da waren es sicherlich so Spiele wie Monopoly, Risiko und Deutschlandreise. Aber richtig infiziert wurde ich durch SvC 1997 (also als es Spiel des Jahres war). Seitdem bin ich der Spielsucht erlegen und haben mir zunächst auch erst mal die Preisträger gekauft (heute ist das natürlich anders).

> Autorennbahn? Sollte das der Fall sein, dann hattet ihr
> wirklich eine schwere Kindheit! *g

Nö, eigentlich nicht :lol:

Gruß

Michael

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peer

Re: SdJ - mir egal! (Teil 2)

Beitragvon peer » 14. Juli 2005, 13:56

Hi,
Wolfram Püchert alias WeePee schrieb:
>
> Mich hat es geärgert, dass so viele hier in diesem Forum
> diskutieren, ob und welches Spiel vergessen wurde, nicht
> berücksichtigt wurde, zu Recht gewonnnen habe, etc., und
> dabei auf keinen grünen Zweig gekommen sind.

Kan man ja auch nicht. Es gibt kein "Objektiv bestes Spiel", auch kein objektiv "am besten geeignetes Spiel" oder ähnliches. Preise müssen entsprechend immer von einer Jury oder durch eine Abstimmung vergeben worden (oder durch eine Abstimmung von einer Jury ;-) )
Diskussionen kann man höchstens führen im Sinne von "Welches wäre wohl besser geeignet gewesen" und das ist zwangsläufig (relativ) fruchtlos, macht aber Spaß. :-)

Weiß nicht, was du bezüglich Diskussionen erwartest. Auch wenn die Jury deinen Forderungen entsprechen würde, würde es diese "fruchtlosen" Diskussionen geben

> Warum ist mir der Preis nun egal?
> ***************************
> Ich habe mir daraufhin überlegt, warum das so ist und habe
> (für mich) festgestellt, dass es daran liegt, dass die
> Entscheidungen der Jury einfach nicht nachvollziehbar sind.
> Nachvollziehbar in der Form, dass man weder die tatsächliche
> Menge der in Frage kommenden/untersuchten Spiele genannt
> bekommen hat, noch welche Kriterien denn letztendlich den
> Ausschlag gegeben haben so zu entscheiden, wie entschieden
> wurde.

Können sie auch nicht, da ja Spiele nominiert werden (intern) und dann viel über das Viel- und Wieder diskutiert wird. Im prinzip wird am Ende aber ja geheim abgestimmt. Wer wieso gestimmt hat ist dann nicht zu ermitteln. Wohl aber, warum ein SdJ SdJ geworden ist: Es hat in der Juryabstimmung am meisten Sti,mmuen bekommen. Das ist kein geheimnnis, sondern auf der Jury-Homepage ablesbar.
Das nicht irgendwie gestimmt wird (wie beim DSP - ein preis der MIR völlig egal ist), gibt es eine Zielsetzung und da ich ein optimistischer Mensch bin, unterstelle ich der Jury einfah mal, dass sie sich beim Abstimmen mehr Gedanken machen als "Was is mein lieblingsspiel?"...

> Des Weiteren fehlen in der Betrachtung zum SdJ ganze
> Spielgenres, welche von vornherein vom Preis ausgeschlossen
> werden, ohne dass es dafür nachvollziehbare Regeln gibt.

Die Regeln stehen auf der Homepage:
"Kann tatsächlich jedes Spiel den Hauptpreis bekommen?
Ja - wenn die Qualität des Spiels im Hinblick auf die Zielgruppe des Preises stimmt, also „Familie und Gesellschaft“ in einem umfassenden Sinn" (...)
Nicht-Familienspiele sind also ausgeschlossen; Wenn du mit Spielgenres als Tabletops, Rollenspiele u.ä. meinst, wirds auf der Homepage bekannt gegeben. Wenn nicht, weiss ich ivcht, was du meinst :-)

> Zu guter Letzt hat sich das Schema der Preisverleihung immer
> wieder geändert (Auswahlliste, Nominierungsliste, Preis
> schönes Spiel, etc.), was einen Vergleich über die Jahre
> hinweg sehr schwer macht.

Es gab immer einen Hauptpreis. Genau das würde sich aber ändern, wenn die Jury die Preise -wie von dir gefordert- aufsplitten würde. Da sehe ich in deiner Argumentation einen Wiederspruch.

> Das insgesamt führt mich zur Erkenntnis, dass der Preis
> „willkürlich“ verliehen wird. (Willkürlich in seiner
> negativen Bedeutung.) Somit ist der Preis für mich wertlos
> geworden. Daraus folgt, er ist mir egal.

Das sei dir unbenommen. Aber ich denke nicht, dass er "willkürlich" vergeben wird. "Willkürlich" heisst für mich: Keine Zielvorgabe (gibt es), es ist der Jury egal wer den Preis gewinnt (ist es nicht, der Sieger wird positiv begündet, also was an dem Preis gefällt; ohne Vergleich), die Jury macht keine Arbeit sondern wählt irgendwas (das glaube ich kaum; wer Jurymitglieder kennt, weiss dass die ihre Verantwortung durhaus ernst nehmen - Außerdem machen sie es sich ja nun gerade NICHT leicht und wählen den Favoriten.

Übrigens trifft meine Definition im weiten Teilen auf den DSP zu: Keine klare Zielvorgabe, jeder wählt nach anderen Gesichtspunkten und keiner macht sich wirklich die Mühe Alternativen zu prüfen. Daher ist der DSP in meinen Augen eher Reformbedürftig als dasSdJ. Aber das ist ein anderes Thema.

> Was könnte man besser machen
> ***************************
> Ich möchte nicht nur meckern, sondern auch konstruktive
> Vorschläge machen:
> 1) Die Anzahl der Preiskategorien soll erhöht werden:
> - Familienspiel des Jahres
> - 2 Personen Spiel des Jahres
> - Kinderspiel des Jahres
> - Anspruchsvolles Spiel des Jahres
> - Preis „Schönes Spiel“
> - Kartenspiel des Jahres
> - ….
> Dabei kann es passieren, dass es aufgrund der „schlechten“
> Qualität der Spiele in einem Jahrgang keinen Preisträger in
> einer Kategorie gibt oder dass ein Spiel mehrere Kategorien
> gewinnen kann.

