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Spielt die naechste Generation besser?

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Jeff Widderich

Spielt die naechste Generation besser?

Beitragvon Jeff Widderich » 15. Juli 2005, 03:33

Ich werde jetzt oefters in Schulen eigeladen und spiele mit Kindern und Jugendliche. Ich kann es wirklich kaum glauben wie gut diese Gruppen spielen koennen. Bin ich alleine mit dieser Erfahrung oder musst ihr "heutzutage"( wenn das ein gueltiges Wort ist) auch besser aufpassen wenn ihr am Tisch sitzt mit achtjaehrigen. Was mir am meisten auffaelt ist ihre positive Einstellung. Die Sappelrei am tisch ist sehr Siegbewusst .Mit dieser Einstellung von der naecsten Generation wird es wirklich eine Zukunft fuer Brettspiele geben. (Ich rede hier von Kanada)

Vielleicht wird diese Gruppe wirklich unterschaetzt, und viele Verlage sollten die Altersspanne an der Schachtel nochmal genau anschauen. Diese bereits vorbereitete Spieler, werden sehr hohe Anforderung an Brettspiele verlangen um ihre Spannungskurve zu befriedigen.

Jeff Umlautfreieweltbitte

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Mike

Re: Spielt die naechste Generation besser?

Beitragvon Mike » 15. Juli 2005, 07:55

Hi

Ich denke, es gibt und gab immer Menschen/Kinder, die Spiele schneller und besser begreifen als andere und sie auch lieber spielen als andere. Aber es gibt eben auch die Anderen und das sind nach meiner Erfahrung mit Abstand die meisten und für die wird die Altersangabe gemacht, nicht für die Ausnahmetalente. Die bzw. ihre Eltern wissen selber, dass sie bei der Altersangabe ein paar Jahre abziehen können. Und das wir bald eine ganze Generation voll mit Ausnahmetalenten im Brettspielbereich haben werden, wage ich stark zu bezweifeln.

Mike

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RedPiranha
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Beiträge: 357

Re: Spielt die naechste Generation besser?

Beitragvon RedPiranha » 15. Juli 2005, 10:07

Ich spiele auch öfter mit Kindern, zuletzt mit einem 7- und einer 8-Jährigen. Der Junge zockt mich bei Einfach Genial schon ab. Das Problem bei manchen Spielen ist aber, dass diese sich sehr lange hinziehen und Kinder nicht so lange konzentriert dabei sind. Auch muss man ihnen häufig sagen, dass sie nun dran sind und was sie zu machen haben.
Wenn nun die Altersangaben auf den Packungen zu niedrig gesetzt sind - und sie werden ja gäufig bei der Kaufentscheidung von Großeltern oder anderen Verwandten in Betracht gezogen - dann kann es sein, wenn die Eltern oder andere ältere Spielpartner diese Geduld nicht aufbringen das ganze eher kontraproduktiv ist. Wenn aber die Altersgrenze höher gesetzt ist und die Kinder - aus dem Bestreben bei den Spielen der Erwachsenen dabei zu sein -mitspielen wollen, wissen die Eltern, dass sie ein gewisses Maß an Geduld mitbringen müssen wenn sie sich darauf einlassen.

Was die Spielqualität von Kindern betrifft, so haben diese nach meinen Erfahrungen, da Vorteile wo es auf das Kurzzeitgedächtnis ankommt. Im Memory oder Sagaland verliere ich z.B. regelmäßig gegen Kinder.

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Denis Fischer

Re: Spielt die naechste Generation besser?

Beitragvon Denis Fischer » 15. Juli 2005, 10:47

Hi Jeff,

es kommt wirklich sehr auf die Gruppe an. Vor 2 Jahren habe ich mal im Zuge einer Projektwoche einer Gruppe 12-jähriger Spiele vorgestellt. Das waren unter anderem in der Schule vorhandene Klassiker (Labyrinth) aber auch ein paar unbekanntere Spiele.

Während eine Gruppe interessiert spielte (auch neuere Spiele) waren 70% der Klasse desinteressiert was Spiele anbelangt, was ich sehr schade fand. Sie verbanden das Wort Spiele spielen mit dem Wort Spielen und dafür wären sie wohl zu "alt". Sie bevorzugten Computerspiele mit "toller Grafik" und viel Action. Tja, die schwerste Gruppe - so denke ich - sind die 12-16 jährigen, da man in diesem Alter viele andere "tolle" Sachen "erspielen" kann *ggg*

PS.: Ich hoffe, Dich wieder in Essen zu treffen. Deine Käse Mäuse Chaos macht uns viel Spass und ich warte auf Pompeji!

