Beitragvon Volker L. » 27. September 2005, 22:34
Marten Holst schrieb:
>
> Aber das Problem, dass man einen letzten Zug hat, in dem man
> sich teilweise sehr streckt, seine "langfristige Position"
> zerstört, um für die kurzfristige Schlusswertung gewappnet zu
> sein, den sehe ich in mehreren Spielen. Manchmal im
> geringeren Umfang (Aufgabe von "Defensivpositionen" um
> möglichst viele Punkte "aktiv" zu erreichen), manchmal
> stärker (Zepter von Zavandor: Komplettaufgabe der
> Einnahmenstruktur um Bonuspunkte für den abgegriffenen
> Wächter zu erhalten).
Ja, auch mich stört es, wenn am Ende Aktionen getätigt werden,
die dem eigentlichen Spielsinn zuwider laufen (kommt auch und
gerade in Wirtschaftsspielen vor, wenn das Bargeld der
Sieg-o-meter ist und man am Ende das, was einem eigentlich
ein stetiges Einkommen beschert, zum dreifachen des
Pro-Runde-Einkommens, aber zum halben Einkaufspreis
verscherbelt - als eigentlich gute Spiele, die mit diesem Makel
behaftet sind, fallen mir spontan Merchant of Venus und McMulti
ein).
Kurios ist, dass dieses Letztes-Zug-Syndrom sowohl bei Spielen
auftritt, die auf eine bestimmte Rundenzahl ausgelegt sind (da
machen es dann alle), als auch bei solchen, bei denen das
Erfüllen einer bestimmten Siegbedingung das Spielende
auslöst (wie in dem beiden von mir genannten Beispielen - das
Spiel endet, sobald einer XXX Bargeld besitzt).
Aber Methoden zur Verhinderung dieses Ausverkauf-Phänomens
sind schwierig, nicht immer kann eine Endbedingung so angelegt
werden, dass derartige Kamikaze-Aktionen nicht funktionieren.
Bliebe höchstens noch das unerwartete Ende (ein Stapel von
100 Karten wird durchgearbeitet - irgendwo in den untersten 10
davon steckt eine "Jetzt-ist-Schluss"-Karte)... auch nicht immer
ideal und nicht unbedingt zu jedem Spiel passend. :-/
Gruß, Volker (der hofft, dass nicht auch das Ende dieses
Postings ganz überrasc