S.O. Du beschwerst dich über die mangelnde Vergleichbarkeit der Hauptträger und willst das noch undurchschaubarer machen. Die Jury dazu übrigens:

"Den möglichen Vorteilen einer solchen Aufsplittung (Familienspiel des Jahres, Kartenspiel des Jahres, Strategiespiel des Jahres...), die vor allem auch der Jury selbst die Arbeit erleichtern würde, stehen gewichtigere Nachteile gegenüber. Der Handel, die Medien und die wenig spielerfahrenen Verbraucher sind auf eine "Marke" fixiert, das "Spiel des Jahres"; eine Unterteilung würde diese Information verwässern und nur zu einer verwirrenden Labelflut führen, also mehr Schaden anrichten als Gewinn bringen. Der zielgerichtete Griff ins Regal würde ersetzt durch die Frage: Welches der vielen "Spiele des Jahres" ist denn nun das richtige für mich? (...)." (Homepage unter FAQ)

Eine Argumentation, die ich völlig teile. Wenn man schon jetzt bei die Verwirrungen bei ebay sieht, bei denen alle möglichen Listenvertreter oder Sonderpreisträger als SdJs verkauft werden, bekommt einen Eindruck was so eine Aufsplittung anrichten würde.

> Die Punkte am Ende der Liste stehen für Kategorien, in denen
> weitere Spiele (Sammelkarten/figuren, Tabletops,
> Rollenspiele, etc.) auzsgezeichnet werden können.

Was für einen Effekt soll ein "Rollenspiel des Jahres" deiner Meinung nach haben? Rollenspieler (ich bin einer!) kaufen wohl noch viel weniger nach irgendwelchen Auszeichnungen als (Viel-) Brettspieler. Nein, Tabletops, Rollenspiele etc. haben nun einen klar definitierten Kreis, der informiert ist - die Großmutter geht da nicht in den Laden,. ohne genaue Anweisungen vorher.
Mal ganz davon ab, dass die Jury für diese Spezialkategorien beträchtlich erweitert werden müsste.

> 2) Die Kriterien, nach denen die Spiele bewertet wurden und
> die tatsächlichen Bewertungen, sollen nach der
> Veröffentlichung der Preisträger ebenfalls veröffentlicht
> werden. Somit kann (im Nachhinein) jeder feststellen, ob die
> Jury nach Kritierien bewertet hat, anhand derer man selbst
> Spiele bewerten würde. Eine Veröffentlichung welcher Juror
> wie gewertet hat, ist nicht nur nicht gewünscht, sondern wird
> klar von mir abgelehnt.

S.O. Die Jury diskutiert und stimmt ab, nach dem Kriterium "Welches Spiel fördert das Kulturgut Spiel in Familie und Gesellschaft am meisten?" Insofern ist eine solche Transparanz gar nicht machbar: Jeder Juror müsste angeben, für welches Spiel er gestimmt hat (was du ablehnst) und aus welchen Gründen.
Beim DSP ist die Lage übrigens nicht besser: Zwar wird die gesamte Stimmanzahl angeben (etwas was ich mir beim SdJ nicht wünschen würde, weil dann fälschlicherweise die Aufteilung in "gute" und "schlechte" SdJs naheläge), aber niemand muss seine Wahl begünden, ja nicht einmal angeben, wie viele Spiele er überhaupt gespielt hat oder ob er weiss wofür er dort stimmt ;-)


> Sollten die Punkte realisiert werden, dann hätte der
> SdJ-Preis wieder eine Berechtigung für mich. Ansonsten bleibe
> ich dabei: mir egal.

Damit kann die Jury sicherlich leben ;-)

> P.S.: Ich bin überrascht, wieviele Personen sagen, dass SdJ
> sie zum Spielen gebracht hätte. Habt Ihr nie in Eurer
> Kindheit gespielt? Keine Murmeln, kein Quartett, kein
> Sammelkartenspiel, kein Schach, Skat, Canasta, Romme, MauMau,
> Mensch ärgere Dich nicht? Keine Modelleisenbahn? Keine
> Autorennbahn? Sollte das der Fall sein, dann hattet ihr
> wirklich eine schwere Kindheit! *g

Sehr witzig. Wir reden hier über Brettspiele. Ich hab auch vor Hase & Igel Quartett oder Schach gespielt. Regelmässig aber in der Familie und jetzt im Freundeskreis - ja das Spielen als Hobby für Erwachsene - gäbe es ohne SdJ wohl nicht ohne mich.

ciao
peer

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Ilka

Re: SdJ - mir egal! (Teil 2)

Beitragvon Ilka » 14. Juli 2005, 14:02

> der SdJ – Preis hat das Gut Spiel gefördert; sowohl in der Vergangenheit als auch
> in der Gegenwart.
Woher stammt denn diese immer wieder gerne präsentierte Weisheit und wo sind Daten für diese Behauptung belegt? SDJ fördert eine feststellbare Umverteilung des Brettspielumsatzes, aber wo bleibt denn der Jurygeförderte Umsatzzuwachs im Brettspielbereich? Leider geht es doch hier in den letzten Jahren mit galoppierender Schwindsucht bergab und das deutlich schneller als in manch anderen Branchen.
Wer könnte einer gegenteiligen Meinung, was die Förderung des Spieles betrifft, statistisch unterlegt in die Parade fahren?

fragt sich Ilka

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Frank Schaubrenner

Re: SdJ - mir egal! (Teil 2)