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Roman Pelek

Re: Spielt die naechste Generation besser?

Beitragvon Roman Pelek » 15. Juli 2005, 11:50

Hi Jeff,

Jeff Widderich schrieb:
>
> Ich werde jetzt oefters in Schulen eigeladen und spiele mit
> Kindern und Jugendliche. Ich kann es wirklich kaum glauben
> wie gut diese Gruppen spielen koennen.

Hm, da kannst Du Dich ja mit meiner Frau Claudia mal unterhalten, die leitet gerade an ihrer Schule das Projekt "Brettspiele" für Schüler der Klassenstufen 5-13 ;-) Ihr bisheriger Eindruck war, dass die beteiligten Kinder und Jugendlichen, wenn man sie erstmal soweit zur Ordnung gerufen hat, dass sie sich wirklich konzentriert hinsetzen und sich auch eine Spielanleitung mal selbst erarbeiten, erstaunlich gut mit Spielen umgehen können (und vor allem auch viel Spaß daran haben).

Bin ich alleine mit
> dieser Erfahrung oder musst ihr "heutzutage"( wenn das ein
> gueltiges Wort ist) auch besser aufpassen wenn ihr am Tisch
> sitzt mit achtjaehrigen. Was mir am meisten auffaelt ist ihre
> positive Einstellung. Die Sappelrei am tisch ist sehr
> Siegbewusst .Mit dieser Einstellung von der naecsten
> Generation wird es wirklich eine Zukunft fuer Brettspiele
> geben. (Ich rede hier von Kanada)

Ich habe diese Erfahrung auch selbst schon öfter gemacht. Mein Lieblingsbeispiel ist, dass ich mal mit einer Gruppe (zwischen 8 und 12 Jahren) ein "El Grande" gespielt habe (O-Zitat: "Das haben wir jetzt seit '86 im Schrank liegen, weil uns die Regel zu lang war, erklär' und das mal, Roman" *seufz*) - ich hatte es seit längerem nicht mehr gespielt, und was soll ich sagen: die "kleinen Biester" haben verdammt clever agiert, da reichte es für mich gerade noch so zum zweiten Platz in letzter Sekunde :-))

So oder so ist meine primäre Sorge bezüglich des Nachwuchses in der Brettspielszene maximal, dass "die Alten" es verschlafen, Jüngere überhaupt für das Thema zu begeistern. Ich habe es des Öfteren in Familien (siehe obiges Beispiel) erlebt, dass die Passion Brettspielen nur daran gescheitert ist, dass die Eltern zu faul waren, sich eine Spielregel zu erarbeiten und ihre Kinder noch nicht gelernt hatten, mit solchen Gebrauchstexten umzugehen (wie auch, wenn die Eltern ihnen vorleben, dass der Umgang mit Regeltexten anstrengend und wenig gewinnbringend ist). An der Begeisterungsfähigkeit und Cleverness des Nachwuchses mangelt es m. E. jedenfalls nicht.

> Vielleicht wird diese Gruppe wirklich unterschaetzt, und
> viele Verlage sollten die Altersspanne an der Schachtel
> nochmal genau anschauen. Diese bereits vorbereitete Spieler,
> werden sehr hohe Anforderung an Brettspiele verlangen um
> ihre Spannungskurve zu befriedigen.

Ich kenne auch einige Kids, denen man locker mehr zumuten kann, als die Altersangabe verspricht. Andererseits halte ich eine zurückhaltende Altersangabe durchaus für berechtigt, damit niemand das Gefühl hat, überfordert zu sein. Ich denke, es ist psychologisch einfach günstiger, wenn Kinder nach wie vor die Chance haben, zu beweisen, dass sie besser spielen, als man es ihnen zutraut. Nicht zuletzt auch für ihre Eltern :-D

So oder so denke ich jedenfalls, dass der Nachwuchs wie immer besser ist als sein Ruf - angesichts der nächsten Generation den Weltuntergang zu beschwören (die eigenen Kinder jeweils ausgenommen) hat ja eine jahrtausendealte Tradition, wenn man sich die Menschheitsgeschichte mal vor Augen führt. Eigentlich müssten wir schon längst ausgestorben sein, wenn es immer wahr wäre, was eine Generation der nächsten an Verdorbenheit andichtet ;-)

Ciao,
Roman (der sich richtig darauf freut, die Bewertungsbögen aus Claudias Projektwoche zu lesen, um zu sehen, wie weniger vorbelastete Charaktere als wir über den aktuellen Spielejahrgang denken)

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Steffen S.

