Beitragvon Bernd Eisen » 11. August 2005, 20:43
Hi Andi!
Also nach 2 Runden muss ich sagen es gefällt mir sehr gut, brauche aber noch weitere Runden um mir ein abschließendes Urteil erlauben zu können.
Meine erste Runde war zu fünft (Maximalbesetzung), was mir eigentlich zu viel erscheint.
Ich denke mit mehr als 4 Leuten sollte man Alexander nicht spielen.
Es ist ganz klar ein Mehrheitenspiel und wer dieser Gattung Spiel überdrüssig geworden ist, der dürfte auch mit Alexander seine Probleme haben.
Vor jeder Runde bietet man verdeckt seine 15 Klötzchen auf 4 mögliche Aktionen. Dann wird gleichzeitig aufgedeckt und nach der frisch ermittelten Spielreihenfolge gespielt.
Das Ganze hat Elemente von Wallenstein, El Grande und diversen anderen Mehrheitenspielen. Für alles gibt es irgendwie Punkte und alles ist mehr oder minder wichtig ;-)
Es spielt sich flotter als Wallenstein und alle Arten von "Konflikten" werden über Mehrheiten gelöst, wobei die Spieler nicht gegeneinander Kämpfen, sondern sich darum balgen wer wo eine Stadt oder ein Kloster errichten darf.
Der Spielplan ist wunderschön, allerdings birgt er ein paar Mängel in der Übersicht, die nicht zuletzt von der gewählten Schriftart herrühren.
In kleineren Provinzen kann es schnell eng werden mit den Steinen und somit muss man hin und herschieben um die Symbole bzw. die Numerierungen zu erkennen.
Das Besondere an Alexander ist die Ungewissheit, wie lange in einem Gebiet gespielt wird (das können 1-3 Runden sein) - das ist abhängig davon wann der erste Spieler das "Zielfeld" dieses Gebietes betritt.
Dementsprechend muss man evtl. mehr Runden als gewünscht mit seinen Klötzchen haushalten, denn erst nachdem ein Gebiet durchstreift wurde bekommt man alle Klötzchen zurück.
Ich würde eine Empfehlung aussprechen.
Grüße
Bernd