Beitragvon Frank Schaubrenner » 14. Juli 2005, 14:16

Huhu,
nu ich auch noch,

finde auch, dass zu viele Pöppel die Auswahl erschwehren, darum je weniger Pöppel desto besser, wobei dies natürlich die Kaufentscheidung zumeist in Kaufhäusern und Spielegrossketten erleichtert.
In dem Laden in dem ich zu Weihnachten immer wieder Jobbe gab es einige Zeit zwecks Konditionen (wenn ich mich recht erinnere) das SDJ nicht, aber diese kleinen Geschäfte versuchen auch eher zu Berarten, da findet sich in den Regalen immer ein passendes (meisst passenderes) Spiel, als das SDJ.
Hier haben dann auch genannte Spiele von FF oder andere nicht beachtete Spiele ihre Chance, aber diese Geschäfte decken eben nicht den Hauptteil des Marktes ab und somit bin ich der Meinung, dass es ohne orientierung in anderen Geschäften eher weniger Spielekäufe oder merkwürdig Blindkäufe geben würde. Und im Idealfall erhalten kliene Geschäfte,. durch Leute die jahrelang SDJ Kunden waren neue Kundschaft wenn sie etwas "Anderes" wollen, weil Vielspieler in aller Regel wiederum oftmals Inetkunden sind ;-) ..
Interessanterweise war letztes Jahr Niagara, aktiv angesprochen, schon sowas wie der Renner in dem Shop (im Jahr davor Fiflu und davor Fische Fluppen...) und ein Dauerbrenner ist Maniki, mal gucken was es dieses Jahr wird :-). Dieses Geschäft ist interessanterweise weniger durch die Jury, als viel mehr von Rezenssionen in der örtlichen Presse beeinflusst, welche aber heutzutage auch nicht mehr so weit gestreut sind

Ich bin Beführworter des SDJ, habe aber seit CC keines mehr gekauft und davor war es wenn ich mich recht erinnere Siedler (welches übrigens 1995 SDJ war ;-) )
wobei ich beide nicht mehr spiele.

Zum Thema zum Spielen kommen...
klar in Kindheit Schach, Skat, Mädn, Canasta Scottland Yard... und als ich mitspielen durfte auch Risiko, dann aber erst mal einige Jahre nichts ...

Wiedereinstig war dann mit Mhing und dann kam schon Adel verpflicht, Auf Achse Drunter und Drüber und Dampfross,... Spiele die einfach vorhanden waren in einem unserer Haushalte. Finde SDJ somit auch gut für lockere Erwachsenrunden, welche mal wieder was spielen wollen, nicht nur zum Ersteinstieg zum Spielen, weil man in aller Regel davon ausgehen kann, das SDJ funktioniert und man flott mit spielen anfangen kann unabhängig vom Eintrittsalter ...

Gruss
Frank- der kurze eingägige Regeln immer mehr mag und in nächster Zeit doch mal das SDJ 2004 beschaffen wird,

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peer

Re: SdJ - mir egal! (Teil 2)

Beitragvon peer » 14. Juli 2005, 14:23

Hi,
Ilka schrieb:
>> Wer könnte einer gegenteiligen Meinung, was die Förderung des
> Spieles betrifft, statistisch unterlegt in die Parade fahren?

Niemand, denn keiner kann Daten erheben, wie der Markt ohne SdJ aussehen würde - es gibt den preis ja.

Insofern ist man auf begündete Mutmaßungen angewiesen:
- Der SdJ verkauft sich grandios.
- Eigene Erfahrungen - und die von Freunden
- Der Preis wird vom Handel gefördert - den kapitalistischen Gesetzen zufolge, wirds schon was heißen
- Er wird in der Öffentlichkeit eher wahrgenommen, als z.B. die vielen Buchpreise.
- Auch im Ausland (die z.T. eigene Preise haben) wird das deutsche Spiel des Jahres als der wichtigste Spielepreis wahrgenommen (das kann man durch Internetrecherche belegen)
- Argumente die ich vergessen habe ;-)

ciao
peer

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Wolfram Püchert alias WeePee

Re: SdJ - mir egal! (Teil 2)

Beitragvon Wolfram Püchert alias WeePee » 14. Juli 2005, 14:30

Ilka schrieb:
>
> > der SdJ – Preis hat das Gut Spiel gefördert; sowohl in der
> Vergangenheit als auch
> > in der Gegenwart.
> Woher stammt denn diese immer wieder gerne präsentierte
> Weisheit und wo sind Daten für diese Behauptung belegt?

Ich habe NICHT geschrieben, dass der SdJ-Preis die Umsätze im Spielemarkt gefördert hat (da habe ich auch persönliche Bedenken). Aber der SdJ-Preis hat das (abstrakte) Gut Spiel gefördert.


> SDJ
> fördert eine feststellbare Umverteilung des
> Brettspielumsatzes, aber wo bleibt denn der Jurygeförderte
> Umsatzzuwachs im Brettspielbereich?

Keine Ahnung. Ich habe hier auch so meine Zweifel. Das habe ich im Original-Post auch kundgetan. Ich gehöre auch eher der Fraktion an, die meint, dass Umsätze umverteilt werden.

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Frank Schaubrenner

Re: SdJ - mir egal! (Teil 2)

Beitragvon Frank Schaubrenner » 14. Juli 2005, 14:51

weitergesponnen wäre die Frage wo die Umsätze normal wären,.. überhaupt bei Spielen?, Bei Mädn Luxus, noch mehr Monopoly oder einfach noch gebündelter bei Ravensburger und Hasbro.
Ich denke mal ein Aspekt des SDJ ist auch, dass man inzwischen wesentlich mehr Spielverlage in den normalen Regalen sieht als noch zu der Zeit als ich angefangen habe zu spielen :-). (abgesehn zu den schon früher genannten Argumenten, dass diese Umsatzbündelung bei den einzelnen Verlagen auch dazu führt dass sie nach einem Spiel des Jahres ihr Angebot ausweiten können und somit evtl. mehr Spiele auf den Markt kommen, welche auch Vielspieler ansprechen.

gruss
Frank

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Ilka

Re: SdJ - mir egal! (Teil 2)

Beitragvon Ilka » 14. Juli 2005, 14:53

Wolfram Püchert alias WeePee schrieb:
>
> Ilka schrieb:
> >
> > > der SdJ – Preis hat das Gut Spiel gefördert; sowohl in der
> > Vergangenheit als auch
> > > in der Gegenwart.
> > Woher stammt denn diese immer wieder gerne präsentierte
> > Weisheit und wo sind Daten für diese Behauptung belegt?

>Wolfram Püchert alias WeePee schrieb:
> Ich habe NICHT geschrieben, dass der SdJ-Preis die Umsätze im
> Spielemarkt gefördert hat (da habe ich auch persönliche
> Bedenken). Aber der SdJ-Preis hat das (abstrakte) Gut Spiel
> gefördert.

