Beitragvon Kathrin Nos » 27. Oktober 2005, 14:38
Hallo Hannes,
"hannes" hat am 27.10.2005 geschrieben:
> Zum alten Spiel Timbuktu (1993, db-Spiele) gibt es einige
> Rezensionen, die nicht sooo begeistert klingen.
:-? Andreas Keirat etwa schreibt "Wir geben diesem Spiel gute 4 Punkte und können es empfehlen." - das ist zwar nicht überschwänglich, aber im Tenor positiv. Ansonsten gibt es z.B. die Rezi auf http://www.pyro.net/~bankler/rev_timbuktu.html - auch diese ist nun wirklich kein Verriss. Man kann aus der Beschreibung gut erkennen, was der Haupt-Mechanismus des Spieles ist. Damit kann man für sich selbst gut ableiten, ob einem das deduktive Element gefallen könnte oder nicht.
> Wer kennt beide Ausgaben und kann beschreiben, inwiefern
> sie sich unterscheiden ? Gibt es überhaupt Veränderungen im
> Spielmechanismus ?
Ich kenne die alte Ausgabe aus einigen Partien in allen Besetzungen von 3 bis 5 Spielern. Die neue habe ich noch nicht gespielt, hatte aber auf der Messe die Gelegenheit, Dirk Henn selbst zu fragen, was die Unterschiede sind.
Diese sind nicht sehr groß: Alle Spieler wählen jeweils gleichzeitig aus, welche Karawane sie als nächstes bewegen wollen. In der db-Spielregel werden alle Karten gemeinsam umgedreht und dann in Spielerreihenfolge ausgeführt. Damit kann auch der Startspieler die Folge-Züge der Mitspieler einkalkulieren und diese vielleicht ein wenig ärgern. In der Queen-Ausgabe dreht zunächst nur der Startspieler seine Karte für die Karawane um und führt seinen Zug aus. Dann folgt der nächste Spieler, der erst jetzt seine Karte umdreht usw. Damit wird etwas Grübelpotenzial aus dem Spiel genommen.
Auf der Messe habe ich mit einigen Leuten über Timbuktu gesprochen. Insgesamt kam es durchaus unterschiedlich an. Bei manchen hatte ich den Eindruck, dass sie sich keine Notizen gemacht hatten - in diesem Fall wird das Spiel doch deutlich glücksbetonter erscheinen. Je besser man das Spiel kennenlernt, desto wichtiger wird jede kleine Information sein! Und genau hier setzt der Spielspass ein - wem das zu denklastig ist, wird keine Freude an Timbuktu haben. Besonders hervorzuheben ist der einfache Kniff für die Festlegung der Warenpreise zum Schluss des Spiels: Je mehr Einheiten einer Ware gestohlen wurde, desto mehr Punkte bringt diese Ware in Timbuktu. Mir gefällt Timbuktu jedenfalls!
Alles Gute wünscht
Kathrin.