Beitragvon Phil » 15. November 2005, 13:32
> b) es gibt im Falle einer Jagd keine Würfelwiederholung für
> Figuren, die nicht im Feld mit der Gemeinschaftsfigur stehen.
> Deshalb kann ich es nicht nachvollziehen, dass die Nazguls so
> versxchwendet werden. Im Grunde reicht es aus, am
> Rundenanfang eine Figur zu den Ringträgern zu stellen. Mehr
> ist nicht notwendig. Warum ausgerechnet einer der
> Haupttestspieler hier ein anderes Konzept fährt, ist mir
> völlig schleierhaft. Denn letztlich wird sich die
> Gemeinschaft allein aus taktischen Überlegungen selten ein
> oder zwei Felder von ihrem letzten Standort entfernt zeigen,
> wenn Sie nicht in einer freundlichen Stadt/Festung ist.
Nach einer Reihe von Partien halte ich die "vorausschauende Nazgulplatzierung" in manchen Situationen schon für sinnvoll. Grundsätzlich ist die Ringgemeinschaft bestrebt Würfelwiederholungen zu vermeiden, deshalb wird sie sich durchaus auch auf einem freien Feld zeigen um danach gefahrloser weiter zu gehen. Sich zu zeigen ist ja kostenlos und die damit verbundenen Nachteile nicht selten geringer als Würfelwiederholungen.
Lediglich am Rundenanfang einen Nazgul zur Gemeinschaft zu stellen gibt der Gemeinschaft die Gelegenheit sich zunächst auf einem freien Feld zu zeigen und dann direkt unbehelligt einmal zu gehen, da die freien Völker ja jede Runde anfangen. In Runden in denen die Gemeinschaft nur einmal zieht, käme dann der Nazgul immer zu spät. Außerdem kostet jede Nazgul-Umgruppierung eine Aktion. Auch deshalb kann es Sinn machen gleich ein paar Nazguls auf Vorrat in den Weg zu stellen.
Insbesondere an Engpässen wie dem Weg durch Goblins Gate, wo die Gemeinschaft wenig sinnvolle Felder zur Auswahl hat, kann man so das sich zeigen auf einem freien Feld verhindern. Je mehr Felder ihr zur Verfügung stehen desto teuerer und damit unattraktiver wird natürlich die vorausschauende Nazgulplatzierung. Der Lenkungsgedanke ist auch nicht zu unterschätzen, wenn man z. B. die Gemeinschaft durch eine geeignete Platzierung zu einem Weg verleitet, der kurzfristig zwar besser ist (kein Nazgul), aber langfristig durch die militärische Pläne des Schattens schwieriger sein wird.
Hat man viele Nazguls ist es meist auch nicht eine allzu große Verschwendung, da eine Armee im Normalfall nicht mehr als 5 Anführer braucht, insbesondere wenn der Hexenkönig im Spiel ist, der wie 2 Anführer zählt. Natürlich hat man mehrere Armeen, aber durch die Mobilität der Nazgul konzentriert man die ja eher und schickt sie nach der Einnahme einer Festung zur nächsten Armee.
Phil