Ich habe NICHT gefragt woher die Behauptung kommt, das SDJ hätte den Umsatz gefördert sondern siehe oben! - genau das war meine Frage, wie es belegt ist, dass der Preis das GUT Spiel gefördert hat? Ist es da nicht besser eine Meinung zu vertreten als eine unbelegte Behauptung in den Raum zu setzen?
Wo wäre das GUT Spiel heute ohne Jury? Deren Arbeit sich ja (nur noch?) laut oft geäußerter Meinung hauptsächlich in den Kaufhäusern zu Discountpreisen umsetzt.
Was wäre aus den oft zitierten Siedlern ohne die Auszeichnung geworden?
Ilka

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Hartmut

RE: SdJ - mir egal! (Teil 2)

Beitragvon Hartmut » 14. Juli 2005, 15:14

> Was wäre aus den oft zitierten Siedlern ohne die
> Auszeichnung geworden?

Berechtigte Frage. Das Spiel hätte sicher auch so seinen Weg machen können, allerdings in einem sehr viel größeren Zeitrahmen. Dem steht dann der Lebenszyklus eines Spiels entgegen, der schon so viele gute Spiele hat verschwinden lassen. Da braucht es oft mehr als nur langen Atem, den die Verlage sich nicht leisten können.

Warum hat der Klassiker Go es in unserem Kulturraum gegenüber dem Klassiker Schach noch nicht zur Verbreitung gebracht? Da reichen selbst Jahrhunderte nicht aus ;-) Noch sehr viel schlechter stehen die Chancen eines modernen Spiels gegenüber einem vergleichbaren Klassiker (Go <-> TwixT) oder eben dank Auszeichnung auf's Schild gehobenen Spielen.

Ich denke, SvC gäbe es heute (10 Jahre später) nur noch bei Ebay, Erweiterungen wären nie erschienen.

zum Stichwort "Umverteilung durch SDJ": kurzfristig ja, langfristig hat es den Markt belebt und erweitert (Anzahl präsenter Verlage im Handel als Indikator). Sollten dennoch nicht mehr Spiele insgesamt den Weg zum Verbraucher finden, so ist nicht SDJ daran schuld, das hat eher allgemeine volkswirtschaftliche Gründe in Zeiten großer Arbeitslosigkeit und sozialer Verunsicherung dank Globalisierung und gelähmter Politik, denn Spiele sind auch nur verzichtbare Luxusgüter.

Hartmut

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Ilka

RE: SdJ - mir egal! (Teil 2)

Beitragvon Ilka » 14. Juli 2005, 15:47

Hartmut schrieb:
>
> Warum hat der Klassiker Go es in unserem Kulturraum gegenüber
> dem Klassiker Schach noch nicht zur Verbreitung gebracht?

Warum hat sich GO in einem Kulturraum ohne SDJ mehr verbreitet als hier irgendein anderes bekanntes Spiel?

> Ich denke, SvC gäbe es heute (10 Jahre später) nur noch bei
> Ebay, Erweiterungen wären nie erschienen.

Einfach Genial hat sich deutlich besser verkauft als das Spiel, welches im gleichen Jahr mit dem SDJ am Zug war! SvC sind nach dem SDJ nie mehr aus dem Preistief herausgekommen und daher schon aus manchem Regal Inhabergesteuert verschwunden. So blieb SvC von Anfang an ein "Billigimage" anhaften oder welcher Händler konnte dieses Spiel die letzten Jahre noch mit korrekter Spanne verkaufen? Auch so geht eine Marke kaputt.

> zum Stichwort "Umverteilung durch SDJ": kurzfristig ja,
> langfristig hat es den Markt belebt und erweitert (Anzahl
> präsenter Verlage im Handel als Indikator).

Ist es marktwirtschaflich korrekt, wenn Verlage angelockt vom SDJ wie die Fliegen vom Licht auftauchen und dann deren Produkte doch schon bald nur noch über die Ramschschiene zu vermarkten sind? Wenn ich da an die entsprechenden Jahre in Essen denke oder mir laufende Angebote bei Karstadt und Co. ansehe. Wo bleibt da die Belebung? Eher führt solche Überproduktion mit daraus notwendigem Abverkauf zu Niedrigpreisen zum Niedergang um nicht vom Absterben eines Marktes zu reden. Wie ein auch alter BWLer-Lehrsatz behauptet.

> Sollten dennoch
> nicht mehr Spiele insgesamt den Weg zum Verbraucher finden,
> so ist nicht SDJ daran schuld, das hat eher allgemeine
> volkswirtschaftliche Gründe in Zeiten großer Arbeitslosigkeit
> und sozialer Verunsicherung dank Globalisierung und gelähmter
> Politik, denn Spiele sind auch nur verzichtbare Luxusgüter.

oder ist es die Enttäuschung nach vielen Schnäppchen mit dem SDJ, welches sich dann zuhause doch nicht als der Knüller oder sogar als für die Familie unspielbar erwiesen hat. Ich kenne da sehr viele Büchereien, Gruppen, Familien etc. die diesen Kummer haben oder hatten. Wie bekannt, belohnt sich der Kunde mit "kleinen Trostpflastern" wenn sich sonst mit dem Haushalt und den größeren Investitionen eingeschränkt werden muss. Da erstaunt es, dass die Brettspielbranche seit einigen Jahren ein mehrfaches schlechter läuft als sich aus dem derzeitigen Marktgeschehen herausrechnen liese.

