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Schatten über Camelot - Mache ich was falsch ?

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Armin

RE: Stinklangweilig- Mache ich was falsch ?

Beitragvon Armin » 25. Juli 2005, 11:12

Hallo und danke an alle die mir geantwortet haben.

Auf ein paar Fragen/Anregungen möchte ich antworten:

Wir haben zu fünft gespielt und es gab einen Verräter, der gewonnen hat, ohne daß er viel dafür tun mußte, und nur ein anderer Mitspieler hatte bei Spielende einen wagen Verdacht.

Ich finde die Idee kooperativer Spiele gut!

Wir haben uns nicht offen über die Kartenhand ausgetauscht, sondern nur angedeutet, daß man eher Karten für diese oder jene Queste hat wodurch klar war, wer wo hin geht. Wir haben auch ein oder zweimal versucht, durch Konzentation auf eine Queste, diese zu bestehen, dadurch sind aber die anderen um so schneller den Bach runter gegangen und brachten die schwarzen Schwerter.

Was bringt es, mit 6 Karten los zu laufen, wenn ich damit wahrscheinlich noch nicht mal eine Queste schaffe? Mit mehreren Spielern an einer Queste zu kämpfen bedeutet ja nur, mehrere andere Questen aufzugeben.

Um sich auszurechnen, daß viel umhergerenne nicht hilft, muß man kein Mathematiker sein.

Das Spiel würde nach meiner Meinung wesentlich dynamischer, wenn man nicht durch die Bewegung gleich auf seinen ganzen Zug verzichten müßte, und wenn die Folgen verlorener Questen mehr variieren würden. So könnte man sich (kooperativ) darüber austauschen, welches das kleinere Übel ist, und gemeinsam die größte Gefahr bekämpfen.

Gruß Armin.

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Eric

Re: Du bist nicht allein

Beitragvon Eric » 25. Juli 2005, 12:13

RoGo schrieb:
>
> Hi,
> Chris Farrel schreibt in seinem letzten Blog identisches unter
> http://homepage.mac.com/c_farrell/iblog/
>
> und in seiner review gibt er auch ein paar fundierte
> Argumente für seine Meinung
>
> http://homepage.mac.com/c_farrell/games/reviews/ShadowsOverCamelot.html
>
> und er ist sicher kein Hasser kooperativer Spiele.
>
> Ich selber hatte die ersten 2mal viel Spass mit den Schatten,
> aber ich glaube die Wiederspielbarkeit mit den gleichen
> Mitspielern ist nicht sonderlich hoch.
>
> Fröhliche Grüße
> Roland


Nunja, unter fundierter Kritik verstehe ich etwas anderes...

Bemerkenswert, dass er offensichtlich immer nur mit 7 Spielern gespielt hat und sie auch immer gewonnen haben. Und "Knizias Meisterwerk", wie er es nennt, ist ebenso stinklangweilg, sobald man einen Mitspieler hat, der allen anderen den optimalen Spielzug vorsagt, null Entscheidungsfreiheit, null Spass.

SoC hat sicherlich Probleme bei der Skalierung bei unterschiedlicher Spieleranzahl. Ob es das direkt zu einem schlechten Spiel macht, bleibt dahingestellt. Mal sehen was die Erweitungen bringen...

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Cäsar
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Beiträge: 421

Re: Du bist nicht allein

Beitragvon Cäsar » 25. Juli 2005, 14:05

Eric schrieb:

> SoC hat sicherlich Probleme bei der Skalierung bei
> unterschiedlicher Spieleranzahl. Ob es das direkt zu einem
> schlechten Spiel macht, bleibt dahingestellt. Mal sehen was
> die Erweitungen bringen...

Was weiss Eric, was ich noch nicht weiss:

MAL SEHEN, WAS DIE ERWEITERUNGEN BRINGEN .......!!!!

Erweiterungen zu Schatten über Camelot ????

Wo kann man die bestellen? ;-)

Neugierige Grüsse
Cäsar

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Cäsar
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Beiträge: 421

SüC - Erweiterungen ???

