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Schachtelwahnsinn ...

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Plau
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Re: Schachtelwahnsinn ...

Beitragvon Plau » 20. Oktober 2005, 10:24

Hallo,

ich denke, da gibt es noch weitere Gründe für große und kleine Schachteln.
Zum einen haben Verlage teilweise Interesse wegen der Wiedererkennung ihres Verlags, dass die Schachtel auch ähnlich groß sind. Deswegen gab es von Goldsieber nur zwei Schachtelgrößen und die Kartenspiele. Bei anderen Verlagen ist es ähnlich, was auch Gründe im Verkauf haben kann. wenn jedes neue Kosmos-Spiel eine neue Schachtelgröße hätte, mal rechteckig mal quadratisch, finden sich die Spiele in allen Ecken im Laden wieder und nicht neben dem bekannten und beliebten Siedler, was sich auf die verkaufszahlen auswirken wird. Und auch von seiten der Vielspieler gäbe es dann wieder viel Protest, da die Schachtel sich nicht mehr stapeln ließen und wir wieder beim alten Thema sind. So wird bei den großen Verlagen eine neue Schachtelgröße meist auch als eine neue Reihe von Spielen angelegt, die jetzt leiechte zu spielen oder glücksabhängiger oder so sind.
Für Kleinverlage hat man hier eine ähnliches Problem, da man oft mit einem Spiel startet und nicht weiß, welche Spiele später noch kommen werden ist es meiner Meinung nach sinnvoll, eine Schachtel zu wählen, die etwas größer ist, als benötigt, wodurch mann bei späteren Spielen auch andere Spiele in diesen Schachteln unterbringen kann.

Der zweite Grund für teilweise Übergroße Schachteln ist, dass nicht die Größe der Schachtel den Preis eines Spieles ausmacht, sondern der Inhalt und bei größeren Verlagen auch die Redaktionelle Arbeit, die man mit dem Spiel hatte. Die Schachtel gibt dann nur noch den Grund für den Preis, der durch Karten, Spielpläne, Stanzbögen,... entsteht. wenn man in einem Spiel sehr viele Karten und Stanzbögen hat kann das den Preis schnell in die höhe Treiben, und den Verlag dazu bringen eine größere Schachtel zu wählen, damit der Preis plausibel erscheint. Ich glaube mich zu erinnern, dass Rogo das für sein "Lost Valey" so gehandhabt hat, da das Spiel in seiner kleinen Schachtel für denselben Preis nicht glaubte verkaufen zu können.

Und teilweise ist auch die Schachtelgröße eine Ankündigung, wie "groß" das Spiel nachher letztendlich ist. Hier bezieht sich groß auf den taktischen und strategischen Teifgang und letztlich auch auf die Dauer des Spiels. Dies gilt für die Adlungspiele nicht, da hier die Spiele nur in einer ganz bestimmten Kartenzahl hergestellt werden. Die Spiele werden beim Testen also daraufhin ausgewählt, dass man sie in dem angegebenen Format produzieren kann. Wenn das nicht passt wird es nicht Produziert und fertig. Ein San Juan würde ich mit den 66 (Glaube ich) Karten beispielsweise nicht spielen wollen.


Ich habe lieber etwas mehr Schachtel und dafür bezahlbare Spiele in guter Qualität als dass jedes Spiel auf eine Möglichste kleine Schachtel geschrumpft wird. dann hat man nur Spiele mit dem Schachtelformat von alten Oltremare oder die Dosen von den altwen cwali Spielen. Was zwar kleiner ist, aber die Probleme mit der Aufbewahrung keinen deut verbessert. (was hier nur auf die Schachtel bezogen ist, keinesfalls auf den Spielwert)

Mit freundlichen Grüßen
Paul Thaben

PS.: Das Spiel mit Eimerstapel ist "Alles im Eimer" und enthällt in der Neuauflage nur halb soviel Eimer und Karten wie die alte größere Auflage. Das alte Spiel war auch gut gefüllt, weil zum Beispiel die vielen Pappeimer eine sehr gute Qualität (dick und stabil) hatten. Ob die abzüge beim Material das Spiel schlechter macht weiss ich nicht, und ob es nun nur die hälfte kostet kann ich nicht sagen.

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Lukas Merlach
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RE: Schachtelwahnsinn ...

Beitragvon Lukas Merlach » 20. Oktober 2005, 10:44

"Maike Mette" hat am 19.10.2005 geschrieben:
> Wie viele von den kleinen
> Verlagen stehen den im Spieleladen? Hat irgendwer schon mal
> ein Pfifficus-Spiel im Laden stehen sehn?

natürlich. - Sonst würde ich den auch nicht Spieleladen nennen...
(ich gebs ja zu. Es gibt nicht allzu viele Spieleläden, aber es gibt sie schon...)

Lukas

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Maike Mette
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RE: Schachtelwahnsinn ...

Beitragvon Maike Mette » 20. Oktober 2005, 10:55

Ok klar stehn sie da in "richtigen" Spieleläden aber die sind schon ziemlich rar. Dennoch greift das Argument, weil doch die meisten die sich sonst nicht mit Spielen beschäftigen bei den grossen Ketten kaufen, wo man die Spiele dann doch nicht findet und die Einkäufer Preis, Spielreiz und Schachtelgrösse untrennbar miteinander verbinden.
Im "richtigen" Spieleladen bekommst Du auch eine Erklärung zu dem Spiel und kannst dann überlegen, ob das Spiel auch spielerisch den Wert hat, den Preis, Schachtel und Material versprichen.

Maike

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Attila
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Re: Gründe für Riesenschachteln

Beitragvon Attila » 20. Oktober 2005, 14:21

Hiho,

Darum geht es doch gar nicht - mir geht es nur um das Extrem!

Die Schachtel von Kaivai ist mehr als doppelt so gross wie die z.B. von Zepter. Kein Mach hätte sich "beschwert" darüber wenn Kaivai in einer Zepter-Schachtel 30 Euro kostet. Der "Füllgrad" der Schachtel wäre durchaus normal.
Oder nimm Antika - schau dir an was da drinne ist und wie gross die Schachtel ist.

Ich meine wenn mal was Luft in einer Schachtel ist, okay - aber man kann es doch auch übertreiben! Wieso ist denn der Plan von Kaivai überhaupt gefaltet, wenn es so teuer ist!

Also wenn's ein "Kaivai-Upgrade-Kit" auf eine kleiner Schachtel gibt (oder ein Umtausch), dann bin ich da bereit was zu bezahlen!

Atti

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Maike Mette
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Re: Gründe für Riesenschachteln

Beitragvon Maike Mette » 21. Oktober 2005, 10:19

Bist Du denn auch bereit den höheren Produktionsbetrag vorzustrecken?
Würde ich aus meiner Tasche ein Projekt wie ein Spiel verwiklichen wollen, dann würde es einen sehr großen Unterschied machen ob ich 1000-2000€ mehr vorstrecken muss.
Auch wenn ich dir recht gebe die Schachtle ist extrem groß.

Grüße Maike


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