Beitragvon Matthias » 21. November 2005, 10:11
Hi Michael,
ich habe Celtic Quest "richtig" gespielt und war über die vielfältigen Mechanismen und Möglichkeiten überrascht. Es gibt ein gut funktionierendes Handelsprinzip (auch wenn das Markerschieben manchmal eine gewisse Fuddelei ist) und auch der 2. Hauptstrang, die Magie, bzw. das Sammeln magischer Kristalle (um Siegpunkte zu erringen) kommt sehr gut rüber. Es ist atmosphärisch und man hat auch einen gewissen Druck von Seiten der Römer, die versuchen, die Kontrolle über die Keltensiedlungen zu erreichen. Anders als z.B. in "Marnon", wo man die Orks immer in einem eigenen Zug rumziehen und kämpfen läßt, ist die unparteiische Seite "Römer" hier elegant gelöst: Sie werden aus einem Beutel gezogen und auf freie Zufahrten der Dörfer platziert. Wenn alle Wege besetzt sind, wird das Feld umgedreht und man hat eine römische Stadt. Dadurch werden mit der Zeit die Handelsmöglichkeiten immer weiter eingeschränkt, so dass die Spieler immer mehr zur Kristallsuche übergehen.
Dazu kommt noch eine Charakterkarte, die jeder bekommt und die unterschiedliche Siegmodalitäten aufweist.
Nicht zu vergessen, dass man 3 Spiele in einem bekommt: Eine Version bezieht sich allein auf den Handelsaspekt (mit eigenem Spielplan!), die beiden anderen verlaufen wie oben beschrieben, nur dass es zum Grundspiel noch Fortgeschrittenenkarten gibt, wodurch es dann sogar möglich wird, die Römer zu spielen...
Okay, das war fast mehr ne Rezi als eine bloße Kaufempfehlung, also:
Ja! Sehr empfehlenswert aus meiner Sicht. Es besitzt auch einen hohen Wiederspielreiz - und nicht zuletzt kann man es auch zu zweit spielen (was wir noch nicht probiert haben; wir waren zu dritt und da war der Spielfluß (nach einer ersten Einarbeitung) optimal).
Vielleicht hilft Dir das ja.
Gruß,
Matthias