Beitragvon Cäsar » 25. Juli 2005, 14:06

Eric schrieb:

> SoC hat sicherlich Probleme bei der Skalierung bei
> unterschiedlicher Spieleranzahl. Ob es das direkt zu einem
> schlechten Spiel macht, bleibt dahingestellt. Mal sehen was
> die Erweitungen bringen...

Was weiss Eric, was ich noch nicht weiss:

MAL SEHEN, WAS DIE ERWEITERUNGEN BRINGEN .......!!!!

Erweiterungen zu Schatten über Camelot ????

Wo kann man die bestellen? ;-)

Neugierige Grüsse
Cäsar

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Markus N.

Re: Stinklangweilig- Mache ich was falsch ?

Beitragvon Markus N. » 25. Juli 2005, 17:06

Ich nehme an, du hast mit Braz gespielt- zumindest deute ich das aus deiner Antwort!

Und du hast recht!

Wenn man in diesem Spiel (ähnlich wie bei HdR) nicht mit seinem Mitstreitern diskutiert, braucht man es nicht zu spielen!

Es lebt einzig und allein davon!

Wir hatten einen für den Gral, doch irgendwann ging ihm die Puste aus, also eilte jemand anderes zur Hilfe!

Wir haben 15 Minuten diskutiert, ob wir Lanzelots Rüstung aufgeben sollten, um uns besser um die Sachsen und Pikten zu kümmern!

Wir hatten einen Heidenspaß dabei, einige Zitate gewisser Spieler zu zerpflücken und in ihnen Hinweise auf die Rolle des Verräters zu finden!

Wir haben mit 2 bis 3 Rittern Rundenweise Belagerungsmaschinen vernichtet, weil wir sonst nie eine Chance gehabt hätten!

Und hätten wir einen Verräter unter uns gehabt, hätte dieser am Ende 7:5 gewonnen! Aber wir hatten keinen, der Sieg war unser, die Freude war groß und das Spiel hat tagsdrauf sofort meine Stimme für den Spielepreis erhalten!
(Oder darf der deutsche Spielepreis nur an deutsche Verlage gehen? Dann war meine Stimme wohl ungültig...)

Ich finde dieses Spiel grandios - aber auch nur, weil ich zur Kooperation bereit bin!

Gruß
Markus

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RoGo

Re: Du bist nicht allein

Beitragvon RoGo » 25. Juli 2005, 19:50

Hallo Eric,
Chris ist einer der höchst geschätzten Autoren auf BGG
und versuch doch mal auch nur einen seiner Kritikpunkte zu wiederlegen:
Wiederspielreiz, Zufälligkeit, Entscheidungsarmut, Regelschächen, Spannungsbogen, Skalierbarkeit ...
nur einen!
Grüße
Roland

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Attila
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Beiträge: 4715

RE: Stinklangweilig- Mache ich was falsch ?

Beitragvon Attila » 25. Juli 2005, 20:03

Hiho,

Was du beschreibst ist alles vollkommen richtig, nur muss du auch mal weiter gehen und es auch hinterfragen wieso es so ist/gelaufen ist.

Der Verräter hat ohne viel zutun gewonnen - wieso? (Vermutlich weil die getreuen einfach schlecht waren)

Es bringt deiner ansicht nach nichts mit "nur" 6 Karten loszulaufen! - Wieso ist das denn so? (Das kann man pauschal gar nicht sagen - hängt ganz von der Situation ab - 6 Karten ist eine ganze Menge - bei 5 Spielern sind das insgesamt ja 30 Karten !!!! - Also min 24 die "für" die Getreuen zur verfügung stehen! - Der "Trick" an der Sache ist gemeinsam eine "Lösung" zu erarbeiten wie man die Karten denn am effizientesten einsetzt. Wenn die Gruppe das nicht hinbekommt, braucht der Verräter gar nichts zu tun! :-) )

Mit mehreren Leuten an einer Queste zu kämpfen findest du nicht sinnvoll? - Wieso? - (Je mehr am Ende einer Queste dabei sind, des so grösser die Belohnung und der nutzen für die Gruppe: für *jeden* einen Lebenspunkt (2 beim Drachen) UND das beratschlagen über die Karten, was sehr wichtig ist, weil die Karten ja offen sind und entscheidende Hinweise auf die optimale Kartennutzung zu finden sind! (Die ein Verräter freilich ein wenig durcheinander bringen kann).