Ilka

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Frank Schaubrenner

RE: SdJ - mir egal! (Teil 2)

Beitragvon Frank Schaubrenner » 14. Juli 2005, 16:32

Huhu nochmal

Ilka schrieb:
>

> Warum hat sich GO in einem Kulturraum ohne SDJ mehr
> verbreitet als hier irgendein anderes bekanntes Spiel?
>
evt.weil Go sich über Jahrhunderte/tausende im asiatischen Kulturraum entwickelt hat und eine ähnliche "Zielgruppe" hat wie Schach, welches sich bei uns über Jahrhunderte entwickelt hat. Wobei beides glaube ich herzlich wenig mit SDJ zu tun hat, da sie Erstens ihre Wurzeln def. vor dem SDJ geschlagen haben und andererseits auch eine Art Sport sind ...
>
> Einfach Genial hat sich deutlich besser verkauft als das
> Spiel, welches im gleichen Jahr mit dem SDJ am Zug war!

um nicht zu verschweigen, EG hatte euch nen netten Pöppel/bzw Aufdruck wenn auch den des Finalisten (wobei ich das nu spontan nicht beschören könnte möchte)

SvC
> sind nach dem SDJ nie mehr aus dem Preistief herausgekommen
> und daher schon aus manchem Regal Inhabergesteuert
> verschwunden. So blieb SvC von Anfang an ein "Billigimage"
> anhaften oder welcher Händler konnte dieses Spiel die letzten
> Jahre noch mit korrekter Spanne verkaufen? Auch so geht eine
> Marke kaputt.
>
MÖP, habe mir mein SvC für 45 DM gekauft, in einer Zeit vor dem SDJ, nach der Auszeichnung gab es Siedler einige Zeit für 24,90 DM, wenn ich mich recht erinnere, (die Masse macht es), um dann sehr bald wieder auf 34 und 49 DM bzw lange Zeit 19, und 24,9 Euro zu steigen.... das haben nicht viele Spiele geschafft :-), aktuell ist der Preis durch die Goldbox wieder weiter unten, aber die Erweiterungen sind im Preis def. stabil... wo ist da ne Marke kaputt? und interessanterweise nach der Preissteigerung auch wieder in den entsprechenden Regalen, zumindest bei den Läden die ich kenne. Auch wenn Siedlergrundspiel(gold) nun aktuell öfter für 14-17 Euro gesichtet wird, ist dies doch auch ne Strategie Grundspiel günstig Erweiterungen teuerer (zu diversen anderen Produkten schiel)

> Ist es marktwirtschaflich korrekt, wenn Verlage angelockt vom
> SDJ wie die Fliegen vom Licht auftauchen und dann deren
> Produkte doch schon bald nur noch über die Ramschschiene zu
> vermarkten sind? Wenn ich da an die entsprechenden Jahre in
> Essen denke oder mir laufende Angebote bei Karstadt und Co.
> ansehe. Wo bleibt da die Belebung? Eher führt solche
> Überproduktion mit daraus notwendigem Abverkauf zu
> Niedrigpreisen zum Niedergang um nicht vom Absterben eines
> Marktes zu reden. Wie ein auch alter BWLer-Lehrsatz behauptet.
>
Ob Verlage auftauchen nur wegen dem SDJ ist eine der Behauptungen die in die Kategorie Spekulation fällt (würde ich mal stark behaupten), und was hat wieder rum die Ramschschiene /Strategie einiger Verlage mit dem SDJ zu tun? Verramschungsaktion von Kaufhäusern haben oftmals auch ne anderen Hintergrund, z.B. Lager räumen für neu Produkte oder Lockvogelangebote.
Im übrigen gibt s auch den schwammigen BWLansatz des Produktlebenszyklus,.. ok warum der bei einigen Verlagen schneller und bei anderen langsamer durchlaufen wird, kann ich hier nicht beurteilen.
Klar könnte man sagen ,... blöde Strategie, die Verlage sollen nur noch 1-2 Spiele pro Jahrgang rausbringen, oder gar keine , es gibt ja schon genug gute Spiele, aber das wäre sicher nicht mit dem normalen Marktgeschen vereinbar, und abegesehen davon würden wir Spieler uns darüber auch nciht freuen , was würden wir hier dann noch machen :-))?
>
> oder ist es die Enttäuschung nach vielen Schnäppchen mit dem
> SDJ, welches sich dann zuhause doch nicht als der Knüller
> oder sogar als für die Familie unspielbar erwiesen hat. Ich
> kenne da sehr viele Büchereien, Gruppen, Familien etc. die
> diesen Kummer haben oder hatten. Wie bekannt, belohnt sich
> der Kunde mit "kleinen Trostpflastern" wenn sich sonst mit
> dem Haushalt und den größeren Investitionen eingeschränkt
> werden muss. Da erstaunt es, dass die Brettspielbranche seit
> einigen Jahren ein mehrfaches schlechter läuft als sich aus
> dem derzeitigen Marktgeschehen herausrechnen liese.
>
kann ich nicht beurteilen, da ich keine branchenüberspanneden Zahlen habe und Vergleichzahlen wie er sich entwicklen müsste (abgesehen davon, dass ich nicht weis ob ich die Zahlen richtig interpretieren würde) und wie gross solcheTtrostpflaster sind weis ich auch nciht ,... bin aber offen für Zahlen da ich immer neugierig bin.
Spannend wären auch die entäuschten Gesichter zu sehen wenn sie sich im Supermarkt ein "tolles" Spiel geklauft haben welches dann aber mit einer wesentlich höheren Wahrscheinlichkeit nicht in dieser Gruppe spielbar wäre.
Mir Fallen spontan 2-3 SDJ ein deren Zugang nicht sooo einfach ist z.B. Torres, Tikal und Sherlock Holmes ... den Rest würde ich von der Regelkomplexität eher im einfachen Bereich einordnen.
Knüller ist dann wieder ne andere Frage,aber wie findet man ihn wenn man vor 50 oder 100 Bunten Schachtel steht und einfach per Schachtelrückseite kaufen muss? :-)

Gruss

Frank

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peer

RE: SdJ - mir egal! (Teil 2)

Beitragvon peer » 14. Juli 2005, 16:35

Hi,
Ilka schrieb:
>
> Hartmut schrieb:
> >
> > Warum hat der Klassiker Go es in unserem Kulturraum gegenüber
> > dem Klassiker Schach noch nicht zur Verbreitung gebracht?
>
> Warum hat sich GO in einem Kulturraum ohne SDJ mehr
> verbreitet als hier irgendein anderes bekanntes Spiel?

Meinst du das ernst? GO ist vor 2000 Jahren entstanden - das ist länger als Skat. Natürlöich verbreitet sich so ein Kulturgut.
Die Schrift hat sich auch ohne Hauptpreis durchgesetzt.

> > Ich denke, SvC gäbe es heute (10 Jahre später) nur noch bei
> > Ebay, Erweiterungen wären nie erschienen.
>
> Einfach Genial hat sich deutlich besser verkauft als das
> Spiel, welches im gleichen Jahr mit dem SDJ am Zug war!