Die naechste Generation und die "Freaks"

Beitragvon Steffen S. » 15. Juli 2005, 12:22

Hi zusammen,

an diese Stelle passt eine kleine Anekdote, die sich auf das gerade vergangenen Schullandheim bezieht, das ich mit zwei achten Klassen hinter mir habe. Im Vorfeld hatten die Schüler die Aufgabe, selbständig ein Programm zu erstellen. Nur zu einem Programmpunkt habe ich sie verdonnert - am ersten Abend wollte ich einen Spieleabend veranstalten. Die Begeisterung war - gelinde ausgedrückt - mäßig.
Als wir dann vor Ort zum Spielen schritten, habe ich aus Gründne der Gruppendynamik, des Zusammenwachsens und der Kommunikation untereinander (es waren ja zwei Klassen) die "Werwälfe von Düsterwald" anberaumt. Der Erfolg war durchschlagend. Die Kids waren mit solcher Euphorie bei der Sache, dass wir an den Folgetagen JEDEN Abend mehrer Runden Werwölfe spielen "mussten". Teilweise mussten 3 Gruppen gebildet werden, um alle Schüler einbindne zu können. Das frappierende daran: Im Haus gab es einen "Kinoraum" mit Leinwand und jede Menge DVDs, es gab Tischtennisplatten, Kicker, ein Fussballfeld. Alles "verwaiste" neben den Werwölfen. An Tag 4 fiel sogar ein Teil der Schülerdisco den Werwölfen zum Opfer.
Auf der Rückfahrt aus Südtirol ließ ich eine Liste herumwandern, um eine Großbestellung an Werwolfspielen für die Schüler zu organisieren - sie hatten mich selbst darum gebeten. Ich hatte bei 44 Schülern auf 10 Bestellungen gehofft. Es wurden 31.

Und die Moral der Geschicht´? Zum einen das, was Roman bereits schrieb: Es ist eine Frage des HERANFÜHRENS, des NÄHERBRINGENS von Spielen. Die betroffenen Kids in meinem Fall waren Achtklässer - pubertierende Mittelstufe, vermeintlich die schwerst denkbare Klientel. Dennoch waren sie, trotz der Anfangsskepsis, wie nichts für das Spiel zu begeistern. Die meisten - auch und gerade der Älteren - halten Spiele für "Kinderkram", die Faszination und Bandbreite des Themas "Spiels" ist kaum jemandem bewusst.

Und jetzt muss ich AUSDRÜCKLICH eine Lanze dafür brechen, was hier in verschiedem Zusammenhangm grade beim SDJ, immer wieder angesprichen wird: Die Spiele"freaks", also WIR hier im Spielbox-Forum z.B.. WIr geißeln uns stets genüsslich selbst, dass wir ja eine ach so bedeutungslose Randgruppe wären, die am Markt monetär keine große Rolle spielen. DAS IST BLÖDSINN!

Das obige Beispiel zeigt v.a. eines: Einen MULTIPLIKATORENEFFEKT, wie ihn GERADE WIR, die wir die Bamdbreite der Spielelandschaft kennen, am besten erzeugen können. SInd wir "Freaks" nicht prädestiniert dafür, Kinder und Jugendliche dieses schöne Hobby schmackhaft zu machen? Sind es nicht WIR; die für Projekte an Schulen, in Jugendtreffs oder bei Freizeiten verantwortlich zeichnen könnten und sollten? Und wenn wir es tun: Sind nicht vielleicht WIR es, die beim Hobby Spiel den Stein ins Rollen bringen können, der am Ende als Lawine in der Gesellschaft ankommen könnte? WARUM ZUM HENKER HALTEN WIR UNS FÜR SO UNWICHTIG, verlieren usn lieber in offenem oder verkapptem Selbstmitleid, als uns als aktive Speerspitze zu sehen und zu betätigen?