"Rumgerenne" ist in der Tat ziemlich nutzlos (schlimmer noch)! - Wieso? (Weil jeder in seiner Runde halt was "böses" tun muss)

Das Spiel ist *wirklich* schaffbar! - Je mehr Spieler dabei sind, des so einfacher ist es auch!

Wenn es gar nicht anders geht, macht mal eine Runde "offen" (ohne Verräter) - das ist zwar langweilig und "gepfuscht", aber man sieht dann wie einfach das eigentlich ist (wenn man alle Karten kennt :-) ). Es ist bei SoC wirklich viel Schwerer die "Lösung" (bzw. eine Lösung) zu finden als bei HdR, weil man ja garnix verraten darf über seine Kartenhand! - In den ersten Runden kann man ruhig auch mal was grosszügiger sein, wenn es um die Kommentare über die vorgehensweise geht!

Atti

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Peter Gustav Bartschat

[OT] Deutscher SpielePreis

Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 26. Juli 2005, 06:04

Markus schrieb:
> (Oder darf der deutsche Spielepreis nur an deutsche Verlage
> gehen? Dann war meine Stimme wohl ungültig...)

Laut der Informationsseite zum Deutschen SpielePreis dürfen "fünf Erwachsenen- bzw. Familienspiele und ein Kinderspiel aus dem aktuellen Jahrgang (Neuheiten der Internationalen Spieltage '04 und Neuheiten der Nürnberger Spielwarenmesse '05)" gewählt werden:

http://www.deutscherspielepreis.de/p020.php4

Wenn dort keine Einschränkung auf deutsche Verlage steht, gibt´s offiziell auch keine.

Die Formulierung legt allerdings nahe, dass die Verlage der zur Wahl zugelassenen Spiele zu den Ausstellern auf mindestens einer der beiden Messen gehören müssen und das konkrete Spiel dort auch vorgestellt haben müssen. Wenn das so gemeint ist, dann könnten Spiele einiger ausländischer Verlage wählbar sein, auch wenn sie keine deutsche Regel enthalten und regulär im deutschen Handel nicht erhältlich sind, und Spiele einiger deutscher Klein- und Selbstverlage nicht wählbar sein, auch wenn sie komplett in deutsch und in Deutschland erhältlich sind.

Die Frage ist also: Hat Days of Wonder "Schatten über Camelot" auf einer der beiden Messen vorgestellt?

Ich denke "ja", da es in einigen Nürnberg-Messeberichten erwähnt wird, z.B.: http://www.spieletest.at/bericht.php?ID=151

(Ich vermute, dass das im Zweifelsfall nicht so eng gesehen wird: Sollte ein Spiel aus der "Grauzone" der Wählbarkeits-Definition die meisten Stimmen auf sich vereinigen, ist wohl nicht ernsthaft damit zu rechnen, dass es den Preis nicht zuerkannt bekäme. Um überhaupt eine Stimmenmehrheit auf sich vereinigen zu können, muss ein Spiel ja im deutschen Sprachraum verbreitet und einigermaßen neu sein.)

Mit einem lieben Gruß
Gustav

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Eric

Re: Du bist nicht allein

Beitragvon Eric » 26. Juli 2005, 08:23

Man kann nur Fakten wiederlegen, keine Meinungen, deshalb versuche ich es gar nicht erst...

Der Wiederspielreiz ist definitiv abhängig von der Spielerzahl, ein Problem der Skalierbarkeit, was von ihm noch nicht einmal erkannt wurde... und das sagt mir schon viel mehr über ihn und seine Kritik als ich wissen muss: erste Eindrücke und keine fundierte Kritik. Ein Teil des Kritikpunkte sind mehr oder weniger berechtigt, einige sind abhängig von der Spielerzahl und daraus was die Spielerunde aus dem Spiel macht.

Und nur weil er ein toller BGG-Hecht ist, muss seine Meinung nicht die einzig richtige sein. Das ist wie mit anderen Kritikern: die Geschmäcker sind verschieden und wenn man einen Kritiker mit demselben Geschmack gefunden hat hat man Glück, weil man sich nach ihm richten kann. Seine Meinung zum Spiel deckt sich nicht ganz mit meiner Meinung, und das ist auch gut so...