Wrher nimmst du diese Zahl?


> sind nach dem SDJ nie mehr aus dem Preistief herausgekommen
> und daher schon aus manchem Regal Inhabergesteuert
> verschwunden. So blieb SvC von Anfang an ein "Billigimage"
> anhaften oder welcher Händler konnte dieses Spiel die letzten
> Jahre noch mit korrekter Spanne verkaufen? Auch so geht eine
> Marke kaputt.

Das "Kaputt gehen einer Marke" ist etwas übertrieben, bei einem Spiel, dass sich laut offiziellen Angaben 10. Mio mal verkauft hat - mehr als jedes andere Spiel der letzten 20 Jahre.

>
> Ist es marktwirtschaflich korrekt, wenn Verlage angelockt vom
> SDJ wie die Fliegen vom Licht auftauchen und dann deren
> Produkte doch schon bald nur noch über die Ramschschiene zu
> vermarkten sind? Wenn ich da an die entsprechenden Jahre in
> Essen denke oder mir laufende Angebote bei Karstadt und Co.
> ansehe. Wo bleibt da die Belebung? Eher führt solche
> Überproduktion mit daraus notwendigem Abverkauf zu
> Niedrigpreisen zum Niedergang um nicht vom Absterben eines
> Marktes zu reden. Wie ein auch alter BWLer-Lehrsatz behauptet.

Lässt sich so wenig behaupten, wie das Gegenteil.
Ein Beispiel wäre Hans im Glück - Die wären ohne Titel kaum so grß geworden (Was sie auch selber so sehen).


> oder ist es die Enttäuschung nach vielen Schnäppchen mit dem
> SDJ, welches sich dann zuhause doch nicht als der Knüller
> oder sogar als für die Familie unspielbar erwiesen hat.

Warum verkauft sich denn das SdJ immer noch jedes Jahr so gut? Trotz der Enttäuschungen? Ist da nicht ein Wiederspruch?

ciao
peer

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Bernd Eisen

RE: SdJ - mir egal! (Teil 2)

Beitragvon Bernd Eisen » 14. Juli 2005, 18:14

Frank Schaubrenner schrieb:
> Mir Fallen spontan 2-3 SDJ ein deren Zugang nicht sooo
> einfach ist z.B. Torres, Tikal und Sherlock Holmes ... den
> Rest würde ich von der Regelkomplexität eher im einfachen
> Bereich einordnen...

Nicht zu vergessen El Grande... ich möchte mal die Familie sehen, die dabei nicht anfängt zu schwitzen *g*

Grüße
Bernd

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Dirk Piesker
Kennerspieler
Beiträge: 950

Re: SdJ - mir egal! (Teil 2)

Beitragvon Dirk Piesker » 14. Juli 2005, 19:46

Hallo Ilka,

> Woher stammt denn diese immer wieder gerne präsentierte
> Weisheit und wo sind Daten für diese Behauptung belegt?
[..]
> Leider geht es doch hier
> in den letzten Jahren mit galoppierender Schwindsucht bergab
> und das deutlich schneller als in manch anderen Branchen.

Das kann wohl letztendlich niemand beweisen, einfach weil nicht klar ist,
wie die Entwicklung des Marktes "Brettspiel" ohne SdJ ausgesehen hätte.

Ich bezweifle aber auch, dass die Verlage größere Summen in die Marktanalyse
und Trendforschung stecken. Man möge mich korrigieren, falls dies anders ist.

Als relativ plausibel erscheint mir die Annahme, dass mehr Menschen durch den Kauf eines SdJ-Titels zum Spielen (und kaufen) gebracht wurden, als Menschen sich wegen des Pöppels vom Kaus und Spiel haben abbringen lassen.

Zudem gehen hier die Begriffe Spiel und Brettspiel quer durcheinander. IMHO ist Brettspiel nur eine sehr sehr kleine Teilmenge von "Spiel", siehe Murmeln, Halma, Knobeln....

Dirk

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dieter gvp

Re: SdJ - mir egal! (Teil 2)

Beitragvon dieter gvp » 14. Juli 2005, 23:40

peer schrieb:
>
> Hi,
> Ilka schrieb:
> >> Wer könnte einer gegenteiligen Meinung, was die Förderung
> des
> > Spieles betrifft, statistisch unterlegt in die Parade fahren?
>
> Niemand, denn keiner kann Daten erheben, wie der Markt ohne
> SdJ aussehen würde - es gibt den preis ja.
>
Man könnte vielleicht unsere europäischen Nachbarn betrachten. Vor dem "Spiel des Jahres" gab es hier in Deutschland auch keine wesentlich auffälligere Brettspielszene als in Frankreich, Italien, Holland u. a. (Wir schauten alle ganz neidisch auf die amerikanische Szene). Erst mit dem "Spiel des Jahres" hat sich hier etwas einmaliges entwickelt (Wär doch mal Stoff für einen Historiker).
Das kann nicht nur Zufall sein, oder ... ?


mfg dieter

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Peter Gustav Bartschat

Warum Go mehr verbreitet ist hier irgend ein anderes Spiel

Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 15. Juli 2005, 05:44

Ilka schrieb:
> Warum hat sich GO in einem Kulturraum ohne SDJ mehr
> verbreitet als hier irgendein anderes bekanntes Spiel?

Weil in China mehr Menschen leben als in Deutschland.

Aus demselben Grund hat sich übrigens Reis als Nahrungmittel mehr verbreitet als Sauerkraut.

Und der Name "Chang" mehr als der Name "Müller".

Und das Gedicht über Mulan die Schwertmeisterin mehr als das Nibelungenlied.

Mit einem lieben Gruß
Gustav

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Ralf Arnemann
Kennerspieler
Beiträge: 2447

Re: SdJ - ist mir immer mehr egal!

Beitragvon Ralf Arnemann » 15. Juli 2005, 10:08

Ein solcher Preis kann ja nie direkt die Verbreitung von Spielen fördern.
Sondern er kann nur Qualität herausheben und damit belohnen, die Verlage anspornen gute Spiele zu machen und damit maximal verhindern, daß Leute sich vom Spielen abwenden, weil sie als erstes Spiel irgendeinen Müll gekauft (oder meist: geschenkt bekommen) haben.