Lieber Roman, ich würde allzu gerne mal Kontakt mit deiner Frau Claudia aufnehmen - ich plane selbst ein Projekt "Spiel"; werde aber erst im nächsten oder übernächsten Schuljahr die organisatorische Plattform (Projektwochen) dafür erhalten. Mich würde interessieren, wie sie konzeptionell vorgegangen ist. In diesem Schuljahr habe ich nur folgendes erreicht: Spieleabende für Lehrer, um ihnen unterrichts- und schullandheimtaugliche Gesellschaftsspiele näher zu bringen. Die Folge: Mehrer Kollegen bestreiten ihre Schlussstunden vor den Ferien mit Brettspielen!!! Womit wir wieder beim Multiplikatoreneffekt wären - und der Vielfalt der Hebel die wir "Freaks", wir chronisch-selbstgasteiende "Nicht-Zielgruppe", wir "Marktirrelevanten" ansetzen können!

In der Hoffnung auf mehr Initiative und Selbstbewusstein,
Steffen (bekennender "Freak")

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peer

Re: Die naechste Generation und die "Freaks"

Beitragvon peer » 15. Juli 2005, 13:43

Hi,
Noch ne Anekdote:
Ich unterrichtete letztes Schuljahr eine elfte Klasse in Mathematik - also so die Altersstufe, die man nicht unbedingt mit "Brettspielen" assoziert. Da ich zum Ende des Schuljahres hin ein wenig Wirtschaftsmathematik gemacht hatte, hielt ich es für eine gute Idee so am Ende noch "Executive Decision" zu spielen - die Schüler waren anderer Meinung ("Können wir nicht nur Eis essen gehen?"), aber als Lehrer hab ich ja das letzte Wort ;-)
Der Erfolg gibt mir Recht: Eine ganze Reihe von Schülern wollte wissen, wo man das Spiel noch bekommt und baten mich es gleich am Montag nochmal zu spielen - Hab ich dann auch gemacht. Wirklich ein Erfolg!

ciao
peer

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Roman Pelek

Re: Die naechste Generation und die "Freaks"

Beitragvon Roman Pelek » 15. Juli 2005, 14:08

Hi Steffen,

Steffen S. schrieb:

> Und jetzt muss ich AUSDRÜCKLICH eine Lanze dafür brechen, was
> hier in verschiedem Zusammenhangm grade beim SDJ, immer
> wieder angesprichen wird: Die Spiele"freaks", also WIR hier
> im Spielbox-Forum z.B.. WIr geißeln uns stets genüsslich
> selbst, dass wir ja eine ach so bedeutungslose Randgruppe
> wären, die am Markt monetär keine große Rolle spielen. DAS
> IST BLÖDSINN!
>
> Das obige Beispiel zeigt v.a. eines: Einen
> MULTIPLIKATORENEFFEKT, wie ihn GERADE WIR, die wir die
> Bamdbreite der Spielelandschaft kennen, am besten erzeugen
> können. SInd wir "Freaks" nicht prädestiniert dafür, Kinder
> und Jugendliche dieses schöne Hobby schmackhaft zu machen?

Ich kann Dir nur aus vollstem Herzen zustimmen. Engagement in der Spieleszene ist wirklich denkbar einfach. Die größte Hürde ist, für ein Projekt mit der jeweiligen Pressesprecherin bzgl. Bereitstellung von Exemplaren zu verhandeln. Bzw. notfalls diejenigen bei den Verlagen zu kennen, die einen unterstützen und wissen, dass man keinen Schindluder mit dem Kram treibt, sondern es "als Multiplikator" ernst meint :-))

> Sind es nicht WIR; die für Projekte an Schulen, in
> Jugendtreffs oder bei Freizeiten verantwortlich zeichnen
> könnten und sollten? Und wenn wir es tun: Sind nicht
> vielleicht WIR es, die beim Hobby Spiel den Stein ins Rollen
> bringen können, der am Ende als Lawine in der Gesellschaft
> ankommen könnte? WARUM ZUM HENKER HALTEN WIR UNS FÜR SO
> UNWICHTIG, verlieren usn lieber in offenem oder verkapptem
> Selbstmitleid, als uns als aktive Speerspitze zu sehen und zu
> betätigen?

