Beitragvon Martin Ebel » 7. September 2005, 10:06
Kalaha (auch unter einem anderen Namen bekannt, den ich gerade nicht parat habe) wird in Afrika gespielt in vielen Varianten. reinhold wittig erzählte mal, daß er bei einer exkursion in Südafrika eine alte Kultstelle fand mit einem Kalaha Spiel, daß 280 (?) Löcher hatte, also wahrscheinlich sehr meditativ gespielt wurde. Das erinnert mich an das Spiel " die Türme von Hanoi", daß angeblich von buddistischen Mönchen in einem abgelgenem Kloster mit so vielen Steinen gespielt wird, daß es erst am ende der menscheitsgeschichte beendet werden kann.
Ach ja; Mädn wurde von Schmidt aus England 1908 mitgebracht, wo er wohl das aus Indien stammende Pachisi kennengelernt hat. Dieses stellt den kreislauf von Sterben und Wiedergeburt dar, bis man endlich ins Nirwana einziehen kann. Das schweizerische "Eile mit Weile" ist diesem Ursprung näher als Mädn, weill dort am Ende der reise sich alle im Gasthaus treffen. Typisch deutsch kriegt bei Mädn jeder sein eigene Häuschen (selbst im Jenseits will jeder für sich sein).
Selbstverständlich ist Monopoly auch Kulturgut, weil die kapitalistische Gesellschaftsordung eine vom menschen geschaffene Kulturleistung ist (die zur Zeit mächtigste und bestimmenste s. Marx/Engels und noch längst nicht auf dem Höhepunkt angekommen). Außerdem soll der Erfolg von Monopoly eng mit dem schwarzen Freitag 1929 (?) zusammen hängen. Kulturgut ist ja nicht das, was gefällt, sondern was die menschliche gesellschafft in ihrem verlauf geprägt hat.