So nach dem Motto: Wenn die Tante zu Weihnachten ein SdJ schenkt, dann besteht wenigstens eine Chance, daß die Kiddies das interessant finden und sich dann für weitere Spiele interessieren.

Wie stark dieser Effekt nun wirklich ist, kann wohl keiner messen oder wirklich nachweisen.
Ich vermute, daß er recht nebensächlich ist. Die Hauptausbreitung beim Spielen geschieht wohl dadurch, daß ein Spielebegeisterter Freunde und Familie ansteckt - und da ist es egal, ob sein Lieblingsspiel, mit dem er das macht, eine Auszeichnung hat.

Auch für die Ausbreitung der Spielerszene in den letzten 20 Jahren und die gegenüber stark gestiegene Qualität von Spielen ist das SdJ wohl nicht Ursache, sondern nur Begleiterscheinung.

Mir persönlich ist die Preisverleihung von Jahr zu Jahr unwichtiger.
Es ist reiner Zufall, ob die mir gefallenden Spiele eines Jahrgangs auf die Besteliste kommen oder gar gewählt werden.

Während ich früher fast jedes Jahr das SdJ gekauft und meist auch begeistert gespielt habe, ist das heute eher die Ausnahme.
Vielleicht hat sich mein Geschmack geändert (halte ich eher für unwahrscheinlich), vielleicht ist die Angebotsstruktur eine andere als früher - aber ganz bestimmt hat die Jury ihre Maßstäbe etwas stärker in Richtung Schlicht-Spiele verschoben.
Das ist ihr gutes Recht, genau wie es dann mein gutes Recht ist, die Jury-Entscheidungen nicht mehr sehr ernst zu nehmen.

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Denis Fischer

RE: SdJ - mir egal! (Teil 2)

Beitragvon Denis Fischer » 15. Juli 2005, 10:50

Schach ist auch hier weiter verbreitet als alle SdJ Spiele zusammen und Mensch ärgere Dich nicht ebenfalls, obwohl das keinen Preis hat und schon einen ziemlich laaaaaaaangen Bart.

Und wenn man die Zahl verkaufter klassischer Spielesammlungen betrachtet, hat da auch kein SdJ-Spiel eine reele Chance.

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peer

RE: SdJ - mir egal! (Teil 2)

Beitragvon peer » 15. Juli 2005, 11:58

Hi,
Denis Fischer schrieb:
>
> Schach ist auch hier weiter verbreitet als alle SdJ Spiele
> zusammen und Mensch ärgere Dich nicht ebenfalls, obwohl das
> keinen Preis hat und schon einen ziemlich laaaaaaaangen Bart.
>
> Und wenn man die Zahl verkaufter klassischer Spielesammlungen
> betrachtet, hat da auch kein SdJ-Spiel eine reele Chance.

Das SdJ soll die Klassiker ja auch nicht ersetzen (ebensowenig, wie Buchpreise den Faust oder die Bibel ablösen wollen oder könnten) sondern dafür sorgen, dass eben auch andere Spiele gespielt werden, bzw. dass Otto-Normalspieler mit Spielen vielleicht nicht nur MäDN kennt.
ciao
peer (der so heißt obwohl Stefan viel verbreiteter ist)

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Roman Pelek

Schwere Kindheiten :-)

Beitragvon Roman Pelek » 15. Juli 2005, 13:11

Hi Wolfram,

Wolfram Püchert alias WeePee schrieb:

> 4) Wie ich inzwischen gelernt habe, hat der SdJ-Preis
> tatsächlich einige (oder vielleicht sogar mehr als nur
> einige) Menschen erst zum Spielen gebracht. (Ich selbst habe
> die Erfahrung in meinem Bekanntenkreis noch nicht gemacht.)
> Das erkenne ich an.

Ich muss gestehen: mir ging's ähnlich. Die Wahrnehmung, dass es jenseits von Mühle, Monopoly und Mensch Ärgere Dich Nicht aktuelle Autorenspiele gibt, setzte bei mir im Alter von 10 Jahren mit dem SdJ "Scotland Yard" ein. Und nachdem ich in der Pubertät erfolgreich den "Familienspielmuff" abgeschüttelt hatte, um mich mehr den Rollen- und Computerspielen (bei Parties auch mal Partyspielen) zu widmen, habe ich mich erst Anno 1995 mit "Siedler" wirklich wieder daran erinnert, dass "da ja noch irgendwas war" :-))

> Warum habe ich das vorherige Posting verfasst?
> *****************************
> Ich wollte ein wenig provozieren, was mir anscheinend auch
> gelungen ist (wenn man die Größe der Diskussion und Anzahl
> der Diskutanten betrachtet).

Hm, wäre ich nicht so bastelfaul (das macht Claudia meistens *verschämtes Hüsteln*), würde ich Dir ja in bester rheinhessischer Fassenachts-Tradition den "Orden wider das tierisch ernste Sommerloch" verleihen. So aber muss es bei der verbalen Respektsbekundung bleiben, dass Du durchaus spannende Threads initiiert hast, bei denen endlich mal wieder engagiert diskutiert wurde.

> Warum ist mir der Preis nun egal?
> ***************************
> Das insgesamt führt mich zur Erkenntnis, dass der Preis
> „willkürlich“ verliehen wird. (Willkürlich in seiner
> negativen Bedeutung.) Somit ist der Preis für mich wertlos
> geworden. Daraus folgt, er ist mir egal.

Ich will's mal so sagen: der Preis hat keinerlei Einfluss auf meine persönliche Meinung zu bestimmten Spielen. Er ist für mich aber alles andere als egal: Er hat eine starke wirtschaftliche Bedeutung, und somit auch eine inhaltliche für unser aller Umfeld. Wird ein Spiel gekürt, welches komplex und erfolgreich ist, werden wir in absehbarer Zukunft komplexe Spiele aus dem Boden sprießen sehen. Wird ein einfaches Familienspiel gekürt, wird man allerorten auf verzweifelte Redakteure stoßen, die händeringend nach einfachen Familienspielen suchen. Deswegen *kann* das SdJ per se für Leute, die näher in die Spieleszene involviert sind, nicht "egal" sein. Auch wenn manche es vielleicht deutlich lieber sähen, dass das SdJ für sie egal wäre...

