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Raubritter: Was sind Eure Eindrücke?

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Kathrin Nos
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Raubritter: Was sind Eure Eindrücke?

Beitragvon Kathrin Nos » 14. November 2005, 10:04

Hallo,

über das Spiel Raubritter von Rüdiger Dorn, erschienen bei Queen Games, gibt es hier im Forum noch nicht viel zu lesen. Per Suchfunktion habe ich nur relativ kurze Kommentare gefunden, die nicht sehr begeistert klangen.

Welche Eindrücke habt Ihr von Raubritter?
Diejenigen, die sich verhalten geäussert und keinen guten Eindruck vom Spiel haben: Woran liegt es? Mit wieviel Personen habt Ihr es gespielt?

Danke schonmal für Eure Antworten!

Alles Gute wünscht
Kathrin.

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ode

Re: Raubritter: Was sind Eure Eindrücke?

Beitragvon ode » 14. November 2005, 10:53

Hallo,

wir haben es zu zweit gespielt. Uns wurde voher gesagt, es wäre ein schönes, kleines Spiel für zwischendurch - Rattenscharf nicht unähnlich und sogar noch nen Tacken besser als dieses.

schon beim spielen wurde uns klar, dass wir das Spiel nicht so gelungen finden. Für uns ergab das alles keinen Sinn. Warum genau, ist mir nicht klar. Das Spiel sprach uns überhaupt nicht an. Es war schlichtweg langweilig und unübersichtlich, mit den ganzen Scheiben auf den Plättchen. Und wir konnten uns gut vorstellen, dass sich der Einfluß den man auf das Spiel hat, mit wachsender Spielerzahl weniger wird. Und dann kommen noch zwei Farben hinzu und es wird noch unübersichtlicher.

Nee, so nicht. Da gibt es unserer Meinung nach bessere kleine Spiele.

Natürlich ist diese Meinung absolut subjektiv. Es mag Leute geben, für die dieses Spiel eine Offenbarung ist. Bei uns hats einfach nicht gefunkt...

ode.

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Andreas Epplée

Re: Raubritter: Was sind Eure Eindrücke?

Beitragvon Andreas Epplée » 14. November 2005, 11:58

Hi Kathrin,

das ist eins von den Spielen, für die man ziemlichen Ehrgeiz braucht, um sie überhaupt wirklich kennen zu lernen ;-) Ich habe es auch erst einmal gespielt (besitze es auch, da ich bei Rüdiger Dorn glaubte, nicht viel falsch machen zu können), aber es ist tatsächlich auf den ersten Blick dermaßen unübersichtlich (und eben wenig darüber hinaus), dass die nächste Chance wohl noch auf sich warten lassen wird...

VG Andreas

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OK

Re: Raubritter: Was sind Eure Eindrücke?

Beitragvon OK » 14. November 2005, 12:16

Hallo zusammen,

wir waren nach dem genialen Revolte in Rom sehr gespannt auf das neue Kleine bei Queens, noch dazu von einem Autor mit dem Namen Rüdiger Dorn (Händler von Genua, Goa, Louis XIV, Jambo!!). Und wir wurden wahrlich nicht enttäuscht. Wir spielten es auf der Spiel in Essen zu zweit. Dabei haben wir festgestellt, dass darin einiges an Potential steckt. Wann man wo welche und wieviele Karten auslegt, wann man wieviele seiner Ritter ins Spiel bringt und nicht zuletzt die taktischen Optionen durch das Festlegen des Rasters. Uns hatte es definitiv gefallen und es steht auf meiner Wunschliste.
In der Tat sind die Ritter schwerlich in den Holzscheiben wiederzuerkennen und durch das Ablegen auf den Plättchen werden die Motive teilweise verdeckt, aber daran schaue ich gerne vorbei, wenn ansonsten ein qualitativ (sowohl Spielmaterial als auch spielerischer Gehalt) tolles Spiel vorliegt.

Eine erste Kritik (und die ist ziemlich positiv) gibt es übrigens auf http://www.poeppelkiste.de/. Und die fehlerhafte Regel bei http://www.queen-games.de/Games/GameDetail.aspx?langid=2&gameid=47 bereits in korrigierter Form als pdf vor.

Bleibt immer oben auf
OK

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Eric

Re: Raubritter: Was sind Eure Eindrücke?

Beitragvon Eric » 14. November 2005, 18:45

Wir haben es zu dritt auf der Messe gespielt und waren alle 3 enttäuscht. Es stand sogar im Raum das Spiel vorzeitig abzubrechen, aber wir haben uns dann bis zum Ende durchgekämpft.