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peer

Re: Du bist nicht allein

Beitragvon peer » 26. Juli 2005, 14:29

Hi,
Eric schrieb:
> Und nur weil er ein toller BGG-Hecht ist, muss seine Meinung
> nicht die einzig richtige sein. Das ist wie mit anderen
> Kritikern: die Geschmäcker sind verschieden und wenn man
> einen Kritiker mit demselben Geschmack gefunden hat hat man
> Glück, weil man sich nach ihm richten kann. Seine Meinung zum
> Spiel deckt sich nicht ganz mit meiner Meinung, und das ist
> auch gut so...

Ja, das ist wichtig. Ich schätze Chris Farrells Analysen, weil er sie wirklich gut begründet - dennoch bin ich selten seiner Meinung; So hat er auch viele Gründe gefunden warum 6-Tage-Rennen oder Age of Renaissance keinen Spaß machen, während diese Spiele bei uns gut ankommen...

Bei Schatten über Camelot war ich allerdings in der Tat enttäuscht darüber, dass er es anscheinend nur zu siebt gespielt hat - da ist imho keine Rezension möglich, nur eine Meinung. Wer 6 nimmt! nur zu zweit spielt, wird vermutlich auch nicht verstehen, warum dieses Spiel so beliebt ist ;-)

ciao
peer

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Attila
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Beiträge: 4715

Re: Du bist nicht allein

Beitragvon Attila » 26. Juli 2005, 15:37

peer schrieb:

> Ja, das ist wichtig. Ich schätze Chris Farrells Analysen,
> weil er sie wirklich gut begründet -

Naja, imo sind diese "Analysen" oft recht vorschnell und deswegen ziemlich fehleranfällig. Seine überlegungen sind ganz gut, verweigen meist aber bestimmte Sachen!

Atti

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Bernd Geiges

Re: SüC - Erweiterungen ???

Beitragvon Bernd Geiges » 27. Juli 2005, 14:07

Cäsar schrieb:
>
> Eric schrieb:
>
> > SoC hat sicherlich Probleme bei der Skalierung bei
> > unterschiedlicher Spieleranzahl. Ob es das direkt zu einem
> > schlechten Spiel macht, bleibt dahingestellt. Mal sehen was
> > die Erweitungen bringen...
>
> Was weiss Eric, was ich noch nicht weiss:
>
> MAL SEHEN, WAS DIE ERWEITERUNGEN BRINGEN .......!!!!
>
> Erweiterungen zu Schatten über Camelot ????
>
> Wo kann man die bestellen? ;-)

Hi Cäsar,

ob`s Erweiterungen gibt bzw welche in der Mache sind, kann ich Dir nicht sagen, müsstest du im Zweifelsfall vielleicht mal direkt den Verlag kontaktieren.

Existieren tut aber jedenfalls ein achter Ritter- Sir Bevedere (oder so ähnlich), der war als Add-on bei der spielbox Printausgabe dabei. Aber das weisst Du ja wahrscheinlich schon längst, oder?

Gruss, Bernd

>
> Neugierige Grüsse
> Cäsar

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Bernd Geiges

Re: [OT] Deutscher SpielePreis

Beitragvon Bernd Geiges » 27. Juli 2005, 18:57

Peter Gustav Bartschat schrieb:
>
>
> (Ich vermute, dass das im Zweifelsfall nicht so eng gesehen
> wird: Sollte ein Spiel aus der "Grauzone" der
> Wählbarkeits-Definition die meisten Stimmen auf sich
> vereinigen, ist wohl nicht ernsthaft damit zu rechnen, dass
> es den Preis nicht zuerkannt bekäme. Um überhaupt eine
> Stimmenmehrheit auf sich vereinigen zu können, muss ein Spiel
> ja im deutschen Sprachraum verbreitet und einigermaßen neu
> sein.)


....und ausserdem sollte, wenn ich mich recht entsinne, die Zahl der erhaltenen Stimmen möglichst durch 7 oder 12 teilbar sein...:-) :-)

Nix für ungut, Gruss, Bernd


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