> Was könnte man besser machen
> ***************************
> Ich möchte nicht nur meckern, sondern auch konstruktive
> Vorschläge machen:
> 1) Die Anzahl der Preiskategorien soll erhöht werden:
> - Familienspiel des Jahres
> - 2 Personen Spiel des Jahres
> - Kinderspiel des Jahres
> - Anspruchsvolles Spiel des Jahres
> - Preis „Schönes Spiel“
> - Kartenspiel des Jahres

Das ist ein Ansatz, welcher das "Spiel der Spiele" in Österreich versucht. Ich habe hierzu leider keinerlei Daten zum Erfolg dieses Konzepts vorliegen, insofern kann ich es nicht beurteilen. Der Nachteil ist jedoch sicherlich, dass die öffentliche Wahrnehmung schwieriger "zu kanalisieren" ist, wenn man anfängt, zu diversifizieren.

> Die Punkte am Ende der Liste stehen für Kategorien, in denen
> weitere Spiele (Sammelkarten/figuren, Tabletops,
> Rollenspiele, etc.) auzsgezeichnet werden können.

Hm, brauchen wir dafür einen öffentlichkeitswirksamen Preis? Ich denke, diese Sparte besetzt sich erfolgreicher selbst mit eigenem Nachwuchs, als wir das momentan mit familientauglichen Brettspielen tun - wobei diese Einschätzung zugegebenermaßen auf einem Gefühl bzw. Erfahrungen aus dem persönlichen Umfeld fusst.

> 2) Die Kriterien, nach denen die Spiele bewertet wurden und
> die tatsächlichen Bewertungen, sollen nach der
> Veröffentlichung der Preisträger ebenfalls veröffentlicht
> werden. Somit kann (im Nachhinein) jeder feststellen, ob die
> Jury nach Kritierien bewertet hat, anhand derer man selbst
> Spiele bewerten würde. Eine Veröffentlichung welcher Juror
> wie gewertet hat, ist nicht nur nicht gewünscht, sondern wird
> klar von mir abgelehnt.

Eine nähere Begründung, warum welches Spiel gekürt wird bzw. warum welche Spiele terminlich nicht mehr berücksichtigt werden konnten, wäre sicherlich für die ganze Branche hilfreich. Letztes Jahr ging der erste Schritt ja auch bereits in diese Richtung, aber m. E. sollte dieser Schritt noch konsequenter ausgearbeitet werden. Individuelle Veröffentlichungen von Abstimmungen im Rahmen der SdJ-Wahl wären allerdings in der Tat problematisch, weil sich einzelne Personen damit einfach unnötig zu angreifbar machen würden.

> Sollten die Punkte realisiert werden, dann hätte der
> SdJ-Preis wieder eine Berechtigung für mich. Ansonsten bleibe
> ich dabei: mir egal.

Nun, und ich halte es damit, dass er keinerlei Einfluss auf mein Urteilsvermögen ausübt, sehr wohl aber auf meine Rahmenbedingungen ;-)

> P.S.: Ich bin überrascht, wieviele Personen sagen, dass SdJ
> sie zum Spielen gebracht hätte. Habt Ihr nie in Eurer
> Kindheit gespielt? Keine Murmeln, kein Quartett, kein
> Sammelkartenspiel, kein Schach, Skat, Canasta, Romme, MauMau,
> Mensch ärgere Dich nicht? Keine Modelleisenbahn? Keine
> Autorennbahn? Sollte das der Fall sein, dann hattet ihr
> wirklich eine schwere Kindheit! *g

Och, ich hatte nicht im Mindesten eine "schwere Kindheit" und spiele immernoch gerne Skat oder gebe auch heute noch mein Geld für so einen "Unfug" wie Autorennbahnen aus. Nur der Sprung ins zeitgenössische Autorenspiel wäre ohne SdJ schwerer gewesen. Und eigentlich diskutieren wir hier ja nicht über Skat, Rommé, Autorennbahnen oder Legosammlermodelle, oder? Falls ich mich in diesem Forum ursprünglich mal im Thema geirrt haben sollte: macht nix, diesbezüglich diskutiere ich als unverbesserliches Spielkind auch gerne mit :-D

Ciao,
Roman

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Rainer Fieseler

Re: Warum Go mehr verbreitet ist hier irgend ein anderes Spiel

Beitragvon Rainer Fieseler » 15. Juli 2005, 13:51

Hi Gustav,
Go kommt aus Japan und ist dort das Nationalspiel. Was natürlich nicht heißt, dass dort nimand Go spielt. Aber die Zahl ist doch deutlich geringer, als du annimmst.

gruß Rainer

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Olav Müller
Kennerspieler
Beiträge: 638

Re: Warum Go mehr verbreitet ist hier irgend ein anderes Spiel

Beitragvon Olav Müller » 15. Juli 2005, 14:30

Rainer Fieseler schrieb:
> Go kommt aus Japan und ist dort das Nationalspiel. Was
> natürlich nicht heißt, dass dort nimand Go spielt. Aber die
> Zahl ist doch deutlich geringer, als du annimmst.

Die Wikipedia ist (wie ich übrigens auch) da anderer Meinung. Ursprünglich chinesisch und erst mit dem Buddhismus vor ca. 1500 Jahren nach Japan gekommen.

Nichtsdestotrotz,
Olav

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Kannenmüller

Re: Warum Go mehr verbreitet ist hier irgend ein anderes Spiel

Beitragvon Kannenmüller » 15. Juli 2005, 15:42

Rainer Fieseler schrieb:
> Aber die Zahl ist doch deutlich geringer, als du annimmst.

Na wie gering ist den die Zahl der Gospieler in Japan?
Alleine in Deutschland gibt es schon deutlich über 30.000, für Japan, Korea und China liegen die Zahlen für die profimäßigen Gospieler vor (die in Turnieren um sehr hohe Prämien spielen) und wenn man diese dann auf die Hobbyspieler hochrechnet!?. Bevor ich hier Zahlen nenne hätte ich doch gerne den Tipp von Rainer.
Horst


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