Das Problem bei dem Spiel ist: wer zuerst agiert ... verliert.

Und weil das so ist, will keiner zuerst seine Steinchen setzen und legt erstmal nur Spielplättchen hin und versucht sich dann einen Bereich abzugerenzen, wo nur er alleine dann noch hinkommt, wenn er sein nächstes Schloss zieht.

Das weitere Problem des Spiels: Wer mehr als die Pflichtanzahl (1) an Plättchen in einer Runde legt, verliert ebenfalls. Denn dann kann er am Spielende zuschauen, wie die anderen alleine alle ihre noch übrigen verfügbaren Plättchen bauen und besetzen, ohne dass er selbst noch eingreifen kann.

"Beamtenmikado" wäre der bessere Spieltitel gewesen... ;-)

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Ernst-Jürgen Ridder

Re: Raubritter: Was sind Eure Eindrücke?

Beitragvon Ernst-Jürgen Ridder » 14. November 2005, 19:01

Hallo Kathrin,

wir haben Raubritter erst einmal zu viert gespielt. Nach nur einem Spiel kann man nicht wirklich sagen, wie gut das Spiel ist. Gefallen hat es uns als kleineres Spiel für zwischendurch -nämlich zwischen Dschamal zum Aufwärmen und Antike als großes Spiel des Spielabends-. Ich bin sicher, dass wir noch nicht die Tiefe der taktischen Möglichkeiten durchschaut haben und sich weiteres Befassen damit lohnt. Von der Tendenz her -soweit das nach nur einem Spiel möglich ist- möchte ich mich der Rezension der Pöppelkiste anschließen.

Spielerische Grüße
Ernst-Jürgen

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Wolfgang

Re: Raubritter: Was sind Eure Eindrücke?

Beitragvon Wolfgang » 14. November 2005, 19:37

Hallo,

ich habe es etliche Male schon gespielt und auch in jeder Besetzung. Meine (positive) Rezension ist unter

http://www.poeppelkiste.de/frame/frame.htm?/gutespiele/2005/raubritter/raubritter.htm

zu finden

Wolfgang

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Silvia

Re: Raubritter: Was sind Eure Eindrücke?

Beitragvon Silvia » 15. November 2005, 00:16

Hallo Kathrin,

auch mit diesem Spiel beweist Rüdiger Dorn wieder einmal, daß man seine
Spiel blind kaufen kann. Das Spiel ist ein Top-Teil, welches seinen Höhepunkt
sicherlich bei 3 und 4 Spielern erreicht. Bisher habe ich nur zu zweit und zu dritt
gespielt, freue mich aber auf den vierten Raubritter.

Gruß
Thomas

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Reiner

not your cup of tea, eric!?

Beitragvon Reiner » 15. November 2005, 07:03

Hallo Eric!
Leider habt ihr das Spiel nicht verstanden!
Ein Spiel auf den Nenner zu bringen, "wer zuerst setzt, verliert!", zeigt, dass ihr euch mich dem Spiel nicht auseinandergesetzt habt!
Wer natürlich brav zu Beginn von seiner ersten Burg aus Ritter einzeln auf Plättchen platziert, verliert in der Tat.
In der Spielregel steht jedoch, dass man auch mehr Ritter auf ein Plättchen liegen kann! Rechne mal bitte hoch wie viele Ritter dir pro Burg zur Verfügung stehen! Du kannst ruhig mal eine Burg bzw das benachbarte Plättchen dicht machen......

Auch deinen zweiten Einwand kann ich nicht verstehen. Ob ich mehr als 1 Plättchen lege, hängt vom aktuellen Landschaftsbild ab. Wer immer 2 oder 3 Plättchen legt, hat das Nachsehen;

Ich denke einfach, dass Raubritter nicht deine Art von Spiel ist!

Grüße
Reiner (dem Raubritter in jeder Besetzung gut gefällt!)

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Eric

Re: not your cup of tea, eric!?

Beitragvon Eric » 15. November 2005, 08:30

Das Spiel ist wirklich nicht mein Fall, obwohl ich uns 3 Spielern durchaus zutraue, das Spiel voll verstanden zu haben. Vielleicht ist es gerade aus diesem Grunde nicht mein Fall.

Ziel des Spiels ist es, möglichst viele Punkte zu machen, soweit sind wir uns hoffentlich einig. ;-)

Dazu hat man eine feste Anzahl an Spielsteinen (auch klar).

