Beitragvon Heinrich Tegethoff » 30. Juli 2005, 13:24
Hallo Zerics,
zerics schrieb:
> dann sechs (bs.: Capone,Elfenland,stimmt so, union pacific etc)
nun, dies sind nicht viel weniger als "heute", da es im Rückblick
ja viele Jahre sind, während "heute" wohl nur ein Zeitraum von
2 Jahren sein dürfte. Insofern gab es "früher" viel mehr. Auch mein
Bazaar ist mit 6 Spielern spielbar (Baujahr 1968)...
> heute ist es echt selten, die meisten enden bei vier bzw fünf
> spielern..
Die meisten Spiele müssen bei 4 Spielern "enden". Nur wenn es
das Spiel und das Material erlaubt, so wird es auch für 5 spielbar
sein. 6 Spieler sind für die meisten Spiele eine Zumutung(!), sofern
sie eben nicht die Hauptbedingung für Vielespieler-Spiele erfüllen:
das gleichzeitige Handeln oder (notfalls) Entscheiden.
Ohne dieses Element ist der Anteil der eigenen Spielzeit an der
Gesamtzeit zu gering. Und die wenigsten Spiele erlauben, vollständig
den eigenen Zug zu planen während die anderen spielen - deren Zug
verändert meinen.
Wer also anspruchsvolle Spiele - sprich: Nachdenken lohnt sich - für
viele will, braucht Gleichzeitigkeit. Das können nur die wenigsten
Spiele, und die Redaktion hat darauf nur wenig Einfluss.
Insofern ist der Markt nur soweit anders, als dass weniger Spiele
für 6+ Spieler als für maximal 4 auf den Markt kommen. Das kann
an der (Spieler-)Nachfrage oder am (Autoren-)Angebot liegen.
> ist man also drei stück paar wird die spielauswahl schon
> gering wenn es um etwas neuere titel geht, das find ich echt
> schade.... klar alhambra geht zu sechst
Rate dringend davon ab - es gibt kein gleichzeitiges Handeln, und
man kann keine Auslage planen oder auf deren Wiederkehr hoffen.
> aber is ja ne neuauflage von stimmt so, manila wieder nur zu fünft,
Manila ist ja nur eins von Hunderten von Spielen, die nicht zu sechst
spielbar sind - aber ein gutes Beispiel, denn: Manila braucht mindestens
3 Spieler, und ein Limit von 4 würde den Verkauf stark einschränken.
Ergo muß es zu fünft spielbar sein, sonst ist der Markt zu klein.
Denn wie häufig bleiben bei uns Spiele im Regal liegen, die wie Himalaya
nur 3 bis 4 Spieler erlauben?
> puerto rico auch nur fünf...
Ich hoffe, da passiert was - wir wollen auch mit 3 Paaren spielen.
Aber wenn ich den Leo richtig verstanden habe, dann ist dies nicht
so einfach und wird heuer nichts mehr.
> wie kommen denn die redaktionen auf fünf
> personen?
Der Spielmechanismus erlaubt 5. Mehr Personen "reinzupacken", um den
Verkauf zu fördern, kann nach hinten losgehen, wenn das Spiel zäh wird
und aus den Fugen gerät. Manche Verlage, siehe Alhambra, erlauben es,
und in einer netten Familienrunde geht's auch, aber bitte nicht, wenn
Vielspieler einen Einfluss auf den Sieg sehen wollen. Oder nachdenken...
> ist doch so das oft die pärchen-konsti vorliegt also eben
> vier oder sechs oder habt ihr auch immer einen
> solospieler(in) in petto??
Wir brauchen im Spieletreff jede Anzahl von Spielern, und da ist 5 eher
benötigt als 6, da jeder einzeln kommt.
Aber ich gebe Dir Recht: wer eine feste Spielegruppe hat, der stolpert
schnell darüber, da sich das gleiche Problem "6 am Tisch" immer wiederholt.
Kenn ich auch.
Servus,
Heinz