Hm, vielleicht weil einige in der Spieleszene immer noch glauben, dass andere das "viel besser können"? Weil uns von außen aufoktroyiert wird, dass Spielen "kindisch" wäre und wir uns deshalb lieber verkriechen und unser Hobby geheim halten? Ich weiß es auch nicht - ich weiß nur eines: es steht uns besser zu Gesicht, etwas aktiv zu tun anstatt nur zu jammern.

> Lieber Roman, ich würde allzu gerne mal Kontakt mit deiner
> Frau Claudia aufnehmen - ich plane selbst ein Projekt
> "Spiel"; werde aber erst im nächsten oder übernächsten
> Schuljahr die organisatorische Plattform (Projektwochen)
> dafür erhalten. Mich würde interessieren, wie sie

Schick' mir einfach 'ne Mail. Du kannst alle Infos und Materialien haben, die Du haben möchtest. Claudia würde sich über 'nen Erfahrungsaustausch sehr freuen.

> In der Hoffnung auf mehr Initiative und Selbstbewusstein,
> Steffen (bekennender "Freak")

Wenn Du gestattest, unterschreibe ich Dein engagiertes Posting einfach mal mit - es gibt keinen Punkt, in dem ich auch nur ein Jota anders denke ;-)

Ciao,
Roman

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Maddin

Re: Die naechste Generation und die "Freaks"

Beitragvon Maddin » 15. Juli 2005, 14:24

Huhu zusammen!

Dann gebe ich hier doch auch einfach mal meinen Senf dazu. Auch, wenn da vielleicht nur Zustimmung und nichts Neues bei herumkommt:

Ich habe vor ein paar Jahren (als 32jähriger) zusammen mit einem fünf und einem zehn Jahre jüngeren Freund einen Spieleclub (WUNDER-voll in Bordesholm / Schleswig-Holstein) gegründet. Wir treffen uns dort seitdem wöchentlich, und die Haupt-Clientel der Teilnehmenden ist so etwa 16 bis 20 Jahre alt. Einmal im Jahr veranstalten wir über den regulären Betrieb hinaus ein besonderes Projekt mit Jung-Konfirmanten (12 Jahre). Dazu habe ich selbst zwei Kinder, die 5 und 6 Jahre alt sind. NATÜRLICH ist eines ihrer größten Hobbies das Spielen von Brettspielen...

Was ich damit sagen will, ist folgendes:
Es gibt kein "bestes" oder "schlechtestes" Alter, um jemanden an unser Hobby heranzuführen. Der Markt ist breit genug und bietet für jede Altersgruppe wirklich spannendes Material. Man muss sich einfach nur an diese Aufgabe herantrauen...

Übrigens:
Natürlich sind heute alle Spielerunden gemischt-geschlechtlich. Zumindest das war in meiner Kinder- und Jugendzeit anders: da waren nie Mädchen dabei. Eine erfreuliche Entwicklung, dass das heute anders ist!

Ermutigende Grüße,
Euer Maddin
= : - )

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Markus N.

Re: Die naechste Generation und die "Freaks"

Beitragvon Markus N. » 18. Juli 2005, 10:26

Ich habe Tränen in den Augen ;-)
Du sprichst mir aus der Seele!
Und dein angebrachtes Beispiel, ist der beste Beweis dafür, dass wir WICHTIG sind!
Überlegt mal, wie viele Exemplare "DWvD" verkauft worden wären, wenn wir nicht gewesen wären!
Ich schätze keine 2000 Stück hier in Deutschland!
Die Werwölfe ist das beste Beispiel dafür, wie man den Nicht-Spieler zum Spielen bringt, es ihm Freude bereitet, und der ein oder andere sogar Lust auf mehr verspürt!
Ich kenne keinen, der sich die Werwölfe einfach so gekauft hätte! (außer die Jungs und Mädels hier aus dem Forum :-) )
Ich behaupte steif und fest, dass die Verkaufszahlen von über 40000 Exemplaren allein in Deutschland (die Zahl hab ich mal irgendwo gelesen, kann sie aber nicht bestätigen!) zu 90% auf unsere Kappe gehen, jawoll!
Warum hat sich dafür eigentlich noch niemand bedankt????
Wir sind so GUT!!!!!

Gruß
Markus


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