Punkte gibt es für jedes besetzte Punktteil, wo man oben liegt (auch klar).

Somit folgt, dass man versuchen sollte möglichst viele solcher Teile mit seinen Spielsteinen abzudecken und nicht nur wenige Teile zu "sichern". Der Punktunterschied der wertvollen Teile zu den weniger wertvollen Teilen rechtfertig nicht irgendwelche Sicherungsstrategien. Im Grunde ist jeder Spielstein der unter einem anderen Spielstein liegt "verschwendet", denn er könnte woanders liegen und Punkte einfahren. Ob jetzt der oberste Spielstein dabei ein eigener ist (Sicherungsstrategie) oder ein fremder, ändert nichts an der Verschwendung. Also sollte man tunlichst schauen, dass es nicht zu einer Verschwendung kommt, was man nur erreichen kann, indem man auf Teile baut die nicht mehr von anderen erreichbar sind, oder indem man möglichst spät baut, um oben zu liegen.

Um spät zu bauen muss man seine Burgen möglichst spät legen, was direkt impliziert, dass man nur 1 Teil pro Runde legen sollte, weil man sonst seine Burgen entsprechend früher legen muss. Im Grunde legt man damit seine Burg erst, wenn man es muss, ausser es ergibt sich eine seltene Gelegenheit einen Landstrich für sich alleine zu sichern.

Das Spiel ist also am Anfang ein langweiliges Taktieren und Abwarten bis der erste Speielr baut, nur damit er dann von den nachfolgenden Spielern überbaut wird. Oder er wird direkt gezwungen per Sicherungsstrategie Steine zu verschwenden.

Wahrscheinlich ist das auch der Grund, warum ich das Spiel nicht mag. Die Möglichkeit mehr Steine auf einem Feld zu lassen oder mehr Teile pro Runde zu legen suggeriert eine Wahlmöglichkeit, die sich aber aufgrund von strategischen Überlegungen direkt wieder verbietet.

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Uli

Re: not your cup of tea, eric!?

Beitragvon Uli » 15. November 2005, 09:36

Habe ich auch so empfunden, obwohl ich das Spiel, nachdem die Beamtenphase vorbei war, ganz nett fand.
Gruß,
Uli

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Kathrin Nos
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RE: Raubritter: Was sind Eure Eindrücke?

Beitragvon Kathrin Nos » 15. November 2005, 13:06

Hallo,

vielen Dank an alle, die geantwortet haben! :-)

Kurz zum Hintergrund meines Ursprungspostings:

Wir hatten Raubritter zu dritt auf der Stuttgarter Messe getestet (mit dem zu kleinen 8x8 Raster, was ich aber nicht weiter tragisch fand) und es daraufhin gleich gekauft. Zu zweit haben wir es noch am selben Wochenende getestet - und es hat uns wieder gut gefallen.

Mir gefallen die verschiedenen Ebenen, in denen man taktieren kann: Wie viele Ritter setze ich ein? Immer 5 Ritter einzusetzen klappt nicht, da es 8 Burgen, aber nur 30 Ritter gibt. Wie viele Plättchen setze ich ein? In Verbindung mit einer Stadt ist es natürlich schick, wenn ich eine Burg und als Abschluss der Reihe einen See oder ein Gebirge setzen kann - von daher sehe ich durchaus die Motivation, das zitierte "Beamtenmikado" gezielt zu durchbrechen. Wenn ich in etwa die Kartenverteilung kenne (im untersten Stapel ist z.B. nochmal eine Stadt!), ist der Glücksfaktor durch das Nachziehen nicht übermächtig. Im Mittel sollte man pro Ritter mindestens 1 Punkt erzielen, um gewinnen zu können - in unseren Runden hatte der Sieger meist über 30 Punkte (durch die Plättchen werden 32 Punkte pro Spieler ausgelegt).

Als ich nach meinen Spielerfahrungen von einigen eher enttäuschten Eindrücken gelesen habe, hat mich einfach interessiert, woran das gelegen haben könnte.

Alles Gute wünscht
Kathrin.

P.S.: @Wolfgang: Deine Rezi habe ich natürlich gelesen. Ein kleiner Fehler hat sich dabei eingeschlichen: Die 20 Plättchen, die in die Stapel gemischt werden, werden nicht in 5, sondern in 4 Stapeln à 5 Karten übereinander angeordnet - der 5. Stapel wäre der mit den 4 Anfangskarten. Aber das ist nun wirklich nur eine Kleinigkeit.


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